Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: USB

Wohin mit den Daten?

FestplattenstapelDas Thema Datensicherung und -archivierung beschäftigt mich schon eine Zeit lang. Diese Herausforderung existiert auch unabhängig davon, ob es sich bei den Daten um Fotos, Musikaufnahmen oder sonstige Daten handelt. Allerdings hat die Anschaffung der Canon EOS 5D Mark II mit ihren 21 Megapixel-Fotos das Problem nicht gerade entschärft.
Bisher hatte ich in meinem heimischen Netzwerk an meinem Router (Linksys WRT610N) eine USB-Festplatte mit 500GB angeschlossen, auf die von jedem vernetzten Rechner aus gesichert werden konnte. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit war allerdings nicht überzeugend, um es mal vorsichtig auszudrücken (ca. 2 MB/s). Das Prinzip war also, dass ich (bestimmte) Dateien von der internen Festplatte eines Rechners als Kopie auf dieser “Netzwerk”-USB-Festplatte abgelegt habe. Dafür habe ich auch kein Backup-Tool verwendet, welches zum Beispiel Differenzsicherungen beherrscht, sondern die Dateien per Hand ausgewählt und kopiert. Zusammen mit der geringen Datenübertragungsgeschwindigkeit stellte dieses Vorgehen ständig eine nervige Geduldsprobe dar und bot das Potential, jederzeit den Überblick zu verlieren.
Synology DS209+ IIAlso war es an der Zeit, dass ich daran etwas ändere. Ich wollte einen Speicher mit großer Kapazität, mit vernünftiger Datenübertragungsgeschwindigkeit und mit einer gewissen Redundanz (gegen Datenverlust durch Festplattendefekt) und das Ganze bitteschön im Netzwerk.
Nun, da gibt es ja eine ganze Reihe von NAS-Produkten auf dem Markt - ich habe mich für die Synology DS209+ II mit zwei 2TB-Platten (Samsung HD203WI) im RAID-1-Verbund entschieden. Die Verwaltung des Gerätes ist mit der mitgelieferten Oberfläche einfach zu bewerkstelligen. In einem Test habe ich eine (Schreib-)Geschwindigkeit von 36 MB/s ermittelt - damit bin ich zufrieden. Meine 500GB-Platte habe ich per USB an die Synology geklemmt, um zusätzliche Sicherungen darauf abzulegen, und siehe da: auch der Zugriff auf diese Platte ist gleich viel flotter.
Was den Speicherplatz angeht, sollte ich nun wieder etwas Luft haben. Aber ein anderes Problem zeichnet sich ab. Tendenziell wird das NAS nun eher zum Primärdatenspeicher, da die Geschwindigkeit stimmt und die Daten von überall erreichbar sind. Der Ausfall einer Festplatte wird zwar durch das RAID-1 kompensiert - nicht aber unbeabsichtigtes Löschen. Von einer Datensicherung im eigentlichen Sinn kann man also nicht mehr sprechen, auch wenn die Daten sicherer abgelegt sind als vorher. Also, konzeptionell muss ich da noch etwas tun. Ich hoffe, dass mich die mit der Synology mitgelieferte Sicherungssoftware “Data Replicator 3″ bei der Umsetzung unterstützen wird.

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Packard Bell dot m - Fotos, Musik u.v.m.

Verschiedenste Anforderungen haben bei mir kürzlich zur Anschaffung eines sogenannten Netbooks für unterwegs geführt:

  • Internet:
    Sicher kein “Muss”, aber nett wenn man kann. Immer häufiger wird ein WLAN-Zugang angeboten - zumindest in Hotels im Ausland und oft kostenlos. Bisher habe ich dafür einen PDA genutzt, aber die meisten WAP-Angebote sind jetzt nicht so die Erfüllung.
  • MP3-Player bestücken:
    Irgendwie ist meist nicht die Musik drauf, auf die ich Lust habe. Ja, ich könnte mir mal einen MP3-Player mit einer anständigen Kapazität anschaffen, dann gäbe es das Problem nicht. Aber dazu nutze ich ihn zu selten.
  • Aufnahmen vom Zoom H4n sichten:
    Es hat sich für mich als mühsam erwiesen die richtige Aufnahme am Zoom H4n selbst zu suchen. Vor allem wenn es a) davon viele gibt, die b) vor längerer Zeit getätigt wurden und c) eine gewisse Länge aufweisen. Da hilft nur: sofort auf den Rechner damit und SD-Karte löschen.
  • Fotos sichern: Den eigentlichen Auslöser für den Kauf des Netbooks gab aber meine Überlegung zum Thema Datensicherung meiner Fotos (siehe auch hier) und die Vorbereitung des nächsten Urlaubs. Dabei soll das Netbook natürlich nicht das eigentliche Bilderarchiv werden, sondern ist für die Sicherung zwischendurch gedacht. Also für Sicherungskopien, eine erste Sichtung und um die Speicherkarten wieder frei zu bekommen - alternativ zu einem ImageTank (Portable Storage Device) sozusagen.

