Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Sound

Drittes Zwischenfazit meines Saxunterrichts

Nach genau siebzig Unterrichtsstunden Saxophon am Konservatorium Cottbus möchte ich ein weiteres Mal kurz Bilanz ziehen. Dieser Artikel ist die Fortführung meines ersten und zweiten Zwischenfazits, sowie meines Jahresrückblicks 2011.

Diese 70 Unterrichtsstunden habe ich in etwas mehr als zwei Jahren in Anspruch genommen. (Nebenbei: das klingt für mich nach ziemlich wenig wenn man bedenkt, dass ein Jahr 52 Wochen hat und der Unterricht wöchentlich stattfindet.
Es gibt natürlich eine Reihe von Gründen, warum einige Wochen ohne eine Unterrichtsstunde auskommen müssen: Schulferien, Urlaub außerhalb der Ferien, Dienstreisen, Erkrankung des Schülers, Erkrankung des Lehrers, usw.)
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Willkommen Lebayle LR 8 Metall (MPC)

Also, so schnell bin ich auch noch nicht zu einem neuen (gebrauchten) Mundstück gekommen. Aber der Reihe nach:

Ich war gerade ebend noch in einer ziemlich frustigen Situation, da mein Kunststoff-Blatt-Traum vorerst geplatzt war. Das Légère Studio Cut hatte eine Bewährungsprobe während meines Unterrichts nicht bestanden, denn dort sollte ich mal richtig fortissimo geben. Das klang so dermaßen schlecht, dass sogar mein Lehrer sagte, ich solle doch vielleicht lieber wieder auf natürliche Blätter wechseln.

Das Légère Studio Cut spricht allerdings so gut an, dass sich jedes natürliche Blatt anfühlt wie ein rissiger, hölzerner Eisstiel. Blöder Weise konnte ich das auf der Musikmesse neu vorgestellte Forestone Unfiled Blatt noch nirgendwo bestellen – das wollte ich als nächstes probieren.

Aus lauter Verzweiflung habe ich  weiter lesen »

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Willkommen Otto Link Super Tonemaster 7* CR (MPC)

Mit meinen beiden auf dem Tenorsaxophon bisher gespielten Mundstücken (Expression 6* und Otto Link RG 7*) konnte ich eine große Breite verschiedener Klangnuancen und Spielarten abdecken. Jedes Mundstück hat bei mir seine Stärken, aber auch Schwächen.

Das Expression 6* macht mit recht großer Kammer einen runden, dunklen Ton und spricht vor allem in den tiefen Lagen sehr gut an. Ich kann es aber nicht sehr laut spielen und in den oberen Lagen ist es eher etwas matt und ab dem f“‘ habe ich Schwierigkeiten die Töne überhaupt zu spielen.

Ganz anders das Otto Link RG 7*: in den hohen Lagen geht es richtig los und mit schönem Strahl. Es hat für mich einen angenehmen Blaswiderstand und bei der Lautstärke gibt es fast keine Grenze. Von den Klangnuancen her ist es sehr vielseitig zu gebrauchen – von voll und rund bis spitz und schneidend geht alles. Leider sprechen bei mir die tiefen Lagen nicht mehr so einfach an, vor allem piano nicht.
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Willkommen Otto Link RG 7* (MPC)

Zwar habe ich mittlerweile gerade einmal 60 Übungsstunden mit meinem Tenorsaxophon auf der Uhr und es ist dafür eigentlich (nach meiner eigenen Einschätzung) zu früh, aber ich konnte nicht wiederstehen mir ein gebrauchtes Metallmundstück in der Bucht zu ersteigern.

Mit meinem bisher gespielten Plastik/Kunstharz-Mundstück (Expression 6*) bin ich einigermaßen aber doch nicht so ganz zufrieden. Die Tonformung an sich ist eigentlich zufriedenstellend – ich kann damit durchaus gezielt verschiedene Klangfarben erzeugen. Probleme (die ich auch nicht mit noch so lockerem Ansatz lösen konnte) habe ich ab forte aufwärts. Ich habe den Eindruck, dass ich einfach nicht genug Luft durch das Mundstück bekomme.

Nun war ich eigentlich nicht unbedingt auf ein Metallmundstück scharf. Oft werden diese Mundstücke als recht knallig beschrieben und mein Saxlehrer ermahnt mich ohnehin recht oft, meine Toneinsätze (Attack) weicher zu gestalten.

