Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Datenübertragung

Packard Bell dot m - Fotos, Musik u.v.m.

Verschiedenste Anforderungen haben bei mir kürzlich zur Anschaffung eines sogenannten Netbooks für unterwegs geführt:

  • Internet:
    Sicher kein “Muss”, aber nett wenn man kann. Immer häufiger wird ein WLAN-Zugang angeboten - zumindest in Hotels im Ausland und oft kostenlos. Bisher habe ich dafür einen PDA genutzt, aber die meisten WAP-Angebote sind jetzt nicht so die Erfüllung.
  • MP3-Player bestücken:
    Irgendwie ist meist nicht die Musik drauf, auf die ich Lust habe. Ja, ich könnte mir mal einen MP3-Player mit einer anständigen Kapazität anschaffen, dann gäbe es das Problem nicht. Aber dazu nutze ich ihn zu selten.
  • Aufnahmen vom Zoom H4n sichten:
    Es hat sich für mich als mühsam erwiesen die richtige Aufnahme am Zoom H4n selbst zu suchen. Vor allem wenn es a) davon viele gibt, die b) vor längerer Zeit getätigt wurden und c) eine gewisse Länge aufweisen. Da hilft nur: sofort auf den Rechner damit und SD-Karte löschen.
  • Fotos sichern: Den eigentlichen Auslöser für den Kauf des Netbooks gab aber meine Überlegung zum Thema Datensicherung meiner Fotos (siehe auch hier) und die Vorbereitung des nächsten Urlaubs. Dabei soll das Netbook natürlich nicht das eigentliche Bilderarchiv werden, sondern ist für die Sicherung zwischendurch gedacht. Also für Sicherungskopien, eine erste Sichtung und um die Speicherkarten wieder frei zu bekommen - alternativ zu einem ImageTank (Portable Storage Device) sozusagen.

Für all das kann man ganz wunderbar ein ordentliches Notebook nehmen, aber das ist mir zu schwer. Kleiner, leichter und schnittiger sind Subnotebooks, aber die sind mir zu teuer. Da ich aber jetzt nicht die Killeranwendung habe, reicht bestimmt auch ein Mini-Notebook oder Netbook. Zumindest halte ich die standardmäßig verbaute 160GB-Festplatte für ausreichend. Um zu sehen, welches Gerät für mich groß genug zum Bedienen und gleichzeitig klein und leicht genug zum Tragen und ausserdem noch bezahlbar ist (und das sind nicht nur drei Wünsche auf einmal sondern ist auch eine sehr individuelle Angelegenheit), bin ich mal in unseren Media Markt gegangen. Dort lagen Netbooks, schön nebeneinander aufgereiht, mit Displays von 8,9″ bis etwa 13″. Was die Auswahl des Gerätes angeht, so war es doch leichter als ich dachte. Zu 8,9″-Displays sage ich nichts weiter. Bei Netbooks mit 10″-Display war mir die typische Displayauflösung von 1024×600 doch zu knapp. Noch störender war die zu kleine Tastatur. Viel besser war beides bei einem Gerät mit 11,6″-Display (1366×768). Alle weiteren Geräte waren mir zu groß, zu schwer und/oder zu teuer. Somit wusste ich, wonach ich suche. Erstaunt war ich, dass ich dann nur drei verschiedene (lieferbare) Geräte mit 11,6″-Display im Internet gefunden habe: Acer Aspire One 751, Packard Bell m dot 025 und Asus Eee PC 1101HA. Alle drei nahezu identisch ausgestattet (Intel Atom CPU, 1GB RAM, 160GB HD, Windows XP Home). Dabei sollen das Acer und das Packard Bell die gleiche Plattform haben. Packard Bell gibt seinem “dot m” obendrauf das Adobe Photoshop Elements 6.0 als Vollversion mit. Ausserdem schien es ein paar Euro preiswerter zu sein. Da gab es dann nicht mehr viel zu überlegen…
Und dem ersten Eindruck nach ist das Gerät trotz Atom-CPU für mich schnell genug und mit (nachgemessenen) 1410g (inkl. Akku) noch gut zu transportieren. Auch die angegebene Akkulaufzeit von ca. 8 Stunden (6-Zellen-Akku) scheint erreicht zu werden. Das spiegelnde Display (welches alle drei o.g. Geräte haben) kann man hassen lernen, aber in Umgebungen mit wenig Licht werden Fotos kontrastreich dargestellt.

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Audiorecorder Zoom H2 - Datenträger und -transfer

SD und MMC Karten von extrememory, SanDiskIrgendwo müssen die Audiodaten, welche die Mikrofone liefern, die Vorverstärker verstärken, die AD-Wandler digitalisieren und der DSP verarbeitet ja hin. Da das Zoom H2 über keinen internen Speicher für die Audiodaten verfügt, wird ein Speichermedium benötigt. Eines gehört bereits zum Lieferumfang, eine 512MB SD-Karte. Man kann auch die älteren MMC-Karten verwenden, bei SD-Karten sind bis zu 4GB (SDHC) möglich.

