Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Objektiv

XoviLichter Sterne – ein Zeitraffervideo-Versuch

Zeit der Sternschnuppen

Schon vor zwei Jahren habe ich versucht, ein paar Sternschnuppen (Meteore) der Perseiden mit meiner Kamera einzufangen. Immerhin ist mir das genau einmal gelungen. Für dieses Jahr habe ich im Vorfeld ein paar Versuche zur Optimierung meiner Aufnahme- und Nachbearbeitungsabläufe durchgeführt, in deren Ergebnis auch einige Videos aus den Einzelbildern entstanden sind.

Xovilichter?

Die Videosequenzen habe ich zu einem „Gesamtkunstwerk“ für den Xovilichter-SEO-Wettbewerb (aktuelle Top-123) verarbeitet:

Mit dem Video kann man zwar keinen der Preise bei der Xovilichter Keyword-Challenge gewinnen, aber ich will einfach mal sehen, wie weit nach oben ich mit dem Video komme.

Meine Zeitraffertechnik

Für die Aufnahmen habe ich meine Nikon D5100 auf ein altes Cullmann-Videostativ geschraubt. Als Objektiv ist ein Nikon AF-S Nikkor 28mm 1:1,8G angesetzt. Die Stromversorgung erfolgt über eine Netzteil. Für die große Anzahl an Einzelaufnahmen dürft der Akku nicht ausreichen.

Das 28er Objektiv verhält sich an meiner DX-Kamera wie ein leichter Weitwinkel (42mm) und zeigt eine ordentlichen Auschnitt des Himmel in unserem Hinterhof in Richtung Norden. Bei meinen Versuchen vor zwei Jahren hatte ich per Zoom-Objektiv schon die am besten geeignete Brennweite von 24 mm bis 28 mm ermittelt. Mit der 1.8er Offenblende habe ich auch einen guten Spielraum für die Anpassung der Belichtung.

Meine Zeitraffer-Einstellungen

Meine ersten Veruchsreihen hatte ich mit der Zeitautomatik gefahren. Der Fokus stand auf manuell und der Weißabgleich fest auf „bewölkter Himmerl“.

Vorteil der Zeitautomatik ist, daß bei konstanter Blende und ISO-Einstellung auch größere Helligkeitsunterschiede in der Morgen- und Abenddämmerung korrekt belichtet werden. Nachteil ist ein Helligkeits-Flackern im Video, weil die Belichtungs-Automatik nicht immer genau die selben Werte trifft.

Ein weiterer Nachteil ist die vorher nicht bekannte Belichtungszeit. Falls die Belichtungszeit plus Bearbeitung- und Speicherzeit des Bildes größer als die eingestellte Intervallzeit ist, gehen Bilder verloren.

Nach ein paar Versuchsreihen bin ich dann zum vollmanuellen Betrieb übergegangen.

  • Blende 2.8
  • Belichtungszeit 8 Sekunden
  • ISO 200
  • Weißabgleich „Bewölkter Himmel“
  • Fokus manuell

Die Intervallzeit steht auf 15 Sekunden. Da die interne Intervall-Automatik maximal 999 Aufnahmen erlaubt, habe ich mich für einen glatten Wert von 960 Bildern entschieden. Damit wird ein Zeitraum von vier Stunden abgedeckt, von dem ich mehr als 50% im Bild festhalte. Die Aufnahmen beginnen um 23 Uhr und enden um 3 Uhr morgens. Damit erfasse ich den Zeitraum von jeweils zwei Stunden vor und nach Mitternacht.

Nachteil der festen Blende/Belichtungszeit ist, daß ich mir am Anfang und Ende in der Dämmerung Überbelichtungen einhandle. Das sollte aber im August, zur Zeit der Perseiden, nicht mehr so deutlich zu sehen sein. Das Maximum der Perseiden wird in diesem Jahr für den 13 August gegen 03:37 Uhr MESZ erwartet. Bei einer Rate von ca. 100 Sternschnuppen pro Stunde sollte ich in vier Stunden bei einer zeitlichen Abdeckung von 50% statistisch gesehen ungefähr 200 Objekte erwischen. :-)

Nachbearbeitung und Video-Schnitt

Für das Xovilichter-Video habe ich die Bilder in Adobe Photoshop mit einem aufgezeichneten Makro und der Automatisierungs-Funktion nachbearbeitet. Damit die kleinen Sterne im Video besser sichbar sind, nehme ich eine Anpassung von Helligkeit und Kontrast vor. Anschließend werden die Sterne noch mit der Funktion „Helle Bereiche vergrößern“ herausgearbeitet.