Für all das kann man ganz wunderbar ein ordentliches Notebook nehmen, aber das ist mir zu schwer. Kleiner, leichter und schnittiger sind Subnotebooks, aber die sind mir zu teuer. Da ich aber jetzt nicht die Killeranwendung habe, reicht bestimmt auch ein Mini-Notebook oder Netbook. Zumindest halte ich die standardmäßig verbaute 160GB-Festplatte für ausreichend. Um zu sehen, welches Gerät für mich groß genug zum Bedienen und gleichzeitig klein und leicht genug zum Tragen und ausserdem noch bezahlbar ist (und das sind nicht nur drei Wünsche auf einmal sondern ist auch eine sehr individuelle Angelegenheit), bin ich mal in unseren Media Markt gegangen. Dort lagen Netbooks, schön nebeneinander aufgereiht, mit Displays von 8,9″ bis etwa 13″. Was die Auswahl des Gerätes angeht, so war es doch leichter als ich dachte. Zu 8,9″-Displays sage ich nichts weiter. Bei Netbooks mit 10″-Display war mir die typische Displayauflösung von 1024×600 doch zu knapp. Noch störender war die zu kleine Tastatur. Viel besser war beides bei einem Gerät mit 11,6″-Display (1366×768). Alle weiteren Geräte waren mir zu groß, zu schwer und/oder zu teuer. Somit wusste ich, wonach ich suche. Erstaunt war ich, dass ich dann nur drei verschiedene (lieferbare) Geräte mit 11,6″-Display im Internet gefunden habe: Acer Aspire One 751, Packard Bell m dot 025 und Asus Eee PC 1101HA. Alle drei nahezu identisch ausgestattet (Intel Atom CPU, 1GB RAM, 160GB HD, Windows XP Home). Dabei sollen das Acer und das Packard Bell die gleiche Plattform haben. Packard Bell gibt seinem “dot m” obendrauf das Adobe Photoshop Elements 6.0 als Vollversion mit. Ausserdem schien es ein paar Euro preiswerter zu sein. Da gab es dann nicht mehr viel zu überlegen…
Und dem ersten Eindruck nach ist das Gerät trotz Atom-CPU für mich schnell genug und mit (nachgemessenen) 1410g (inkl. Akku) noch gut zu transportieren. Auch die angegebene Akkulaufzeit von ca. 8 Stunden (6-Zellen-Akku) scheint erreicht zu werden. Das spiegelnde Display (welches alle drei o.g. Geräte haben) kann man hassen lernen, aber in Umgebungen mit wenig Licht werden Fotos kontrastreich dargestellt.

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Zoom H4n - Stereo Mode

Zoom H4nDen Stereo Mode würde ich als den Hauptmodus des H4n bezeichnen, weil er das macht, was ich von einem mobilen Audiorekorder in erster Linie erwarte: Audioaufnahmen über die eingebauten Mikrofone auf eine Stereospur. Der H4n kann allerdings auch Mono-Aufnahmen machen. Dazu muss über das Menü der Mono-Mix eingeschaltet werden. Eine Mono-Aufnahme entsteht also immer durch zusammenmischen von zwei Signalen – man kann also nicht z.B. nur das linke Mikrofon (und nicht das rechte) einstellen. Gleiches gilt für die externen Eingänge 1 und 2, die alternativ als Aufnahmequelle genutzt werden können. Diese sind beim H4n als Kombibuchse aus XLR (symmetrisch) und Klinke (unsymmetrisch) ausgeführt. Daran anschließen lassen sich über die XLR-Buchse z.B. Mikrofone (die mit 24V oder 48V Phantomspeisung versorgt werden können) oder Klangquellen mit Instrumenten- oder Line-Pegel (z.B. Gitarre, Keyboard, etc.) über die Klinken-Buchse.

