Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Klangqualität

Willkommen Lexicon MPX-1

Eine Frage, die ich mir schon seit längerem gestellt (und letztlich beantwortet) habe, ist die nach dem Sinn oder der Notwendigkeit eines Hardware-Effektgerätes bei der immer besseren Leistungsfähigkeit der DAWs und spezialisierter (Software-)Effekt-PlugIns. Ich möchte überhaupt nicht auf die Röhrentechnik und deren Simulation hinaus, sondern spreche von solchen Effekten, die auch in einem Hardware-Effektgerät (ggf. nach der A/D-Wandlung eines analogen Signals) berechnet werden (bevor sie dann im Zweifelsfall wieder D/A-gewandelt werden müssen).

Ich bin dann zu der Überzeugung gekommen (und das ist nur meine ganz persönliche Einschätzung), dass man Unterschiede am deutlichsten beim Reverb wahrnimmt. Das ist erst einmal unabhängig davon, ob ein Reverbprogramm in einem Effektgerät oder PlugIn erzeugt wird. Interessant sind dabei natürlich der Algorithmus und die Verschaltung mit anderen Effekten (z.B. EQ), da es sich beim Reverb eigentlich oft um einen Multieffekt handelt. Gut programmierte Effekte sind deshalb das wesentliche Kriterium für mich. Ausserdem ist ein tolles Reverb wohl, wie bei so vielen Dingen, eine Frage des persönlichen Geschmacks. Dass dieses mehr oder weniger rechenintensiv sein kann, hat meiner Meinung nach keinen so großen Einfluss auf die Beantwortung der o.g. Frage.

Hardware (mit Software) bei Effektgeräten sollte in der Regel kostenintensiver sein als nur Software bei PlugIns. Zumindest bei identischem Entwicklungsaufwand für Algoritmen und Programme. Der ist allerdings fast immer unbekannt. Letztlich wird nur der diesbezügliche Erfolg in den Effektprogrammen hör- und ggf. messbar.

Ein paar praktische Gesichtspunkte gibt es dabei auch noch zu beachten. Nicht ganz vergessen sollte man, dass der “Hardwareanteil” bei PlugIns in Form von Rechenleistung der DAW vorhanden sein muss. Schon blöd, wenn der Sequencer beim Mixdown aller ‘zig Spuren und PlugIns instabil wird. (Aber der PC-Neukauf stand ja sowieso schon auf der Wunschliste.)

Für ein Effektgerät benötigt man einen Platz (im Rack), Strom, ein paar (hoffentlich gute XLR-)Kabel und Anschlüsse, in die man die andere Seite der Kabel stecken kann. Also ein Mischpult mit AUX Send und Return oder Output und Input an der DAW. Für ein PlugIn braucht man meist nur ein paar MB auf der Festplatte. Fragen der Wertstabilität und des Weiterverkaufs lasse ich mal außen vor. Bei der Bedienung gibt es Unterschiede, klar. Bei Effektgeräten wie auch bei PlugIns kann man gute und schlechte Bedienoberflächen bekommen.

Die Einbindung der PlugIns in Song-Projekte (Thema: Total Recall) ist natürlich komfortabler und einfacher - die Einstellungen werden einfach mit abgespeichert. Aber auch bei Effektgeräten lässt sich das mit ein bisschen Aufwand realisieren (z.B. MIDI-Dump). Ein (aus meiner Sicht) schlagendes Argument für PlugIns ist, dass sie in beliebig vielen Instanzen genutzt werden können. (Zumindest bei Multieffekten, denn ich habe noch nie mehr als ein (Haupt-)Reverb benötigt.)

Na gut, wenn man also die Effektprogramme seiner Wahl in einem PlugIn haben kann - wozu noch eine Blechkiste? Fast wäre ein Traum in Erfüllung gegangen und zwar mit der Ankündigung des PCM Native Reverb Plug-in Bundle von Lexicon - sozusagen das PCM91 in Software. Kleiner Wermutstropfen: die Preisempfehlung von fast 1.900 Dollar. Ja, ja, für das PlugIn.

Ich habe dann doch lieber auf eine gebrauchte Blechkiste zurückgegriffen. Ein PCM90 oder PCM91 war mir allerdings auch gebraucht noch zu teuer. Eine interessante Entdeckung von Björn Bojahr, den ich als Autor bei der Zeischrift Keyboards kenne, hat mich dann zum MPX-1 gebracht. Der hat nämlich einige Werkspresets der Lexicon PCM90/91 am MPX-1 nachempfunden und das mit erstaunlichem Erfolg. Das wollte ich gern einmal ausprobieren. Gesagt, getan.

