Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Mobilität

Packard Bell dot m - Fotos, Musik u.v.m.

Verschiedenste Anforderungen haben bei mir kürzlich zur Anschaffung eines sogenannten Netbooks für unterwegs geführt:

  • Internet:
    Sicher kein “Muss”, aber nett wenn man kann. Immer häufiger wird ein WLAN-Zugang angeboten - zumindest in Hotels im Ausland und oft kostenlos. Bisher habe ich dafür einen PDA genutzt, aber die meisten WAP-Angebote sind jetzt nicht so die Erfüllung.
  • MP3-Player bestücken:
    Irgendwie ist meist nicht die Musik drauf, auf die ich Lust habe. Ja, ich könnte mir mal einen MP3-Player mit einer anständigen Kapazität anschaffen, dann gäbe es das Problem nicht. Aber dazu nutze ich ihn zu selten.
  • Aufnahmen vom Zoom H4n sichten:
    Es hat sich für mich als mühsam erwiesen die richtige Aufnahme am Zoom H4n selbst zu suchen. Vor allem wenn es a) davon viele gibt, die b) vor längerer Zeit getätigt wurden und c) eine gewisse Länge aufweisen. Da hilft nur: sofort auf den Rechner damit und SD-Karte löschen.
  • Fotos sichern: Den eigentlichen Auslöser für den Kauf des Netbooks gab aber meine Überlegung zum Thema Datensicherung meiner Fotos (siehe auch hier) und die Vorbereitung des nächsten Urlaubs. Dabei soll das Netbook natürlich nicht das eigentliche Bilderarchiv werden, sondern ist für die Sicherung zwischendurch gedacht. Also für Sicherungskopien, eine erste Sichtung und um die Speicherkarten wieder frei zu bekommen - alternativ zu einem ImageTank (Portable Storage Device) sozusagen.

Für all das kann man ganz wunderbar ein ordentliches Notebook nehmen, aber das ist mir zu schwer. Kleiner, leichter und schnittiger sind Subnotebooks, aber die sind mir zu teuer. Da ich aber jetzt nicht die Killeranwendung habe, reicht bestimmt auch ein Mini-Notebook oder Netbook. Zumindest halte ich die standardmäßig verbaute 160GB-Festplatte für ausreichend. Um zu sehen, welches Gerät für mich groß genug zum Bedienen und gleichzeitig klein und leicht genug zum Tragen und ausserdem noch bezahlbar ist (und das sind nicht nur drei Wünsche auf einmal sondern ist auch eine sehr individuelle Angelegenheit), bin ich mal in unseren Media Markt gegangen. Dort lagen Netbooks, schön nebeneinander aufgereiht, mit Displays von 8,9″ bis etwa 13″. Was die Auswahl des Gerätes angeht, so war es doch leichter als ich dachte. Zu 8,9″-Displays sage ich nichts weiter. Bei Netbooks mit 10″-Display war mir die typische Displayauflösung von 1024×600 doch zu knapp. Noch störender war die zu kleine Tastatur. Viel besser war beides bei einem Gerät mit 11,6″-Display (1366×768). Alle weiteren Geräte waren mir zu groß, zu schwer und/oder zu teuer. Somit wusste ich, wonach ich suche. Erstaunt war ich, dass ich dann nur drei verschiedene (lieferbare) Geräte mit 11,6″-Display im Internet gefunden habe: Acer Aspire One 751, Packard Bell m dot 025 und Asus Eee PC 1101HA. Alle drei nahezu identisch ausgestattet (Intel Atom CPU, 1GB RAM, 160GB HD, Windows XP Home). Dabei sollen das Acer und das Packard Bell die gleiche Plattform haben. Packard Bell gibt seinem “dot m” obendrauf das Adobe Photoshop Elements 6.0 als Vollversion mit. Ausserdem schien es ein paar Euro preiswerter zu sein. Da gab es dann nicht mehr viel zu überlegen…
Und dem ersten Eindruck nach ist das Gerät trotz Atom-CPU für mich schnell genug und mit (nachgemessenen) 1410g (inkl. Akku) noch gut zu transportieren. Auch die angegebene Akkulaufzeit von ca. 8 Stunden (6-Zellen-Akku) scheint erreicht zu werden. Das spiegelnde Display (welches alle drei o.g. Geräte haben) kann man hassen lernen, aber in Umgebungen mit wenig Licht werden Fotos kontrastreich dargestellt.

