Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Klangqualität

Willkommen Lexicon MPX-1

Eine Frage, die ich mir schon seit längerem gestellt (und letztlich beantwortet) habe, ist die nach dem Sinn oder der Notwendigkeit eines Hardware-Effektgerätes bei der immer besseren Leistungsfähigkeit der DAWs und spezialisierter (Software-)Effekt-PlugIns. Ich möchte überhaupt nicht auf die Röhrentechnik und deren Simulation hinaus, sondern spreche von solchen Effekten, die auch in einem Hardware-Effektgerät (ggf. nach der A/D-Wandlung eines analogen Signals) berechnet werden (bevor sie dann im Zweifelsfall wieder D/A-gewandelt werden müssen).

Ich bin dann zu der Überzeugung gekommen (und das ist nur meine ganz persönliche Einschätzung), dass man Unterschiede am deutlichsten beim Reverb wahrnimmt. Das ist erst einmal unabhängig davon, ob ein Reverbprogramm in einem Effektgerät oder PlugIn erzeugt wird. Interessant sind dabei natürlich der Algorithmus und die Verschaltung mit anderen Effekten (z.B. EQ), da es sich beim Reverb eigentlich oft um einen Multieffekt handelt. Gut programmierte Effekte sind deshalb das wesentliche Kriterium für mich. Ausserdem ist ein tolles Reverb wohl, wie bei so vielen Dingen, eine Frage des persönlichen Geschmacks. Dass dieses mehr oder weniger rechenintensiv sein kann, hat meiner Meinung nach keinen so großen Einfluss auf die Beantwortung der o.g. Frage.
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Willkommen Kurzweil K2000R

Kurzweil K2000R V3

Jüngster Neuzugang eines Klangerzeugers in meinem Heimstudio ist ein (natürlich gebrauchter) Kurzweil K2000R. Was die Soundvielfalt meiner bis dato vorhandenen synthetischen Klangerzeuger angeht, hatte ich jetzt keine großartigen Wünsche (sondern eher den Eindruck, dass ich die bereits vorhandenen Möglichkeiten gar nicht nutzen kann). Dennoch war da immer der Wunsch auch den “Kurzweil-Sound” mit im Programm zu haben. Eigentlich hatte ich die Sache mehr oder weniger abgehakt, weil sie mir finanziell hochgradig unvernünftig erschien (wozu noch ein Synthi?). Aber manchmal ergibt sich eine Gelegenheit. Mir fiel eine Kleinanzeige bei Thomann auf, bei der der Verkäufer eines K2000R in meiner Nähe wohnte und wir konnten eine persönliche Übergabe des Geräts vereinbaren…

Mit der K2000-Klangerzeugung wurden Geräte mit und ohne Tastatur gebaut. Der K2000R ist die Version ohne Tastatur, die in ein 19-Zoll-Rack eingebaut werden kann. Die Erstauslieferung der K2000-Familie geht auf das Jahr 1992 zurück und sie zählte seinerzeit zu den komplexesten Synthesizern überhaupt. Kurzweil empfahl damals einen Verkaufspreis von 5.698,- DM.
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Klangfeuer – auf dem Cottbuser Stadtfest

