Das Thema Datensicherung und -archivierung beschäftigt mich schon eine Zeit lang. Diese Herausforderung existiert auch unabhängig davon, ob es sich bei den Daten um Fotos, Musikaufnahmen oder sonstige Daten handelt. Allerdings hat die Anschaffung der Canon EOS 5D Mark II mit ihren 21 Megapixel-Fotos das Problem nicht gerade entschärft.
Bisher hatte ich in meinem heimischen Netzwerk an meinem Router (Linksys WRT610N) eine USB-Festplatte mit 500GB angeschlossen, auf die von jedem vernetzten Rechner aus gesichert werden konnte. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit war allerdings nicht überzeugend, um es mal vorsichtig auszudrücken (ca. 2 MB/s). Das Prinzip war also, dass ich (bestimmte) Dateien von der internen Festplatte eines Rechners als Kopie auf dieser “Netzwerk”-USB-Festplatte abgelegt habe. Dafür habe ich auch kein Backup-Tool verwendet, welches zum Beispiel Differenzsicherungen beherrscht, sondern die Dateien per Hand ausgewählt und kopiert. Zusammen mit der geringen Datenübertragungsgeschwindigkeit stellte dieses Vorgehen ständig eine nervige Geduldsprobe dar und bot das Potential, jederzeit den Überblick zu verlieren. Also war es an der Zeit, dass ich daran etwas ändere. Ich wollte einen Speicher mit großer Kapazität, mit vernünftiger Datenübertragungsgeschwindigkeit und mit einer gewissen Redundanz (gegen Datenverlust durch Festplattendefekt) und das Ganze bitteschön im Netzwerk.
Nun, da gibt es ja eine ganze Reihe von NAS-Produkten auf dem Markt - ich habe mich für die Synology DS209+ II mit zwei 2TB-Platten (Samsung HD203WI) im RAID-1-Verbund entschieden. Die Verwaltung des Gerätes ist mit der mitgelieferten Oberfläche einfach zu bewerkstelligen. In einem Test habe ich eine (Schreib-)Geschwindigkeit von 36 MB/s ermittelt - damit bin ich zufrieden. Meine 500GB-Platte habe ich per USB an die Synology geklemmt, um zusätzliche Sicherungen darauf abzulegen, und siehe da: auch der Zugriff auf diese Platte ist gleich viel flotter.
Was den Speicherplatz angeht, sollte ich nun wieder etwas Luft haben. Aber ein anderes Problem zeichnet sich ab. Tendenziell wird das NAS nun eher zum Primärdatenspeicher, da die Geschwindigkeit stimmt und die Daten von überall erreichbar sind. Der Ausfall einer Festplatte wird zwar durch das RAID-1 kompensiert - nicht aber unbeabsichtigtes Löschen. Von einer Datensicherung im eigentlichen Sinn kann man also nicht mehr sprechen, auch wenn die Daten sicherer abgelegt sind als vorher. Also, konzeptionell muss ich da noch etwas tun. Ich hoffe, dass mich die mit der Synology mitgelieferte Sicherungssoftware “Data Replicator 3″ bei der Umsetzung unterstützen wird.
Verschiedenste Anforderungen haben bei mir kürzlich zur Anschaffung eines sogenannten Netbooks für unterwegs geführt:
Internet:
Sicher kein “Muss”, aber nett wenn man kann. Immer häufiger wird ein WLAN-Zugang angeboten - zumindest in Hotels im Ausland und oft kostenlos. Bisher habe ich dafür einen PDA genutzt, aber die meisten WAP-Angebote sind jetzt nicht so die Erfüllung.
MP3-Player bestücken:
Irgendwie ist meist nicht die Musik drauf, auf die ich Lust habe. Ja, ich könnte mir mal einen MP3-Player mit einer anständigen Kapazität anschaffen, dann gäbe es das Problem nicht. Aber dazu nutze ich ihn zu selten.