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Zoom H4n - Stamina Mode

Zoom H4nDer Stamina Mode beim Zoom H4n ist eine Einrichtung zum Sparen. Genauer gesagt zum Stromsparen mit dem Ziel, die Batterielaufzeit zu erhöhen. Stamina steht in diesem Zusammenhang wohl für Ausdauer, Zähigkeit, Durchhaltevermögen und/oder Kondition. Im Gegensatz zu den anderen Modes des H4n (STEREO, 4CH, MTR) lässt sich der Stamina Mode nicht über einen Menüpunkt umschalten, sondern wird durch Umlegen eines kleinen Schalters im Batteriefach und anschließendem Einschalten des Gerätes aktiviert. Aus diesem Mode kann man wiederum nicht zu den anderen Modes zurückwechseln ohne das Gerät auszuschalten, das Batteriefach zu öffnen, den Schalter in die Ausgangsposition zu bringen, das Batteriefach zu schließen und das Gerät wieder einzuschalten. Der Grund dafür ist vermutlich darin zu suchen, dass bestimmte (stromverbrauchende) Systemteile gar nicht erst hochgefahren werden. Der Stamina Mode stellt sich für mich als spezielle Form des Stereo Mode dar: die Stereo-LED leuchtet, die Aufnahmedateien werden unterhalb des Ordners STEREO auf der SD-Karte abgelegt und die Aufnahme und Wiedergabe ist auf zwei Spuren begrenzt. Die Darstellung im Display ist mit der im Stereo Mode identisch, nur dass unten links „STAMINA“ angezeigt wird. Funktional sind gegenüber dem Stereo Mode einige Einschränkungen hinzunehmen:
Das Aufnahmeformat ist fest auf WAV mit 44,1 kHz und 16 bit eingestellt. Zoom H4n im Stamina ModeDemzufolge hat die [WAV/MP3]-Taste (mit der ansonsten das Aufnahmeformat gewählt werden kann) hier keine Funktion. Die WAV-Dateien können im Stamina Mode nicht nach MP3 encodiert, nicht normalisiert, nicht geteilt und nicht verschoben werden. Die [SPEED]-Taste hat keine Funktion, d.h. die Wiedergabe in variabler Geschwindigkeit ist in diesem Mode nicht möglich. Weiterhin kann kein Kompressor oder Limiter genutzt werden. Ein Low Cut hingegen kann in den Signalweg geschaltet werden. Die MS-Matrix ist nicht verfügbar, die Pre-Rec-Funktion ist nicht nutzbar und es werden keine Tools (Tuner, Metronom, A-B-Repeat) angeboten. Außerdem kann man im eingeschalteten Zustand keine USB-Verbindung mit dem Computer etablieren.
All dieser Verzicht soll laut Zoom zu einer Laufzeit (und im besten Fall einer Aufnahmezeit) von 11 Stunden mit einer Batteriefüllung führen. Nur eine geschönte Werbeaussage? Keineswegs. Ich habe den Test gemacht und dazu zwei frische Alkaline-Batterien der Mittelklasse (Panasonic Xtreme Power) eingelegt und die Aufnahme gestartet. Den Low Cut hatte ich nicht aktiv. Da meine größte SD-Karte nur 4 GB fasst, musste ich nach ca. 6 Stunden eingreifen, die Aufnahme stoppen, SD-Karte formatieren und die Aufnahme erneut starten - der Speicherplatz hätte sonst nicht ausgereicht. Übrigens handhabt der Zoom H4n das so, dass er die Aufnahmedatei (auf der mit FAT32 formatierten SD-Karte) bei 2047,0 MB abschließt und die Aufnahme in einer neuen Datei fortsetzt. Am Ende hatte der Zoom H4n insgesamt vier Dateien mit zusammen 6.628,7 MB geschrieben und damit eine Aufnahmezeit von 10 Stunden 56 Minuten und 43 Sekunden erreicht, bevor die Batterien aufgegeben haben.
Wie sinnvoll ist der Stamina Mode? Nun, in ganz bestimmten (kritischen) Situationen kann es wichtig sein, keine Sekunde zu versäumen. Das sollte man aber vorher wissen, denn der Zoom H4n lässt sich nicht mal eben auf „Stromsparen“ umschalten wenn man merkt, dass es eng werden könnte. Voraussetzung ist natürlich, dass der Speicherplatz auf der SD-Karte reicht. Aber SD-Karten mit 8 GB kosten ja auch nicht mehr die Welt… Notwendige Bearbeitungsfunktionen kann man später auch im Stereo Mode erledigen, falls man die Dateien nicht ohnehin auf dem Rechner weiterverarbeitet. In der Praxis hat dieser Mode für mich sicher nicht die große Relevanz. Aber trotzdem schön, dass es ihn gibt.

