Im Wechsel der Akkorde
Thema: Saxophon

Drittes Zwischenfazit meines Saxunterrichts

Nach genau siebzig Unterrichtsstunden Saxophon am Konservatorium Cottbus möchte ich ein weiteres Mal kurz Bilanz ziehen. Dieser Artikel ist die Fortführung meines ersten und zweiten Zwischenfazits, sowie meines Jahresrückblicks 2011.

Diese 70 Unterrichtsstunden habe ich in etwas mehr als zwei Jahren in Anspruch genommen. (Nebenbei: das klingt für mich nach ziemlich wenig wenn man bedenkt, dass ein Jahr 52 Wochen hat und der Unterricht wöchentlich stattfindet.
Es gibt natürlich eine Reihe von Gründen, warum einige Wochen ohne eine Unterrichtsstunde auskommen müssen: Schulferien, Urlaub außerhalb der Ferien, Dienstreisen, Erkrankung des Schülers, Erkrankung des Lehrers, usw.)
 weiter lesen »

0 Kommentare »

Instant Composing mit Volker Schlott

Heute gab es in Cottbus an der Hochschule Lausitz experimentelle Musik zu erleben. Volker Schlott und Studenten der Hochschule präsentierten ab siebzehn Uhr das Ergebnis Ihrer Arbeit der vorangegangenen Tage.
Aber zunächst hat Volker Schlott eine (viel zu kurze) halbe Stunde Sopran- und C-Melody-Saxophon gespielt – ganz allein. Das habe ich sehr genossen.

Instant composing heisst das Workshop-Konzept von Volker Schlott: „Das Konzept befasst sich mit allen möglichen Spielarten und Übungen, um ohne Noten, egal auf welchem Niveau, für alle Instrumente die Sprache der improvisierten Musik bzw. Echtzeit-Kompositionen zu erlernen und zu trainieren. Das Ganze sollte in erster Linie den Spass am Musizieren und Experimentieren befördern.“ (Quelle)
Der Spaß war den Musikern anzumerken und hat sofort auf das Publikum ausgestrahlt. Es war eine Freude zuzuhören und -zusehen.

0 Kommentare »

Marburg: Marktplatz und Rathaus

Anfang Februar diesen Jahres – das Wetter war nicht schlechter als heute – war ich erstmals und für ein Wochenende in Marburg. Bisher hatte sich für mich einfach noch keine Gelegenheit ergeben. Nun hatte ich mein Tenorsaxophon (Sequoia Lemon) zu Armin Weis in Marburg-Cappel zum SaxTuning geschickt und konnte es dort persönlich bei ihm abholen. Was Herr Weis dabei mit dem Instrument anstellt, kann man auf seiner Seite nachlesen.
Natürlich habe ich mein Tenor in seiner Werkstatt probegespielt und sofort den Eindruck gewonnen, dass die nicht ganz billige Maßnahme wirklich etwas gebracht hat. Von daher hatte sich die Reise schon einmal gelohnt. Außerdem hatte ich noch mein Altsax (B&S series 2001) mitgebracht und ein paar Kleinigkeiten machen lassen.
 weiter lesen »

4 Kommentare »

angetestet: Forestone Unfiled (Reeds)

Forestone Unfiled Tenor

Dieses Kunststoffblatt ist noch recht neu auf dem Markt. Schon seit dessen Vorstellung auf der diesjährigen Musikmesse habe ich auf die Lieferbarkeit des Blattes gewartet. Geliefert wurde es letztlich Anfang Juni und nun hatte ich einen guten Monat Zeit dieses Blatt mit dem Tenorsaxophon auszuprobieren.

Das Blatt hat eine holzähnliche Färbung erhalten (ich muss mich also nicht schon auf den ersten Blick für mein Kunststoffblatt entschuldigen) Es besitzt – nach dem, was ich darüber gelesen habe – eine weniger raue Oberfläche, als ich mir erhofft hatte.

Die Ansprache des Blattes finde ich wirklich sehr gut und sehr gleichmäßig in allen Lagen. Von der Stärke her empfand ich die F3 meines ersten Blattes etwa vergleichbar einem AW Reed 2. Ich habe mir dann noch ein Forestone Unfiled in F3,5 bestellt, was etwa einem AW Reed 2,5 entspricht.
 weiter lesen »

0 Kommentare »

Saxophonquartett – die fünfte Probe

Genau an dieser Stelle gehe ich dazu über, die Proben unseres Saxophonquartetts als Artikel (statt wie bisher als Kommentar zu einem Artikel) abzulegen. Das ist ein gutes Zeichen für das Quartett, denn unsere gestrige (31.05.2012) Probe hat viel Spaß gemacht und bei mir den Eindruck hinterlassen, als könnte daraus etwas Ernsthaftes werden. Das war unsere fünfte Probe; die anderen finden sich (als Kommentar) hier: vierte, dritte, zweite und erste.

Richtig gut fand ich schon im Vorfeld, dass wir uns für diese Probe noch mehr Zeit organisiert hatten – zweieinhalb Stunden. Auch wenn wir nur über zwei Stunden zu viert waren – in dieser Zeit kann man schon etwas schaffen und es lohnt sich auch zusammenzukommen.

Als Übungsraum konnten wir wieder die „Kammerstube“ des Konservatoriums Cottbus nutzen. Der Raum ist geschätzt fünfzig bis sechzig Quadratmeter groß, sicher mehr als drei Meter hoch und eignet sich akustisch meiner Meinung nach sehr gut für unsere Probe: er ist groß genug, damit sich die Instrumente mit einer angenehmen Rückmeldung entfalten können und klein genug, damit die Reflexionen die einzelnen Stimmen nicht zermatschen.
 weiter lesen »

0 Kommentare »

angetestet: Fiberreed Carbon Classic (Reeds)

Relativ neu von Fiberreed gibt es jetzt neben dem Ur-Carbon-Blatt das Carbon Classic.

Die Fiberreed -Blätter sind generell aus einem weißen Hohlfaserwerkstoff (Hollowfiber Foamresin Compound) gefertigt. Bei den Carbon-Blättern wurde zusätzlich jede zweite Schicht der weißen Hohlfasern durch eine Schicht Hochmodul-Kohlefaser ersetzt (Unterschiede). Herr Hartmann beschreibt das Carbon-Classic-Blatt so:

High-Tech Kohlefaser mit Hohlfasern und einem steileren Schnitt bringen eine Verbindung von vollem Sound, schneller Ansprache und rundem, dunkleren Klang.

Leider habe ich das „normale“ Carbon noch nicht gespielt, so dass ich die Blätter nicht vergleichen und auch nichts zu den Unterschieden sagen kann.

Aber über das Carbon Classic konnte ich mir auf dem Tenorsaxophon innerhalb einer guten Woche eine Meinung bilden. Zunächst ist die Zebra-Optik dieses Blattes in meinen Augen ein klares Plus und ein selbstbewusstes Statement. Mir gefällts jedenfalls.
Die nicht ganz glatte Oberfläche und das (gegenüber einem Blatt aus Rohrholz) höhere Gewicht fühlen sich im ersten Moment an wie Keramik. An der Handhabung des Blattes ist nichts außergewöhnliches. (Außer, dass ich mit Kunststoffblättern generell noch vorsichtiger umgehe, da eine beschädigte Blattspitze einen größeren finanziellen Schaden nach sich zieht als bei einem Holzblatt).
 weiter lesen »

0 Kommentare »