09.01.2010 21:59 von pommerizer in
Fototechnik
Ich mache schon länger Musik als Fotos. Deshalb habe ich wahrscheinlich mehr Zubehör zum Musikmachen als für das Fotografieren. Wie auch immer, ich wollte mal etwas mit mehreren entfesselten Blitzgeräten machen und brauchte eine flexible Möglichkeit die Blitzgeräte zu positionieren. Nun gibt es im etablierten Handel eine gut sortierte Auswahl an Lichtstativen. Diese kosten allerdings (Überraschung!) Geld. Ich dachte, vielleicht könnte ich (wenigstens übergangsweise) meine Mikrofonstative dazu “missbrauchen”. Da es bei mir keinen rauen Bühnenalltag zu bewältigen gibt, sind meine Stative mehrheitlich ganz einfache Modelle für 9,90 €. Aber sie machen ihren Job.
Und so ein Blitzgerät ist ja nicht unbedingt schwer. (Bei Schirmen und Softboxen sieht es dann schon anders aus…) Dummer Weise sind im Musikbereich Anschlussgewinde bei 3/8 und 5/8 Zoll üblich. Bei der Fotografie ist eigentlich 1/4 Zoll Standard. Ich würde also dafür einen Gewindeadapter benötigen. Ich habe mir dafür das K&M Reduziergewinde (21920) für 3,90 € herausgesucht. Da könnte ich dann auch meinen Zoom H4n draufschrauben. Jetzt besteht allerdings noch die Schwierigkeit, dass der Blitz nicht auf ein 1/4″-Gewinde geschraubt, sondern in einen Bliztzschuh gesteckt werden will. Da ich die Blitze entfesselt steuern möchte, benötigt dieser Halte-Blitzschuh keine Kontakte (besser er hat keine …). Als (ebenfalls) ganz einfache Möglichkeit habe ich mir dafür den SOMIKON Blitzschuhadapter mit Gewinde für 2,90 € herausgesucht. Wie auf den Bildern dargestellt, funktioniert das ganz ordentlich. Für insgesamt 16,70 € (ohne Versand gerechnet) vielleicht eine brauchbare Lösung.
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K&M Reduziergewinde 21920
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K&M Reduziergewinde 21920
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Somikon Blitzschuhadapter mit Gewinde
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Somikon Blitzschuhadapter mit Gewinde
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Blitzschuh auf Reduziergewinde
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Blitz in Blitzschuh auf Reduziergewinde
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10.12.2009 08:24 von pommerizer in
Literatur
Na ja, es sind ja noch ein paar Tage bis zum Weihnachtsfest und vielleicht fehlt ja noch etwas auf dem Gabentisch. Mir gefällt dieses Buch jedenfalls so gut, dass ich es empfehlen möchte. Das Thema des Buches ist der Einsatz und Umgang mit Systemblitzen, vorrangig entfesselt - oder besser noch: es geht um Licht(qualität). Erfrischender Weise handelt es sich hier aber nicht ansatzweise um eine fortgeführte Bedienungsanleitung, sondern eher (wie der Name schon sagt) um ein Tagebuch aus dem Fotografenleben mit Erfolgen und Mißerfolgen. Den Schreibstil würde ich als durchaus ausschweifend, immer unterhaltend und humorvoll bezeichnen. Joe McNally nutzt das Nikon-System und so geht es konkret um die entsprechenden DSLRs und die SB-Blitzlinie, aber auch viel (insbesondere was die Lichtformung betrifft) um Zubehör von anderen Anbietern. Die Nikon-Präferenz stört mich als EOS-Nutzer aber überhaupt nicht, denn es gibt bei Canon immer eine Parallele (i-TTL -> E-TTL, usw.). Das wertvollste an diesem Buch ist in meinen Augen, dass der Autor (als jemand der sich mit Licht und Fotografie auskennt) den Leser an seinem Denkprozess teilhaben lässt. Das Buch ist 2009 in der deutschen Übersetzung erschienen (ISBN: 3827328675). Auf der Amazon-Seite gibt es auch eine Leseprobe.