Aufnahmen vom Zoom H4n sichten:
Es hat sich für mich als mühsam erwiesen die richtige Aufnahme am Zoom H4n selbst zu suchen. Vor allem wenn es a) davon viele gibt, die b) vor längerer Zeit getätigt wurden und c) eine gewisse Länge aufweisen. Da hilft nur: sofort auf den Rechner damit und SD-Karte löschen.
Fotos sichern: Den eigentlichen Auslöser für den Kauf des Netbooks gab aber meine Überlegung zum Thema Datensicherung meiner Fotos (siehe auch hier) und die Vorbereitung des nächsten Urlaubs. Dabei soll das Netbook natürlich nicht das eigentliche Bilderarchiv werden, sondern ist für die Sicherung zwischendurch gedacht. Also für Sicherungskopien, eine erste Sichtung und um die Speicherkarten wieder frei zu bekommen - alternativ zu einem ImageTank (Portable Storage Device) sozusagen.
Für all das kann man ganz wunderbar ein ordentliches Notebook nehmen, aber das ist mir zu schwer. Kleiner, leichter und schnittiger sind Subnotebooks, aber die sind mir zu teuer. Da ich aber jetzt nicht die Killeranwendung habe, reicht bestimmt auch ein Mini-Notebook oder Netbook. Zumindest halte ich die standardmäßig verbaute 160GB-Festplatte für ausreichend. Um zu sehen, welches Gerät für mich groß genug zum Bedienen und gleichzeitig klein und leicht genug zum Tragen und ausserdem noch bezahlbar ist (und das sind nicht nur drei Wünsche auf einmal sondern ist auch eine sehr individuelle Angelegenheit), bin ich mal in unseren Media Markt gegangen. Dort lagen Netbooks, schön nebeneinander aufgereiht, mit Displays von 8,9″ bis etwa 13″. Was die Auswahl des Gerätes angeht, so war es doch leichter als ich dachte. Zu 8,9″-Displays sage ich nichts weiter. Bei Netbooks mit 10″-Display war mir die typische Displayauflösung von 1024×600 doch zu knapp. Noch störender war die zu kleine Tastatur. Viel besser war beides bei einem Gerät mit 11,6″-Display (1366×768). Alle weiteren Geräte waren mir zu groß, zu schwer und/oder zu teuer. Somit wusste ich, wonach ich suche. Erstaunt war ich, dass ich dann nur drei verschiedene (lieferbare) Geräte mit 11,6″-Display im Internet gefunden habe: Acer Aspire One 751, Packard Bell m dot 025 und Asus Eee PC 1101HA. Alle drei nahezu identisch ausgestattet (Intel Atom CPU, 1GB RAM, 160GB HD, Windows XP Home). Dabei sollen das Acer und das Packard Bell die gleiche Plattform haben. Packard Bell gibt seinem “dot m” obendrauf das Adobe Photoshop Elements 6.0 als Vollversion mit. Ausserdem schien es ein paar Euro preiswerter zu sein. Da gab es dann nicht mehr viel zu überlegen…
Und dem ersten Eindruck nach ist das Gerät trotz Atom-CPU für mich schnell genug und mit (nachgemessenen) 1410g (inkl. Akku) noch gut zu transportieren. Auch die angegebene Akkulaufzeit von ca. 8 Stunden (6-Zellen-Akku) scheint erreicht zu werden. Das spiegelnde Display (welches alle drei o.g. Geräte haben) kann man hassen lernen, aber in Umgebungen mit wenig Licht werden Fotos kontrastreich dargestellt.
Vor gut einem Jahr wurden auf der Clavia-Webseite Treiber und Editorprogramm für Windows Vista (und Intel-Mac) angekündigt:
On January 24, 2008, members of the development team at Clavia began the process on updating the editor and the drivers for the Nord G2 Modular. The team are working simultaneously on a Vista driver and an Intel compatible Mac version of the editor. We cannot estimate on a release date yet, this will be announced later. The Vista driver and the Intel-compatible editor will be available as a free download on this website when they are completed.
Nun ist es so weit, der neue USB-Treiber 2.14 und der Editor 1.60 sind verfügbar und können runtergeladen werden.
