Im Wechsel der Akkorde
Thema: Fotografie

Ein Jahr Stockfotografie – meine Bilanz

Wieso, weshalb, warum?

Die Idee, mich als Anbieter bei 123RF anzumelden kam mir, als ich deren steilen Aufstieg in der Google-Bildersuche Ende 2012 beobachten konnte. Schon seit Jahren beschäftige ich mich mit der Bildersuche und habe durchaus den Ehrgeiz, dort zumindest bei einigen Suchbegriffen ganz vorne mitzumischen.

Gesagt, getan und damit die Sache etwas breiter aufgestellt ist, habe ich mich gleich auch noch bei Fotolia als Anbieter registriert. Das ist jetzt fast genau ein Jahr her, der richtige Zeitpunkt also, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen.

123RF

Die Anmeldung bei 123RF ist nicht kompliziert. Als Anbieter muß man allerdings einen gültigen Identifikationsnachweis (Ausweis-Scan) und mindestens 10 Bilder hochladen, bevor man freigeschaltet wird.

Die Seiten bei 123RF sehen etwas „altbacken“ aus und auch die Struktur und Navigation glänzt nicht gerade mit Übersichtlichkeit. Aber ich komme zurecht und bin zudem dort eher nur selten unterwegs.

Mein Portfolio bei 123RF umfaßt derzeit 18 Fotos. Insgesamt habe ich 19 Bilder hochgeladen, eins wurde abgelehnt.

Die Begründung für die Ablehnung war „Poor Lighting / Composition“, also schlechte Belichtung bzw. Bildkomposition. Die Annahmequote liegt damit bei guten 95%.

Das ist aber nicht verwunderlich, denn ich habe besonders auch in letzter Zeit den Eindruck, daß 123RF weniger streng bei der Bildbeurteilung ist. Da werden teilweise Bilder angenommen, die ich mich nicht getraut hätte hochzuladen. Ich werde das Gefühl nicht los, daß 123RF (z.Z. 25 Mio.) einfach Fotolia (26,1 Mio.) bei der Anzahl der Bilder überholen will. Masse statt Klasse, gewissermaßen.

In diesem einen Jahr habe ich vier Verkäufe zu verzeichnen. Zweimal wurden Bilder im Abo (Heidelbeeren, Steine) und zweimal in der Größe L (Frohe Ostern, Heidelbeeren) verkauft. Die Abo-Verkäufe bringen relativ wenig ein, jeweils $ 0,216. Bei den Einzelverkäufen ist es etwas mehr, da gab es $ 0,792 und $ 1,200. Alles in Allem habe ich bei 123RF satte 2,43 Dollar verdient.

Ein Problem habe ich bei 123RF, sonst würde ich da vielleicht noch etwas aktiver werden. Man muß die Bildbeschreibung und Verschlagwortung auf Englisch verfassen, was nicht gerade zu meinen Stärken zählt. Na mal sehen, vielleicht finde ich dafür eine praktikable Lösung.

Fotolia

Bei Fotolia geht die Anmeldung ebenso einfach, wie bei 123RF. Als Anbieter muß man auch dort einen Identifikationsnachweis einreichen und ein Steuerformular ausfüllen. Eine Mindestzahl an Bildern wird nicht gefordert.

Die Seiten sehen modern, übersichtlich und aufgeräumt aus. Ich habe mich dort schnell zurechtgefunden. Aber auch da bin ich bisher nicht sonderlich häufig aktiv geworden.

Mein Portfolio bei Fotolia umfaßt derzeit 20 Fotos und ein Video. Insgesamt habe ich 30 Medien hochgeladen, ein angenommenes aber selbst wieder gelöscht. Damit liegt die Annahmequote bei über 70%.

Fotolia schaut schon genauer hin. Die Begründung für die Ablehnung waren z.B. „Technische Probleme“ und „Tauglichkeit für Werbezwecke“. In der Informations-E-Mail gibt es dann auch Hinweise, was es sein könnte, ohne es aber konkret zu benennen.

Technische Probleme

  • Schärfe/Unschärfe
  • Über- oder Unterbelichtung
  • Zuschneiden
  • Zu hohe oder zu niedrige Farbsättigung
  • Unzureichende Kontraste
  • Pixel-Qualität
  • Problem mit der Interpolation
  • Problem mit den Effekten
  • Problem mit der Größe

Tauglichkeit für Werbezwecke

  • Komposition
  • Originalität & Qualität
  • Hintergrund Qualität
  • Qualität der Freistellung

Wenn ich die abgelehnten Bilder unvoreingenommen betrachte, sind diese Gründe teilweise durchaus verständlich und nachvollziehbar.

Champignon-SuppeAndererseits habe ich ein paar Bilder auch nur zum Test hochgeladen um zu sehen, was passiert. Daß z.B. dieses Bild nicht genommen wird, damit habe ich gerechnet.

Und auch bei dieser Champignon-Suppe hatte ich mit einer Ablehnung gerechnet, denn das Bild ist nicht wirklich scharf und ist deshalb im kostenlosen Bereich gelandet. Also greift zu, die Unschärfe sieht man in den kleinen Auflösungen nicht wirklich. :-)

Bei Fotolia gab es genau zwei Verkäufe. Das erste verkaufte Bild war auch hier das Heidelbeer-Bild in Größe S mit Einnahmen von 0,60 Credits. Der zweite Verkauf war ein Abo-Bild (0,25 Credits), lustigerweise das Schuh-Bild, welches das einzige bei 123RF abgelehnte Bild ist. Mithin habe ich also in einem Jahr 0,85 Credits verdient, was 0,85 Euro entspricht.

