Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Offenblende

subjektiver Objektiv-Vergleich (Canon - Tamron)


Ich sage es gleich vorweg: dieser Vergleich ist unfair! Da ich aber in diesem Brennweitenbereich keine anderen Objektive besitze, vergleiche ich hier mein Superweitwinkelobjektiv Canon EF 16-35/2.8 L II USM mit meinem Superzoom Tamron SP AF 24-135/3.5-5.6 AD Asph. [IF] an der digitalen Kleinbildkamera Canon EOS 5D Mark II bei den Brennweiten 24 und 35mm.
Die Objektive sind also schon mal für völlig unterschiedliche Aufgaben gebaut worden. Unfair ist der Vergleich auch deshalb, weil man für den Preis des Canon-Objektivs vier dieser Tamron-Objektive bekommt (falls man es überhaupt neu zu kaufen bekommt).
Den Test habe ich vor allem gemacht, um mein neues Canon EF 16-35/2.8 L II USM nach dem Kauf überprüfen und ggf. rechtzeitig umtauschen zu können. Eigentlich hätte ich dazu ein zweites 16-35 für einen Vergleich haben müssen, denn nach welchen Maßstäben sollte ich die Ergebnisse sonst bewerten? Um sie dennoch in Relation zu einem anderen Objektiv begutachten zu können, habe ich mein Tamron-Superzoom für einen Vergleich hergenommen.
 weiter lesen »

0 Kommentare »

Willkommen Canon EF 135/2 L USM

Canon EF 135/2 L USMMit dem Verkauf von zwei meiner Objektive (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS und Canon EF-S 10-22/3.5-4.5 USM), die ich nicht am Vollformat (Kleinbild, Canon EOS 5D Mark II) verwenden kann, hatte ich einen finanziellen Spielraum gewonnen, um mir einen anderen Objektivwunsch erfüllen zu können.
Es handelt sich um die Festbrennweite Canon EF 135/2 L USM, die ich gebraucht aus der Bucht gezogen habe. Dieses leichte Teleobjektiv scheint am Kleinbildsensor recht beliebt für Kopfporträts und Hallensport zu sein. Die Bilder, die ich bisher gesehen hatte und die mit diesem Objektiv gemacht wurden, haben mich ziemlich begeistert. Diese Linse stand dann auch (mit) ganz oben auf meiner Wunschliste. So konnte ich es wieder einmal kaum erwarten, bis das Päckchen bei mir eingetroffen war…
Canon meint, dass es das lichtstärkste und leichteste 135mm-Teleobjektiv seiner Klasse sei. Wie auch immer - viel schwerer als die 750g sollte ein Objektiv meiner Meinung nach nicht sein (ausgenommen mal die Super-Tele-Objektive). An der 5D Mark II wirkt es aber noch nicht kopflastig (zusammen 1,6 kg). Mit angesetzter Streulichtblende (die bei Canon i.d.R. nur bei L-Objektiven mitgeliefert wird) ist es schon ein ordentlicher Kloben.
Durch die Lichtstärke ist das Sucherbild schön hell. Die Möglichkeiten zur Freistellung (durch einen in der Tiefe begrenzten Schärfebereich) und das Bokeh (Aussehen und Verlauf des beabsichtigten Unschärfebereichs) sind sehr eindrucksvoll. Erstaunlicher Weise verliert es an der 40D etwas von dem Zauber. Durch den anderen Bildwinkel ist es halt ein anderer Eindruck.
Leider (im Hinblick auf die Anschaffungskosten) muss ich für mich konstatieren, dass es mit einer tollen DSLR-Kamera allein nicht getan ist. Erst hoch- und höchstwertige Objektive erschließen das Potential und machen letztlich die Faszination für mich aus.