Neue Funktionen gibt es nicht, obwohl ich ja ob der langen Entwicklungszeit irgendwie darauf gehofft habe, z.B. das Hochladen eigener Samples alls Oszillator-Wellenformen oder so :-). Ganz im Gegenteil, es sieht so aus, als ob der G2 still und heimlich abgekündigt wird, die großen Online-Händler wie Thomann und Musik-Produktiv haben ihn schon nicht mehr im Angebot.
Ein kleiner Trost bleibt, der aktuelle MIDI-Treiber und die Editor-Software laufen auch unter Windows 7 (beta), so daß man zumindest noch die nächsten drei bis fünf Jahre mit dem Nord Modular G2 unter Windows arbeiten kann.
Ich war über die Feiertage ein bisschen fleißig und habe eine Excel-Tabelle erstellt, mit der man über die Filterfunktion schnell Akkorde finden kann die bestimmten Kriterien entsprechen. Für Interessierte gibt es unten einen kostenlosen Download der „Akkordfinder“-Tabelle. Über Rückmeldungen, Verbesserungsvorschläge und Fehlerhinweise würde ich mich freuen.
Motivation
Die Suche nach (für mich) interessanten Kadenzen oder nach Akkordvoicings zu einer Melodie findet bei mir meistens durch unbekümmertes Ausprobieren am Keyboard statt. Aber spätestens bei der Weiterentwicklung zu einem Song mit weiteren Formteilen suche ich immer mal wieder nach dem passenden Akkord jenseits der ausgetretenen Pfade. Dafür hätte ich gern eine Auswahl der in Frage kommenden (weil zum Beispiel bestimmte Melodietöne enthaltenden) Akkorde. Oder ich habe die Akkorde fertig, aber es könnte etwas spannender klingen. Welche Akkorde könnten an dieser Stelle noch funktionieren, welcher könnte eingeschoben werden? Auch hier wäre eine entsprechende Liste nicht schlecht.
Aufbau und Anwendung der Tabelle
Die Tabelle enthält 276 nach Grundton geordnete Akkorde. Die erste Spalte ist die Akkordbezeichnung. In der zweiten sind die Töne des Akkords in Grundstellung notiert. Anschließend folgen 12 Spalten für die Töne einer Oktave. In der jeweiligen Spalte erscheint ein Kreuz (x), wenn der Ton in dem Akkord vorkommt. Weitere 13 Spalten bieten zusätzliche Filtermöglichkeiten. Wie kann ich das nun nutzen? Ich suche zum Beispiel einen Akkord, der die Töne e, g und a enthalten soll. Also wähle ich in den Comboboxen der Spalten G, J und L das „x“ (Filter aktiv) und erhalte eine Liste mit 11 möglichen Akkorden, die dieser Bedingung entsprechen. Das war es auch schon. Übrigens: Ich habe die internationale Schreibweise verwendet, d.h. das deutsche H ist ein B und das deutsche B ist ein Bb (b flat).
Einschränkungen
Die Liste der Akkorde ist bei weitem nicht vollständig. Allerdings sollten die dargestellten 276 Akkorde in den meisten Situationen ausreichen. Hinweisen auf weitere gebräuchliche Akkorde werde ich durch Aufnahme in die Tabelle nachgehen. Die Akkorde sind lediglich in der Grundstellung notiert. Das Voicing muss jeder selbst entwickeln. Es gibt sehr unterschiedliche Schreibweisen der Akkordbezeichnungen – ich habe nur eine mögliche verwendet. Für gleichklingende Akkorde, die (mit Hinweis auf das europäische Tonsystem) unterschiedlich bezeichnet sein können (enharmonische Verwechselungen) wurde nur eine Möglichkeit dargestellt. Dadurch muss z.B. der D#m-Akkord unter Ebm gesucht werden. Eigentlich korrekte Doppelkreuz- oder Doppel-b-Vorzeichen habe ich aufgelöst (z.B. abb = g). Akkorde auf einem anderen Grundton (die i.d.R. durch die Trennung des Akkordsymbols vom Grundton mit einem Schrägstrich dargestellt werden, z.B. Bb/C) und Polychords sind nicht berücksichtigt. Funktionsharmonische Zusammenhänge sind in der Tabelle ebenso nicht berücksichtigt.