Die Aufnahmequelle lässt sich mit den Input-Tasten „MIC“, „1“ und „2“ auf der Geräteoberseite umschalten, wobei die Eingänge 1 und 2 im Stereo Mode immer gleichzeitig aktiviert oder deaktiviert werden. Eine weitere Anschlussmöglichkeit findet sich auf der Rückseite des H4n mit einer Mini-Stereoklinkenbuchse für Stereomikrofone, die auch mit Plug-In-Power versorgt werden können. Diese ersetzen dann die internen Mikrofone. Die Aufnahmelautstärke lässt sich für die jeweils aktivierten Eingänge (MIC oder INPUT) über die an der rechten Geräteseite befindliche +/- Tastenwippe „REC LEVEL“ im Bereich von 1 bis 100 (ab System Version 1.30 zusätzlich auch zwischen 0.1 und 0.9) justieren. Die Werte werden für MIC und INPUT separat gespeichert. Erreicht der Aufnahmepegel die 0dB-Marke, wird das Clip-Meter-Kästchen im Display am rechten Ende der Level-Skala ausgefüllt dargestellt. Bei Übersteuerung blinkt der entsprechende Input-Taster wie verrückt. Der H4n bietet im Stereo Mode auch eine M/S-Matrix zur Dekodierung einer Mitte-Seite-Mikrofonanordnung mit einer Acht und z.B. einer Niere.

Alle Aufnahmen im Stereo Mode werden auf der SD-Card unter dem Ordner „STEREO“ in einem der standardmäßig angelegten FOLDER 01 bis 10 gespeichert. Die Folder können über die Folder-Taste gewechselt werden und gestatten gewissermaßen eine Strukturierung, die das Wiederauffinden bestimmter Aufnahmen erleichtern (können). Als Aufnahmeformate stehen im Stereo Mode MP3 in verschiedenen Qualitätsstufen (48, 56, 64, 80, 96, 112, 128, 160, 192, 224, 256 und 320 kbps sowie VBR) und WAV (44,1 kHz mit 16 oder 24 bit, 96 kHz mit 16 oder 24 bit) zur Verfügung und können über die WAV/MP3-Taste ausgewählt werden. Alle Aufnahmedateien können umbenannt, geteilt, gelöscht oder in einen anderen Folder bzw. in ein MTR-Projekt verschoben werden. WAV-Dateien können zusätzlich nach MP3 encodiert, normalisiert oder mit (maximal 99) Markern versehen werden. Das Setzen von Markern bei WAV-Dateien geht übrigens ganz einfach über das Drücken der REC-Taste während der Aufnahme oder Wiedergabe. Die Marker können dann über die Forward- und Rewind-Tasten angesprungen werden. Eine Markerliste der WAV-Datei lässt sich als Übersicht anzeigen. Eine Möglichkeit Marker zu löschen habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.

Die zwei im H4n integrierten Effektmodule werden im Stereo Mode (wahlweise zuschaltbar) für einen Low Cut (bei 80, 98, 115, 133, 150, 168, 185, 203, 220 oder 237 Hz) und einen Kompressor bzw. Limiter genutzt (für die es je drei feste und nicht näher beschriebene Programme gibt: COMP1 GENERAL, COMP2 VOCAL, COMP3 DRUM, LIMIT1 GENERAL, LIMIT2 CONCERT, LIMIT3 STUDIO). Zoom H4n mit AKG C3000BWeiterhin gibt es im Stereo Mode Funktionen wie AUTO REC (bei der die Aufnahme mit Überschreiten eines einstellbaren Start-Levels (-48 – 0dB) automatisch startet und bei Unterschreiten eines einstellbaren Stop-Levels (-48 – 0dB) und Ablauf einer einstellbaren Auto-Stop-Zeit (0-5 Sekunden) automatisch stoppt) und PRE REC (bei der 2 Sekunden des während der Aufnahmebereitschaft zwischengespeicherten Aufnahmesignals am Anfang der Aufnahme hinzugefügt werden). Die beiden Funktionen können übrigens leider nicht gleichzeitig genutzt werden. Als Werkzeuge im H4n ausgewiesen sind Tuner (in den Ausprägungen Chromatic, Guitar, Bass, Open A, Open D, Open E, Open G und DADGAD), Metronom, A-B-Repeat und Speed (welches die Wiedergabe von MP3/WAV-Dateinen mit variabler Geschwindigkeit von 50% bis 150% gestattet). Die akustische Kontrolle der Aufnahme geschieht entweder über den in der Geräterückseite eingebauten Monolautsprecher oder über an die mit „Kopfhörer/Line“ bezeichnete Mini-Stereoklinkenbuchse angeschlossene Geräte – mit Einstöpseln eines Steckers verstummt der eingebaute Lautsprecher. Die (gemeinsame) Lautstärke wird über die an der linken Geräteseite befindliche +/- Tastenwippe „VOL“ geregelt. Über das Menü lässt sich ein permanentes Monitoring einschalten – standardmäßig wird das Aufnahmesignal erst mit der Aufnahmebereitschaft an die Abhöre durchgereicht.

