Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Elektronik

Musikkonserven

Die Konservierung (von lateinisch. conservare, „erhalten, bewahren“ [Wikidedia]) von Musik scheint der Menschheit am Herzen zu liegen. Anders kann ich die Entwicklung von der ersten Idee („Konservierung des gesprochenen Wortes“ 1589 des italienischen Physikers Porta) über die realistischeren Anfänge (z.B. mit dem Phonographen 1877 von Thomas Alva Edison) bis in die heutige Zeit nicht verstehen. Tatsächlich bewahrt die überwiegende Mehrheit aller mir bekannten Menschen Tonträger in der einen oder anderen Form auf und nutzt sie höchstwahrscheinlich zur gelegentlichen Wiedergabe. Selbst meine Oma hatte ein paar tolle Scheiben von Caterina Valente.

The ShadowsObwohl in deren Hochzeit hineingeboren, habe ich die Schallplatte weitestgehend ignoriert und etwa 1980 mit der Audiokassette (compact cassette) als Medium und dem RFT Geracord 6020 als Monorekorder angefangen. Meine erste ab Werk bespielte Audiokassette war „The Shadows“, erschienen bei AMIGA (051 086, seinerzeit 23,60 M) – ein Geschenk meines Vaters, der damit meinen damaligen Musikgeschmack eindrucksvoll verfehlte, was aber nicht bedeutet, dass ich mich über das Geschenk nicht gefreut hätte. Überwiegend habe ich jedoch Musik, die in Radiosendungen gespielt wurde, über die Stereoanlage Rema Andante meiner Eltern aufgenommen. Sony Walkman F18Ab 1987 habe ich Musik über den Sony Walkman WM-F18 auf den Ohren gehabt. Den Sprung zu eigenen Stereoaufnahmen habe ich dann 1988 mit dem RX 80 Rema Tonica (inkl. den B 9161 Tonica Boxen) sowie einem Stereo-Kassettendeck von Teac (dessen genaue Bezeichnung ich heute nicht mehr weiß) gemacht. Im Jahr 1990 kam dann der erste CD-Player als Teil einer Pioneer-Komponentenanlage dazu. Hauptsächlich habe ich aber Audiokassetten über das 3-Kopf-Kassettendeck Pioneer CT 656 MkII genutzt und CDs nur gelegentlich eingelegt, z.B. geliehen aus einer Videothek (das gab es damals noch). Einige wenige CDs habe ich auch schon gekauft (z.B. ELO Discovery).

Erst als ich ab 1992 bis 1994 meine noch heute genutzte Audioanlage (beginnend mit den Lautsprecherboxen Elac EL 141, ergänzt um den Vorverstärker Luxman C-03, den Endverstärker M-03 und den CD-Player Onkyo DX-6850) zusammengestellt hatte, ging ich zum regelmäßigen CD-Kauf über und die Audiokassette verlor immer mehr an Bedeutung. Kenwood DPC-541Oft war eine CD-Neuanschaffung durch Vorstellungen oder Kritiken in Audiomagazinen (Stereoplay, HiFi-Vision, Audio) motiviert. Mobiles Hörvergnügen ging dann ab 1994 mit dem CD-Player Kenwood DPC-541. Die Formate MD (MiniDisc) und DCC (Digital Compact Cassette) habe ich ausgelassen. Im Jahr 2003 habe ich mir dann den Pioneer DV-565-K gekauft, um mich für die neuen Formate SACD und DVD-A zu rüsten und auch weiterhin CDs und DVDs abspielen zu können. Was das Abspielen von CDs anbetrifft, war das übrigens eine Enttäuschung. Meiner Meinung nach kommt das Pioneer DV-565-K nicht an die Auflösung und die Dynamik des betagten Onkyo DX-6850 heran. So blieb der Onkyo-CD-Player stehen und ich habe sogar noch einen gebrauchten DX-6850 dazugekauft – als „Backup“ sozusagen. Mit der Verbreitung der SACD und der DVD-A ging es dann lange nicht so schnell voran, wie ich dachte. Ich besitze bis heute gerade mal eine SACD (und das auch eher zufällig) und keine Audio-DVD. Mittlerweile geht es um einen etwaigen Siegeszug von Blu-ray, wobei Musik sicher eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Mit der virtualisierten Plattensammlung im komprimierten Format (z.B. MP3, WMA oder AAC) habe ich mich nicht so richtig anfreunden können und ich habe bisher auch noch keinen Download gekauft. Für unterwegs nutze ich zwar auch einen MP3-Player von TrekStor mit einer überholten Kapazität von 256 MB, aber lieber ist mir eine aufwändig gestaltete CD, deren Booklet ich beim Hören betrachten und die Songtexte mitlesen kann.
Gerade vor Kurzem habe ich zum Beispiel, angeregt durch das Buch „Saucerful of Secrets, vom Underground zur Supergroup - eine Odyssee“ von Nicolas Schaffner einige CDs von Pink Floyd nachgekauft (Meddle, The Dark Side Of The Moon, Wish You Were Here, Animals, The Wall, The Final Cut, A Momentary Lapse Of Reason).