siehe auch:
Zoom H4n - der erste Eindruck
Zoom H4n - System Version 1.30
Zoom H4n - Stereo Mode
Zoom H4n - 4CH Mode
Zoom H4n - in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n - Test in Professional Audio
Zoom H4n - Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n - im Recording Magazin
Zoom H4n - System Version 1.40
Klangfeuer - auf dem Cottbuser Stadtfest
Zoom Handyrecorder - neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
Ich packe meine Tasche…

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Zoom H4n - der erste Eindruck

Zoom H4nIch empfinde Freude! Und zwar (unter anderem), wenn ich meinen neuen Zoom H4n in die Hand nehme. Nach der kurzen und etwas enttäuschenden Bekanntschaft mit dem Zoom H4 (siehe auch And the winner is: Zoom H4 sowie und Tschüss, Zoom H4) gebe ich nun dem Nachfolger Zoom H4n eine Chance. Und der erste Eindruck fällt hier deutlich positiver aus. Hübsch ist er geworden, finde ich. Mit gummierter Geräteoberfläche, größerem Display (weiterhin mit 128 x 64 Punkten) und ohne Menü-Tasten-4-Wege-Wackelschwanz hinterlässt er bei mir einen wertigen Eindruck. Zoom H4n DisplayEndlich gibt es bei so einem Gerät mal eine korrekte XY-Anordnung der eingebauten Mikrofone, was aber bei den Aufnahmen möglicherweise rein akademischer Natur sein könnte. An meinen ursprünglichen Überlegungen zur Auswahl eines mobilen Recorders brauchte ich mit diesem Gerät keine Abstriche machen. Lediglich das Budget musste ich moderat aufstocken. Momentan ist er ab 349,- € erhältlich. Und die Geduld bis zur Auslieferung musste ich aufbringen, denn der Zoom H4n ist in Deutschland gerade erst lieferbar (meiner ist am 24.03.09 angekommen). Zoom H4n BoxDer Lieferumfang ist beim H4n mit Netzadapter, Windschutz, Adapter für Mikrofonspinne, SD-Karte (1 GB), Aufbewahrungsbox aus Kunststoff, gedrucktes (englischsprachiges) Handbuch und USB-Anschlusskabel (wie bei Zoom inzwischen selbstverständlich) sehr gut. Es kann also sofort losgehen. Für mobiles Recording benötigt man lediglich noch zwei AA-Batterien. Die kabelgebundene Fernbedienung (RC04) gibt es als separates Zubehör momentan wohl noch nicht zu kaufen. Zoom H4n mit WindschutzWas mir gleich bei den ersten Probeaufnahmen aufgefallen war, ist die große Empfindlichkeit des H4n gegen Wind. Es reicht schon aus, sich mit dem H4n im Innenraum schnell umzudrehen – schon hat man die charakteristischen Rumpelgeräusche auf der Aufnahme. In freier Natur findet man selten einen entsprechenden Windschatten für rumpelfreie Aufnahmen. Dagegen hilft der mitgelieferte Windschutz aus Schaumstoff allerdings recht gut. Und nach meinem Empfinden verändert der Windschutz die Aufnahme nicht wesentlich. Also heißt das für mich: draußen immer die Mütze aufsetzen. Audioqualität und Stereoeindruck sind sehr ansprechend. Aber das war schon beim Vorgänger nicht das Problem. Weiterhin vorhanden ist (trotz gummierter Gehäuseoberfläche) eine störende Körperschall-Empfindlichkeit - wenn auch in geringerem Umfang als beim H4. Jedes Umgreifen am Gehäuse oder Bedienen von Knöpfen erzeugt verhältnismäßig laute Geräusche auf der Aufnahme. An der angegebenen Batterie-/Spieldauer von bis zu 6 Stunden habe ich im Moment noch Zweifel. Aber das ist nach bisherigen Erfahrungen rein gefühlsmäßig und ich werde das (wie vieles andere auch) später noch genauer untersuchen; insbesondere was der Stamina-Mode wirklich bringt (Spieldauer bis zu 11 h).