Vom Stereo Mode aus kann über einen Menüpunkt eine USB-Verbindung (Laufwerk oder Audiointerface) zu einem Rechner etabliert werden. Nur die USB-Kabelverbindung zu stecken reicht nicht (während des Stereo Mode). Ebenfalls über das Menü kann in einen anderen Mode (4CH, MTR) gewechselt werden. Zoom gibt für den H4n eine Spiel- bzw. Aufnahmedauer von 6 Stunden mit einem Satz Batterien an. Das habe ich ausprobiert: Mit zwei frischen Alkaline-Batterien (Panasonic Xtreme Power) und den Einstellungen MP3 bei 320 kbps, 80 Hz Low Cut, Limiter (General) habe ich eine Aufnahmezeit von 5 Stunden, 15 Minuten und 22 Sekunden erreicht, bevor das Licht (respektive der H4n) ausging.

siehe auch:
Zoom H4n - der erste Eindruck
Zoom H4n - Stamina Mode
Zoom H4n - System Version 1.30
Zoom H4n - 4CH Mode
Zoom H4n - in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n - Test in Professional Audio
Zoom H4n - Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n - im Recording Magazin
Zoom H4n - System Version 1.40
Klangfeuer - auf dem Cottbuser Stadtfest
Zoom Handyrecorder - neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
Ich packe meine Tasche…


Ergänzung von Audiobeispielen zu Kommentaren:

Zoom H4n interne Mics Level 100 Zoom H4n interne Mics Level 100
Zoom H4n interne Mics Level 90 Zoom H4n interne Mics Level 90
Zoom H4n interne Mics Level 80 Zoom H4n interne Mics Level 80
Zoom H4n interne Mics Level 70 Zoom H4n interne Mics Level 70
Zoom H4n interne Mics Level 60 Zoom H4n interne Mics Level 60

Zoom H4n interne Mics Level 100 normalisiert Zoom H4n int. Mics Lev. 100 norm.
Zoom H4n interne Mics Level 80 normalisiert Zoom H4n int. Mics Lev. 80 normalisiert
Zoom H4n interne Mics Level 60 normalisiert Zoom H4n int. Mics Lev. 60 normalisiert

Zoom H4n interne Mics Level 100 COMP GENERAL Zoom H4n int. Mics 100 Comp General
Zoom H4n interne Mics Level 100 COMP VOCAL Zoom H4n int. Mics 100 Comp Vocal
Zoom H4n interne Mics Level 100 COMP GENERAL Zoom H4n int. Mics 100 Comp Drums

