Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Muschel

Den Winter verkürzen

Der Schnee war nun gerade weggetaut (bis auf wenige Reste), da sehe ich heute morgen wieder dieses weiße Zeug. Zum Glück musste ich mir das nicht mit ansehen. Das Wegtauen meine ich. Ich war nämlich nicht da, als es passiert ist. Ich habe den Winter für mich um ein paar Tage kürzer gemacht und mir einen kurzen Aufenthalt in einer wärmeren Region dieser schönen Welt angetan. In jedem Jahr warte ich spätestens ab Februar mehr als sehnsüchtig auf den Frühling. Ein bisschen Winter hin und wieder ist ja nicht schlecht. Dadurch weiß ich erst die verbleibenden Jahreszeiten zu würdigen (Immer nur warm wäre ja dann nichts besonderes mehr). Aber irgendwann ist mal gut mit Winter.
Da hilft nur die Flucht nach vorn oder besser in den Süden. Ein paar Tage Sonne auf der Haut trösten über die restlichen kalten Tage hinweg und geben einen vorfreudigen Ausblick auf das, was uns in wenigen Monaten - ja vielleicht schon Wochen - erwartet.

Als nächstgelegenes Reiseziel, welches in 4 bis 5 Stunden ab einem nahe gelegenen Flughafen zu erfliegen ist, habe ich mir Ägypten ausgesucht. Die kanarischen Inseln hätten sich auch angeboten - die Türkei oder Griechenland sind wohl jetzt noch zu kühl zum Sonnen. Richtig gut an Ägypten finde ich die fantastischen Möglichkeiten zum Schnorcheln. Zum Beispiel in unserem Hotel konnte man über die abgebildete kleine Seebrücke (oder den großen Steg) an die Riffkante spazieren, bequem eine Treppe zum Wasser heruntergehen, sich auf eine Stufe setzen um sich die Flossen anzuziehen und die Brille aufzusetzen um dann ins Wasser und damit in die farbenprächtige Unterwasserwelt einzutauchen.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Nicht so toll an Ägypten finde ich die dreisten und schamlosen Ägypter am Flughafen, die die Touristen regelrecht abziehen (Stichwort Bakschisch; Trinkgeld).
Wie dem auch sei, für ein bisschen Sommervorfreude folgt noch ein kleiner rauschender Audioschnipsel
meeresrauschen

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… und bei Ebbe raus auf’s Riff!

Im Oktober diesen Jahres habe ich in Kenia Urlaub gemacht und dabei ein paar (tausend) Fotos geschossen. Die habe ich ordentlich auf meinem Netbook und USB-Sticks gesichert, damit auch nichts verloren geht. Nun kommt aber die Zeit, wo es draussen trübe und ungemütlich ist und ich die Fotos sichten und sortieren kann. Einige davon möchte ich hier zeigen und ich beginne mit einem Spaziergang bei Ebbe auf dem Riff. Doch der Reihe nach: den größten Teil meines Aufenthalts habe ich im Süden von Mombasa an der Diani Beach - dem typischen Urlauberzentrum Kenias - verbracht. Dort kann man Sonne tanken und den weißen Sandstrand und das Meer genießen. Untrennbar mit dieser Region verbunden - und das wird jeder Diani-Urlauber bestätigen - sind die “Beach Boys”; einheimische, meist junge Leute, die dem Urlauber ihre Dienste oder Waren wie Schnitzereien, Perlenketten, Tücher und dergleichen anbieten. So kann man auch einen einheimischen Guide nehmen, um sich bei Ebbe über das dann sichtbar werdende, vorgelagerte Riff führen zu lassen. Sich von Ortskundigen begleiten und einiges zeigen zu lassen, war keine schlechte Idee. Denn es war - bei allem experimentellem Deutsch - doch sehr interessant und eine Stunde war schnell rum. Man sollte nicht verpassen den Heimweg anzutreten, bevor die Flut kommt. Badeschuhe sind übrigens Pflicht - das Riff ist doch ziemlich rutschig und die vielen Seeigel warten nur auf zarte europäische Füße… Vorsicht auch vor den Steinfischen. Sind kaum zu sehen aber wohl recht giftig.

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Die Muschel

Zu Pfingsten war richtig schönes Wetter. Um so besser, dass ich zu dieser Zeit in Ahlbeck auf der Insel Usedom war. Ich habe die Sonne auf der Haut und den feinen Sand unter den Füßen genossen und war sogar einmal kurz in der Ostsee baden. die_muschel.jpgUnd ich habe auch ein bisschen meinen Kindheitserinnerungen nachgehangen. Das hatte allerdings mit dem Wetter nichts zu tun sondern mit der kleinen Bühne auf der Promenade. Als Schulkind und Mitglied des Pionier- und Jugendblasorchesters Demmin habe ich fast in jedem Jahr in den Sommerferien an einem zweiwöchigen Probenlager in Ahlbeck teilgenommen. Hier sind dann Kinder und Jugendliche aus allen Orchestern des Bezirkes Neubrandenburg zusammengekommen, die im Bezirks-Musik-Korps (BMK) organisiert waren. Je nach Leistungsstand wurden wir in A- und B-Orchester aufgeteilt. Vor- und Nachmittags waren Register- und Orchesterproben und in der restlichen Zeit war es ein ganz normales Ferienlager. Zum Ende der zwei Wochen hat das A-Orchester in jedem Jahr ein Abschlusskonzert auf eben dieser Bühne, die stets Muschel genannt wurde, gegeben, um den Erfolg der Bemühungen zu präsentieren. Das ist mir in lebendiger Erinnerung geblieben und ich freue mich, das es die Muschel auch heute noch gibt.

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