Anschließend wird das Bild auf mein Video-Zielformat 1280 x 720 verkleinert und als JPEG-Bild gespeichert.

Die Einzelbilder werden in einem vorbereiteten Video-Projekt in „Magix Video Pro“ geladen und als Rohdaten-Video gespeichert. Im selben Video-Programm erfolgt dann der Schnitt, die Vertitelung und Vertonung des engültigen Videos. Ferig ist die Laube. :-)

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Gartenpanorama

Little Planet Garten

Im Hof des Hauses, in dem ich wohne, befindet sich ein Garten. Der Garten ist von einer alten, mannshohen Mauer eingerahmt. Jede Wohnpartei unseres Hauses hat ein Stückchen Garten zur Pflege und Nutzung übergeben bekommen. Nicht viel, aber genug Fläche, um dort zum Beispiel mit Freunden zusammen zu grillen. Da es sich um die, der Straße abgewandte Seite handelt, ist es recht ruhig. Auf unserem Stückchen Garten wächst (unter anderem) ein Brombeerstrauch, der jetzt gerade mit der Blüte fertig ist.

Dieses Stückchen Garten musste nun für einen Test zu einem HDR-Kugelpanorama herhalten. Es ist nicht mein erstes HDR-Kugelpanorama, aber das erste, welches aus nur 4 Belichtungsreihen mit jeweils 3 Fotos (-2EV, 0EV, +2EV) auf einem Einbeinstativ entstanden ist. Alle bisherigen HDR-Kugelpanoramen habe ich aus mindestens 18 Belichtungsreihen mit jeweils 3 Fotos und natürlich auf dem Dreibeinstativ angefertigt.
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Meine erste digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) – eine Nikon D5100

Ich war ja schon lange um den heißen Brei geschlichen, nun habe ich die Nerven verloren. :-)

Mit meiner Fujifilm Finepix S9600 (Bridgekamera) war ich in letzter Zeit doch oft unzufrieden, sei es bei der Bedienung (manueller Fokus) oder der Bildqualität (Rauschen). So denke ich schon einige Zeit über die Anschaffung einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) nach.

Das es eine Nikon werden sollte, stand für mich schon fest, schließlich war meine erste analoge Spiegelreflexkamera eine Nikon F90X. Dabei hatte ich nicht so sehr im Hinterkopf, eventuell Objektive oder Zubehör weiter verwenden zu können. Vielmehr spielt bei mir eine Art Markentreue eine große Rolle, die gefühlte Vertrautheit mit den Produkten eines bestimmten Herstellers, auch wenn es vielleicht nur Einbildung ist.

Nun gibt es ja einige DSLRs von Nikon. Ursprünglich hatte ich auf eine D90s als Namenspendant zur F90x gehofft, aber die wird es wohl nicht geben. Also mußte ich auf die Bezeichung keine Rücksicht nehmen. Dann sagte ich mir, warum nicht gleich eine Vollformatkamere à la D700. Allerdings habe ich z.B. die Möglichkeiten des schwenkbaren Displays der FinePix S9600 durchaus schätzen gelernt. Naja, und der Preis einer Nikon D700 ist auch nicht ohne.

Irgenwie bin ich dann über die D5100 „gestolpert“. Die hat ein dreh- und schwenkbares Display, liegt preislich in einem erschwinglichen Rahmen und ist nicht ganz am unteren Ende der Produktreihe angesiedelt.

Auch den großen Zoom-Bereich der Fuji-Finepix S9600 von 28-300mm (KB-Äquivalent) wollte ich nicht missen und so habe ich nicht ein Kit (z.B. mit 18-105er Objektiv), sondern den D5100-Body und dazu ein AF-S DX Nikkor 18-200mm f/3.5-5.6G ED VR II bestellt.

Zusammen sieht die D5100 mit dem 18-200er dann so aus, wie auf dem nebenstehenden Bild. Beim Bild ganz oben hatte ich mein altes AF Nikkor 28-80mm 1:3.5-5.6D angeflanscht, damit alles etwas kompakter und nicht so bullig aussieht.

Das große Zoom hat ein ordentliches Gewicht im Unterschied zum federleichten AF-D Nikkor. Klar, Zoomantrieb und Bildstabilisator gibt es gewichtsmäßig nicht umsonst.

Im übrigen hat der D5100-Körper fast die gleichen Abmessungen wie meine alte FinePix S9600. Beide fallen etwas zierlich aus, womit ich aber keine Probleme habe. Da war die F90X schon ein anderes Kaliber.

