Glücklicher Weise kommt mein Urlaub nun so langsam in Reichweite und ich darf schon mal ein paar Gedanken an die Vorbereitungen verschwenden. In diesem Jahr will ich eine kleine Schottland-Rundreise machen. Und natürlich erhoffe ich mir einige aussergewöhnliche Fotomotive. Die Frage ist nur: was nehme ich an Fotoausrüstung mit? Ich werde zwar mit dem Auto unterwegs sein, aber letztlich muss meine Fototasche tragbar bleiben. Also muss von all dem Zeug etwas zu Hause bleiben. Der Schwerpunkt wird wohl auf Landschaftsfotografie bzw. Land & Leute liegen. Auf jeden Fall werde ich die EOS 5D Mark II und das EF 16-35/2.8 L II USM mit meinem neuen Hoya HD Polfilter (82mm) mitnehmen. Der Telebereich wird durch das EF 70-200/4 L IS USM mit (oder ohne) 1,4-fach Telekonverter repräsentiert. Dazwischen passt noch das kleine EF 50/1.4 USM mit in die Tasche. Ein Blitzgerät (Metz 58 AF-1) kommt natürlich auch mit. Für entfesseltes Blitzen mit mehreren Blitzgeräten wird es wohl eher selten Gelegenheit geben.
Auf eine Zweitkamera (EOS 40D) werde ich verzichten, zumal da auch immer noch unterschiedliche Ersatzakkus und das Ladegerät mit dabei wären. Auch das EF 300/4 L IS USM habe ich aus Gewichtsgründen aussortiert. Schweren Herzens habe ich auch erst einmal das EF 135/2 L USM beiseite gelegt, obwohl damit sicher tolle schottische Porträts entstehen könnten. Die Brennweite ist aber bereits durch das Telezoom abgedeckt.
Auch das Dreibeinstativ musste ich schon zur Seite legen. Dabei habe ich allerdings ein ungutes Gefühl. HDR-Bilder auf der Basis einer Belichtungsreihe und Fotos bei Restlicht sind ohne Stativ nicht drin. Letztlich ist es aber in erster Linie eine Urlaubsreise, keine reine Fotoreise. Ich muss ja, auch was die zeitliche Ausdehnung des Fotografierens angeht, die Interessen der Mitreisenden berücksichtigen.
Ich versuche einfach die “beschränkten Mittel” möglichst optimal zu nutzen. Das ist meiner Meinung nach generell nicht der schlechteste Weg. Ich habe mich auch schon (und nicht nur einmal) durch ein Übermaß an technischen Möglichkeiten hoffnungslos verzettelt. Es hat mich einfach von der Hauptsache abgelenkt.
Was also in die Fototasche darf:
- Canon EOS 5D Mark II mit Ersatzakku, Ladegerät und diversen CF-Cards
- Canon EF 16-35/2.8 L II USM mit Hoya HD Polfilter
- Canon EF 50/1.4 USM
- Canon EF 70-200/4 L IS USM
- Kenko Teleplus 1,4x Pro300 DG
- Metz mecablitz 58 AF-1 mit AA-Ersatzakkus und Ladegerät (BC700)
- Reinigungszeug (Lenspen, Microfasertuch)
Habe ich etwas vergessen? Was nicht unter dem Begriff Fotoausrüstung läuft, aber dennoch mit muss, ist mein Netbook (Packard Bell dot-m) und eine 1,8″-USB-Festplatte (Samsung S1). Darauf werde ich am Ende des Tages unter anderem meine Fotos sichern und vorsortieren. Anschließend können die Speicherkarten in Vorbereitung des nächsten Foto- bzw. Reisetages wieder gelöscht werden. Außerdem habe ich von meiner Familie die Aufgabe bekommen das Reisetagebuch zu führen, was sicher auch am besten auf dem Netbook geht. Zusätzlich kommt noch der mobile Audiorecorder Zoom H4n mit - vielleicht gibt es auch ein paar hörenswerte Ereignisse in Schottland. Und mit meinem Handy (Nokia N95) werde ich bestimmt wieder GPS-Tracks aufzeichnen, um die Fotos später geografischen Punkten zuordnen zu können.