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Zoom H4n - Stamina Mode

Zoom H4nDer Stamina Mode beim Zoom H4n ist eine Einrichtung zum Sparen. Genauer gesagt zum Stromsparen mit dem Ziel, die Batterielaufzeit zu erhöhen. Stamina steht in diesem Zusammenhang wohl für Ausdauer, Zähigkeit, Durchhaltevermögen und/oder Kondition. Im Gegensatz zu den anderen Modes des H4n (STEREO, 4CH, MTR) lässt sich der Stamina Mode nicht über einen Menüpunkt umschalten, sondern wird durch Umlegen eines kleinen Schalters im Batteriefach und anschließendem Einschalten des Gerätes aktiviert. Aus diesem Mode kann man wiederum nicht zu den anderen Modes zurückwechseln ohne das Gerät auszuschalten, das Batteriefach zu öffnen, den Schalter in die Ausgangsposition zu bringen, das Batteriefach zu schließen und das Gerät wieder einzuschalten. Der Grund dafür ist vermutlich darin zu suchen, dass bestimmte (stromverbrauchende) Systemteile gar nicht erst hochgefahren werden. Der Stamina Mode stellt sich für mich als spezielle Form des Stereo Mode dar: die Stereo-LED leuchtet, die Aufnahmedateien werden unterhalb des Ordners STEREO auf der SD-Karte abgelegt und die Aufnahme und Wiedergabe ist auf zwei Spuren begrenzt. Die Darstellung im Display ist mit der im Stereo Mode identisch, nur dass unten links „STAMINA“ angezeigt wird. Funktional sind gegenüber dem Stereo Mode einige Einschränkungen hinzunehmen:
Das Aufnahmeformat ist fest auf WAV mit 44,1 kHz und 16 bit eingestellt. Zoom H4n im Stamina ModeDemzufolge hat die [WAV/MP3]-Taste (mit der ansonsten das Aufnahmeformat gewählt werden kann) hier keine Funktion. Die WAV-Dateien können im Stamina Mode nicht nach MP3 encodiert, nicht normalisiert, nicht geteilt und nicht verschoben werden. Die [SPEED]-Taste hat keine Funktion, d.h. die Wiedergabe in variabler Geschwindigkeit ist in diesem Mode nicht möglich. Weiterhin kann kein Kompressor oder Limiter genutzt werden. Ein Low Cut hingegen kann in den Signalweg geschaltet werden. Die MS-Matrix ist nicht verfügbar, die Pre-Rec-Funktion ist nicht nutzbar und es werden keine Tools (Tuner, Metronom, A-B-Repeat) angeboten. Außerdem kann man im eingeschalteten Zustand keine USB-Verbindung mit dem Computer etablieren.
All dieser Verzicht soll laut Zoom zu einer Laufzeit (und im besten Fall einer Aufnahmezeit) von 11 Stunden mit einer Batteriefüllung führen. Nur eine geschönte Werbeaussage? Keineswegs. Ich habe den Test gemacht und dazu zwei frische Alkaline-Batterien der Mittelklasse (Panasonic Xtreme Power) eingelegt und die Aufnahme gestartet. Den Low Cut hatte ich nicht aktiv. Da meine größte SD-Karte nur 4 GB fasst, musste ich nach ca. 6 Stunden eingreifen, die Aufnahme stoppen, SD-Karte formatieren und die Aufnahme erneut starten - der Speicherplatz hätte sonst nicht ausgereicht. Übrigens handhabt der Zoom H4n das so, dass er die Aufnahmedatei (auf der mit FAT32 formatierten SD-Karte) bei 2047,0 MB abschließt und die Aufnahme in einer neuen Datei fortsetzt. Am Ende hatte der Zoom H4n insgesamt vier Dateien mit zusammen 6.628,7 MB geschrieben und damit eine Aufnahmezeit von 10 Stunden 56 Minuten und 43 Sekunden erreicht, bevor die Batterien aufgegeben haben.
Wie sinnvoll ist der Stamina Mode? Nun, in ganz bestimmten (kritischen) Situationen kann es wichtig sein, keine Sekunde zu versäumen. Das sollte man aber vorher wissen, denn der Zoom H4n lässt sich nicht mal eben auf „Stromsparen“ umschalten wenn man merkt, dass es eng werden könnte. Voraussetzung ist natürlich, dass der Speicherplatz auf der SD-Karte reicht. Aber SD-Karten mit 8 GB kosten ja auch nicht mehr die Welt… Notwendige Bearbeitungsfunktionen kann man später auch im Stereo Mode erledigen, falls man die Dateien nicht ohnehin auf dem Rechner weiterverarbeitet. In der Praxis hat dieser Mode für mich sicher nicht die große Relevanz. Aber trotzdem schön, dass es ihn gibt.

siehe auch:
Zoom H4n - der erste Eindruck
Zoom H4n - System Version 1.30
Zoom H4n - Stereo Mode
Zoom H4n - 4CH Mode
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Zoom H4n - der erste Eindruck