Bis dahin nachfolgend eine erste Probeaufnahme, die beim Durchlaufen des Flures im Cottbuser Musikkonservatorium entstanden ist. Leider habe ich erst hinterher gemerkt, dass das Kabel von meinem Kopfhörer an der Jacke geraschelt hat…

Konservatoriumsbesuch

Zoom H4n RückseiteErgänzung: Was auch positiv auffällt ist das auf der Rückseite im Gehäuse eingelassene Stativgewinde. Der Zoom H4 hatte noch diese unhandliche Halteschale mit Riemchen. Gut zu gebrauchen ist ebenso der eingebaute Monolautsprecher, der ein schnelles Kontrollhören möglich macht ohne Kopfhörer anschließen zu müssen.

siehe auch:
Zoom H4n - Stamina Mode
Zoom H4n - System Version 1.30
Zoom H4n - Stereo Mode
Zoom H4n - 4CH Mode
Zoom H4n - in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n - Test in Professional Audio
Zoom H4n - Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n - im Recording Magazin
Zoom H4n - System Version 1.40
Klangfeuer - auf dem Cottbuser Stadtfest
Zoom Handyrecorder - neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
Ich packe meine Tasche…

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und Tschüss, Zoom H4!

Nun, denn: Es war nicht gerade Liebe auf den ersten Blick, wie ich in And the winner is: Zoom H4 schon angedeutet hatte. Aber die Vernunft soll über das Gefühl triumphieren, wie es einem Manne in meinem Alter geziemt, oder? Also aus- und angepackt den Zoom H4 (wirst schon sehen, Gefühl).

Das erste, was man beim Auspacken und in die Hand nehmen von einem Gerät erfährt ist so ein subjektiver Eindruck von der Wertigkeit durch die Oberflächen, das Gewicht, die Passungen von Gehäuseteilen, die Erreichbarkeit und die Rückkopplung von Bedienelementen, usw. Irgendwie war das im Falle des H4 für mich bereits eine große Enttäuschung. In besonderem Maße hat dazu die Menu-Taste beigetragen, die auch als 4-Wege-Schaltwippe fungiert. So einen watteweichen Wackelschwanz hatte ich bisher noch nicht erlebt. Andere Knöpfe fand ich recht klein und fummelig. Die heute verarbeiteten Kunststoffe können sehr vielfältige Eigenschaften und Oberflächen haben – man braucht sich nur mal die im Innenraum von Automobilen (unterschiedlicher Klassen) eingesetzten Materialien ansehen. Das Gehäuse des H4 hinterlässt bei mir einen ausgesprochen billigen Eindruck. Die Größe und die Abmaße des Gerätes fand ich hingegen gelungen. Von mir aus muss so ein Handyrecorder nicht kleiner sein, auch wenn es wohl keine so großen Handys mehr gibt.

Also Batterien und die mitgelieferte SD-Karte rein und einschalten. Huch, ist das Display aber niedlich. Solange es beleuchtet wird, kann man es gut ablesen. Ohne Beleuchtung hingegen in den seltensten Fällen. Das Display ist aber auch wirklich arg klein geraten.
Beim Ausprobieren der Aufnahmefunktion mit den eingebauten Mikrofonen und dem Abhören bzw. Monitoring über Kopfhörer (AKG K271) fiel mir ein recht hoher Rauschpegel auf. Daran änderten auch verschiedene Modi (MP3, 44,1 und 96 kHz) nichts. Das Rauschen ließ sich aber durch gefühlvolles Einpegeln auf ein erträgliches Maß reduzieren. Der Klang war jetzt nicht unbedingt sehr natürlich – vielleicht ein bisschen Höhenarm – aber z.B. menschliche Stimmen wurden sehr klar und plastisch aufgezeichnet. Insgesamt geht die Audioqualität für mich in Ordnung.

Danach habe ich meine E-Gitarre angeschlossen und zunächst mit dem im H4 eingebauten Tuner gestimmt. Den Tuner kann ich wirklich nur als Dreingabe bezeichnen. Er ist mir für einen hauptamtlichen Tuner (denn genau dazu wollte ich den H4 u.a. nutzen) mit den 9 Segmenten zu ungenau. Von der umständlichen Umschaltung jeder einzelnen zu stimmenden Gitarrensaite mal ganz abgesehen.
Dann habe ich die verschiedenen Amp-Modelle des H4 für E-Gitarren ausprobiert. Ich kenne als Vergleich bisher nur den Korg Ampworks, aber der macht eindeutig mehr Spaß. Von den angebotenen Programmen des H4 hat mich keines vom Hocker gehauen.