Na ja, alles was neu ankommt, muss erst einmal ausprobiert werden. Dazu habe ich ein paar Noten auf meinem Altsaxophon gespielt. Die Aufnahme ist mit dem Mikrofon Electro-Voice RE20 über den Preamp Phonic VocalMax und den A/D-Wandler des Behringer ADA8000 (trocken) in meinen Rechner gekommen. Dann habe ich die aufgenommene Datei ein paar mal abgespielt, das jeweilige Programm am MPX-1 gewählt und als Bus-Effekt der Summe hinzugemischt und wieder aufgenommen. Ich habe natürlich nicht erst versucht, das Reverb zu “verstecken” - es soll ja was zu hören sein.

trocken_die trockene Aufnahme
p63_saxsoloMPX-1 Preset 63 Sax Solo
p52_reverservbMPX-1 Preset 52 Reverse Rvb

Jetzt noch mit ein paar der o.g. Reverb-Programme von Björn Bojahr:

pcmsaxgateMPX-1 PCM Sax Gate
pcmbrassplatMPX-1 PCM Brass Plat
pcmsaxhangarMPX-1 PCM Sax Hangar

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Willkommen Kurzweil K2000R

Kurzweil K2000R V3

Jüngster Neuzugang eines Klangerzeugers in meinem Heimstudio ist ein (natürlich gebrauchter) Kurzweil K2000R. Was die Soundvielfalt meiner bis dato vorhandenen synthetischen Klangerzeuger angeht, hatte ich jetzt keine großartigen Wünsche (sondern eher den Eindruck, dass ich die bereits vorhandenen Möglichkeiten gar nicht nutzen kann). Dennoch war da immer der Wunsch auch den “Kurzweil-Sound” mit im Programm zu haben. Eigentlich hatte ich die Sache mehr oder weniger abgehakt, weil sie mir finanziell hochgradig unvernünftig erschien (wozu noch ein Synthi?). Aber manchmal ergibt sich eine Gelegenheit. Mir fiel eine Kleinanzeige bei Thomann auf, bei der der Verkäufer eines K2000R in meiner Nähe wohnte und wir konnten eine persönliche Übergabe des Geräts vereinbaren…

Mit der K2000-Klangerzeugung wurden Geräte mit und ohne Tastatur gebaut. Der K2000R ist die Version ohne Tastatur, die in ein 19-Zoll-Rack eingebaut werden kann. Die Erstauslieferung der K2000-Familie geht auf das Jahr 1992 zurück und sie zählte seinerzeit zu den komplexesten Synthesizern überhaupt. Kurzweil empfahl damals einen Verkaufspreis von 5.698,- DM.

Die Klangerzeugung des K2000R (und im übrigen auch die der Nachfolger) ist vom Grundprinzip her eine auf Samples basierende, subtraktive Synthese. Sie wird hier V.A.S.T. (”Variable Architecture Synthesis”-Technologie) genannt und meint, dass der Signalweg nicht fest vorgegeben ist, sondern sich ähnlich wie bei modularen Synthesizer-Systemen frei verschalten lässt. Gänzlich frei dann doch wieder nicht, denn die Verschaltung der fünf DSP’s als Grundmodule ist in verschiedenen Algorithmen vorgegeben. Letztlich werden so 24 Stimmen (aus 96 Oszillatoren) im K2000R erzeugt. Ein recht guter Überblick über die Kurzweil-V.A.S.T.-Klangerzeuger findet sich in der GREEN BOX auf amazona.de.