Zur Bedienung und Bildqualität der Nikon D5100 kann ich noch nicht viel sagen. Da muß ich mir am Wochenende erstmal die Zeit zum Probieren und Testen nehmen. Ich werden dann berichten.

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Willkommen Canon EF 24-70/2.8 L USM

Meine Suche nach einem lichtstarken Standardzoom für meine Canon EOS 5D Mark II hat etwas Zeit in Anspruch genommen. Das lag aber nicht daran, dass ich keines finden konnte, und auch nicht an einer schier überwältigenden Auswahl.
Übergangsweise hatte mein Tamron SP AF 24-135/3.5-5.6 AD diese Aufgabe übernommen. Es überzeugte mich durch einen attraktiven Brennweitenbereich (obwohl es schon eher Super- als Standardzoom ist), kompakte Maße und geringes Gewicht. Die optische Leistung war für den Preis wirklich gut. Das Bessere ist aber der Feind des Guten und ausserdem habe ich mir eine höhere Lichtstärke gewünscht.

Lichtstark heisst bei einem Varioobjektiv eigentlich Anfangsblende 2.8 und mit Standard- oder Normalzoom meine ich einen moderaten Brennweitenbereich rund um die Normalbrennweite (ca. 43 mm).
Das Problem bei der Auswahl war vielmehr, dass ich mich nur sehr zögerlich für einen bestimmten Kompromiss entscheiden konnte. (Ein Kompromiss ist ein Objektiv ja eigentlich immer und ein Zoom sowieso…) Der „dickste Pferdefuß“ beim Canon EF 24-70/2.8 L USM war für mich das Gewicht des Objektivs mit 950g. Letztlich wollte ich es ausprobieren und habe mir ein gebrauchtes gekauft. An der 5DMk2 angesetzt, fühlt es sich aber recht gut ausbalanciert an. Mal sehen, wie es mir damit nach einer dreistündigen Stadtbesichtigung geht…

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Willkommen Sigma Makro 150/2.8 EX DG HSM

Was ich bis jetzt immer noch auf der Wunschliste hatte, war ein richtiges Makroobjektiv. Bisher habe ich ein paar Experimente im Nahbereich mit „normalen“ Objektiven unternommen und mit Hilfe von Zwischenringen und einem Telekonverter den Abbildungsmaßstab vergrößert. Letztlich sind aber Makroobjektive speziell für diese Aufgabe gerechnet und optimiert und versprechen bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 beste Leistung. Und mit Zwischenringen und Telekonverter kann man ja trotzdem noch operieren.
Ich habe mir diesen Wunsch jetzt in Form eines gebrauchten Sigma 150/2.8 EX DG HSM erfüllt. Zwar hat Sigma bereits den Nachfolger mit Bildstabilisator angekündigt (SIGMA APO MAKRO 150/2.8 EX DG OS HSM). Aber zum einen werden wohl noch ein paar Monate ins Land gehen, bis das Objektiv lieferbar ist, und zum anderen wird es sicher deutlich teurer als der Vorgänger sein. Ausserdem muss es erst einmal unter Beweis stellen, dass es an die Abbildungsqualität des Vorgänders anschließen kann. Die fand ich übrigens schon nach ein paar Testbildern sehr überzeugend.

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subjektiver Objektiv-Vergleich (Canon – Tamron)


Ich sage es gleich vorweg: dieser Vergleich ist unfair! Da ich aber in diesem Brennweitenbereich keine anderen Objektive besitze, vergleiche ich hier mein Superweitwinkelobjektiv Canon EF 16-35/2.8 L II USM mit meinem Superzoom Tamron SP AF 24-135/3.5-5.6 AD Asph. [IF] an der digitalen Kleinbildkamera Canon EOS 5D Mark II bei den Brennweiten 24 und 35mm.
Die Objektive sind also schon mal für völlig unterschiedliche Aufgaben gebaut worden. Unfair ist der Vergleich auch deshalb, weil man für den Preis des Canon-Objektivs vier dieser Tamron-Objektive bekommt (falls man es überhaupt neu zu kaufen bekommt).
Den Test habe ich vor allem gemacht, um mein neues Canon EF 16-35/2.8 L II USM nach dem Kauf überprüfen und ggf. rechtzeitig umtauschen zu können. Eigentlich hätte ich dazu ein zweites 16-35 für einen Vergleich haben müssen, denn nach welchen Maßstäben sollte ich die Ergebnisse sonst bewerten? Um sie dennoch in Relation zu einem anderen Objektiv begutachten zu können, habe ich mein Tamron-Superzoom für einen Vergleich hergenommen.
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