Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: USB

Zoom H4n – Stamina Mode

Zoom H4nDer Stamina Mode beim Zoom H4n ist eine Einrichtung zum Sparen. Genauer gesagt zum Stromsparen mit dem Ziel, die Batterielaufzeit zu erhöhen. Stamina steht in diesem Zusammenhang wohl für Ausdauer, Zähigkeit, Durchhaltevermögen und/oder Kondition. Im Gegensatz zu den anderen Modes des H4n (STEREO, 4CH, MTR) lässt sich der Stamina Mode nicht über einen Menüpunkt umschalten, sondern wird durch Umlegen eines kleinen Schalters im Batteriefach und anschließendem Einschalten des Gerätes aktiviert. Aus diesem Mode kann man wiederum nicht zu den anderen Modes zurückwechseln ohne das Gerät auszuschalten, das Batteriefach zu öffnen, den Schalter in die Ausgangsposition zu bringen, das Batteriefach zu schließen und das Gerät wieder einzuschalten. Der Grund dafür ist vermutlich darin zu suchen, dass bestimmte (stromverbrauchende) Systemteile gar nicht erst hochgefahren werden.
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Zoom H4n – der erste Eindruck

Zoom H4nIch empfinde Freude! Und zwar (unter anderem), wenn ich meinen neuen Zoom H4n in die Hand nehme. Nach der kurzen und etwas enttäuschenden Bekanntschaft mit dem Zoom H4 (siehe auch And the winner is: Zoom H4 sowie und Tschüss, Zoom H4) gebe ich nun dem Nachfolger Zoom H4n eine Chance. Und der erste Eindruck fällt hier deutlich positiver aus. Hübsch ist er geworden, finde ich. Mit gummierter Geräteoberfläche, größerem Display (weiterhin mit 128 x 64 Punkten) und ohne Menü-Tasten-4-Wege-Wackelschwanz hinterlässt er bei mir einen wertigen Eindruck. Zoom H4n DisplayEndlich gibt es bei so einem Gerät mal eine korrekte XY-Anordnung der eingebauten Mikrofone, was aber bei den Aufnahmen möglicherweise rein akademischer Natur sein könnte. An meinen ursprünglichen Überlegungen zur Auswahl eines mobilen Recorders brauchte ich mit diesem Gerät keine Abstriche machen. Lediglich das Budget musste ich moderat aufstocken. Momentan ist er ab 349,- € erhältlich.
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angetestet 2. Teil: Roland GW-7

Backing

GW-7Die Begleitautomatik wird beim GW-7 als Backing bezeichnet. Meinetwegen; immer noch einfacher als Accompaniment. Was die virtuelle Band hierbei spielen soll ist in einem Style abgelegt. Von diesen Styles hat das GW-7 immerhin 110 verschiedene fest eingebaut (Preset Styles). Weitere Styles (stl-Format) können über USB auf das GW-7 übertragen werden. Sie sind (nach interner Konvertierung) dann als User-Styles aufrufbar. Das mit jedem Style voreingestellte Tempo kann verändert werden. Beim Aktivieren des Backing Track wird die Tastatur geteilt (bei C4) – auf der linken Seite gibt man der Begleitautomatik dann die Akkorde vor und auf der rechten Seite spielt man den Solopart (mit dem gewählten Tone).
Für die Akkorderkennung gibt es laut Bedienungsanleitung nun drei verschiedene Möglichkeiten, die über das Menu (Chord Mode) einstellbar sind. Bei der ersten Möglichkeit (Chord Mode off) wird der Akkord exakt aus den gespielten Noten gebildet. Hier gibt es bei der Akkordbildung keine Einschränkungen.
Im Mode 1 wird die Roland Chord Intelligence angewandt. Dazu gibt es eine Übersicht in der Bedienungsanleitung. GW-7 Akkord-DisplayAngefangen von Dur-Akkorden, die mit dem Grundton erzeugt werden können (Note C = C-Dur), über Dur-Akkorde mit Septime oder großer Septime, verminderten Dur-Akkorden und Moll-Akkorden die mit dem Grundton und einer weiteren Note gegriffen werden können (Noten C und Bb = C7, Noten C und B = CM7, Noten C und Gb = Cdim, Noten C und A = Cm) bis zu Moll-Akkorden mit Septime oder großer Septime die mit dem Grundton und zwei weiteren Noten erzeugt werden (Noten C und Eb und Bb = Cm7, Noten C und Eb und B = CmM7) ist hier einiges möglich. Weitere Akkorde werden einfach im Original gegriffen (Noten C, F, G, Bb = C7sus4).
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angetestet: Roland GW-7