Mit einem Neuankömmling muss ich mich erst einmal bekannt machen und das heisst für mich Presets sichten. Ich habe mich zunächst wieder an das klassische E-Piano gewagt und das klang dann so:

Kurzweil K2000R Program 9 Classic E PianoK2000R - 9 Classic E Piano

Ja, dem Sound der Presets hört man das Baujahr des Geräts an. Nachfolgend noch einige Ausschnitte aus den auf Diskette mitgelieferten Demosongs, die das m.E. bekräftigen. Daraus kann man natürlich auch in etwa die Klangausrichtung des Synthesizers - mindestens des 8 MB großen ROM und der Werkspresets - ableiten:

K2000R Demo Keiths RevengeK2000R - Demo: Keiths Revenge
Kurzweil K2000R Demo Nova BornK2000R - Demo: Nova Born
Kurzweil K2000R Demo Dyna DanceK2000R - Demo: Dyna Dance
Kurzweil K2000R Demo SymphoniqueK2000R - Demo: Symphonique

So richtig beurteilen möchte ich den Klang für mich jetzt noch nicht. Erst wenn sich die Stimmen des K2000R in einem Arrangement bewähren müssen, lässt sich mehr darüber sagen. Dazu müsste ich aber wieder an einem Arrangement arbeiten und das ist für den Moment nicht in Sicht (bzw. die Zeit dazu). Nun, man wird sehen…

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Klangfeuer - auf dem Cottbuser Stadtfest

Von Freitag Nachmittag bis heute Abend fand das 18. Cottbuser Stadtfest mit viel Rummel (im wahrsten Sinne des Wortes mit Hinweis auf zahlreiche Fahrgeschäfte) und Musik (z.B. Be Four, Nini de Angelo, Monrose) auf sieben Bühnen statt. Beziehungsweise findet noch statt, denn den Abschluss soll das Höhenfeuerwerk mit Lasershow um 23:00 Uhr bilden. Ein bisschen davon habe ich mir auch angetan - eine Rauchwurst, eine “Karussell”-Fahrt mit einer Art Star Shape und ein Konzert der Band Klangfeuer auf dem Schlosskirchplatz. Die im Jahr 2005 (zunächst als Trio) gegründete Band Klangfeuer um und mit Torsten Karow spielt nach eigenem Bekunden “Musik mit Seele, Songs voller Leidenschaft mit packendem Groove und harmonischem Gesang. Alles selbst geschrieben, handgemacht und in Deutsch!”. Interessiert hatte mich dieser Auftritt, weil ich Herrn Karow schon einige Male als Leiter des Kinderchores am Konservatorium Cottbus wahrgenommen hatte. Überzeugt hatte mich das musikalische Können der Band, denn die fünf Musiker (Torsten Karow [voc, git], Marian Kleinau [voc, git}, Norman Gatzke [voc, bg], Birthe Kleemann [voc] und Detlef „Semmel“ Thom [drums, voc]) haben meiner Meinung nach einen guten Auftritt hingelegt - sehr hörenswert. (Auch wenn die Technik hin und wieder die Rückkopplungen nicht in den Griff bekam.) Zwei kleine Hörproben habe ich unten beigefügt. Mehr kann man auf MySpace hören. Übrigens ist mir eingefallen, dass ich beim Drummer “Semmel” 1995, als er im Musikladen Bärwinkel gearbeitet hat, meinen MIDI-Drum-Controller KAT dk10 gekauft habe.
Klangfeuer - Einmal irgendwann Einmal irgendwann
Klangfeuer - Schöne Tänzerin Schöne Tänzerin

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Zoom H4n - Test in Professional Audio

In der Ausgabe 05/2009 widmet die Zeitschrift Professional Audio dem Zoom H4n einen recht ausführlichen (4 Seiten) Test. Ich muss sagen, ich habe diesen Artikel mit Genuss gelesen. Nicht so sehr, weil sich der Zoom H4n recht wacker geschlagen hat, sondern weil der Test sachlich, nachvollziehbar und fundiert geschrieben ist. Nun, das ist etwas, was ich in anderen Blättern doch schmerzlich vermisse.
Gespannt war ich vor allem auf die Messwerte, da ich selbst kaum mehr als mein Gehör zur Beurteilung zur Verfügung habe. Bei Geräuschspannungsabstand und Fremdspannung schnitt der Zoom H4n etwas besser ab als der H4. Ansonsten messtechnisch kaum Unterschiede zum Vorgängermodell. Alle weiteren Aussagen des Tests decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen.
Dieser Test kann bei einer anstehenden Kaufentscheidung hilfreich sein, zumal auch der Zoom H4 (03/2007) und einige andere Mitbewerber in Professional Audio getestet wurden und die Tests über www.professional-audio-magazin.de (ggf. nach kostenloser Registrierung als Extended User) eingesehen werden können. Somit besteht m.E. eine Vergleichsmöglichkeit auf gleichem und ansprechendem Niveau.