So, da die Liste nun steht, könnte es von mir aus auch bald losgehen…
Die Zoom-Leute haben heute auf ihrer Homepage neue System-Versionen für die Handy-(Audio-)Recorder bereitgestellt. Und zwar für den H2 die Version 1.70, für den H4 die Version 2.40 und für den H4n die Version 1.50. Laut Release Informationen handelt es sich bei allen Geräten um reine Fehlerbehebungen. Die meisten beschriebenen Fehler treten ausserdem nur in seltenen Konstellationen auf. Neue Funktionen sind nicht hinzugekommen. Aha, und wozu das ganze? Dadurch werden m.E. folgende Signale ausgesendet: es findet eine Produktpflege statt und es gibt keine nennenswerten Probleme mit den Geräten. Das ist doch schon mal was.
Seit gestern (07.07.2009) gibt es auf der Zoom-Site die neuen ASIO-Treiber für alle Handyrecorder von Zoom (H2, H4, H4n). Die Release-Notes nennen lediglich ein behobenes Problem, nämlich dass der Windows Media Player unter Windows Vista SP1 keinen Pieps von sich gegeben hat. Es ist beruhigend zu wissen, dass es keine dringenderen Probleme gibt. Allerdings hatte ich den ASIO-Treiber auch bisher (bis auf ein mal ausprobieren) nicht genutzt. Kann ja noch kommen…
Übrigens wird der überwiegende Teil des Speicherplatzes des ZIP-Archives (ca. 1,2 MB) von der ReadMe im PDF-Format verbraucht. Ich dachte schon an eine völlig neue (Setup-)Anwendung bei der Dateigröße im Vergleich zur Größe des vorherigen ZIP-Archives (ca. 234 KB), bei dem die ReadMe aber noch als TXT-Datei vorlag.
Von Freitag Nachmittag bis heute Abend fand das 18. Cottbuser Stadtfest mit viel Rummel (im wahrsten Sinne des Wortes mit Hinweis auf zahlreiche Fahrgeschäfte) und Musik (z.B. Be Four, Nini de Angelo, Monrose) auf sieben Bühnen statt. Beziehungsweise findet noch statt, denn den Abschluss soll das Höhenfeuerwerk mit Lasershow um 23:00 Uhr bilden. Ein bisschen davon habe ich mir auch angetan - eine Rauchwurst, eine “Karussell”-Fahrt mit einer Art Star Shape und ein Konzert der Band Klangfeuer auf dem Schlosskirchplatz. Die im Jahr 2005 (zunächst als Trio) gegründete Band Klangfeuer um und mit Torsten Karow spielt nach eigenem Bekunden “Musik mit Seele, Songs voller Leidenschaft mit packendem Groove und harmonischem Gesang. Alles selbst geschrieben, handgemacht und in Deutsch!”. Interessiert hatte mich dieser Auftritt, weil ich Herrn Karow schon einige Male als Leiter des Kinderchores am Konservatorium Cottbus wahrgenommen hatte. Überzeugt hatte mich das musikalische Können der Band, denn die fünf Musiker (Torsten Karow [voc, git], Marian Kleinau [voc, git}, Norman Gatzke [voc, bg], Birthe Kleemann [voc] und Detlef „Semmel“ Thom [drums, voc]) haben meiner Meinung nach einen guten Auftritt hingelegt - sehr hörenswert. (Auch wenn die Technik hin und wieder die Rückkopplungen nicht in den Griff bekam.) Zwei kleine Hörproben habe ich unten beigefügt. Mehr kann man auf MySpace hören. Übrigens ist mir eingefallen, dass ich beim Drummer “Semmel” 1995, als er im Musikladen Bärwinkel gearbeitet hat, meinen MIDI-Drum-Controller KAT dk10 gekauft habe.
