Im Wechsel der Akkorde
Thema: Musiktechnik

Willkommen KID-Broadcast Advocis (mic preamp)

Schon seit längerem hatte ich mir vorgenommen, etwas über meinen Mikrofonvorverstärker von KID Broadcast – den Advocis MS – zu schreiben. Ganz sicher sollte in der Überschrift nichts mit „Testbericht“ vorkommen, denn zu einem Test sehe ich mich nicht in der Lage. Weder kann ich an einem Vorverstärker etwas messen noch habe ich entsprechende Vergleichsmöglichkeiten.
Trotzdem hatte ich den Wunsch, meine Freude und Zufriedenheit mit dem Gerät mit anderen zu teilen. Lange ist aus der Idee nichts geworden. Aber jetzt, wo ich zwei weitere Preamps von KID Broadcast (Advocis ImSande) dazugekauft habe, kann ich gar nicht anders. Den Advocis MS habe ich schon 2013 gekauft. Warum es gerade dieses Gerät geworden ist, will ich (versuchen, kurz zu) beleuchten.

Im Jahr 2012 hatte ich mir überlegt, in meinem Heimstudio mehr akustische Musik machen und auch aufnehmen zu wollen. Die wesentlichen (klangentscheidenden) Geräte für diese Aufnahmen würden also die Mikrofone sein. Dazu habe ich mir schon Gedanken gemacht. Danach könnte noch der Mikrofonverstärker von Bedeutung sein (und vielleicht auch noch der AD-Wandler). Die weitere Bearbeitung sollte in der DAW passieren.
Bei Mikrofonvorverstärkern gibt es – um es mal neutral zu formulieren – eine breite Auswahl in jeder denkbaren Preisklasse. Neben der reinen Verstärkung von Mikrofonsignalen gibt es viele weitere Funktionen, mit denen Preamps ausgestattet werden – bis hin zum kompletten Channel Strip. Welche Funktionen benötige ich und wie viel Geld bin ich bereit dafür auszugeben, waren die Fragen, die ich mir beantworten musste.
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Zoom H6 – der erste Eindruck

Ich gebe zu: ich hätte den nagelneuen Zoom H6 Audiorecorder nicht zwingend gebraucht, sondern wäre durchaus mit meinem bisherigen Zoom H4n weiterhin gut zurecht gekommen. Da meine Neugier aber sehr groß war, ist der Zoom H4n bereits verkauft und der Zoom H6 schon ausgepackt.
Nachfolgend möchte ich meinen ersten Eindruck zum Zoom H6 schildern. Weiteres folgt später, wenn ich mich ausführlicher mit dem Gerät beschäftigt habe.

Lieferumfang

Zuerst habe ich aus der Pappschachtel die Tüte mit der „Literatur“ geangelt. Es gibt jeweils eine gedruckte englische, französische und deutsche Bedienungsanleitung – sehr schön. Durch die Separation ist die Bedienungsanleitung in der Sprache der Wahl mit 103 Seiten auch nicht zu dick geraten.
Mitgeliefert wird auch eine Installations-CD für Steinbergs Cubase LE in der Version 6.

Dann hole ich einen schwarzen Plastekoffer  weiter lesen »

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Willkommen ESI M8U XL

Da ich mich nun dazu entschlossen hatte, meine selbstauferlegte Beschränkung aufzugeben, als DAW-Software die letzte verfügbare Version von Emagics Logic Audio Platinum (5.5.1) unter Windows XP zu nutzen, und mit Steinbergs Cubase 7 einen Neuanfang zu wagen (unter Win7/64bit), musste ich meine bisherigen MIDI-Interface (Emagic AMT 8 und Emagic Unitor 8) zwangsläufig ersetzen, denn dafür bekomme ich keine aktuellen Treiber mehr.

Natürlich hätte mein Umstieg noch radikaler ausfallen können, indem ich auch auf meine (Hardware-) Synthesizer verzichtet und mir ein paar leistungsfähige Software-Pendants herausgepickt hätte. Wollte ich aber nicht. Nicht etwa, weil ich den ollen Gesellen irgendwelche Magie andichte, die man nicht auch als PlugIn abbilden kann. Aber sie sind nun mal da und ich weiß wie sie funktionieren und ohne sie wäre das Rack merkwürdig leer…
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Robert Moog Google Doodle

Bei Google gibt es heute ein Doodle zum 78. Geburtstag von Robert Moog.