Der Digitalrecorder Olympus LS-10 für nur 199 Euro? Das wäre ja echt mal ein Schnäppchen gewesen. So steht es zumindest auf Seite 19 in den “Christmas Specials 2008″ von Musik-Produktiv (siehe Bildausschnitt), die ich als guter Kunde gestern frei Haus bekommen habe.
Fast zu schön, um wahr zu sein. Auf der Internetseite steht das LS-10 dann auch mit den üblichen 399,- Euro gelistet. Ein Anruf bei der Bestell-Hotline bestätigt meine Befürchtung, daß es sich nur um einen Druckfehler handelt. Schade, kann man aber nichts machen, steht schließlich auch im Kleingedruckten:
“Techn. Änderungen, Preisänderungen, Liefermöglichkeit, Zwischenverkauf, Irrtum sowie Tipp- und Druckfehler vorbehalten.”
Meine erste größere Aufnahme mit dem Zoom H2 hatte ich bereits Mitte Dezember gemacht, also noch vor dem Weihnachtsmarkt-Recording und den Silvesterkrachern. Es war ein Konzert am 15.12.2007 in der Paulskirche zu Schwerin.
“Gloria!” lautete der Titel des Konzertprogramms des Jugendchors des Musik-Gymnasiums Schwerin zusammen mit dem Orchester “Concerto Celestino” unter Leitung von Bernd Spitzbarth.
Die Aufnahmebedingungen waren nicht unbedingt optimal, ich habe in der zweiten Bankreihe auf der rechten Seite gesessen. Während der Aufnahme habe ich das Gerät ständig in der Hand gehalten und hatte vorher auch keine Möglichkeit, die Aufnahme bei einer Probe einzupegeln.
Das erste Klangbeispiel ist die Aria aus “Introduzione e Gloria RV 588″ von Antonio Vivaldi:
Nach dem Vorspiel des Orchesters setzt der Solist (Meinderd Zwart) ein, da die Solisten aus Zuhörersicht rechts standen, hatte ich diese direkt vor mir, oder besser sogar über mir. Entsprechend klar und direkt kommen die Soli auch in der Aufnahme rüber. Auch das Orchester, etwa mit mir auf Augenhöhe, ist noch halbwegs klar und transparent hörbar, gerade in einer Kirche war das nicht unbedingt zu erwarten.
Als zweites Beispiel ist das ganz fantastische a capella Stück “Agnus Dei” von Samuel Barber zu hören:
Da der Chor hinter dem Orchester weiter weg von mir steht, ist die Räumlichkeit nicht besonders gut, die Aufnahme bleibt aber dennoch verständlich und wird nicht zu diffus.
Im dritten Beispiel, Kantate BWV 191 “Gloria in excelsis Deo” von Johann Sebastian Bach, beginnt das Orchester “Mit Pauken und Trompeten”, der Chor setzt etwas später ein:
Hier kommt nun ein Problem meiner nicht gerade optimalen Aufnahmeposition zum tragen. Der Chor wird vom Orchester akustisch etwas zugedeckt, kann sich nicht klar und verständlich durchsetzen. Bei einem zentralen und vor allem höheren Standort der Mikrofone (des Gerätes) wäre sicher ein ausgewogeneres Klangbild möglich gewesen. Allerdings darf man von einer einfachen XY-Stereo-Aufnahme mit zwei Mikrofonen auch keine Wunderdinge erwarten.
Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Dafür, daß die Aufnahme quasi aus der Hand und an einem nicht optimalen Stand- oder besser Sitzort erfolgte, kann sich das Ganze durchaus hören lassen. Auch das Publikum in der Kirche war begeistert und spendete am Ende des Konzertes kräftig Applaus:
Dem aufmerksamen Zuhörer wird vielleicht eine kleine Ungereimtheit in den Aufnahmen auffallen, ich habe das extra mal so belassen. Es hat etwas mit einer speziellen Einstellung des Zoom H2 zu tun.