Als nächstes habe ich mir die Verbindung mit dem Computer vorgenommen, wobei der H4 wahlweise als Laufwerk (SD-Kartenlesegerät) oder als Soundkarte angemeldet werden kann. Beide Modi haben sofort und ohne Mätzchen unter XP funktioniert (keine Treiberinstallation erforderlich), sehr schön. Zu den erreichbaren Minimal-Latenzen, die insbesondere für in Echtzeit gespielte Softwareinstrumente interessant sind, habe ich aber keine Versuche angestellt.

Bereits jetzt musste ich genervt konstatieren, dass das Bedienkonzept, welches einen häufigen Wechsel zwischen Menu-Knopf und Jog-Datenrad erfordert, für meinen Geschmack eine einzige Katastrophe darstellt. Das hat mir letztlich auch den Spaß an dem Gerät verdorben, so dass ich einen Außeneinsatz gar nicht erst in Angriff genommen habe. Ich habe es statt dessen wieder eingepackt und überlegt. Ist das mein Gerät, mit dem ich in den nächsten Jahren herumlaufen möchte? Nach Abwägung des Für und Wider habe ich mich für die Rückgabe des Gerätes entschieden. Natürlich verzichtete ich dann auch auf das Sezieren und somit gibt es keine Fotos von den Innereien (sorry, Ingo).

Was war nun eigentlich schiefgelaufen? Waren meine Erwartungen, insbesondere an ein Gerät zu diesem Preis, zu hoch angesetzt? Mag sein, ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen, dass ich – wenn ich das Gerät in die Hand nehme – keine Freude empfinde. Manchmal passt es einfach nicht. Also noch mal ganz zurück zum Anfang…

Summa Summarum

Die Ausstattung des Zoom H4 (XLR/Klinke-Eingänge, 48V Phantomspeisung, wechselbare AA-Batterien/Akkus, Gitarren-PreAmp/Modeler, 4-Spur-Recorder, Audio-Interface, Tuner, Metronom, Lieferumfang) finde ich große Klasse, die Audio-Aufnahmequalität der eingebauten Mikrofone geht in Ordnung, das Display empfinde ich als Herausforderung, die qualitative Umsetzung einiger Funktionen finde ich unbefriedigend, die Anmutung wirkt für mich billig, die Bedienung ist eine Katastrophe, für mich ist es nicht das richtige Gerät.

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And the winner is: Zoom H4

Wie ich bei Stereomikrofonie bei mobilen Recordern schon angedeutet hatte, muss ich nun auch unbedingt so einen mobilen, tragbaren, Pocket- oder Handyrecorder haben. Mit diesem Wunsch beschäftige ich mich schon eine ganze Weile und habe die Entscheidung immer wieder aufgeschoben. Das fing eigentlich im August 2007 an, als ich in Überlingen unverhofft auf die “Wikinger” stieß und bedauerte, kein Gerät für eine spontane Audioaufnahme zu haben.

Einmal war mir eine andere Anschaffung wichtiger; ein anderes Mal konnte ich mich zu einer Entscheidung für ein bestimmtes Gerät nicht durchringen. Vielleicht wäre es einfacher gewesen, wenn es nur Geräte gäbe die mit ihren eingebauten Mikrofonen aufnehmen können und gut ist. Aber gerade die z.T. weitreichenden zusätzlichen Funktionen eröffnen Möglichkeiten, die mir so ein Gerät immer wichtiger erscheinen lassen. Gestern ist mein Zoom H4 nun eingetroffen.

Warum denn so ein betagtes Gerät, gibt es da mittlerweile nichts besseres? Ein paar Gedanken zur Auswahl: Eine gute Audioqualität der Aufnahmen ist sicherlich das A und O auf der Wunschliste. Dabei denke ich an Rauscharmut, ein transparentes und detailreiches Klangbild und einen nachvollziehbaren Stereoeindruck. Um darüber Aussagen zu bekommen kann ich wohl nur nach gewissen Tendenzen in Testberichten stöbern. Oft bin ich danach aber nicht unbedingt schlauer. Letztlich hilft wohl nur ausprobieren: entweder ich bin mit der Audioqualität zufrieden oder eben nicht. Ein Umtausch wäre ja heute zum Glück nicht mehr das Problem. Außerdem: welchen Maßstab soll man an die Audioqualität anlegen? Vergleichen kann man sicher nur innerhalb einer Geräteklasse. Das Gebotene muss zumindest in einer attraktiven Relation zum Preis stehen und da kommt ein weiterer wichtiger Punkt dazu.

