Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Saxophon

angetestet: Forestone Unfiled (Reeds)

Forestone Unfiled Tenor

Dieses Kunststoffblatt ist noch recht neu auf dem Markt. Schon seit dessen Vorstellung auf der diesjährigen Musikmesse habe ich auf die Lieferbarkeit des Blattes gewartet. Geliefert wurde es letztlich Anfang Juni und nun hatte ich einen guten Monat Zeit dieses Blatt mit dem Tenorsaxophon auszuprobieren.

Das Blatt hat eine holzähnliche Färbung erhalten (ich muss mich also nicht schon auf den ersten Blick für mein Kunststoffblatt entschuldigen) Es besitzt – nach dem, was ich darüber gelesen habe – eine weniger raue Oberfläche, als ich mir erhofft hatte.

Die Ansprache des Blattes finde ich wirklich sehr gut und sehr gleichmäßig in allen Lagen. Von der Stärke her empfand ich die F3 meines ersten Blattes etwa vergleichbar einem AW Reed 2. Ich habe mir dann noch ein Forestone Unfiled in F3,5 bestellt, was etwa einem AW Reed 2,5 entspricht.
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Anders Holst – Romantika

Anders Holst - RomantikaJa, dieses Album ROMANTIKA ist nicht das neueste. Genauer gesagt ist es Ende Januar 2009 herausgekommen. Inzwischen hat der in Schweden geborene und in New York lebende Sänger und Songwriter Anders Holst ein weiteres Album (SOHO SUITE) herausgebracht.
Ich habe für mich allerdings gerade erst ROMANTIKA entdeckt und darum soll es hier gehen. Die CD habe ich beim Stöbern in Sonderangeboten entdeckt und sie nach dem Reinhören sofort in meinen Warenkorb geklickt. Im ersten Moment hat mich die Musik ein wenig an A-HA erinnert.
Nachdem ich die Platte zu Hause in voller Länge gehört habe, fand ich den Eindruck bestätigt – die Musik strahlt diese leicht melancholische Schönheit aus… Aber da gibt es noch mehr zu entdecken: Die Scheibe wird eröffnet mit einem Song von Billy Joel (All About Soul). Die Musik der weiteren neun Titel haben Mats Byström, der auf dem Album auch für die Keyboards zuständig ist, und Anders Holst zusammen geschrieben – die Texte stammen von Anders Holst. Weitere Stammmusiker auf der Platte sind Jerker Eklund (Gitarre) und Alar Suurna (Percussion), in dessen Studios (Eastman Studios und Shortlist Analogue in Stockholm) die Aufnahmen zum Teil stattfanden.
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Saxophonquartett – die fünfte Probe

Genau an dieser Stelle gehe ich dazu über, die Proben unseres Saxophonquartetts als Artikel (statt wie bisher als Kommentar zu einem Artikel) abzulegen. Das ist ein gutes Zeichen für das Quartett, denn unsere gestrige (31.05.2012) Probe hat viel Spaß gemacht und bei mir den Eindruck hinterlassen, als könnte daraus etwas Ernsthaftes werden. Das war unsere fünfte Probe; die anderen finden sich (als Kommentar) hier: vierte, dritte, zweite und erste.

Richtig gut fand ich schon im Vorfeld, dass wir uns für diese Probe noch mehr Zeit organisiert hatten – zweieinhalb Stunden. Auch wenn wir nur über zwei Stunden zu viert waren – in dieser Zeit kann man schon etwas schaffen und es lohnt sich auch zusammenzukommen.

Als Übungsraum konnten wir wieder die „Kammerstube“ des Konservatoriums Cottbus nutzen. Der Raum ist geschätzt fünfzig bis sechzig Quadratmeter groß, sicher mehr als drei Meter hoch und eignet sich akustisch meiner Meinung nach sehr gut für unsere Probe: er ist groß genug, damit sich die Instrumente mit einer angenehmen Rückmeldung entfalten können und klein genug, damit die Reflexionen die einzelnen Stimmen nicht zermatschen.
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angetestet: Fiberreed Carbon Classic (Reeds)

Relativ neu von Fiberreed gibt es jetzt neben dem Ur-Carbon-Blatt das Carbon Classic.

