Im Wechsel der Akkorde
Stichwort: Canon EF 135/2 L USM

Ich packe meine Tasche… (Fortsetzung)


Bevor ich auf meine Urlaubsreise gegangen bin, haben sich an der ursprünglichen Liste der Fotoausrüstung, die ich mitnehmen wollte, noch ein paar Änderungen ergeben. Nach langem Hin und Her konnte ich dann doch schlecht auf mein Stativ verzichten. Das war in der familiären Gepäckplanung für einen kleinen Konflikt gut. Letztlich habe ich es aber mitnehmen dürfen. Ich habe es für den Transport auseinander gebaut und es konnte im großen Koffer untergebracht werden. Außerdem ist mir dann noch das Canon EF 135/2 L USM in die Fototasche gerutscht. Das war wohl mehr eine Angelegenheit des Wohlfühlens, denn die Brennweite hatte ich bereits mit meinem Telezoom abgedeckt. Darüber hinaus habe ich noch zwei weitere Kompaktblitzgeräte samt Ersatzakkus für entfesseltes Blitzen mitgenommen. Hier nun also die komplette Liste meiner Fotoausrüstung für die Schottlandrundreise:

  • Canon EOS 5D Mark II mit Ersatzakku, Ladegerät und diversen CF-Cards
  • Canon EF 16-35/2.8 L II USM mit Hoya HD Polfilter
  • Canon EF 50/1.4 USM
  • Canon EF 70-200/4 L IS USM
  • Canon EF 135/2 L USM
  • Kenko Teleplus 1,4x Pro300 DG
  • Stativ Giottos MT9370 (Alu-Dreibein) mit Giottos MH1300-657 (Kugelkopf)
  • 2x Metz mecablitz 58 AF-1 und 1x Metz mecablitz 58 AF-1 jeweils mit AA-Ersatzakkus und Ladegerät (BC700)
  • Reinigungszeug (Lenspen, Microfasertuch)

Bis auf das Stativ habe ich alles in meiner Fototasche von Lowepro (Classified Sling 220 AW) untergebracht und als Handgepäck mit ins Flugzeug genommen.

Jetzt bin ich wieder zurück in der Heimat und möchte doch gern wissen ob es sich gelohnt hat, fast meine gesamte Fotoausrüstung mitgenommen zu haben. Behelfsmäßig würde ich als Maßstab mal die Nutzungshäufigkeit ansetzen. Statistik BrennweiteUnabhängig davon kann ich sagen, dass es richtig war das Stativ dabeigehabt zu haben. Wenn ich es auch nicht bei der Mehrheit der Bilder genutzt habe, so war es doch verhältnismäßig oft im Einsatz und dann um so wichtiger. Um bezüglich der Nutzungshäufigkeit der Objektive eine Aussage zu erhalten, habe ich mal ExposurePlot über die knapp 2000 Bilder gejagt. Die am häufigsten eingesetzte Brennweite ist demnach 16 mm (451 mal), dicht gefolgt von 35 mm (438 mal). Damit sind das untere und obere Ende des Canon EF 16-35/2.8 L II USM markiert. Rein vom Gefühl her hätte ich eine Häufung um die 24 mm vermutet, aber die Brennweiten zwischen 16 und 35 mm verteilen sich recht gleichmäßig (außer einer kleinen Spitze bei 27 mm mit 72 mal). Dieses Objektiv musste also unbedingt dabei sein.
Die nächst häufige Brennweite ist 200 mm (208 mal) - das obere Ende des Canon EF 70-200/4 L IS USM. Es war also auch ein sicherer Kandidat. Das untere Ende (70 mm) dieses Objektivs ist mit 109 mal auch noch stark vertreten, aber die vierthäufigste Brennweite ist 50 mm (Canon EF 50/1.4 USM) und 158 mal vertreten. Vom Gefühl her hätte ich nicht vermutet, dass dieses Objektiv auch recht häufig zum Einsatz kam. Seinen Platz in der Fototasche hatte es also zu Recht.
Mit der Brennweite 135 mm habe ich insgesamt nur 52 Bilder gemacht. Die muss ich mir mal näher ansehen, ob die nicht teilweise auch mit dem 70-200 entstanden sind. Auf das Canon EF 135/2 L USM hätte ich also am ehesten verzichten können.
Zu den Blitzgeräten kurz und knapp: mit einem der Blitze auf dem Blitzschuh sind einige Fotos entstanden; entfesselt habe ich nicht ein einziges Mal geblitzt. Für eine etwas aufwändigere Lichtkomposition war einfach keine Zeit. Die zusätzlichen Blitzgeräte hätten also gut zu Hause bleiben können.
Gefehlt hat mir hingegen meine Canon EOS 40D, die gegenüber der 5DMkII einfach schneller ist - sowohl bei der Serienbildrate als auch bei der Auslöseverzögerung - und damit für Action (zum Beispiel beim Dolphin Watching in Cromarty) besser geeignet ist.