Einmal irgendwann
Schöne Tänzerin
Gestern ist nun die System Version 1.40 für den Zoom H4n released worden. Laut den Release Notes wurde ein Problem behoben, welches den H4n in seltenen Fällen im MTR-Modus einfrieren lässt. Bei mir war das Problem bisher nicht aufgetreten. Weiterhin gab es wohl das Problem, dass die Fast Forward und Rewind Funktion mit der RC4-Fernbedienung zu langsam gearbeitet hat, was in der neuen Version der Vergangenheit angehören soll. Kann ich auf Grund fehlender Fernbedienung nicht nachvollziehen. Dem BWF-Format wurden Timestamp und Geräteinformationen hinzugefügt und das User Interface wurde dahingehend angepasst, dass die Aufnahme auch bei eingeblendeten Informationsfenstern gestartet werden kann. Ausserdem soll es wohl das Problem gegeben haben, dass am Ende eines PLAY ALL Laufs Störgeräusche über den eingebauten Lautsprecher erklungen sind - was mit dem Update behoben wurde. Letztlich sind das alles keine Dinge auf die ich dringend gewartet habe. Trotzdem habe ich Systempflege betrieben und die neue Version eingespielt, was auch problemlos funktioniert hat. Wie das geht hatte ich schon unter Zoom H4n - System Version 1.30 beschrieben.
Bevor ich mich (hoffentlich bald) dem MTR-Mode widmen kann, hier noch der Hinweis auf einen zweiseitigen Artikel zum Zoom H4n im Recording Magazin (Ausgabe 4/2009) der PPV Medien GmbH von Eberhard Prittner unter der Rubrik “Aktuelle Hardware in der Praxis”. Nun muss ich dazusagen, dass meiner Meinung nach kritische Tests die Sache des Recording Magazins nicht sind. Es gibt andere Qualitäten, die ich an diesem Magazin schätze und die mir Anregung geben, wie die durchweg praktische Ausrichtung mit dem Schwerpunkt auf das Musikmachen und -produzieren.
Dennoch gibt es einige Punkte, die mir bei diesem Artikel aufgefallen sind. Erstaunt habe ich gelesen, dass der Zoom H4n robust in Bezug auf jahrelangen harten Umgang sein soll. Dabei werden auch Beispiele für typische Unfallszenarien angeführt, die der Zoom H4n problemlos verkraften soll. Sicher, ich habe es nicht ausprobiert und ich weigere mich auch standhaft das zu versuchen. Ich meine aber, dass mindestens die integrierten Mikrofone ungeschützt bei Stürzen sind und bei solchen arg in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Aber gut.
Erfreulich ist, dass für den Anschluss externer Mikrofone neben den XLR-Eingängen auch die Miniklinke auf der Rückseite für Stereo-PlugIn-Mikrofone genannt wurde. Ich hätte vielleicht noch die Information ergänzt, dass diese die internen Mikrofone ersetzen und dass sie mit PlugIn-Power versorgt werden können.
Keine Erwähnung hat hingegen die Möglichkeit gefunden, vier Spuren zeitgleich aufzunehmen (4CH-Mode). Das ist schade, denn meiner Meinung nach ist das eine wichtige Funktion und derzeit noch ein Alleinstellungsmerkmal.
Der Artikel geht m.E. nicht nennenswert über die Produktinformationen des Herstellers hinaus. Wer die Möglichkeit hat im Internet zu recherchieren und bereits auf diese Gerätegattung aufmerksam geworden ist, erfährt in diesem Artikel nicht viel Neues.
Am Rande: Zoom hat am 02.06.09 auf der Homepage eine FAQ-Liste (in englischer Sprache) zum H4n eingestellt.