Roland GW-7
Äußerlichkeiten

Am Freitag ist das GW-7 nun angekommen. Gut verpackt hat es den Transport unbeschadet überstanden. Mit 5 kg Gewicht ist das Keyboard ohne weiteres leicht zu transportieren – das kommt mir sehr entgegen. Dem ausgepackten Gerät sieht man an, dass es gerade erst 4 Monate alt ist – kein Kratzer, nichts. Schick ist es auch, finde ich. Aber das ist eher Geschmackssache. Starten wir also zu einem kleinen Rundgang.
Zuallererst: Lautsprecher sucht man hier im Gegensatz zu den meisten Keyboards mit Begleitautomatik vergebens – in meinen Augen bzw. Ohren kein Nachteil. Die 61 Tasten sind eher straff gefedert und für mich gut bespielbar. Die Tastatur ist anschlagdynamisch, hat aber keinen Aftertouch. Die Charakteristik der Anschlagdynamik kann nicht angepasst, nur komplett abgeschaltet werden. Pitch und Modulation sind (Roland-typisch) statt mit separaten Rädern in einem kombinierten Bender/Modulations-Hebel realisiert. Die Bedienung dieses Hebels bedurfte bei mir einer gewissen Gewöhnung, war dann aber gut – allerdings durch die kurzen Wege nicht zu präzise – zu handhaben.
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Audiorecorder Zoom H2 – Datenträger und -transfer

SD und MMC Karten von extrememory, SanDiskIrgendwo müssen die Audiodaten, welche die Mikrofone liefern, die Vorverstärker verstärken, die AD-Wandler digitalisieren und der DSP verarbeitet ja hin. Da das Zoom H2 über keinen internen Speicher für die Audiodaten verfügt, wird ein Speichermedium benötigt. Eines gehört bereits zum Lieferumfang, eine 512MB SD-Karte. Man kann auch die älteren MMC-Karten verwenden, bei SD-Karten sind bis zu 4GB (SDHC) möglich.

Weil es Wechselmedien sind, kann man diese auch wechseln, und das sollte man besser auch tun. Also die Speicherkarte aus dem Gerät nehmen und mit einem USB 2.0 Kartenleser die Aufnahmedaten auslesen, besonders bei größeren Dateien. Denn auch wenn das Zoom H2 USB 2.0 kompatibel ist, überträgt es Daten nur mit maximal 12 MBit (Full Speed, ich hatte es schon angedeutet), wenn man es direkt als USB-Massenspeicher-Gerät an den PC anschließt, also nicht schneller als ein USB 1.x-Gerät.

Kartenspiele

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schnell oder langsam die Datenübertragung wirklich ist, habe ich einen kleinen Test durchgeführt. Am Start waren eine MMC-Karte extrememory 256 MB, die mitgelieferte 512 MB SD-Karte und eine Sandisk Ultra II 2 GB SD-Karte. Übertragen wurde eine 250 MB große WAV-Datei. Mit dem Zoom H2 direkt als USB-Laufwerk am Rechner dauerte es von der MMC-Karte 6:30 Minuten, mit den SD-Karten 4:45 Minuten. Mit einem echten USB 2.0 Kartenleser (Sandisk ImageMate 12 in 1) waren die Daten von der MMC-Karte in 2:30 Minuten im Rechner, mit der originalen 512er SD-Karte dauerte es nur noch 30 Sekunden, die Sandisk Ultra II war sogar noch 5 Sekunden schneller.