0 Kommentare »

Zebraspinne

In Anbetracht der ansonsten ganz überwiegenden Besiedelung meines Gartens durch Kreuzspinnen, ist diese Zebraspinne, die ich heute entdeckt habe, schon etwas besonderes. Es scheint sich wegen des recht blassen Hinterleibs um ein junges, zumindest aber nicht legereifes Weibchen zu handeln.

2 Kommentare »

Schärfentiefeübungen

Ein Hauptgrund, warum Menschen Fotos anfertigen, ist der, dass man sie sich später ansehen kann. Ich persönlich sehe mir lieber Fotos an, die irgendwie interessant sind. Als (Hobby-)Fotograf versuche ich deshalb selbst interessante Bilder zu machen, was nicht immer einfach ist. Ein Handicap der (traditionellen) Fotografie besteht darin, dass der Mensch seine Umwelt dreidimensional wahrnimmt und ein Foto nur zwei Dimensionen bietet. Allerdings kann der Fotograf unter Ausnutzung von menschlichen Sehgewohnheiten in seinen Fotos mit unterschiedlichen Mitteln einen räumlichen Eindruck erzeugen. Überwiegend wirken Fotos mit räumlicher Tiefe interessanter als andere. Ein mögliches Gestaltungsmittel dafür ist eine bewusst gewählte Schärfentiefe, die das (Haupt-)Motiv im Bild (scharf) vom Vorder- und/oder Hintergrund (unscharf) freistellt. Das funktioniert bei digitalen Kameras, die einen größeren Sensor haben (z.B. Spiegelreflexkameras), besser als bei solchen mit kleinem Sensor (z.B. digitale Kompaktkameras) - ein gern gebrauchtes Argument für Spiegelreflexkameras. Weiterhin haben folgende Größen Einfluss auf den Grad der Schärfentiefe: Brennweite, Blende und Aufnahmeentfernung. Sehr vereinfacht könnte man sagen, dass eine größere Brennweite, eine größere Blende (kleinerer Blendenwert) und eine geringere Aufnahmeentfernung jeweils eine geringere Schärfentiefe nach sich ziehen.

Aber wie gering ist denn nun eine geringe Schärfentiefe? Das lässt sich berechnen, zum Beispiel mit diesem Schärfentieferechner. Noch ein konkretes Beispiel: bei einer Aufnahmeentfernung von 100cm, einer Brennweite von 135mm und der Blende 2.0 sollte an einer Kamera mit Kleinbildsensor ein Bereich (in der Tiefe) von knapp 6mm scharf dargestellt werden. Der Übergang zwischen Schärfe und Unschärfe ist übrigens fließend. Schön, dass man so einen Wert berechnen kann. Aber wie sieht das dann auf dem Foto aus? Neben dem Wissen um die Zusammenhänge braucht es hierfür vor allem Erfahrung. Ich kenne zumindest niemand, der erst einmal seinen Schärfentieferechner auspackt, wenn er ein Foto machen will. Hauptsächlich nimmt der Fotograf über die Wahl der Blende Einfluss auf die Schärfentiefe. Im Zweifel könnte man die Blendenreihe durchfotografieren und sich das beste Ergebnis aussuchen. Manchmal hat man aber nur einen Versuch. Um an diese Erfahrungen zu kommen habe ich angefangen, bewusst die Gestaltung mit der Schärfentiefe zu üben. Zur Illustration habe ich ein paar Bildbeispiele eingefügt. Alle Bilder habe ich mit der Canon EOS 5D Mark II und dem Canon EF 135/2 L USM bei ISO 100 und Zeitautomatik gemacht. Die Aufnahmeentfernung war (mit Hilfe eines Zwischenrings) kleiner als einen Meter.