Das angenehme bei Fotolia ist, ich kann auf Deutsch beschreiben und verschlagworten. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, doch noch ein paar Bilder hochzuladen, um vielleicht mal wenigstens den Bronze-Status (100 Downloads) zu erreichen.

Und bei Google?

Bei Google und speziell bei der Google-Bildersuche tut sich leider noch gar nichts. Vielleicht habe ich nur nicht die passenden Bilder ausgewählt. Aber ich bin der Sache auch nicht wirklich intensiv nachgegangen, es gibt schon noch Optimierungsmöglichkeiten (SEO). Da werde ich meine Bemühungen auch in diesem Jahr verstärken. Es sollte doch möglich sein, wenigstens ein Bild in der Bildersuche auf die vorderen Plätze zu befördern. Ich werde dann in einem Jahr hier wieder berichten.

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Schnorcheln und Fotografieren in Ägypten

Im Februar diesen Jahres habe ich in Ägypten das erste Mal das Unterwassergehäuse (Canon WP-DC44) für meine Canon Powershot G1X ausprobieren können. Da ich nicht tauche, bleiben mir tiefere Einblicke in die Unterwasserwelt verwehrt. Dadurch konnte ich mich aber auch um die Lösung einiger Probleme, die mit zunehmendem Lichtabfall und der Filterung der Rottöne durch das Wasser zu tun haben, vorerst drücken, da diese Effekte beim Schnorcheln direkt unter der Wasseroberfläche noch nicht so stark ausgeprägt sind.

Auf die Anschaffung eines Unterwassergehäuses für eine DSLR habe ich bewusst aus Kostengründen verzichtet. Ich möchte zunächst mal einige Erfahrungen sammeln und später entscheiden, ob ich in dieses Gebiet der Fotografie tiefer einsteige.
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Fahrradtour zum Spremberger Stausee

Heute haben wir eine Fahrradtour von Cottbus zum Spremberger Stausee unternommen. Schon die Vorbereitungen haben einige Zeit in Anspruch genommen, denn ich wollte endlich wieder eine ordentliche Fototasche packen.

Die Auswahl fiel mir nicht leicht. Ich habe mich für mein großes Teleobjektiv (Canon EF 300/4 L IS USM mit Kenko 1,4x Telekonverter) entschieden, falls es Greifvögel zu beobachten gibt. Außerdem habe ich das Fisheyezoom (Canon EF 8-15/4 L USM) für Panoramas eingesteckt.

Nebenbei wollte ich noch meine neuen Funk-Blitzauslöser auf größere Entfernung ausprobieren. Dass die vollgepackte Fototasche recht schwer war, hat mich nicht gestört. Ich habe sie auf dem Fahrradgepäckträger befestigt und brauchte sie nicht tragen.
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Marburg: Elisabethkirche

Ich hatte in meinem Artikel Marburg: Marktplatz und Rathaus schon angekündigt, dass ich zur Elisabethkirche noch etwas schreiben werde. Wobei ich garnicht viel schreiben will – aber dieses Panorama möchte ich Euch zeigen.

Na gut, ich verrate es auch gleich: wer genug Geduld hat wird auch etwas von der umwerfend klingenden Hauptorgel hören können. In der Elisabethkirche konnte ich nämlich eine Orgelführung mitmachen und beide (sowohl die Führung als auch die Orgel) haben mich ziemlich begeistert. Es handelt sich um eine vergleichsweise junge Orgel, die im Jahr 2006 von der Firma Klais (Bonn) nach zweieinhalbjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde.
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Jetzt noch eine Canon EOS 7D?

Diese Frage hatte ich mir (als Nutzer des Canon-Systems) seit einiger Zeit gestellt, denn ich wollte sie als Ersatz für meine 40D. Die Canon EOS 7D ist bereits seit 2009 auf dem Markt und damit nicht mehr taufrisch. Durch ein Firmware Update (2.0.3) wurde die Kamera allerdings aktualisiert. Gerüchten zufolge kann noch in diesem Jahr mit einem Nachfolger gerechnet werden.
Wenn nichts schief läuft, dürfte eine 7D Mark II (oder wie sie dann auch immer heißt) natürlich noch besser und leistungsfähiger werden. Lohnt dann noch der Kauf einer Canon EOS 7D und wird man damit überhaupt noch fotografieren können, wenn der Nachfolger erst einmal in den Startlöchern steht?
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Marburg: Marktplatz und Rathaus

Anfang Februar diesen Jahres – das Wetter war nicht schlechter als heute – war ich erstmals und für ein Wochenende in Marburg. Bisher hatte sich für mich einfach noch keine Gelegenheit ergeben. Nun hatte ich mein Tenorsaxophon (Sequoia Lemon) zu Armin Weis in Marburg-Cappel zum SaxTuning geschickt und konnte es dort persönlich bei ihm abholen. Was Herr Weis dabei mit dem Instrument anstellt, kann man auf seiner Seite nachlesen.
Natürlich habe ich mein Tenor in seiner Werkstatt probegespielt und sofort den Eindruck gewonnen, dass die nicht ganz billige Maßnahme wirklich etwas gebracht hat. Von daher hatte sich die Reise schon einmal gelohnt. Außerdem hatte ich noch mein Altsax (B&S series 2001) mitgebracht und ein paar Kleinigkeiten machen lassen.
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