Als Budgetgrenze habe ich mir letztlich 300,- € auferlegt. Natürlich kann man sich auch in einen Sony PCM-D1 „verlieben“, aber dann fehlt mir abends „die Wurst auf dem Brot“ und ich habe ja noch so viele andere Wünsche…

Eigentlich alle Geräte, die ich mir so angesehen habe, bieten eine Möglichkeit „richtige“ Mikrofone anzuschließen. Brauche ich das? Ich habe diese Frage für mich zögerlich aber letztlich mit ja beantwortet. Ich bilde mir ein mit dem Gerät Außenaufnahmen machen zu wollen, die ich in Songs zum Beispiel als Atmo verwenden will. Da könnte z.B. ein Paar Rode NT5 schon gewinnbringend sein. (Es wird interessant sein nach ein oder zwei Jahren zu resümieren, wie oft externe Mikrofone tatsächlich zum Einsatz gekommen sind.)

Aber wenn schon, dann bitte mit XLR und 48V Phantomspeisung. Na ja, ich habe kein anderes Gerät für maximal 300 € mit XLR-Eingängen und 48V Phantomspannung gefunden als das Zoom H4. Zur Not hätte ich mich auch mit Klinkeneingängen zufrieden geben können. Da wäre dann das M-Audio Microtrack II interessant gewesen. Wenn aber beim Kauf extra darauf hingewiesen wird, dass auf den Akku nur 6 Monate Garantie gewährt werden und dieser nur vom Hersteller gewechselt werden kann, werde ich vorsichtig. (Das ansteckbare T-Mikrofon fand ich übrigens auch nicht so überzeugend, obwohl ich nicht bezweifele, dass es das tut was es soll) Die meisten anderen Geräte in dieser Preisklasse bieten keine 48V Phantomspeisung, so dass ich entweder nicht auf Kondensatormics zurückgreifen könnte oder einen zusätzlichen (mobilen) Preamp bräuchte.

Übrigens, rein optisch fand ich den H4 anfangs gar nicht so inspirierend. Für meinen Geschmack gibt es wesentlich hübschere Geräte. Und auch kleinere (ob die auch handlicher sind wäre noch die Frage). Nett wären da der Tascam DR-1 / GT-R1, der Olympus LS-10 oder auch der Edirol R-09 HR (wobei dann wieder das Problem mit dem Preis auftaucht). Also, ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mich für den H4 zu erwärmen. Den Ausschlag gab letztlich das Gesamtpaket aus Zusatzfunktionen die ich nutzen möchte (Gitarrenpreamp, Audiointerface, Tuner, 4-Spur-Recorder) und Lieferumfang (vor allem mit Netzteil). Der Nachfolger H4n steht wohl bereits in den Startlöchern - wird aber sicher deutlich mehr als 300 € kosten.

Glücklicherweise ist das Wochenende schon in Sichtweite und ich muss nicht lange überlegen, was ich da machen möchte. Hoffentlich spielt das Wetter mit…

Weiter geht es hier: und Tschüss, Zoom H4

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Audiorecorder Zoom H2 - Die Mobilitätsgarantie

Varta-Akkus und Duracell-BatterienWas macht ein elektronisches Gerät zu einem mobilen Gerät? Richtig, die Unabhängigkeit vom Stromnetz, also die Möglichkeit, es z.B. mit Batterien oder Akkus zu betreiben. Dabei stellt sich immer die Frage, wie lange diese Unabhängigkeit funktioniert bevor man die Akkus nachladen oder die Batterien wechseln muß.

Energie!