Von Freitag Nachmittag bis heute Abend fand das 18. Cottbuser Stadtfest mit viel Rummel (im wahrsten Sinne des Wortes mit Hinweis auf zahlreiche Fahrgeschäfte) und Musik (z.B. Be Four, Nini de Angelo, Monrose) auf sieben Bühnen statt. Beziehungsweise findet noch statt, denn den Abschluss soll das Höhenfeuerwerk mit Lasershow um 23:00 Uhr bilden. Ein bisschen davon habe ich mir auch angetan – eine Rauchwurst, eine „Karussell“-Fahrt mit einer Art Star Shape und ein Konzert der Band Klangfeuer auf dem Schlosskirchplatz. Die im Jahr 2005 (zunächst als Trio) gegründete Band Klangfeuer um und mit Torsten Karow spielt nach eigenem Bekunden „Musik mit Seele, Songs voller Leidenschaft mit packendem Groove und harmonischem Gesang. Alles selbst geschrieben, handgemacht und in Deutsch!“. Interessiert hatte mich dieser Auftritt, weil ich Herrn Karow schon einige Male als Leiter des Kinderchores am Konservatorium Cottbus wahrgenommen hatte. Überzeugt hatte mich das musikalische Können der Band, denn die fünf Musiker (Torsten Karow [voc, git], Marian Kleinau [voc, git}, Norman Gatzke [voc, bg], Birthe Kleemann [voc] und Detlef „Semmel“ Thom [drums, voc]) haben meiner Meinung nach einen guten Auftritt hingelegt – sehr hörenswert. (Auch wenn die Technik hin und wieder die Rückkopplungen nicht in den Griff bekam.) Zwei kleine Hörproben habe ich unten beigefügt. Mehr kann man auf MySpace hören. Übrigens ist mir eingefallen, dass ich beim Drummer „Semmel“ 1995, als er im Musikladen Bärwinkel gearbeitet hat, meinen MIDI-Drum-Controller KAT dk10 gekauft habe.
Einmal irgendwann
Schöne Tänzerin

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Zoom H4n – Test in Professional Audio

In der Ausgabe 05/2009 widmet die Zeitschrift Professional Audio dem Zoom H4n einen recht ausführlichen (4 Seiten) Test. Ich muss sagen, ich habe diesen Artikel mit Genuss gelesen. Nicht so sehr, weil sich der Zoom H4n recht wacker geschlagen hat, sondern weil der Test sachlich, nachvollziehbar und fundiert geschrieben ist. Nun, das ist etwas, was ich in anderen Blättern doch schmerzlich vermisse.
Gespannt war ich vor allem auf die Messwerte, da ich selbst kaum mehr als mein Gehör zur Beurteilung zur Verfügung habe. Bei Geräuschspannungsabstand und Fremdspannung schnitt der Zoom H4n etwas besser ab als der H4. Ansonsten messtechnisch kaum Unterschiede zum Vorgängermodell. Alle weiteren Aussagen des Tests decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen.
Dieser Test kann bei einer anstehenden Kaufentscheidung hilfreich sein, zumal auch der Zoom H4 (03/2007) und einige andere Mitbewerber in Professional Audio getestet wurden und die Tests über www.professional-audio-magazin.de (ggf. nach kostenloser Registrierung als Extended User) eingesehen werden können. Somit besteht m.E. eine Vergleichsmöglichkeit auf gleichem und ansprechendem Niveau.

siehe auch:
Zoom H4n – der erste Eindruck
Zoom H4n – Stamina Mode
Zoom H4n – System Version 1.30
Zoom H4n – Stereo Mode
Zoom H4n – 4CH Mode
Zoom H4n – in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n – Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n – im Recording Magazin
Zoom H4n – System Version 1.40
Klangfeuer – auf dem Cottbuser Stadtfest
Zoom Handyrecorder – neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
Ich packe meine Tasche…
Mein erster Auftritt mit dem Tenorsaxophon
Fuerteventura: Nuestra Señora del Carmen in Morro Jable
Jazz im Lauterbach – mit Lu Schulz & Freunden
Marburg: Elisabethkirche

