Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Synthesizer

Willkommen ESI M8U XL

Da ich mich nun dazu entschlossen hatte, meine selbstauferlegte Beschränkung aufzugeben, als DAW-Software die letzte verfügbare Version von Emagics Logic Audio Platinum (5.5.1) unter Windows XP zu nutzen, und mit Steinbergs Cubase 7 einen Neuanfang zu wagen (unter Win7/64bit), musste ich meine bisherigen MIDI-Interface (Emagic AMT 8 und Emagic Unitor 8) zwangsläufig ersetzen, denn dafür bekomme ich keine aktuellen Treiber mehr.

Natürlich hätte mein Umstieg noch radikaler ausfallen können, indem ich auch auf meine (Hardware-) Synthesizer verzichtet und mir ein paar leistungsfähige Software-Pendants herausgepickt hätte. Wollte ich aber nicht. Nicht etwa, weil ich den ollen Gesellen irgendwelche Magie andichte, die man nicht auch als PlugIn abbilden kann. Aber sie sind nun mal da und ich weiß wie sie funktionieren und ohne sie wäre das Rack merkwürdig leer…
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Cubase 7 – ein Neuanfang

Mir ist fast noch ein bisschen schwindelig von meiner eigenen Entscheidung. Aber nun ist es getan: nach guten neun Jahren (vergleichsweise problemloser) Nutzung meiner DAW-Software Emagic Logic Platinum 5.5.1 auf eingefrorenem Stand – der letzten entwickelten Windows-Version – mache ich nun den Schritt zum nagelneuen Steinberg Cubase 7.

Natürlich war mir bereits 2003 klar, dass ich mit Logic nicht auf immer und ewig arbeiten würde. Aber ich habe den Tag des Umstiegs nicht unbedingt herbeigesehnt.
Das lag zum Einen an dem für mich immer noch ausreichenden Funktionsumfang und zum Anderen an dem Wissen, wie ich die Funktionen nutzen kann. Zusammen mit dem Softwaresampler EXS24 MkII und dem Hardware-Controller Logic Control ist das aus meiner Sicht auch heute noch ein ernstzunehmendes Werkzeug.
Allerdings nicht für Menschen, die die VST-Schnittstelle nutzen wollen, denn die war (zumindest auf der Windows-Plattform) nie ganz frei von Problemen.
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Neuer Roland Rack-Synthesizer – Integra 7

Was sehe ich da auf der Rückseite der aktuellen Keyboards? Eine Werbung für einen neuen Rack-Synthesizer von Roland. Unter dem Titel „Der Jupiter für’s Rack!“ geht es um den Roland Integra-7. Im Text heißt es:

Der INTEGRA-7 bietet die gigantische Anzahl von mehr als 6.000 hervorragenden Sounds in einem Instrument. Mit den ausdrucksvollen und frischen SuperNATURAL-Sounds, kraftvollen klassischen Synthesizerklängen und den unverzichtbaren Sounds aller 12 legendären SRX-Boards vereint der INTEGRA-7 Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Klangestaltung.

Das klingt alles sehr nach einem Super-Überflieger-Klangerzeuger, nur nirgends, auch nicht bei Roland, findet man mehr Informationen, Ankündigungen oder sonstwas. Die Anzeige ist bisher der einzige Hinweis.

Ganz billig wird das Gerät nicht sein, schon ein SRX-Board kostet derzeit mindestens 200, eher 300 Euro. Alleine mit den 12 SRX-Boards kommt man schon auf einen Wert von 3600 Euro. :-)

Naja, muß man mal abwarten, bis es mehr Infos gibt…

Nachtrag 31.08.2012: So, da ist er nun, der neue Roland Integra-7 (und ein paar mehr neue Produkte).
Hier mit vielen Sound-Beispielen und Demo-Songs.

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Robert Moog Google Doodle

Bei Google gibt es heute ein Doodle zum 78. Geburtstag von Robert Moog.

Robert Moog Google Doodle

Wer Robert Moog war, brauche ich hier sicher nicht zu erklären. Etwas mehr Erklärungsbedarf gibt es für den Google-Minimoogle. Dieser ist zwar vom Minimoog inspiriert, hat aber doch teils abgweichende Regler und Schalter. Ich habe hier mal die wichtigesten Bedienelemente kurz benannt:

Robert Moog - Minimoogle (Google Doodle)

Klangliche Wunderdinge kann man vom Google-Moog sicher nicht erwarten, aber Idee und Umsetzung sind schon klasse.