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Mobiler Audiorecorder Zoom H2 - Die inneren Werte

Vor dem zweiten Teil meines Erfahrungberichtes schiebe ich mal noch ein paar Bilder ein, Fotostrecke nennt sich sowas wohl im aktuellen Online-Medien-Deutsch:

Als Techniker mit der “Lizenz zum Löten” interessieren mich meist auch die inneren Werte von Geräten. Sofern es nicht allzu kompliziert aussieht, greife ich gerne zum Werkzeug und zerlege das Gerät, soweit ich es dann auch wieder zusammengebaut bekomme.

Der Zoom H2 besteht aus zwei Gehäuseschalen, im Oberteil ist die Bedienelektronik mit dem Display montiert, das habe ich nicht weiter auseinander gebaut. Das Unterteil mit dem Batteriefach trägt die eigentliche Elektronik-Platine mit der Träger-Platte für die Mikrofonkapseln.

Herzstück des Zoom H2 ist ein DSP von “Texas Instruments”, namentlich der TMS320VC5509A, ein für den mobilen Bereich optimierter Digitaler Signalprozessor. Da der interne Speicher des DSP mit 64kB ROM und 256kB RAM nicht ausreichend ist, stehen ihm zusätzlich 8MB SDRAM EM638165TS von “Etron Tech” und 1MB Flash-ROM EN29LV800BT (Nachfolger EN29LV800C) von “Eon Silicon Solution” als Programmspeicher zur Seite. Wie man dem Datenblatt des TI-DSPs entnehmen kann, unterstützt dieser USB 2.0 Full-Speed, dazu später im Erfahrungsbericht mehr.

Der Analog-Teil wird von drei Dual-OPVs (Operationsverstärker) dominiert, hier kommen die NJM2100 von “JRC” zum Einsatz. Außerdem findet man im Analogbereich noch einen 4-fach Analog-Schalter TS3A5018 von “Texas Instruments”. Die Analog-Digital-Wandlung (ADC) übernehmen zwei “Texas Instruments” Stereo-ADC/-DAC vom Typ TLV320AIC32. Diese können 24 Bit mit 96 kHz umsetzen.
Bei den letztgenannten Schaltkreisen im Analog- bzw. Wandlerteil war es gar nicht so einfach, die genauen Typen zu finden, da auf SMD-Bauelementen meist wegen des Platzmangels nicht die vollständige Typenbezeichnung sondern nur eine Kurzform aufgedruckt ist. Ich hoffe aber, daß ich mit meiner “Entschlüsselung” richtig liege.

Nicht ganz unwichtig sind die Mikrofon-Kapseln, deren vier man im Zoom H2 findet. Leider gibt es da keinerlei Aufdrucke die Hinweise auf den Hersteller oder die Typenbezeichnung geben könnten. Sie haben einen Durchmesser von 10 mm und sind 4,5 mm dick.

So, und nun viel Spaß beim Nachbauen :-)

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