Einen Vorteil hat das Zoom H2 schon mal, es läßt sich mit zwei handelsüblichen Batterien oder Akkus im Format R6 (Mignon,AA) bestücken. Viele Geräte verwenden spezielle Akkus oder habe nur eine interne Stromquelle die z.B. über USB geladen werden muß. Für das H2 kann und sollte man sich einfach einen Satz Wechselakkus einstecken, auch im Fotobereich halte ich das so. Erfahrungsgemäß machen die Batterien immer genau dann schlapp, wenn ein wichiges und einmaliges Ereignis aufgenommen werden soll, z.B. die Einschulung des Lieblings-, weil einzigen Kindes. Aber das ist eine andere Geschichte…

Der Hersteller nennt im Handbuch für einen Satz Batterien eine Laufzeit von 4 Stunden im Aufnahmemodus, divers Testberichte bemängeln sogar diese relativ kurze Betriebszeit. Ich wollte es natürlich selber wissen und habe den Laufzeittest gemacht.
Für alle Tests habe ich als Aufnahmemodus MP3 VBR (variable Bitrate) gewählt, Plugin-Power und die Dynamikfunktionen (AGC, Kompressor bzw. Limiter) waren abgeschaltet. Im Schacht steckte eine SanDisk Ultra II 2GB SD-Karte.

Laufzeit

Erster Testkandidat waren Alkaline Duracell-Plus Batterien (MN1500 LR6, MAR 2014), die Aufnahme im Dauerlauf war nach nach etwa 6 Stunden und 40 Minuten beendet. Also schon mal deutlich mehr, als die versprochenen 4 Stunden. Nun kamen NiMH-Akkus ins Gerät, zwei voll geladene 2700er VARTA Professional No. 5706 (AA Mignon HR6 Ni-MH 1.2V). Die Laufzeit betrug mit diesen gute 9 Stunden und 30 Minuten, ein durchaus guter Wert. Um auch den Einfluß der Display-Beleuchtung auf die Laufzeit abschätzen zu konnen, gab es einen weiteren Test mit neu aufgeladenen Akkus und dauerhaft eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung (möglich sind auch “Aus”, “15 Sekunden” oder “30 Sekunden”). Die Daueraufnahmezeit verkürzte sich dabei auf 8 Stunden 20 Minuten, also um etwa 15 Prozent.

Nun ist so ein Dauerlauf-Test bestimmt nicht wirklich praxisgerecht, denn normalerweise kommen noch mehr Bedienhandlungen und Ein-/Ausschaltvorgänge hinzu, aber als grobe Orientierung zeigen die Werte zumindest, daß der Zoom H2 sicher nicht ganz so schlecht dasteht, wie es vielleicht in dem einen oder anderen Test rauskam.

Zoom-H2 Display RecordDie Batteriestandsanzeige des H2 (im Display unten links) ist, wie die so vieler anderer Geräte auch, alles andere als zeitlinear. Von den drei Segmenten ist das erste schon nach kurzer Zeit weg, auch das zweite macht es nicht lange. Aber selbst wenn das dritte Segment verschwunden ist, besteht noch kein Grund zur Panik, des Gerät hält dann normalerweise noch mindestens eine Stunde durch.
Außerdem sollte man sich bei Akkuwechsel nicht zu lange Zeit lassen (nicht länger als 1 bis 2 Minuten), sonst vergißt der Recorder Datum und Uhrzeit. Steht auch irgendwo als Hinweis im Handbuch, nur das man sich nicht wundert wenn beim Einschalten wieder nach Datum und Uhrzeit gefragt wird.

Außenaufnahme

Mit dem guten Gefühl ausreichender Mobilität und zwei Ersatzakkus in der Tasche wagte ich nun meine erste Außenaufnahme fernab der Wohnung. Da es kurz vor Weihnachten war, bot sich ein Besuch des Weihnachtsmarktes an, obwohl ich eigentlich kein so großer Fan davon bin. Aber akustisch hat so ein Markt ja so einiges zu bieten. Auf dem Weg dorthin kam mir noch ein aufgeregter Hund vors Mikro:
Hund in der Fußgaengerzone
Kann ich verstehen, daß der nicht so begeistert war, bei der Kälte angeleint draußen sitzen zu müssen.

Auf dem Markt ging es dann aber richtig zur Sache, die Brassband “Potzblech” der Musik- und Kunstschule Ataraxia spielte auf, zum Titel muß ich wohl nichts weiter sagen:
Weihnachtsmarkt Brassband Potzblech Ataraxia
Naja, mitspielen hätte ich da nicht wollen, es war kalt (etwa -2 °C) und ungemütlich, mir frohren schon bald die Hände. Und die Band hat nicht nur den einen Titel gespielt. Ich bin dann aber schon nach kurzer Zeit in Richtung warmes Zuhause abgerückt, den Zoom H2 hat die Kälte aber offensichtlich nicht beeindruckt.

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