Hier noch mein kurzes „Einführungsvideo“ zum Google-Minimoogle:

Viel Spaß beim selber „schrauben“. :-)

Update 24. Mai: Das Robert Moog Doodle ist nun natürlich nicht mehr auf der Google-Startseite zu finden, aber es wurde archiviert und ist hier verfügbar. Außerdem kann man den Minimoogle nun auch komplett über die Tastatur (englisches Layout) spielen, gestern ging nur C-Dur über die oberen Zifferntasten.

Auch das Les Paul Gitarren-Doodle findet man weiterhin spielbar im Doodle-Archiv (auch mit Tastatur – Ziffern 1..0).

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Roland XV-5050 – USB unter Windows 7/8/10 32/64 Bit

Alt, aber immer noch gut

Ich habe immer noch einen Roland XV-5050 im Rack. Dieser ist zwar per MIDI problemlos ansteuerbar.

Roland XV-5050 Synthesizer

Allerdings ist unter Windows Vista bzw. Windows 7 64 Bit der USB-Anschluß nicht mehr nutzbar, da Roland eigentlich keine passenden USB-Treiber bereitstellt. „Eigentlich“ deshalb, weil es für neuere Roland-Geräte durchaus Windows 7 USB-Treiber gibt, die sich vielleicht mit ein paar Anpassungen auch dazu bewegen lassen, den betagten XV-5050 in Windows per USB einzubinden.

Auf Treibersuche

Also habe ich mich bei Roland auf Treibersuche begeben. Hauptbedingung war natürlich, daß für das Gerät Windows Vista/7 Treiber auch für 64 Bit zu bekommen sind. Außerdem habe ich nach einem Sythesizer Ausschau gehalten, der nicht zu neu und dem XV-5050 von den Anschlüssen her möglichst ähnlich ist.

Meine Wahl fiel auf dem Roland Fantom-XR aus dem Jahr 2004, also auch ein schon etwas älteres Gerät mit einem USB Anschluß für MIDI aber ohne digital Audio über USB. Letztendlich sehe ich den Fantom XR sowieso also legitimen Rack-Soundmodul Nachfolger der Roland XV-Reihe und so sollte das mit dem Treiber hoffentlich passen.

Treiberverbiegungen

Jedes USB-Gerät hat eine Hersteller- und eine Geräte-Id, über die Windows den passenden Treiber findet und installiert. Diese Informationen findet man in einigen Installations-Dateien (.inf bzw. .dat).

Die entsprechenden IDs waren schnell gefunden und geändert. Zudem habe ich die Texte in „XV-5050“ geändert, damit das MIDI-Gerät auch als „XV-5050“ im System angezeigt wird.

Das Treiber-Setup lief ohne Probleme durch und, große Freude :-), mein Roland XV-5050 funktioniert nun auch in Windows 7 64Bit mit USB.

Nun hatte ich vor, hier eine Anleitung zu veröffentliche, wo und was man an welchen Stellen in den Dateien ändern muß, aber das ist wenig komfortabel und zudem fehleranfällig. So habe ich kurzerhand ein Windows-Cmd-Skript geschrieben, welches die notwendigen Änderungen automatisch vornimmt. Dieses stelle ich hier zum Download bereit.

Patch XV-5050 USB für Windows 7/8/10 32/64-Bit
Patch XV-2020 USB für Windows 7/8/10 32/64-Bit (ungetestet)

So gehts

Achtung: Den Roland XV-5050 noch nicht an den Rechner anschließen!

Achtung: Ab sofort wird der Treiber für den Roland Juno-Di verwendet!

Die Windows 7 Treiber für Juno-Di bei Roland runterladen (32-Bit / 64-Bit) und in einem beliebigen Verzeichnis entpacken. Für Windows 8 und Windows 10 muß der Windows 8/8.1 Treiber (1.0.1) heruntergeladen werden.

XV-5050 USB Treiber-Setup: Verzeichnisse

Man findet darin diese Verzeichnisse und Dateien. Im Verzeichnis „Files“ befinden sich die Installations-Dateien. In das Verzeichnis Files die Datei patch.cmd aus dem obigen Download „Patch XV-5050 USB für Windows 7/8/10 32/64-Bit“ kopieren.