Zoom H4nIch empfinde Freude! Und zwar (unter anderem), wenn ich meinen neuen Zoom H4n in die Hand nehme. Nach der kurzen und etwas enttäuschenden Bekanntschaft mit dem Zoom H4 (siehe auch And the winner is: Zoom H4 sowie und Tschüss, Zoom H4) gebe ich nun dem Nachfolger Zoom H4n eine Chance. Und der erste Eindruck fällt hier deutlich positiver aus. Hübsch ist er geworden, finde ich. Mit gummierter Geräteoberfläche, größerem Display (weiterhin mit 128 x 64 Punkten) und ohne Menü-Tasten-4-Wege-Wackelschwanz hinterlässt er bei mir einen wertigen Eindruck. Zoom H4n DisplayEndlich gibt es bei so einem Gerät mal eine korrekte XY-Anordnung der eingebauten Mikrofone, was aber bei den Aufnahmen möglicherweise rein akademischer Natur sein könnte. An meinen ursprünglichen Überlegungen zur Auswahl eines mobilen Recorders brauchte ich mit diesem Gerät keine Abstriche machen. Lediglich das Budget musste ich moderat aufstocken. Momentan ist er ab 349,- € erhältlich. Und die Geduld bis zur Auslieferung musste ich aufbringen, denn der Zoom H4n ist in Deutschland gerade erst lieferbar (meiner ist am 24.03.09 angekommen). Zoom H4n BoxDer Lieferumfang ist beim H4n mit Netzadapter, Windschutz, Adapter für Mikrofonspinne, SD-Karte (1 GB), Aufbewahrungsbox aus Kunststoff, gedrucktes (englischsprachiges) Handbuch und USB-Anschlusskabel (wie bei Zoom inzwischen selbstverständlich) sehr gut. Es kann also sofort losgehen. Für mobiles Recording benötigt man lediglich noch zwei AA-Batterien. Die kabelgebundene Fernbedienung (RC04) gibt es als separates Zubehör momentan wohl noch nicht zu kaufen. Zoom H4n mit WindschutzWas mir gleich bei den ersten Probeaufnahmen aufgefallen war, ist die große Empfindlichkeit des H4n gegen Wind. Es reicht schon aus, sich mit dem H4n im Innenraum schnell umzudrehen – schon hat man die charakteristischen Rumpelgeräusche auf der Aufnahme. In freier Natur findet man selten einen entsprechenden Windschatten für rumpelfreie Aufnahmen. Dagegen hilft der mitgelieferte Windschutz aus Schaumstoff allerdings recht gut. Und nach meinem Empfinden verändert der Windschutz die Aufnahme nicht wesentlich. Also heißt das für mich: draußen immer die Mütze aufsetzen. Audioqualität und Stereoeindruck sind sehr ansprechend. Aber das war schon beim Vorgänger nicht das Problem. Weiterhin vorhanden ist (trotz gummierter Gehäuseoberfläche) eine störende Körperschall-Empfindlichkeit - wenn auch in geringerem Umfang als beim H4. Jedes Umgreifen am Gehäuse oder Bedienen von Knöpfen erzeugt verhältnismäßig laute Geräusche auf der Aufnahme. An der angegebenen Batterie-/Spieldauer von bis zu 6 Stunden habe ich im Moment noch Zweifel. Aber das ist nach bisherigen Erfahrungen rein gefühlsmäßig und ich werde das (wie vieles andere auch) später noch genauer untersuchen; insbesondere was der Stamina-Mode wirklich bringt (Spieldauer bis zu 11 h).

Bis dahin nachfolgend eine erste Probeaufnahme, die beim Durchlaufen des Flures im Cottbuser Musikkonservatorium entstanden ist. Leider habe ich erst hinterher gemerkt, dass das Kabel von meinem Kopfhörer an der Jacke geraschelt hat…

Konservatoriumsbesuch

Zoom H4n RückseiteErgänzung: Was auch positiv auffällt ist das auf der Rückseite im Gehäuse eingelassene Stativgewinde. Der Zoom H4 hatte noch diese unhandliche Halteschale mit Riemchen. Gut zu gebrauchen ist ebenso der eingebaute Monolautsprecher, der ein schnelles Kontrollhören möglich macht ohne Kopfhörer anschließen zu müssen.

siehe auch:
Zoom H4n - Stamina Mode
Zoom H4n - System Version 1.30
Zoom H4n - Stereo Mode
Zoom H4n - 4CH Mode
Zoom H4n - in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n - Test in Professional Audio
Zoom H4n - Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n - im Recording Magazin
Zoom H4n - System Version 1.40
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Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
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angetestet 2. Teil: Roland GW-7