siehe auch:
Zoom H4n - der erste Eindruck
Zoom H4n - Stamina Mode
Zoom H4n - System Version 1.30
Zoom H4n - Stereo Mode
Zoom H4n - 4CH Mode
Zoom H4n - in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n - Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n - im Recording Magazin
Zoom H4n - System Version 1.40
Zoom Handyrecorder - neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder

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Zoom H4n - 4CH Mode

Zoom H4n im 4CH ModeGanz neu (zumindest gegenüber dem Zoom H4) ist der Vierkanalmodus (4CH), mit dem man vier Spuren simultan aufnehmen kann. Im Display stellt sich das durch die untereinander angeordnete, horizontale Anzeige der vier Aufnahme- bzw. Wiedergabepegel dar. Da es nur vier Eingänge am Zoom H4n gibt (interne Mikrofone bzw. Stereo-PlugIn-Mikrofon und Eingänge 1 + 2) gibt es an Aufnahmequellen nichts auszuwählen - alle vier sind aktiv. Der Druck auf einen der Input-Taster (MIC, 1, 2) wählt den entsprechenden Eingang für die Justierung des Aufnahmepegels aus. Der Versuch, den Aufnahmepegel mittels der +/- Tastenwippe REC-LEVEL ohne vorherige Auswahl des Eingangs einzustellen, wird mit der Meldung “REC LEVEL TARGET MIC->MIC INPUT->INPUT 1″ quittiert. Für die Eingänge INPUT 1 und 2 wird der Aufnahmepegel gemeinsam eingestellt - sie sind nicht separat regelbar. Das finde ich schon schade, da somit ordentlich eingepegelte Aufnahmen von zwei (unterschiedlichen) Monosignalen (z.B. DI-Signale von Gitarre und Bass) erschwert werden. Aufgezeichnet werden zwei Stereo-WAV-Dateien, die immer als Pärchen behandelt werden und deren Dateinamen mit 4CHxxxM.WAV (für das MIC-Signal) und 4CHxxxI.WAV (für das INPUT-Signal) fest vorgegeben und nicht änderbar sind (xxx steht für die laufende Nummer, die in jedem FOLDER neu vergeben wird). Anders als im Handbuch angedeutet (ich empfinde übrigens einige Handbuchseiten mehr als Andeutung denn als eindeutige Information) ist kein Mono-Mix einer oder beider Stereospuren verfügbar. Im Display wird das Datei-Pärchen mit 4CHxxxM/I.WAV angezeigt. Genau genommen müsste dieser Mode also 2ST (etwa Doppel-Stereo) heißen.

Als Aufnahmeformat steht nur WAV mit 44,1 kHz (16 oder 24 bit) oder 48 kHz (16 oder 24 bit) zur Verfügung. Die Aufnahmedateien werden im 4CH Mode auf der SD-Card unter dem Ordner 4CH in einem der bereits vom STEREO Mode her bekannten und standardmäßig angelegten FOLDER 01 bis 10 gespeichert. Die Folder können auch hier über die Folder-Taste (innerhalb des Ordners 4CH) gewechselt werden. Die FILE-Taste öffnet das File-Menu und bietet bereits vorhandene Dateipärchen zur Auswahl; angezeigte Informationen beziehen sich immer auf beide Aufnahmedateien. Zoom H4n Mixer im 4CH ModeDie WAV-Dateien können (nur als Paar zusammen) normalisiert werden, wobei dann doch jede Datei für sich behandelt wird. Die Dateien können in einen anderen Folder verschoben (innerhalb des 4CH-Ordners, in den STEREO-Ordner oder in ein MTR-Projekt) oder gelöscht werden - immer als Pärchen, versteht sich. Außerdem können sie zu einer Stereo-Datei zusammengerechnet und in einer eigenen Datei (Vorgabe 4CHxxxMIX.WAV) abgespeichert werden. Dies kann mit oder ohne Berücksichtigung der Mixer-Einstellungen erfolgen. Der Mixer ist eine Funktion im 4CH Mode, um die Pegel und die Panoramapositionen der Stereotracks bei der Wiedergabe zu regeln und aufeinander abzustimmen.

