Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Tenorsaxophon

Marburg: Marktplatz und Rathaus

Anfang Februar diesen Jahres – das Wetter war nicht schlechter als heute – war ich erstmals und für ein Wochenende in Marburg. Bisher hatte sich für mich einfach noch keine Gelegenheit ergeben. Nun hatte ich mein Tenorsaxophon (Sequoia Lemon) zu Armin Weis in Marburg-Cappel zum SaxTuning geschickt und konnte es dort persönlich bei ihm abholen. Was Herr Weis dabei mit dem Instrument anstellt, kann man auf seiner Seite nachlesen.
Natürlich habe ich mein Tenor in seiner Werkstatt probegespielt und sofort den Eindruck gewonnen, dass die nicht ganz billige Maßnahme wirklich etwas gebracht hat. Von daher hatte sich die Reise schon einmal gelohnt. Außerdem hatte ich noch mein Altsax (B&S series 2001) mitgebracht und ein paar Kleinigkeiten machen lassen.
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Michael Brecker – Nearness Of You: The Ballad Book

Michael Brecker - Nearness Of You - The Ballad Book Auf der Suche nach musikalischen Vorbildern (Saxophonisten) habe ich diese Scheibe von Michael Brecker (die im Jahr 2001 von Pat Metheny produziert wurde) für mich entdeckt und bin ziemlich fasziniert. Die Besetzung der Begleitband ein absoluter Traum: Herbie Hancock, Pat Metheny, Charlie Haden und Jack DeJohnette (special guest: James Taylor). Mein Lieblingstitel ist derzeit „Nascente“ – mir laufen beim Hören schon Schauer über die Haut, wenn bestimmte Stellen noch unmittelbar bevorstehen.
Von Michael Brecker habe ich bisher nur gelegentlich ein paar „Musikfetzen“ gehört und das hatte mich nicht zu tiefergehender Beschäftigung mit seiner Musik motiviert. Aber diese Platte ist – Saxophon hin oder her – das beste an Musik seit langem, was mir an die Ohren gedrungen ist. Nebenbei: Über meine neue Kopfhörerkette (Musical Fidelity M1DAC, Lake People G109, AKG K-701) ein Traum…

Bei JPC gibt es die CD im Moment übrigens für 8,99 €.

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angetestet: Forestone Unfiled (Reeds)

Forestone Unfiled Tenor

Dieses Kunststoffblatt ist noch recht neu auf dem Markt. Schon seit dessen Vorstellung auf der diesjährigen Musikmesse habe ich auf die Lieferbarkeit des Blattes gewartet. Geliefert wurde es letztlich Anfang Juni und nun hatte ich einen guten Monat Zeit dieses Blatt mit dem Tenorsaxophon auszuprobieren.

Das Blatt hat eine holzähnliche Färbung erhalten (ich muss mich also nicht schon auf den ersten Blick für mein Kunststoffblatt entschuldigen) Es besitzt – nach dem, was ich darüber gelesen habe – eine weniger raue Oberfläche, als ich mir erhofft hatte.

Die Ansprache des Blattes finde ich wirklich sehr gut und sehr gleichmäßig in allen Lagen. Von der Stärke her empfand ich die F3 meines ersten Blattes etwa vergleichbar einem AW Reed 2. Ich habe mir dann noch ein Forestone Unfiled in F3,5 bestellt, was etwa einem AW Reed 2,5 entspricht.
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angetestet: Fiberreed Carbon Classic (Reeds)

Relativ neu von Fiberreed gibt es jetzt neben dem Ur-Carbon-Blatt das Carbon Classic.

Die Fiberreed -Blätter sind generell aus einem weißen Hohlfaserwerkstoff (Hollowfiber Foamresin Compound) gefertigt. Bei den Carbon-Blättern wurde zusätzlich jede zweite Schicht der weißen Hohlfasern durch eine Schicht Hochmodul-Kohlefaser ersetzt (Unterschiede). Herr Hartmann beschreibt das Carbon-Classic-Blatt so:

High-Tech Kohlefaser mit Hohlfasern und einem steileren Schnitt bringen eine Verbindung von vollem Sound, schneller Ansprache und rundem, dunkleren Klang.

Leider habe ich das „normale“ Carbon noch nicht gespielt, so dass ich die Blätter nicht vergleichen und auch nichts zu den Unterschieden sagen kann.

Aber über das Carbon Classic konnte ich mir auf dem Tenorsaxophon innerhalb einer guten Woche eine Meinung bilden. Zunächst ist die Zebra-Optik dieses Blattes in meinen Augen ein klares Plus und ein selbstbewusstes Statement. Mir gefällts jedenfalls.
Die nicht ganz glatte Oberfläche und das (gegenüber einem Blatt aus Rohrholz) höhere Gewicht fühlen sich im ersten Moment an wie Keramik. An der Handhabung des Blattes ist nichts außergewöhnliches. (Außer, dass ich mit Kunststoffblättern generell noch vorsichtiger umgehe, da eine beschädigte Blattspitze einen größeren finanziellen Schaden nach sich zieht als bei einem Holzblatt).
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Willkommen Lebayle LR 8 Metall (MPC)

Also, so schnell bin ich auch noch nicht zu einem neuen (gebrauchten) Mundstück gekommen. Aber der Reihe nach:

Ich war gerade ebend noch in einer ziemlich frustigen Situation, da mein Kunststoff-Blatt-Traum vorerst geplatzt war. Das Légère Studio Cut hatte eine Bewährungsprobe während meines Unterrichts nicht bestanden, denn dort sollte ich mal richtig fortissimo geben. Das klang so dermaßen schlecht, dass sogar mein Lehrer sagte, ich solle doch vielleicht lieber wieder auf natürliche Blätter wechseln.

Das Légère Studio Cut spricht allerdings so gut an, dass sich jedes natürliche Blatt anfühlt wie ein rissiger, hölzerner Eisstiel. Blöder Weise konnte ich das auf der Musikmesse neu vorgestellte Forestone Unfiled Blatt noch nirgendwo bestellen – das wollte ich als nächstes probieren.

Aus lauter Verzweiflung habe ich  weiter lesen »

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Oster-Jazz im Lauterbach – mit dem Max-Ender-Trio

Während ich beim ersten Jazz im Lauterbach noch unsicher war, ob es von dieser Art Veranstaltung eine Fortsetzung geben würde, so habe ich darüber seit gestern Klarheit. Denn da fand genau diese Fortsetzung im Café Lauterbach statt, auch wenn ein „Oster-“ vorn angestellt wurde.
Diesen Abend bestritt das Max-Ender-Trio mit Max Ender am Tenorsaxophon, Ramona Geissler an der Bassgitarre (die sie auch beim letzten „Jazz im Lauterbach“ gespielt hatte) und Christoph Scholz an der Gitarre. Die Band hat ab 19:00 Uhr zu jeder vollen Stunde jeweils ca. eine Dreiviertelstunde lang verschiedene Jazzstandards bemüht und ihre Improvisationen dargeboten. (Zumindest bis 22:00 Uhr, danach habe ich meiner Müdigkeit nachgegeben und bin nach Hause gegangen)
Das Saxophonspiel von Max Ender ist mir als musikalisch einfühlsam in Erinnerung. Das hat mir gut gefallen und mich berührt. Den Sound von seinem Saxophon habe ich als sehr kernig und zentriert wahrgenommen. Das ist nicht gerade mein Klangideal eines Saxophons, aber es hat zugegebener Maßen in dieser Formation prima funktioniert. War sehr schön…

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