Die MMC Karte ist selbst eher langsam, funktioniert zwar, ist aber eher ein Notbehelf und dürfte bei hohen Aufnahmedatenraten (24 Bit/ 96 kHz Stereo) Probleme bereiten. SD-Karten sind natürlich erste Wahl, sollten aber nach der Aufnahme besser in einem externen USB 2.0 Highspeed Kartenleser ausgelesen werden.

Noch ein Hinweis zum Kartenwechsel. Das Zoom H2 speichert alle Einstellungen wie Aufnahmemodus, Dynamik-Funktionen und sonstige Konfigurationsdaten auf der SD-Karte. Damit gehen diese Einstellungen bei einem Kartenwechsel verloren, bzw. kommen wieder zurück, wenn man die ursprüngliche Karte in das Gerät steckt. Man darf sich also nicht wundern, wenn mit einer neuen Karte alle Einstellungen wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt sind. Auch ein Formatieren des Datenträgers im Gerät befördert neben den Aufnahmen auch die Einstellungen ins Nirvana.

Knaller und bohrende Fragen

Weil kurz nach Weihnachten Silvester ins Haus steht, wollte ich es aufnahmetechnisch richtig Krachen lassen. Da ich aber selbst auch ein wenig feiern wollte, habe ich das Zoom-H2 kurzer Hand mit einer Stativklemme draußen am Fensterrahmen befestigt und mehr oder weniger sich selbst überlassen. Rausgekommen oder besser reingekommen ins Geät ist dabei das:

Ist natürlich nur ein Ausschnitt, die Gesamtaufnahme war etwa 450 MB groß (16 Bit, 44 kHz, Stereo), die ich in knapp einer Minuten mit dem Kartenleser im Rechner hatte.

Immer wieder angenehm zu hören ist ja so ein Zahnarzt-Bohrergeräusch. Da bei mir ohnehin ein Loch gestopft werden mußte, hatte ich die Gelegenheit wahrgenommen, um das beliebte Bohren auzunehmen. Hier ist erstmalig eine besondere Eigenschaft des Zoom-H2 zum Tragen gekommen, nämlich die Tatsache, daß das Gerät über vier Mikrofone verfügt. Allerdings war die Auswirkung nicht so, wie ich es gewollt hätte.

Zoom H2 Mikrofon Front RearBisher hatte ich immer mit den rückseitigen Mikrofonen aufgenommen, einfach deshalb, weil sich die Schallquelle mir gegenüber befand und ich so das Display im Auge behalten konnte. Man will ja wissen, wie lange schon aufgenommen wurde, wie es mit den Akkus aussieht und ob der Pegel im grünen Bereich liegt.

Beim Zahnarzt habe ich das Gerät auch so aufgestellt, das ich die Anzeige sehen konnte, nur war ich dieses mal selber, oder eher mein Zahn nebst Bohrer die Schallquelle. Tja, da hätte ich besser die vorderen Mikrofone aktivieren sollen. Habe ich aber nicht, rausgekommen ist dabei das:

Ich habe also den Raumschall aufgenommen, das Bohren ist kaum zu hören und wird zudem vom Rauschen und Blubbern dieses Absaugrüssels übertönt. Dabei ist das eigentlich nicht zu übersehen, welche Mirkofone aktiv sind, es gibt extra mit „MIC ACTIVE“ bezeichnete LEDs, welche den Betriebszustand signalisieren. Man muß halt nur darauf achten.

Vier Mikrofone sind ja ganz nett, man sollte sich aber immer darüber im klaren sein, wo die Schallquelle ist und welche Mikrofone dafür optimalerweise aktiv sein sollten.

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