0 Kommentare »

Internationale Folklorelawine 2010

Bei dem wundervollen Wetter des (leider schon wieder) zurückliegenden Wochenendes habe ich am Sonntag (06. Juni 2010) eine Zeit lang der Internationalen Folklorelawine in Burg (Spreewald) zugeschaut. Dabei wurde ich nicht wirklich von der Folklore überrollt. Vielmehr gab es nach einem kunterbunten Einmarsch eine Reihe von folkloristischen Darbietungen über vier Stunden auf der Bühne des nagelneu gestalteten Burger Festplatzes. Gastgeber war der Landkreis Spree-Neiße und das wohl schon zum zehnten mal. International heißt hierbei, dass Sänger, Tänzer und Musiker aus verschiedenen Ländern daran mitwirken und ihre Kultur und Lebensfreude zeigen. Die Lawine rollte bereits am Freitag über Lübbenau/Spreewald und am Sonnabend über Guben hinweg. Im Programmheft findet man neben dem Grußwort des Schirmherrn (Mathias Platzek) und natürlich dem Programm auch jeweils eine Seite über die Folkloregruppen aus Algerien, Brasilien, Bayern (Deutschland), den Sorben (Deutschland), Georgien, Großbritannien, Indien, Irland, Israel, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien und Weißrussland. Leider waren einige Gruppen, darunter auch die Irländer, nicht in Burg am Start. Ein paar Bilder davon möchte ich Euch nicht vorenthalten.

1 Kommentar »

Willkommen Canon EF 135/2 L USM

Canon EF 135/2 L USMMit dem Verkauf von zwei meiner Objektive (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS und Canon EF-S 10-22/3.5-4.5 USM), die ich nicht am Vollformat (Kleinbild, Canon EOS 5D Mark II) verwenden kann, hatte ich einen finanziellen Spielraum gewonnen, um mir einen anderen Objektivwunsch erfüllen zu können.
Es handelt sich um die Festbrennweite Canon EF 135/2 L USM, die ich gebraucht aus der Bucht gezogen habe. Dieses leichte Teleobjektiv scheint am Kleinbildsensor recht beliebt für Kopfporträts und Hallensport zu sein. Die Bilder, die ich bisher gesehen hatte und die mit diesem Objektiv gemacht wurden, haben mich ziemlich begeistert. Diese Linse stand dann auch (mit) ganz oben auf meiner Wunschliste. So konnte ich es wieder einmal kaum erwarten, bis das Päckchen bei mir eingetroffen war…
Canon meint, dass es das lichtstärkste und leichteste 135mm-Teleobjektiv seiner Klasse sei. Wie auch immer - viel schwerer als die 750g sollte ein Objektiv meiner Meinung nach nicht sein (ausgenommen mal die Super-Tele-Objektive). An der 5D Mark II wirkt es aber noch nicht kopflastig (zusammen 1,6 kg). Mit angesetzter Streulichtblende (die bei Canon i.d.R. nur bei L-Objektiven mitgeliefert wird) ist es schon ein ordentlicher Kloben.
Durch die Lichtstärke ist das Sucherbild schön hell. Die Möglichkeiten zur Freistellung (durch einen in der Tiefe begrenzten Schärfebereich) und das Bokeh (Aussehen und Verlauf des beabsichtigten Unschärfebereichs) sind sehr eindrucksvoll. Erstaunlicher Weise verliert es an der 40D etwas von dem Zauber. Durch den anderen Bildwinkel ist es halt ein anderer Eindruck.
Leider (im Hinblick auf die Anschaffungskosten) muss ich für mich konstatieren, dass es mit einer tollen DSLR-Kamera allein nicht getan ist. Erst hoch- und höchstwertige Objektive erschließen das Potential und machen letztlich die Faszination für mich aus.

1 Kommentar »