Weil es Wechselmedien sind, kann man diese auch wechseln, und das sollte man besser auch tun. Also die Speicherkarte aus dem Gerät nehmen und mit einem USB 2.0 Kartenleser die Aufnahmedaten auslesen, besonders bei größeren Dateien. Denn auch wenn das Zoom H2 USB 2.0 kompatibel ist, überträgt es Daten nur mit maximal 12 MBit (Full Speed, ich hatte es schon angedeutet), wenn man es direkt als USB-Massenspeicher-Gerät an den PC anschließt, also nicht schneller als ein USB 1.x-Gerät.

Kartenspiele

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schnell oder langsam die Datenübertragung wirklich ist, habe ich einen kleinen Test durchgeführt. Am Start waren eine MMC-Karte extrememory 256 MB, die mitgelieferte 512 MB SD-Karte und eine Sandisk Ultra II 2 GB SD-Karte. Übertragen wurde eine 250 MB große WAV-Datei. Mit dem Zoom H2 direkt als USB-Laufwerk am Rechner dauerte es von der MMC-Karte 6:30 Minuten, mit den SD-Karten 4:45 Minuten. Mit einem echten USB 2.0 Kartenleser (Sandisk ImageMate 12 in 1) waren die Daten von der MMC-Karte in 2:30 Minuten im Rechner, mit der originalen 512er SD-Karte dauerte es nur noch 30 Sekunden, die Sandisk Ultra II war sogar noch 5 Sekunden schneller.

Die MMC Karte ist selbst eher langsam, funktioniert zwar, ist aber eher ein Notbehelf und dürfte bei hohen Aufnahmedatenraten (24 Bit/ 96 kHz Stereo) Probleme bereiten. SD-Karten sind natürlich erste Wahl, sollten aber nach der Aufnahme besser in einem externen USB 2.0 Highspeed Kartenleser ausgelesen werden.

Noch ein Hinweis zum Kartenwechsel. Das Zoom H2 speichert alle Einstellungen wie Aufnahmemodus, Dynamik-Funktionen und sonstige Konfigurationsdaten auf der SD-Karte. Damit gehen diese Einstellungen bei einem Kartenwechsel verloren, bzw. kommen wieder zurück, wenn man die ursprüngliche Karte in das Gerät steckt. Man darf sich also nicht wundern, wenn mit einer neuen Karte alle Einstellungen wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt sind. Auch ein Formatieren des Datenträgers im Gerät befördert neben den Aufnahmen auch die Einstellungen ins Nirvana.

Knaller und bohrende Fragen

Weil kurz nach Weihnachten Silvester ins Haus steht, wollte ich es aufnahmetechnisch richtig Krachen lassen. Da ich aber selbst auch ein wenig feiern wollte, habe ich das Zoom-H2 kurzer Hand mit einer Stativklemme draußen am Fensterrahmen befestigt und mehr oder weniger sich selbst überlassen. Rausgekommen oder besser reingekommen ins Geät ist dabei das:
Silvester Knaller
Ist natürlich nur ein Ausschnitt, die Gesamtaufnahme war etwa 450 MB groß (16 Bit, 44 kHz, Stereo), die ich in knapp einer Minuten mit dem Kartenleser im Rechner hatte.

Immer wieder angenehm zu hören ist ja so ein Zahnarzt-Bohrergeräusch. Da bei mir ohnehin ein Loch gestopft werden mußte, hatte ich die Gelegenheit wahrgenommen, um das beliebte Bohren auzunehmen. Hier ist erstmalig eine besondere Eigenschaft des Zoom-H2 zum Tragen gekommen, nämlich die Tatsache, daß das Gerät über vier Mikrofone verfügt. Allerdings war die Auswirkung nicht so, wie ich es gewollt hätte.

Zoom H2 Mikrofon Front RearBisher hatte ich immer mit den rückseitigen Mikrofonen aufgenommen, einfach deshalb, weil sich die Schallquelle mir gegenüber befand und ich so das Display im Auge behalten konnte. Man will ja wissen, wie lange schon aufgenommen wurde, wie es mit den Akkus aussieht und ob der Pegel im grünen Bereich liegt.

Beim Zahnarzt habe ich das Gerät auch so aufgestellt, das ich die Anzeige sehen konnte, nur war ich dieses mal selber, oder eher mein Zahn nebst Bohrer die Schallquelle. Tja, da hätte ich besser die vorderen Mikrofone aktivieren sollen. Habe ich aber nicht, rausgekommen ist dabei das:
Zahnarzt bohren
Ich habe also den Raumschall aufgenommen, das Bohren ist kaum zu hören und wird zudem vom Rauschen und Blubbern dieses Absaugrüssels übertönt. Dabei ist das eigentlich nicht zu übersehen, welche Mirkofone aktiv sind, es gibt extra mit “MIC ACTIVE” bezeichnete LEDs, welche den Betriebszustand signalisieren. Man muß halt nur darauf achten.

Vier Mikrofone sind ja ganz nett, man sollte sich aber immer darüber im klaren sein, wo die Schallquelle ist und welche Mikrofone dafür optimalerweise aktiv sein sollten.

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