Backing

GW-7Die Begleitautomatik wird beim GW-7 als Backing bezeichnet. Meinetwegen; immer noch einfacher als Accompaniment. Was die virtuelle Band hierbei spielen soll ist in einem Style abgelegt. Von diesen Styles hat das GW-7 immerhin 110 verschiedene fest eingebaut (Preset Styles). Weitere Styles (stl-Format) können über USB auf das GW-7 übertragen werden. Sie sind (nach interner Konvertierung) dann als User-Styles aufrufbar. Das mit jedem Style voreingestellte Tempo kann verändert werden. Beim Aktivieren des Backing Track wird die Tastatur geteilt (bei C4) – auf der linken Seite gibt man der Begleitautomatik dann die Akkorde vor und auf der rechten Seite spielt man den Solopart (mit dem gewählten Tone).
Für die Akkorderkennung gibt es laut Bedienungsanleitung nun drei verschiedene Möglichkeiten, die über das Menu (Chord Mode) einstellbar sind. Bei der ersten Möglichkeit (Chord Mode off) wird der Akkord exakt aus den gespielten Noten gebildet. Hier gibt es bei der Akkordbildung keine Einschränkungen.
Im Mode 1 wird die Roland Chord Intelligence angewandt. Dazu gibt es eine Übersicht in der Bedienungsanleitung. GW-7 Akkord-DisplayAngefangen von Dur-Akkorden, die mit dem Grundton erzeugt werden können (Note C = C-Dur), über Dur-Akkorde mit Septime oder großer Septime, verminderten Dur-Akkorden und Moll-Akkorden die mit dem Grundton und einer weiteren Note gegriffen werden können (Noten C und Bb = C7, Noten C und B = CM7, Noten C und Gb = Cdim, Noten C und A = Cm) bis zu Moll-Akkorden mit Septime oder großer Septime die mit dem Grundton und zwei weiteren Noten erzeugt werden (Noten C und Eb und Bb = Cm7, Noten C und Eb und B = CmM7) ist hier einiges möglich. Weitere Akkorde werden einfach im Original gegriffen (Noten C, F, G, Bb = C7sus4).
Mode 2 ist m.E. die zu anderen Begleitautomatiken kompatible Variante mit Einschränkungen für erweiterte Akkorde. So kenne ich das jedenfalls noch von einem uralten Bontempi-Keyboard und bei meinem ersten Yamaha-Keyboard war es auch so. Das funktioniert kurz gesagt so: Dur-Akkorde werden durch den Grundton gespielt (Note C = C-Dur), Moll-Akkorde werden durch den Grundton plus der schwarzen Taste links daneben gebildet (Noten C und Bb = C-Moll), Dur-Akkorde mit Septime kann man mit dem Grundton und der weißen Taste links daneben erzeugen (Noten C und B = C7), Moll-Akkorde mit Septime werden durch den Grundton plus der schwarzen und der weißen Taste links daneben erreicht (Noten C und B und Bb = Cm7). Mehr geht hier nicht.

Für die Begleitung gibt es unterschiedliche Muster oder Phrasen: Intro (Einleitung), Original (z.B. Strophe), Fill In (welches von Original zu Variation überleitet und umgekehrt), Variation (z.B. Refrain) und Ending (Schlussphrase). Hier haben andere Keyboards oft deutlich mehr zu bieten indem für jedes Muster mehrere Alternativen bereitgestellt werden. Das wäre sicher für den ambitionierten Entertainer (der ich nicht bin) auch unverzichtbar. Ein wenig darüber hinweg tröstet dabei die Möglichkeit, die Begleitband auf Knopfdruck „auszudünnen“. Das erledigt man durch die Wahl des BAND TYPE. Standardeinstellung ist FULL, weniger ist COMBO, noch weniger ist DRUMS & BASS. Dieses Feature gefällt mir doch sehr.
Nachfolgend ein paar Beispiele, damit ihr einen Eindruck davon bekommt. Zu hören ist nur die Begleitautomatik in der jeweiligen Einstellung. Ich habe immer mit dem Intro begonnen, ein paar Takte mit der Original-Phrase gespielt, mit dem Fill In zur Variation übergeleitet und letztlich mit dem Ending aufgehört.

Preset Style ElecRock:
Demo Roland GW-7 Style ElecRock Drums and Bass Band Type: Drums & Bass
Demo Roland GW-7 Style ElecRock Combo Band Type: Combo
Demo Roland GW-7 Style ElecRock Full Band Type: Full

Preset Style Hip ‘n Hop:
Demo Roland GW-7 Style HipnHop Drums and Bass Band Type: Drums & Bass
Demo Roland GW-7 Style HipnHop Combo Band Type: Combo
Demo Roland GW-7 Style HipnHop Full Band Type: Full

Die Preset-Styles empfinde ich schon mal als sehr vielseitig und oft auch als brauchbar. Interessant und wichtig ist auch die Möglichkeit User-Styles nachladen zu können. Im Lieferumfang des Keyboards enthalten ist ein Style-Konverter-Programm, welches SMF-MIDI-Dateien zu Styles konvertiert. Damit werde ich mich noch eingehender in einem späteren Artikel beschäftigen.