Die Fiberreed -Blätter sind generell aus einem weißen Hohlfaserwerkstoff (Hollowfiber Foamresin Compound) gefertigt. Bei den Carbon-Blättern wurde zusätzlich jede zweite Schicht der weißen Hohlfasern durch eine Schicht Hochmodul-Kohlefaser ersetzt (Unterschiede). Herr Hartmann beschreibt das Carbon-Classic-Blatt so:

High-Tech Kohlefaser mit Hohlfasern und einem steileren Schnitt bringen eine Verbindung von vollem Sound, schneller Ansprache und rundem, dunkleren Klang.

Leider habe ich das „normale“ Carbon noch nicht gespielt, so dass ich die Blätter nicht vergleichen und auch nichts zu den Unterschieden sagen kann.

Aber über das Carbon Classic konnte ich mir auf dem Tenorsaxophon innerhalb einer guten Woche eine Meinung bilden. Zunächst ist die Zebra-Optik dieses Blattes in meinen Augen ein klares Plus und ein selbstbewusstes Statement. Mir gefällts jedenfalls.
Die nicht ganz glatte Oberfläche und das (gegenüber einem Blatt aus Rohrholz) höhere Gewicht fühlen sich im ersten Moment an wie Keramik. An der Handhabung des Blattes ist nichts außergewöhnliches. (Außer, dass ich mit Kunststoffblättern generell noch vorsichtiger umgehe, da eine beschädigte Blattspitze einen größeren finanziellen Schaden nach sich zieht als bei einem Holzblatt).
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Jazz im Lauterbach – mit Lu Schulz & Freunden

Gestern (03.03.) gab es in Cottbus wieder gute Musik – und zwar im Café Lauterbach. Ich weiß nicht, ob es im Lauterbach so etwas ähnliches schon gegeben hat, aber es klingt nach einer Veranstaltungsreihe: Jazz im Lauterbach.
Den gestrigen Termin haben Lu Schulz & Freunde bestritten. Neben dem mir bereits gut bekannten Saxophonisten Lu Schulz spielte Ramona Geissler den E-Bass und Andreas Behringer die Gitarre.

Die Musiker haben an diesem Abend vier Abschnitte mit jeweils etwa 45 Minuten absolviert und sich dabei quasi quer durch die Jazzstandards gespielt und improvisiert. Während der ganzen Zeit lief der Gaststättenbetrieb im Lauterbach normal weiter, d.h. man konnte essen und trinken. Das sollten die Gäste sicher auch, denn sie mussten schließlich keinen Eintritt bezahlen.

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Gregory Porter – Be Good

Gregory Porter - Be GoodIch hatte die Gelegenheit, schon einmal vorab in das am 17. Februar erscheinende zweite Album „Be Good“ des Jazzsängers Gregory Porter reinzuhören. Nachfolgend meine Eindrücke:

Eines vorab: Das ist unverkennbar Gregory Porter, aber doch ganz anders als auf „Water“. Während ich beim ersten Album das Gefühl hatte, dass er die Bandbreite seines Könnens darstellt, so erscheint mir diese Scheibe vom Stil her geradliniger und zusammenhängender. Hier sind Soul und Balladen bestimmend und damit das, was mir an „Water“ am meisten gefällt. Da Gregory Porter die meisten Songs selbst schreibt, ist das also ganz bewusst geschehen. (Ich habe außerdem herausbekommen, dass es nur ein Song nicht auf das Album geschafft hat und das war auch Gregory’s Entscheidung.)

„Be Good (Lion’s Song)“ – davon gab es schon die Single-Auskopplung (als MP3-Download). Dieser Titel hat für mich ein gewisses Hit-Potential und er ist nicht umsonst namensgebend für das Album. Allerdings gibt es erfreulich viele weitere Highlights, z.B. „On My Way To Harlem“, „Real Good Hands“, „When Did You Learn“ oder „Mother’s Song“. Wobei mir „Painted On Canvas“, „The Way You Want To Live“, „Imitation Of Life“ und „Our Love“ auch sehr gut gefallen.
Es gibt einen Titel („Bling Bling“), der für mich klar das „Jazz-Etikett“ bekommt und sich aus dem Album etwas hervorhebt. Die Scheibe endet mit einer wunderbaren a-capella-Version von „God Bless The Child“.
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