26.07.2010 14:00 von pommerizer in
Fototechnik
Glücklicher Weise kommt mein Urlaub nun so langsam in Reichweite und ich darf schon mal ein paar Gedanken an die Vorbereitungen verschwenden. In diesem Jahr will ich eine kleine Schottland-Rundreise machen. Und natürlich erhoffe ich mir einige aussergewöhnliche Fotomotive. Die Frage ist nur: was nehme ich an Fotoausrüstung mit? Ich werde zwar mit dem Auto unterwegs sein, aber letztlich muss meine Fototasche tragbar bleiben. Also muss von all dem Zeug etwas zu Hause bleiben. Der Schwerpunkt wird wohl auf Landschaftsfotografie bzw. Land & Leute liegen. Auf jeden Fall werde ich die EOS 5D Mark II und das EF 16-35/2.8 L II USM mit meinem neuen Hoya HD Polfilter (82mm) mitnehmen. Der Telebereich wird durch das EF 70-200/4 L IS USM mit (oder ohne) 1,4-fach Telekonverter repräsentiert. Dazwischen passt noch das kleine EF 50/1.4 USM mit in die Tasche. Ein Blitzgerät (Metz 58 AF-1) kommt natürlich auch mit. Für entfesseltes Blitzen mit mehreren Blitzgeräten wird es wohl eher selten Gelegenheit geben.
Auf eine Zweitkamera (EOS 40D) werde ich verzichten, zumal da auch immer noch unterschiedliche Ersatzakkus und das Ladegerät mit dabei wären. Auch das EF 300/4 L IS USM habe ich aus Gewichtsgründen aussortiert. Schweren Herzens habe ich auch erst einmal das EF 135/2 L USM beiseite gelegt, obwohl damit sicher tolle schottische Porträts entstehen könnten. Die Brennweite ist aber bereits durch das Telezoom abgedeckt.
Auch das Dreibeinstativ musste ich schon zur Seite legen. Dabei habe ich allerdings ein ungutes Gefühl. HDR-Bilder auf der Basis einer Belichtungsreihe und Fotos bei Restlicht sind ohne Stativ nicht drin. Letztlich ist es aber in erster Linie eine Urlaubsreise, keine reine Fotoreise. Ich muss ja, auch was die zeitliche Ausdehnung des Fotografierens angeht, die Interessen der Mitreisenden berücksichtigen.
Ich versuche einfach die “beschränkten Mittel” möglichst optimal zu nutzen. Das ist meiner Meinung nach generell nicht der schlechteste Weg. Ich habe mich auch schon (und nicht nur einmal) durch ein Übermaß an technischen Möglichkeiten hoffnungslos verzettelt. Es hat mich einfach von der Hauptsache abgelenkt.
Was also in die Fototasche darf:
- Canon EOS 5D Mark II mit Ersatzakku, Ladegerät und diversen CF-Cards
- Canon EF 16-35/2.8 L II USM mit Hoya HD Polfilter
- Canon EF 50/1.4 USM
- Canon EF 70-200/4 L IS USM
- Kenko Teleplus 1,4x Pro300 DG
- Metz mecablitz 58 AF-1 mit AA-Ersatzakkus und Ladegerät (BC700)
- Reinigungszeug (Lenspen, Microfasertuch)
Habe ich etwas vergessen? Was nicht unter dem Begriff Fotoausrüstung läuft, aber dennoch mit muss, ist mein Netbook (Packard Bell dot-m) und eine 1,8″-USB-Festplatte (Samsung S1). Darauf werde ich am Ende des Tages unter anderem meine Fotos sichern und vorsortieren. Anschließend können die Speicherkarten in Vorbereitung des nächsten Foto- bzw. Reisetages wieder gelöscht werden. Außerdem habe ich von meiner Familie die Aufgabe bekommen das Reisetagebuch zu führen, was sicher auch am besten auf dem Netbook geht. Zusätzlich kommt noch der mobile Audiorecorder Zoom H4n mit - vielleicht gibt es auch ein paar hörenswerte Ereignisse in Schottland. Und mit meinem Handy (Nokia N95) werde ich bestimmt wieder GPS-Tracks aufzeichnen, um die Fotos später geografischen Punkten zuordnen zu können.
So, da die Liste nun steht, könnte es von mir aus auch bald losgehen…
(Fortsetzung)
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28.05.2010 09:03 von pommerizer in
Fototechnik
Mit dem Verkauf von zwei meiner Objektive (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS und Canon EF-S 10-22/3.5-4.5 USM), die ich nicht am Vollformat (Kleinbild, Canon EOS 5D Mark II) verwenden kann, hatte ich einen finanziellen Spielraum gewonnen, um mir einen anderen Objektivwunsch erfüllen zu können.
Es handelt sich um die Festbrennweite Canon EF 135/2 L USM, die ich gebraucht aus der Bucht gezogen habe. Dieses leichte Teleobjektiv scheint am Kleinbildsensor recht beliebt für Kopfporträts und Hallensport zu sein. Die Bilder, die ich bisher gesehen hatte und die mit diesem Objektiv gemacht wurden, haben mich ziemlich begeistert. Diese Linse stand dann auch (mit) ganz oben auf meiner Wunschliste. So konnte ich es wieder einmal kaum erwarten, bis das Päckchen bei mir eingetroffen war…
Canon meint, dass es das lichtstärkste und leichteste 135mm-Teleobjektiv seiner Klasse sei. Wie auch immer - viel schwerer als die 750g sollte ein Objektiv meiner Meinung nach nicht sein (ausgenommen mal die Super-Tele-Objektive). An der 5D Mark II wirkt es aber noch nicht kopflastig (zusammen 1,6 kg). Mit angesetzter Streulichtblende (die bei Canon i.d.R. nur bei L-Objektiven mitgeliefert wird) ist es schon ein ordentlicher Kloben.