Die Verwendung von Markern ist hier analog zum Stereo Mode möglich, nur dass die Marker immer in beide WAV-Dateien geschrieben werden. Die Wiedergabe der Vierspuraufnahme in variabler Geschwindigkeit ist im 4CH Mode nicht möglich (SPEED-Taster hat keine Funktion). Die Effektsektion kümmert sich (genau wie im Stereo Mode) um (wahlweise zuschaltbare) Low Cut’s und Kompressoren bzw. Limiter. Die Mehrzahl ist in diesem Fall richtig, denn jede der zwei Stereospuren kann ihren eigenen (unterschiedlichen) Low Cut und/oder Kompressor bzw. Limiter haben. Dafür kann die M/S-Matrix nur für MIC (macht natürlich nur bei entsprechender Mikrofonanordnung des Stereo-PlugIn-Mikrofons Sinn) oder INPUT aktiviert werden. Als Speisespannungen stehen Phantom-Power (+24V oder +48V) für die INPUTs sowie PlugIn-Power für ein externes Stereo-PlugIn-Mikrofon zur Verfügung. Die Funktionen AUTO REC und PRE REC stehen zur Verfügung, jedoch nicht gleichzeitig. Als Werkzeuge stehen Tuner, Metronom und A-B-REPEAT bereit. Vom 4CH Mode aus kann (ebenso wie im Stereo Mode) eine USB-Verbindung (Laufwerk oder Audiointerface) zu einem Rechner etabliert oder in einen anderen Mode (STEREO, MTR) gewechselt werden.

Zoom H4n mit Rode NT5Ich habe mal einen etwas praxisfernen Versuchsaufbau mit meinem (ebenfalls) neuen Rode NT5 Stereoset als externen Mikrofonen (über INPUT 1 und 2) realisiert, um möglichst identische Signale aufzunehmen. Mein Ziel war es, eine Aussage zu der Qualität der internen Mikrofone im Vergleich zu den NT5 zu erhalten. So wirklich aussagekräftig war meine Testaufnahme dann aber aus folgenden Gründen nicht: Ich kenne die Charakteristik der NT5 noch nicht wirklich. Interessanter wäre ggf. die Leistung (Aufnahmequalität) des Zoom H4n als Gesamtpaket (Mikrofone, Preamp, A/D-Wandler) gegenüber einer definierten/bekannten aber komplett unabhängigen Aufnahmekette. Das Einpegeln der Aufnahme hatte ich noch nicht so richtig drauf, da die Peaks letztlich bei -8,6 dB (ext. Mics Rode NT5) bzw. -15,1 dB (int. Mics) lagen (und die ich dann jeweils bis auf -0,5 dB normalisiert habe). Letztlich fehlte mir ein akustisches Signal, welches für die Einschätzung der Mikrofonqualität geeignet war. Nun, ich habe mich dann entschlossen aus etwa 50 cm Entfernung zu den Mikrofonen ein paar Töne in mein Altsaxophon zu husten und mal zu hören, was passiert.

Zoom H4n Testaufnahme interne Mics Zoom H4n Testaufnahme int. Mics
Zoom H4n Testaufnahme Rode NT5 Zoom H4n Testaufnahme Rode NT5

Also, alles was ich mit Sicherheit aus diesen Aufnahmen schliessen kann ist, dass der Saxophonist zum Üben geschickt werden muss und dass die Qualität der im Zoom H4n eingebauten Mikrofone in Ordnung geht.

siehe auch:
Zoom H4n - der erste Eindruck
Zoom H4n - Stamina Mode
Zoom H4n - System Version 1.30
Zoom H4n - Stereo Mode
Zoom H4n - in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n - Test in Professional Audio
Zoom H4n - Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n - im Recording Magazin
Zoom H4n - System Version 1.40
Zoom Handyrecorder - neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder

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Musikkonserven

Die Konservierung (von lateinisch. conservare, „erhalten, bewahren“ [Wikidedia]) von Musik scheint der Menschheit am Herzen zu liegen. Anders kann ich die Entwicklung von der ersten Idee („Konservierung des gesprochenen Wortes“ 1589 des italienischen Physikers Porta) über die realistischeren Anfänge (z.B. mit dem Phonographen 1877 von Thomas Alva Edison) bis in die heutige Zeit nicht verstehen. Tatsächlich bewahrt die überwiegende Mehrheit aller mir bekannten Menschen Tonträger in der einen oder anderen Form auf und nutzt sie höchstwahrscheinlich zur gelegentlichen Wiedergabe. Selbst meine Oma hatte ein paar tolle Scheiben von Caterina Valente.