1 Kommentar »

Willkommen Canon EF 70-200/4 L IS USM

Gerade habe ich mein neues Telezoom-Objektiv Canon EF 70-200/4 L IS USM bekommen. Es soll mein Superzoom (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS) zwar nicht ersetzen, aber in dem Brennweitenbereich von 70 bis 200 mm für eine bessere Abbildungsqualität sorgen. Allerdings ist es nicht so, dass ich mit dem Sigma keine guten Bilder machen kann - im Gegenteil. Gemessen am Preis und dem großen Brennweitenbereich ist das Objektiv schon prima. Andererseits stellt selbst mein neues Canon-Objektiv einen Kompromiss bzgl. Lichtstärke und Gewicht dar. Lichtstärkere Objektive im Brennweitenbereich von 70-200 mm (mit durchgängiger Offenblende von 2.8, also einer ganzen Blende mehr) gibt es von Canon, Sigma und Tamron (für Canon-DSLR). Bei diesen Kandidaten ist mir aber das Gewicht von jeweils deutlich über einem Kilogramm einfach zu hoch. Getragen werden möchte es ja auch noch…

Was nützt also das beste Objektiv, wenn es auf Grund des zu hohen Gewichts zu Hause bleibt? Im Vergleich dazu bringt mein neues Canon-Telezoom 760g auf die Waage, das Sigma-Superzoom wiegt 610g. Also drehe ich im Zweifel lieber den ISO-Wert hoch. Gegenüber dem Sigma-Superzoom habe ich bei der Endbrennweite 200 mm jetzt 1,3 Blendenstufen mehr Spielraum (Blende 4 statt 6,3). In der einen oder anderen Situation (nämlich, wenn sich das Motiv nicht bewegt) kann mich der Bildstabilisator (IS - Image Stabilizer) retten, der bis zu 4 Belichtungsstufen ausgleichen können soll. Den Bildstabilisator habe ich an meinem Sigma-Superzoom (OS - Optical Stabilizer) und letztlich auch am Canon EF 300/4 L IS USM schon sehr zu schätzen gelernt.
Für noch wichtiger halte ich den Ultraschallmotor (USM) für den Autofokus. Im Vergleich zu herkömmlichen AF-Motoren ist er sehr schnell und leise und ermöglicht jederzeit einen manuellen Eingriff. Bei anderen Objektiven muss man zunächst auf manuellen Fokus umschalten oder den Fokussierring vom Motor entkoppeln um manuell zu fokussieren. Den Ultraschallmotor vermisse ich am Sigma-Superzoom (bei Sigma heisst es HSM) schon deutlich. Einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Unterschied gibt es bei der Naheinstellgrenze - diesmal aber zugunsten des Sigma. Gemeint ist der geringstmögliche Abstand zwischen Objektiv und Motiv, bei dem das Objektiv noch auf das Motiv scharfstellen kann. Beim Sigma beträgt die Nahgrenze 45 cm - beim Canon 1,2 m! Also das bedeutet für mich definitiv eine Umstellung, da ich mit dem Sigma oft und gern kleine Motive (z.B. Schmetterlinge) bei größter Brennweite und kleiner Distanz möglichst formatfüllend aufgenommen habe. Mal sehen, was Zwischenringe daran ändern können. Ausprobieren werde ich ganz sicher auch meinen 1,4-fach Telekonverter (Kenko Teleplus 1,4x Pro300 DG) an dem Canon-Objektiv. An meinem EF 300/4 L IS USM bringt der Telekonverter eine recht gute Leistung - am Sigma-Superzoom reicht das Licht nicht mehr für einen zuverlässigen Autofokusbetrieb.
Das Canon EF 70-200/4 L IS USM scheint recht beliebt zu sein - zumindest legen das die Gebrauchtpreise nahe. Ich habe mich für ein nagelneues entschieden, weil mir der Preisunterschied zu einem gebrauchten Objektiv zu gering erschien (meiner Erfahrung nach gebraucht 85-90% des Neupreises).
Jetzt dürfte es nur langsam Frühjahr werden…

2 Kommentare »