25.06.2010 16:44 von pommerizer in
Fototechnik
Statt Goldbarren kaufe ich lieber Objektive
Jedes Gramm meines neuen Canon EF 16-35/2.8 L II USM kostet immerhin rund 1,87 €. Nach dem Verkauf meines Canon EF-S 10-22/3.5-4.5 USM, das ich an der 5D Mark II nicht mehr nutzen konnte, habe ich lange über einen adäquaten Ersatz nachgedacht. Ein gutes Weitwinkelobjektiv zu bauen, scheint keine leichte Aufgabe zu sein. Zumindest nicht als Zoom (Vario-Objektiv). Eine Zeit lang habe ich auch Festbrennweiten im Weitwinkelbereich in Erwägung gezogen (z.B. Canon EF 24/1.4 L II USM), da bei deren Konstruktion weniger Kompromisse eingegangen werden müssen. Wahrscheinlich hätte es dann aber ein einziges Objektiv auch nicht getan. Und der ganz große Weitwinkelfreund bin ich nun auch nicht. Letztlich habe ich dann doch die Flexibilität eines Zoom vorgezogen. Die 16-35mm entsprechen an der 5D Mark II ziemlich genau dem Bildwinkel des EF-S 10-22 an meiner 40D, was mir bei der Entscheidung geholfen hat. Noch mehr Weitwinkel benötige ich nicht.
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Canon EF 16-35/2.8 L II USM
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Canon EF 16-35/2.8 L II USM
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Größenvergleich
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... mit Streulichtblenden
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Testbild Landschaft
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Testbild Steinfigur
Das Canon EF 16-35/2.8 L II USM ist im Moment als Superweitwinkelzoom wahrscheinlich das beste, was man für Geld kaufen kann (für das Canon-System). Allerdings habe ich nicht nur gutes über dieses Objektiv gelesen. In einschlägigen Internet-Foren wird über eine gewisse Serienstreuung oder auch Fertigungstoleranz geschrieben. Häufige Probleme sollen Dezentrierung und geringere Schärfeleistung sein. So gut ich dazu in der Lage bin, habe ich mein Objektiv getestet. Mit der Leistung bin ich aber ganz zufrieden und eine Dezentrierung konnte ich auch nicht feststellen. Im direkten Vergleich mit dem Tamron SP AF 24-135/3.5-5.6 AD (bei 24 und 35mm) ist das Canon bei größeren Blenden klar besser - alles andere wäre auch eine große Überraschung gewesen. Ab Blende 8 ist der Unterschied nicht mehr sehr groß, auch klar. Der Bereich unterhalb 24mm soll beim Canon noch besser sein. Sehr interessant wäre der direkte Vergleich mit dem Canon EF 17-40/4 L USM gewesen, aber dazu fehlt mir ein Testexemplar. Ich fürchte, dass der Unterschied nicht so gravierend ausgefallen wäre. Das ist allerdings Spekulation. Die Vignettierung ist beim 16-35 bei Blende 2.8 ziemlich stark - lässt sich aber bereits in der 5D Mark II korrigieren. Für nicht gerade erstklassig bei einem L-Objektiv halte ich auch die Verzeichnung. Auch das lässt sich korrigieren, könnte aber zu Lasten der Bildqualität gehen. Wie sehr sich das auswirkt, werde ich wohl erst auf einem größeren Abzug zu sehen bekommen. Nun werde ich also hingehen und meine Erfahrungen mit meinem neuen Objektiv sammeln. Der nächste Urlaub kann also kommen.
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28.05.2010 09:03 von pommerizer in
Fototechnik
Mit dem Verkauf von zwei meiner Objektive (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS und Canon EF-S 10-22/3.5-4.5 USM), die ich nicht am Vollformat (Kleinbild, Canon EOS 5D Mark II) verwenden kann, hatte ich einen finanziellen Spielraum gewonnen, um mir einen anderen Objektivwunsch erfüllen zu können.
Es handelt sich um die Festbrennweite Canon EF 135/2 L USM, die ich gebraucht aus der Bucht gezogen habe. Dieses leichte Teleobjektiv scheint am Kleinbildsensor recht beliebt für Kopfporträts und Hallensport zu sein. Die Bilder, die ich bisher gesehen hatte und die mit diesem Objektiv gemacht wurden, haben mich ziemlich begeistert. Diese Linse stand dann auch (mit) ganz oben auf meiner Wunschliste. So konnte ich es wieder einmal kaum erwarten, bis das Päckchen bei mir eingetroffen war…
Canon meint, dass es das lichtstärkste und leichteste 135mm-Teleobjektiv seiner Klasse sei. Wie auch immer - viel schwerer als die 750g sollte ein Objektiv meiner Meinung nach nicht sein (ausgenommen mal die Super-Tele-Objektive). An der 5D Mark II wirkt es aber noch nicht kopflastig (zusammen 1,6 kg). Mit angesetzter Streulichtblende (die bei Canon i.d.R. nur bei L-Objektiven mitgeliefert wird) ist es schon ein ordentlicher Kloben.