Robert Moog Google Doodle

Wer Robert Moog war, brauche ich hier sicher nicht zu erklären. Etwas mehr Erklärungsbedarf gibt es für den Google-Minimoogle. Dieser ist zwar vom Minimoog inspiriert, hat aber doch teils abgweichende Regler und Schalter. Ich habe hier mal die wichtigesten Bedienelemente kurz benannt:

Robert Moog - Minimoogle (Google Doodle)

Klangliche Wunderdinge kann man vom Google-Moog sicher nicht erwarten, aber Idee und Umsetzung sind schon klasse.

Hier noch mein kurzes „Einführungsvideo“ zum Google-Minimoogle:

Viel Spaß beim selber „schrauben“. :-)

Update 24. Mai: Das Robert Moog Doodle ist nun natürlich nicht mehr auf der Google-Startseite zu finden, aber es wurde archiviert und ist hier verfügbar. Außerdem kann man den Minimoogle nun auch komplett über die Tastatur (englisches Layout) spielen, gestern ging nur C-Dur über die oberen Zifferntasten.

Auch das Les Paul Gitarren-Doodle findet man weiterhin spielbar im Doodle-Archiv (auch mit Tastatur – Ziffern 1..0).

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Das gute, alte Vermona E-Piano

Es ist bereits über 30 Jahre alt, das VERMONA E-Piano. Gekauft haben wir es im Februar 1981 bei „Takt und Ton“ in Berlin. Die letzten Jahre stand es nur im Keller und das ist dem Gerät wohl nicht so gut bekommen. Als es vor einiger Zeit wieder in Betrieb genommen werden sollte, gab es keinen Mucks mehr von sich. Nicht mal die Lampen gingen an.

Vermona E-Piano StromlaufplanAlso habe ich mal einen Blick hinein geworfen (siehe oben) und festgestellt, daß die Sicherung durch war. Eine probeweise neu eingesetzte Sicherung kam beim Einschalten sofort wieder. Klar, die Sicherung brennt nicht nur einfach so durch, dafür gibt es einen Grund.

Obwohl ich sogar nach einigem Suchen den E-Piano-Schaltplan gefunden habe, werde ich dem Grund für den Grund wohl nicht auf den Grund gehen. Soll das gute, alte E-Piano in Frieden ruhen oder einen neuen Besitzer finden.

Eine kleine, lustige Begebenheit ist mir zum Vermona E-Piano noch in Erinnerung geblieben. Wir haben das Gerät seinerzeit mangels Auto mit Bussen und Bahnen nach Hause transportiert. Es war in einem großen, schwarzen Koffer verpackt. Am S-Bahnhof Köpenick, als wir mit dem Koffer die Treppen runter gingen, drehten sich ein paar Leute um und staunten: „Das ist aber ein großer Besteckkoffer!“. :-)

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Roland XV-5050 – USB unter Windows 7/8/10 32/64 Bit

Alt, aber immer noch gut

Ich habe immer noch einen Roland XV-5050 im Rack. Dieser ist zwar per MIDI problemlos ansteuerbar.

Roland XV-5050 Synthesizer

Allerdings ist unter Windows Vista bzw. Windows 7 64 Bit der USB-Anschluß nicht mehr nutzbar, da Roland eigentlich keine passenden USB-Treiber bereitstellt. „Eigentlich“ deshalb, weil es für neuere Roland-Geräte durchaus Windows 7 USB-Treiber gibt, die sich vielleicht mit ein paar Anpassungen auch dazu bewegen lassen, den betagten XV-5050 in Windows per USB einzubinden.

Auf Treibersuche

Also habe ich mich bei Roland auf Treibersuche begeben. Hauptbedingung war natürlich, daß für das Gerät Windows Vista/7 Treiber auch für 64 Bit zu bekommen sind. Außerdem habe ich nach einem Sythesizer Ausschau gehalten, der nicht zu neu und dem XV-5050 von den Anschlüssen her möglichst ähnlich ist.

Meine Wahl fiel auf dem Roland Fantom-XR aus dem Jahr 2004, also auch ein schon etwas älteres Gerät mit einem USB Anschluß für MIDI aber ohne digital Audio über USB. Letztendlich sehe ich den Fantom XR sowieso also legitimen Rack-Soundmodul Nachfolger der Roland XV-Reihe und so sollte das mit dem Treiber hoffentlich passen.