The ShadowsObwohl in deren Hochzeit hineingeboren, habe ich die Schallplatte weitestgehend ignoriert und etwa 1980 mit der Audiokassette (compact cassette) als Medium und dem RFT Geracord 6020 als Monorekorder angefangen. Meine erste ab Werk bespielte Audiokassette war „The Shadows“, erschienen bei AMIGA (051 086, seinerzeit 23,60 M) – ein Geschenk meines Vaters, der damit meinen damaligen Musikgeschmack eindrucksvoll verfehlte, was aber nicht bedeutet, dass ich mich über das Geschenk nicht gefreut hätte. Überwiegend habe ich jedoch Musik, die in Radiosendungen gespielt wurde, über die Stereoanlage Rema Andante meiner Eltern aufgenommen. Sony Walkman F18Ab 1987 habe ich Musik über den Sony Walkman WM-F18 auf den Ohren gehabt. Den Sprung zu eigenen Stereoaufnahmen habe ich dann 1988 mit dem RX 80 Rema Tonica (inkl. den B 9161 Tonica Boxen) sowie einem Stereo-Kassettendeck von Teac (dessen genaue Bezeichnung ich heute nicht mehr weiß) gemacht. Im Jahr 1990 kam dann der erste CD-Player als Teil einer Pioneer-Komponentenanlage dazu. Hauptsächlich habe ich aber Audiokassetten über das 3-Kopf-Kassettendeck Pioneer CT 656 MkII genutzt und CDs nur gelegentlich eingelegt, z.B. geliehen aus einer Videothek (das gab es damals noch). Einige wenige CDs habe ich auch schon gekauft (z.B. ELO Discovery).

Erst als ich ab 1992 bis 1994 meine noch heute genutzte Audioanlage (beginnend mit den Lautsprecherboxen Elac EL 141, ergänzt um den Vorverstärker Luxman C-03, den Endverstärker M-03 und den CD-Player Onkyo DX-6850) zusammengestellt hatte, ging ich zum regelmäßigen CD-Kauf über und die Audiokassette verlor immer mehr an Bedeutung. Kenwood DPC-541Oft war eine CD-Neuanschaffung durch Vorstellungen oder Kritiken in Audiomagazinen (Stereoplay, HiFi-Vision, Audio) motiviert. Mobiles Hörvergnügen ging dann ab 1994 mit dem CD-Player Kenwood DPC-541. Die Formate MD (MiniDisc) und DCC (Digital Compact Cassette) habe ich ausgelassen. Im Jahr 2003 habe ich mir dann den Pioneer DV-565-K gekauft, um mich für die neuen Formate SACD und DVD-A zu rüsten und auch weiterhin CDs und DVDs abspielen zu können. Was das Abspielen von CDs anbetrifft, war das übrigens eine Enttäuschung. Meiner Meinung nach kommt das Pioneer DV-565-K nicht an die Auflösung und die Dynamik des betagten Onkyo DX-6850 heran. So blieb der Onkyo-CD-Player stehen und ich habe sogar noch einen gebrauchten DX-6850 dazugekauft – als „Backup“ sozusagen. Mit der Verbreitung der SACD und der DVD-A ging es dann lange nicht so schnell voran, wie ich dachte. Ich besitze bis heute gerade mal eine SACD (und das auch eher zufällig) und keine Audio-DVD. Mittlerweile geht es um einen etwaigen Siegeszug von Blu-ray, wobei Musik sicher eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Mit der virtualisierten Plattensammlung im komprimierten Format (z.B. MP3, WMA oder AAC) habe ich mich nicht so richtig anfreunden können und ich habe bisher auch noch keinen Download gekauft. Für unterwegs nutze ich zwar auch einen MP3-Player von TrekStor mit einer überholten Kapazität von 256 MB, aber lieber ist mir eine aufwändig gestaltete CD, deren Booklet ich beim Hören betrachten und die Songtexte mitlesen kann.
Gerade vor Kurzem habe ich zum Beispiel, angeregt durch das Buch „Saucerful of Secrets, vom Underground zur Supergroup - eine Odyssee“ von Nicolas Schaffner einige CDs von Pink Floyd nachgekauft (Meddle, The Dark Side Of The Moon, Wish You Were Here, Animals, The Wall, The Final Cut, A Momentary Lapse Of Reason).

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