Durch die Lichtstärke ist das Sucherbild schön hell. Die Möglichkeiten zur Freistellung (durch einen in der Tiefe begrenzten Schärfebereich) und das Bokeh (Aussehen und Verlauf des beabsichtigten Unschärfebereichs) sind sehr eindrucksvoll. Erstaunlicher Weise verliert es an der 40D etwas von dem Zauber. Durch den anderen Bildwinkel ist es halt ein anderer Eindruck.
Leider (im Hinblick auf die Anschaffungskosten) muss ich für mich konstatieren, dass es mit einer tollen DSLR-Kamera allein nicht getan ist. Erst hoch- und höchstwertige Objektive erschließen das Potential und machen letztlich die Faszination für mich aus.
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Canon EF 135/2 L USM
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Größenvergleich Festbrennweiten
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Größenvergleich mit Streulichtblende
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Testbild Roter Mohn
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Testbild Notizblock
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Testbild Zierlauch
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09.02.2010 07:23 von pommerizer in
Fototechnik
Gerade habe ich mein neues Telezoom-Objektiv Canon EF 70-200/4 L IS USM bekommen. Es soll mein Superzoom (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS) zwar nicht ersetzen, aber in dem Brennweitenbereich von 70 bis 200 mm für eine bessere Abbildungsqualität sorgen. Allerdings ist es nicht so, dass ich mit dem Sigma keine guten Bilder machen kann - im Gegenteil. Gemessen am Preis und dem großen Brennweitenbereich ist das Objektiv schon prima. Andererseits stellt selbst mein neues Canon-Objektiv einen Kompromiss bzgl. Lichtstärke und Gewicht dar. Lichtstärkere Objektive im Brennweitenbereich von 70-200 mm (mit durchgängiger Offenblende von 2.8, also einer ganzen Blende mehr) gibt es von Canon, Sigma und Tamron (für Canon-DSLR). Bei diesen Kandidaten ist mir aber das Gewicht von jeweils deutlich über einem Kilogramm einfach zu hoch. Getragen werden möchte es ja auch noch…
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Canon EF 70-200/4 L IS USM
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Canon EF 70-200/4 L IS USM
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Größenvergleich mit EF-S 10-22/3.5-4.5 und EF 300/4 L IS USM
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Größenvergleich mit Streulichtblende
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Testbild Bali-Büste
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Testbild Rose-Wein
Was nützt also das beste Objektiv, wenn es auf Grund des zu hohen Gewichts zu Hause bleibt? Im Vergleich dazu bringt mein neues Canon-Telezoom 760g auf die Waage, das Sigma-Superzoom wiegt 610g. Also drehe ich im Zweifel lieber den ISO-Wert hoch. Gegenüber dem Sigma-Superzoom habe ich bei der Endbrennweite 200 mm jetzt 1,3 Blendenstufen mehr Spielraum (Blende 4 statt 6,3). In der einen oder anderen Situation (nämlich, wenn sich das Motiv nicht bewegt) kann mich der Bildstabilisator (IS - Image Stabilizer) retten, der bis zu 4 Belichtungsstufen ausgleichen können soll. Den Bildstabilisator habe ich an meinem Sigma-Superzoom (OS - Optical Stabilizer) und letztlich auch am Canon EF 300/4 L IS USM schon sehr zu schätzen gelernt.
Für noch wichtiger halte ich den Ultraschallmotor (USM) für den Autofokus. Im Vergleich zu herkömmlichen AF-Motoren ist er sehr schnell und leise und ermöglicht jederzeit einen manuellen Eingriff. Bei anderen Objektiven muss man zunächst auf manuellen Fokus umschalten oder den Fokussierring vom Motor entkoppeln um manuell zu fokussieren. Den Ultraschallmotor vermisse ich am Sigma-Superzoom (bei Sigma heisst es HSM) schon deutlich. Einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Unterschied gibt es bei der Naheinstellgrenze - diesmal aber zugunsten des Sigma. Gemeint ist der geringstmögliche Abstand zwischen Objektiv und Motiv, bei dem das Objektiv noch auf das Motiv scharfstellen kann. Beim Sigma beträgt die Nahgrenze 45 cm - beim Canon 1,2 m! Also das bedeutet für mich definitiv eine Umstellung, da ich mit dem Sigma oft und gern kleine Motive (z.B. Schmetterlinge) bei größter Brennweite und kleiner Distanz möglichst formatfüllend aufgenommen habe. Mal sehen, was Zwischenringe daran ändern können. Ausprobieren werde ich ganz sicher auch meinen 1,4-fach Telekonverter (Kenko Teleplus 1,4x Pro300 DG) an dem Canon-Objektiv. An meinem EF 300/4 L IS USM bringt der Telekonverter eine recht gute Leistung - am Sigma-Superzoom reicht das Licht nicht mehr für einen zuverlässigen Autofokusbetrieb.
Das Canon EF 70-200/4 L IS USM scheint recht beliebt zu sein - zumindest legen das die Gebrauchtpreise nahe. Ich habe mich für ein nagelneues entschieden, weil mir der Preisunterschied zu einem gebrauchten Objektiv zu gering erschien (meiner Erfahrung nach gebraucht 85-90% des Neupreises).
Jetzt dürfte es nur langsam Frühjahr werden…
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