Durch die Lichtstärke ist das Sucherbild schön hell. Die Möglichkeiten zur Freistellung (durch einen in der Tiefe begrenzten Schärfebereich) und das Bokeh (Aussehen und Verlauf des beabsichtigten Unschärfebereichs) sind sehr eindrucksvoll. Erstaunlicher Weise verliert es an der 40D etwas von dem Zauber. Durch den anderen Bildwinkel ist es halt ein anderer Eindruck.
Leider (im Hinblick auf die Anschaffungskosten) muss ich für mich konstatieren, dass es mit einer tollen DSLR-Kamera allein nicht getan ist. Erst hoch- und höchstwertige Objektive erschließen das Potential und machen letztlich die Faszination für mich aus.
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Canon EF 135/2 L USM
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Größenvergleich Festbrennweiten
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Größenvergleich mit Streulichtblende
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Testbild Roter Mohn
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Testbild Notizblock
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Testbild Zierlauch
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09.02.2010 07:23 von pommerizer in
Fototechnik
Gerade habe ich mein neues Telezoom-Objektiv Canon EF 70-200/4 L IS USM bekommen. Es soll mein Superzoom (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS) zwar nicht ersetzen, aber in dem Brennweitenbereich von 70 bis 200 mm für eine bessere Abbildungsqualität sorgen. Allerdings ist es nicht so, dass ich mit dem Sigma keine guten Bilder machen kann - im Gegenteil. Gemessen am Preis und dem großen Brennweitenbereich ist das Objektiv schon prima. Andererseits stellt selbst mein neues Canon-Objektiv einen Kompromiss bzgl. Lichtstärke und Gewicht dar. Lichtstärkere Objektive im Brennweitenbereich von 70-200 mm (mit durchgängiger Offenblende von 2.8, also einer ganzen Blende mehr) gibt es von Canon, Sigma und Tamron (für Canon-DSLR). Bei diesen Kandidaten ist mir aber das Gewicht von jeweils deutlich über einem Kilogramm einfach zu hoch. Getragen werden möchte es ja auch noch…
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Canon EF 70-200/4 L IS USM
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Canon EF 70-200/4 L IS USM
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Größenvergleich mit EF-S 10-22/3.5-4.5 und EF 300/4 L IS USM
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Größenvergleich mit Streulichtblende
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Testbild Bali-Büste
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Testbild Rose-Wein
Was nützt also das beste Objektiv, wenn es auf Grund des zu hohen Gewichts zu Hause bleibt? Im Vergleich dazu bringt mein neues Canon-Telezoom 760g auf die Waage, das Sigma-Superzoom wiegt 610g. Also drehe ich im Zweifel lieber den ISO-Wert hoch. Gegenüber dem Sigma-Superzoom habe ich bei der Endbrennweite 200 mm jetzt 1,3 Blendenstufen mehr Spielraum (Blende 4 statt 6,3). In der einen oder anderen Situation (nämlich, wenn sich das Motiv nicht bewegt) kann mich der Bildstabilisator (IS - Image Stabilizer) retten, der bis zu 4 Belichtungsstufen ausgleichen können soll. Den Bildstabilisator habe ich an meinem Sigma-Superzoom (OS - Optical Stabilizer) und letztlich auch am Canon EF 300/4 L IS USM schon sehr zu schätzen gelernt.
Für noch wichtiger halte ich den Ultraschallmotor (USM) für den Autofokus. Im Vergleich zu herkömmlichen AF-Motoren ist er sehr schnell und leise und ermöglicht jederzeit einen manuellen Eingriff. Bei anderen Objektiven muss man zunächst auf manuellen Fokus umschalten oder den Fokussierring vom Motor entkoppeln um manuell zu fokussieren. Den Ultraschallmotor vermisse ich am Sigma-Superzoom (bei Sigma heisst es HSM) schon deutlich. Einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Unterschied gibt es bei der Naheinstellgrenze - diesmal aber zugunsten des Sigma. Gemeint ist der geringstmögliche Abstand zwischen Objektiv und Motiv, bei dem das Objektiv noch auf das Motiv scharfstellen kann. Beim Sigma beträgt die Nahgrenze 45 cm - beim Canon 1,2 m! Also das bedeutet für mich definitiv eine Umstellung, da ich mit dem Sigma oft und gern kleine Motive (z.B. Schmetterlinge) bei größter Brennweite und kleiner Distanz möglichst formatfüllend aufgenommen habe. Mal sehen, was Zwischenringe daran ändern können. Ausprobieren werde ich ganz sicher auch meinen 1,4-fach Telekonverter (Kenko Teleplus 1,4x Pro300 DG) an dem Canon-Objektiv. An meinem EF 300/4 L IS USM bringt der Telekonverter eine recht gute Leistung - am Sigma-Superzoom reicht das Licht nicht mehr für einen zuverlässigen Autofokusbetrieb.
Das Canon EF 70-200/4 L IS USM scheint recht beliebt zu sein - zumindest legen das die Gebrauchtpreise nahe. Ich habe mich für ein nagelneues entschieden, weil mir der Preisunterschied zu einem gebrauchten Objektiv zu gering erschien (meiner Erfahrung nach gebraucht 85-90% des Neupreises).
Jetzt dürfte es nur langsam Frühjahr werden…
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