Nun einfach den Patch-Prozess mit Doppelklick auf die patch.cmd starten. Die möglicherweise angezeigten Fehler können ignoriert werden.

Wichtig: Bei Windows 8/10 64-Bit muß die strikte Prüfung der Treibersignatur deaktiviert werden. Es muß also zumindest zeitweilig möglich sein, unsignierte Treiber zu installieren. Wie es geht, findet man hier (engl.).

Anschließend kann das Treiber-Setup ganz normal mit dem Setup-Programm gestartet werden.

Im Verlauf der Installtion wird man nun auch aufgefordert, das XV-5050 anzuschließen und einzuschalten. Wenn alles geklappt hat, sollte diese Meldung erscheinen.

USB-Treiber für XV-5050 installiert

In der Windows-Systemsteuerung findet man nun ein neues Control, welches allerdings „JUNO Series“ heißt.

Systemsteuerung: JUNO-Series als XV-5050

Ein kleiner Schönheitsfehler, denn man aber verschmerzen kann, denke ich. Der Funktionsfähigkeit tut das keinen Abbruch.

Im System gibt es nun ein MIDI-Gerät mit dem Namen XV-5050, welches man z.B. mit „Putzlowitschs Midi-Mapper“ als Standardgerät für die MIDI-Musikwiedergabe konfigurieren kann.

Roalnd XV-5050 als Standard-MIDI-Gerät im Midi-Mapper

Der Roland XV-5050 ist ja auch ein ganz passabler General-Midi-Klangerzeuger nach dem GM2-Standard.
Aber auch in anderen Programmen wie Cubase oder im XV-Editor taucht der XV-5050 nun als MIDI-Device im Setup auf.

Der XV-Editor 1.57 funktioniert auch klaglos unter Windows 7 (64 Bit), man kann ihn bei Roland herunterladen.

Glück gehabt

Immer funktioniert der Trick mit den USB-Ids allerdings nicht. Es könnte eventuell aber auch für den XV-2020 funktionieren, das kann ich mangels Gerät aber nicht testen. In der patch.cmd müßten dafür auf jeden Fall die IDs und der Text „XV-2020“ angepaßt werden. Sofern im Gerät der selbe USB-Chip wie im Fantom-XR bzw. XV-5050 verbaut ist, stehen die Chancen nicht schlecht.

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Go Your Way

SopransaxophonHeute gibt es mal wieder – in der (fast schon) Tradition von After The Chill und Let’s Sing – ein Stückchen Musik von mir. Ich habe es „Go Your Way“ genannt und die Idee entstand im Jahr 2007. Ich hatte es seinerzeit schon einmal mit dem Sopransaxophon eingespielt. Jetzt habe ich den Song wieder in Logic geladen, um mit dem Altsaxophon im Sinne der Motivationsquelle Improvisation dazu üben zu können. Weil ich geistig träge bin und nicht transponieren wollte (und konnte), habe ich auch die Tonart (Sopran Bb -> Alt Eb) entsprechend verschoben. Das ist natürlich besonders einfach, wenn man MIDI-Spuren (statt Audio) nutzt. Na ja, und wenn man einmal dabei ist, ist hier und da noch etwas an der Instrumentierung und am Arrangement zu ändern … Letztlich habe ich es dann noch einmal neu mit dem Altsaxophon eingespielt und abgemischt. Als Reverb für das Sax habe ich natürlich mein Lexicon MPX-1 genutzt (Programm PCM Sax Hangar, siehe auch hier). Der Bass ist vom Roland JV1080, das Pad vom Emagic EXS24 und das Rhodes-Piano kommt vom Yamaha EX5R. Die Drumloop ist aus einer alten Library. Letztlich sind es wieder acht Takte, die sich ein paar mal wiederholen. Und dieses Stück gibt es nun hier zu hören:

Na gut, zum Vergleich gibt es auch den alten Mix mit Sopransaxophon zu hören:

Und ja, man darf das alte Stück besser finden, wenn man will. Mir gefällt allerdings eher das neue. Ausserdem habe ich das Sopransaxophon jetzt verkauft (… in memorial …). Aus die Maus.

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