Performance

Was beim GW-7 Performance heißt wird andernorts Registrierung genannt, was m.E. zielführender ist. Demnach ist darunter die Speicherung einer kompletten Einstellung des Keyboards zu verstehen. Um genau zu sein werden Style, Band Type, Tempo, Tone, bestimmte Effekteinstellungen, und Keyboard Touch (Velocity On bzw. fester Wert) gespeichert. Wenn man also die Zusammenstellung der genannten Einstellungen zur Zufriedenheit abgeschlossen hat, kann man diese als User-Performance speichern und auf Knopfdruck wieder hervorholen. Unglücklicher Weise wurden dem GW-7 nur 32 Speicherplätze für User-Performances mitgegeben. Und noch unglücklicher: man kann sie auch nicht über USB sichern oder austauschen. Bleibt höchstens die Möglichkeit über MIDI Bulk Dump. Die fest eingebauten 110 Preset-Performances betrachte ich als Anregungen und als solche sind sie es Wert, ausprobiert zu werden.

Die Song-Funktion

Es gibt (wenn man so will) im GW-7 einen Preset-Song – nämlich den Demo-Song. Dieser wird jedoch nicht über den Song-Mode aktiviert, sondern über die Tastenkombination SHIFT + EXIT. Da man dieses Kunstwerk meiner Meinung nach nicht gehört haben muss, will ich kein weiteres Wort darüber verlieren. Ein Song entsteht durch die Aufnahme der in Echtzeit gespielten Noten (einschließlich ggf. laufendem Backing) in einem Sequenzer mit 16 Spuren. Wobei ich mit Echtzeit das eingestellte Tempo meine. Es ist natürlich möglich das Tempo für die Aufnahme langsamer einzustellen um das Einspielen anspruchsvoller Parts zu erleichtern und den Song dann in einem schnelleren Tempo abzuspielen.
Jede Aufnahme landet zunächst im temporären Song (Sng00). Möchte man die Aufnahme für die Nachwelt erhalten, muss diese in einem der 99 User Songs gespeichert werden. Ansonsten ist er beim Ausschalten des Gerätes für immer verloren. Das Laden eines bereits gespeicherten Songs überschreibt die Daten des temporären Songs. Songs können genau wie die Styles über USB vom und zum Rechner übertragen werden. Sie tragen die Dateiendung SMF. Übrigens können auch MIDI-Dateien auf das GW-7 übertragen und abgespielt werden.
Für die Aufnahme gibt es vier Modi: ALL (es wird auf allen Spuren aufgezeichnet, also Backing und Keyboard-Part), KBD (nur der Keyboardpart wird aufgenommen). Diese Modi sind zur Aufnahme eines neuen Songs vorgesehen. Für einen bereits aufgezeichneten Song stehen die Modi SINGLE (Aufnahme bzw. Überschreiben einer wählbaren Spur) und PUNCH (Aufnahme bzw. Überschreiben einer Passage einer wählbaren Spur) zur Weiterentwicklung oder Ausbesserung des Songs bereit. Einen Step-Modus, der die Eingabe von Noten ohne den im Tempo laufenden Sequenzer ermöglicht, gibt es nicht (von einem MIDI-Event-Editor mal ganz abgesehen). Durch das Backing und den Keyboardpart werden nicht alle 16 Spuren belegt. Mindestens die Spuren 12 bis 15 stehen ergänzenden Eigenkreationen zur Verfügung. Im Sequencer werden für das Backing die Noten und nicht nur die Steuerinformationen aufgezeichnet. Ein Indiz dafür ist, dass der Style als auch der Band Type nachträglich nicht mehr änderbar sind. Vielmehr haben die Band Type Taster eine andere Funktion. Mit ihnen können drei (vorbelegbare) Spuren stummgeschaltet werden. Standardmäßig sind das die Spuren 10 (Backing Drums, Taster BRUMS & BASS), 1 (Backing 1, Taster COMBO) und 2 (Backing Bass, Taster FULL). Die Taster für die Anwahl des Backing Musters erfüllen im Song Mode auch eine andere Aufgabe, nämlich Setzen der Marker A und B, Wiederholen des durch die Marker A und B markierten Bereichs, Rücksetzen zum Songanfang, taktweises Rück- und Vorspulen. Diese Funktionen sind mit Song Control unterhalb der Taster beschriftet.
Mit der Weiterverarbeitung der MIDI-Song-Dateien in meiner DAW werde ich mich demnächst beschäftigen und sicher auch etwas dazu schreiben.

Soweit für heute. Demnächst geht es noch um die Effekte und den D Beam Controller sowie die Style-Konvertierung und die Weiterverarbeitung der aufgezeichneten MIDI-Dateien.

siehe auch:
Komponierhilfe gesucht…
angetestet: Roland GW-7
angetestet 3. Teil: Roland GW-7

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