Eher zufällig bin ich in der Bucht auf das Otto Link RG 7* gestoßen. Die Herstellerinformationen haben mich dann motiviert, das Mundstück einmal auszuprobieren. Zum einen soll die parabolisch gestaltete Kammer für viele Klangnuancen geeignet sein – zum anderen ist die Bahnöffnung (7*) mit 0,108″ noch nicht zu offen. Das RG steht übrigens für Rocky Giglio, der wohl ein Profimusiker ist, den ich aber nicht kenne.
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Willkommen Sequoia Lemon Tenorsaxophon

Wie im hobbyistischen Ausblick schon erwähnt, wird das Tenorsaxophon künftig mein Hauptinstrument sein. Das vom Konservatorium Cottbus geliehene Jupiter JTS-787 GL erwies sich trotz der mitgenommenen Optik und klapprigen Mechanik als durchaus gut bespielbar. Dennoch habe ich mich gleich nach einem eigenen Instrument umgesehen.

Dabei habe ich versucht, die Schülerinstrumente zu ignorieren und knapp über die Mittelklasse hinweg zaghaft in Richtung Profisegment zu schielen. Nicht etwa deshalb, weil ich mich für einen Profi halte – im Gegenteil: ich trage klar und stolz den Status „Anfänger“ (immerhin habe ich noch nie vorher ein Tenorsaxophon gespielt).
Aber gerade als Anfänger bin ich dankbar, wenn ich die Fehler ganz bei mir suchen und das Equipment dabei ausschließen kann. Außerdem soll mich das Instrument eine ganze Weile zuverlässig begleiten und bei entsprechendem Übungsfortschritt nicht in meinen Möglichkeiten limitieren.

Meine persönliche Preisobergrenze habe ich mit 2k€ festgesetzt. Sequoia Lemon TenorsaxophonEinen Gebrauchtkauf habe ich in diesem Fall für mich ausgeschlossen, da ich den Zustand und den Wert eines gebrauchten Saxophons vor allem in diesem Preisbereich überhaupt nicht einschätzen kann.

Ganz bewusst habe ich dann nach einer Marke abseits der heutigen großen 4 (Keilwerth, Selmer, Yamaha, Yanagisawa) gesucht. Zum einen sollte es eine Marke mit eher geringerer Verbreitung sein (etwas Besonderes sozusagen) und zum anderen habe ich gehofft, dass ich bei einer weniger etablierten Marke etwas mehr Saxophon für mein Geld bekomme. Ich dachte zum Beispiel an Marken wie Cannonball, System 54, P.Mauriat oder Brancher (um nur einige zu nennen).
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Willkommen Lexicon MPX-1

Eine Frage, die ich mir schon seit längerem gestellt (und letztlich beantwortet) habe, ist die nach dem Sinn oder der Notwendigkeit eines Hardware-Effektgerätes bei der immer besseren Leistungsfähigkeit der DAWs und spezialisierter (Software-)Effekt-PlugIns. Ich möchte überhaupt nicht auf die Röhrentechnik und deren Simulation hinaus, sondern spreche von solchen Effekten, die auch in einem Hardware-Effektgerät (ggf. nach der A/D-Wandlung eines analogen Signals) berechnet werden (bevor sie dann im Zweifelsfall wieder D/A-gewandelt werden müssen).

Ich bin dann zu der Überzeugung gekommen (und das ist nur meine ganz persönliche Einschätzung), dass man Unterschiede am deutlichsten beim Reverb wahrnimmt. Das ist erst einmal unabhängig davon, ob ein Reverbprogramm in einem Effektgerät oder PlugIn erzeugt wird. Interessant sind dabei natürlich der Algorithmus und die Verschaltung mit anderen Effekten (z.B. EQ), da es sich beim Reverb eigentlich oft um einen Multieffekt handelt. Gut programmierte Effekte sind deshalb das wesentliche Kriterium für mich. Ausserdem ist ein tolles Reverb wohl, wie bei so vielen Dingen, eine Frage des persönlichen Geschmacks. Dass dieses mehr oder weniger rechenintensiv sein kann, hat meiner Meinung nach keinen so großen Einfluss auf die Beantwortung der o.g. Frage.
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