Treiberverbiegungen

Jedes USB-Gerät hat eine Hersteller- und eine Geräte-Id, über die Windows den passenden Treiber findet und installiert. Diese Informationen findet man in einigen Installations-Dateien (.inf bzw. .dat).

Die entsprechenden IDs waren schnell gefunden und geändert. Zudem habe ich die Texte in „XV-5050“ geändert, damit das MIDI-Gerät auch als „XV-5050“ im System angezeigt wird.

Das Treiber-Setup lief ohne Probleme durch und, große Freude :-), mein Roland XV-5050 funktioniert nun auch in Windows 7 64Bit mit USB.

Nun hatte ich vor, hier eine Anleitung zu veröffentliche, wo und was man an welchen Stellen in den Dateien ändern muß, aber das ist wenig komfortabel und zudem fehleranfällig. So habe ich kurzerhand ein Windows-Cmd-Skript geschrieben, welches die notwendigen Änderungen automatisch vornimmt. Dieses stelle ich hier zum Download bereit.

Patch XV-5050 USB für Windows 7/8/10 32/64-Bit
Patch XV-2020 USB für Windows 7/8/10 32/64-Bit (ungetestet)

So gehts

Achtung: Den Roland XV-5050 noch nicht an den Rechner anschließen!

Achtung: Ab sofort wird der Treiber für den Roland Juno-Di verwendet!

Die Windows 7 Treiber für Juno-Di bei Roland runterladen (32-Bit / 64-Bit) und in einem beliebigen Verzeichnis entpacken. Für Windows 8 und Windows 10 muß der Windows 8/8.1 Treiber (1.0.1) heruntergeladen werden.

XV-5050 USB Treiber-Setup: Verzeichnisse

Man findet darin diese Verzeichnisse und Dateien. Im Verzeichnis „Files“ befinden sich die Installations-Dateien. In das Verzeichnis Files die Datei patch.cmd aus dem obigen Download „Patch XV-5050 USB für Windows 7/8/10 32/64-Bit“ kopieren.

Nun einfach den Patch-Prozess mit Doppelklick auf die patch.cmd starten. Die möglicherweise angezeigten Fehler können ignoriert werden.

Wichtig: Bei Windows 8/10 64-Bit muß die strikte Prüfung der Treibersignatur deaktiviert werden. Es muß also zumindest zeitweilig möglich sein, unsignierte Treiber zu installieren. Wie es geht, findet man hier (engl.).

Anschließend kann das Treiber-Setup ganz normal mit dem Setup-Programm gestartet werden.

Im Verlauf der Installtion wird man nun auch aufgefordert, das XV-5050 anzuschließen und einzuschalten. Wenn alles geklappt hat, sollte diese Meldung erscheinen.

USB-Treiber für XV-5050 installiert

In der Windows-Systemsteuerung findet man nun ein neues Control, welches allerdings „JUNO Series“ heißt.

Systemsteuerung: JUNO-Series als XV-5050

Ein kleiner Schönheitsfehler, denn man aber verschmerzen kann, denke ich. Der Funktionsfähigkeit tut das keinen Abbruch.

Im System gibt es nun ein MIDI-Gerät mit dem Namen XV-5050, welches man z.B. mit „Putzlowitschs Midi-Mapper“ als Standardgerät für die MIDI-Musikwiedergabe konfigurieren kann.

Roalnd XV-5050 als Standard-MIDI-Gerät im Midi-Mapper

Der Roland XV-5050 ist ja auch ein ganz passabler General-Midi-Klangerzeuger nach dem GM2-Standard.
Aber auch in anderen Programmen wie Cubase oder im XV-Editor taucht der XV-5050 nun als MIDI-Device im Setup auf.

Der XV-Editor 1.57 funktioniert auch klaglos unter Windows 7 (64 Bit), man kann ihn bei Roland herunterladen.

Glück gehabt

Immer funktioniert der Trick mit den USB-Ids allerdings nicht. Es könnte eventuell aber auch für den XV-2020 funktionieren, das kann ich mangels Gerät aber nicht testen. In der patch.cmd müßten dafür auf jeden Fall die IDs und der Text „XV-2020“ angepaßt werden. Sofern im Gerät der selbe USB-Chip wie im Fantom-XR bzw. XV-5050 verbaut ist, stehen die Chancen nicht schlecht.

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