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Zoom H4n – 4CH Mode

Zoom H4n im 4CH ModeGanz neu (zumindest gegenüber dem Zoom H4) ist der Vierkanalmodus (4CH), mit dem man vier Spuren simultan aufnehmen kann. Im Display stellt sich das durch die untereinander angeordnete, horizontale Anzeige der vier Aufnahme- bzw. Wiedergabepegel dar. Da es nur vier Eingänge am Zoom H4n gibt (interne Mikrofone bzw. Stereo-PlugIn-Mikrofon und Eingänge 1 + 2) gibt es an Aufnahmequellen nichts auszuwählen – alle vier sind aktiv. Der Druck auf einen der Input-Taster (MIC, 1, 2) wählt den entsprechenden Eingang für die Justierung des Aufnahmepegels aus. Der Versuch, den Aufnahmepegel mittels der +/- Tastenwippe REC-LEVEL ohne vorherige Auswahl des Eingangs einzustellen, wird mit der Meldung „REC LEVEL TARGET MIC->MIC INPUT->INPUT 1“ quittiert. Für die Eingänge INPUT 1 und 2 wird der Aufnahmepegel gemeinsam eingestellt – sie sind nicht separat regelbar. Das finde ich schon schade, da somit ordentlich eingepegelte Aufnahmen von zwei (unterschiedlichen) Monosignalen (z.B. DI-Signale von Gitarre und Bass) erschwert werden. Aufgezeichnet werden zwei Stereo-WAV-Dateien, die immer als Pärchen behandelt werden und deren Dateinamen mit 4CHxxxM.WAV (für das MIC-Signal) und 4CHxxxI.WAV (für das INPUT-Signal) fest vorgegeben und nicht änderbar sind (xxx steht für die laufende Nummer, die in jedem FOLDER neu vergeben wird). Anders als im Handbuch angedeutet (ich empfinde übrigens einige Handbuchseiten mehr als Andeutung denn als eindeutige Information) ist kein Mono-Mix einer oder beider Stereospuren verfügbar. Im Display wird das Datei-Pärchen mit 4CHxxxM/I.WAV angezeigt. Genau genommen müsste dieser Mode also 2ST (etwa Doppel-Stereo) heißen.
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Musikkonserven

Die Konservierung (von lateinisch. conservare, „erhalten, bewahren“ [Wikidedia]) von Musik scheint der Menschheit am Herzen zu liegen. Anders kann ich die Entwicklung von der ersten Idee („Konservierung des gesprochenen Wortes“ 1589 des italienischen Physikers Porta) über die realistischeren Anfänge (z.B. mit dem Phonographen 1877 von Thomas Alva Edison) bis in die heutige Zeit nicht verstehen. Tatsächlich bewahrt die überwiegende Mehrheit aller mir bekannten Menschen Tonträger in der einen oder anderen Form auf und nutzt sie höchstwahrscheinlich zur gelegentlichen Wiedergabe. Selbst meine Oma hatte ein paar tolle Scheiben von Caterina Valente.

The ShadowsObwohl in deren Hochzeit hineingeboren, habe ich die Schallplatte weitestgehend ignoriert und etwa 1980 mit der Audiokassette (compact cassette) als Medium und dem RFT Geracord 6020 als Monorekorder angefangen. Meine erste ab Werk bespielte Audiokassette war „The Shadows“, erschienen bei AMIGA (051 086, seinerzeit 23,60 M) – ein Geschenk meines Vaters, der damit meinen damaligen Musikgeschmack eindrucksvoll verfehlte, was aber nicht bedeutet, dass ich mich über das Geschenk nicht gefreut hätte. Überwiegend habe ich jedoch Musik, die in Radiosendungen gespielt wurde, über die Stereoanlage Rema Andante meiner Eltern aufgenommen. Sony Walkman F18Ab 1987 habe ich Musik über den Sony Walkman WM-F18 auf den Ohren gehabt. Den Sprung zu eigenen Stereoaufnahmen habe ich dann 1988 mit dem RX 80 Rema Tonica (inkl. den B 9161 Tonica Boxen) sowie einem Stereo-Kassettendeck von Teac (dessen genaue Bezeichnung ich heute nicht mehr weiß) gemacht. Im Jahr 1990 kam dann der erste CD-Player als Teil einer Pioneer-Komponentenanlage dazu. Hauptsächlich habe ich aber Audiokassetten über das 3-Kopf-Kassettendeck Pioneer CT 656 MkII genutzt und CDs nur gelegentlich eingelegt, z.B. geliehen aus einer Videothek (das gab es damals noch). Einige wenige CDs habe ich auch schon gekauft (z.B. ELO Discovery).
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