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18.08.2009 10:28 von pommerizer in
Fototechnik
Das Fotografieren als Solches funktioniert im Allgemeinen besser mit Licht. Genauer gesagt mit ausreichend Licht. Ergibt sich dieses nicht freiwillig, kann man nachhelfen. Beim Fotografieren gebräuchlich sind dazu (u.a.) Blitzgeräte. Einige Kameras besitzen eingebaute Blitzgeräte. Der Nachteil eingebauter Blitzgeräte besteht in einer geringen Flexibilität bzgl. der Ausrichtung des Lichts und der starken Nähe der Lichtquelle zur optischen Achse, ggf. auch in eingeschränkter Leistung. Kompakte Systemblitzgeräte zum Aufstecken sind zwar oft nicht sehr viel weiter von der optischen Achse entfernt als die in der Kamera integrierten Blitzgeräte (wobei ein paar Zentimeter sehr wohl etwas ausmachen können), haben aber (meist/hoffentlich) einen schwenkbaren Reflektor. Somit besteht die Möglichkeit indirekt zu blitzen. Zum Beispiel an die Zimmerdecke, die (wenn sie hell ist) das Licht auf das Motiv reflektiert und dabei zerstreut. Im Gegensatz dazu wird direktes Blitzen oft als künstlich und unangenehm wahrgenommen (Stichwort: totgeblitzte Bilder). Es gibt auch Diffusoren (”Joghurtbecher”) als Vorsatz für Blitzgeräte, mit denen das Licht weicher gestaltet werden kann und harte Schatten vermieden werden sollen. Mit reflektierenden Flächen kann man Licht in die gewünschte Richtung umlenken: im kleinsten Fall mit einer Reflektorkarte am Blitzgerät, es gibt aber auch Stellwände mit reflektierender Oberfläche. Ausserdem muss es ja auch nicht immer das Hauptmotiv sein, das mehr/anderes Licht benötigt, sondern zum Beispiel der Bildhintergrund.
Der richtige Spaß am Blitzlicht fängt für mich allerdings beim entfesselten (also kabellosen) Blitzen mit mindestens zwei Blitzgeräten an, weil das Licht jetzt noch freier gestaltet werden kann. Es gibt verschiedene Systeme und die Anschaffung einer Remote-Blitzanlage kann schnell zu einer anspruchsvollen Investition werden (einfaches Beispiel: 1 Master-System-Blitz a 300 EUR plus 2 Slave-System-Blitze a 200 EUR). Der Vorteil liegt in der ausgefuchsten Steuerung der Blitze von der Kamera aus.
Ausserdem gibt es da noch Servoblitze. Die funktionieren so, dass sie mittels eingebautem Lichtsensor ein Blitzlicht registrieren und im gleichen Moment selbst einen Blitz abfeuern. Man könnte so zum Beispiel mit dem (internen/aufgesteckten) Blitz an der Kamera (und zwar unabhängig davon, wie dieser Blitz ausgerichtet ist und wie er zur Belichtung des Bildes beiträgt) ein oder mehrere Servoblitze auslösen, der/die zur optimalen Lichtformung irgendwo platziert sein kann/können. Und mit “auslösen” meine ich nicht “steuern”, denn die Lichtmenge der Servoblitze ist in der Regel nur manuell oder sogar nicht steuerbar. Die Belichtung des Bildes muss also manuell an der Kamera ggf. mit Versuch und Irrtum korrigiert werden (Blitzbelichtungskorrektur). Das ist aber hinzubekommen.
Nun könnte die Servoblitzwelt ja so schön sein, gäbe es da nicht den Vorblitz, der von der Kamera (aus welchen Gründen sei hier mal egal) in Auftrag gegeben wird. Folgendes Szenario: Vorblitz wird ausgelöst, Servoblitz erkennt Blitz und feuert, Hauptblitz folgt, Servoblitz ist noch nicht wieder geladen. Das führt regelmäßig dazu, dass der Servoblitz nicht an der Belichtung des Bildes mitwirken darf (zu früh abgeschossen, sozusagen). Behelfsmäßig können einige Blitze auf Teilleistung fahren, so dass nach dem Vorblitz noch genügend Energie im Kondensator ist um beim Hauptblitz noch mitmachen zu können. Aber es gibt auch Servoblitze mit schlauer Vorblitzerkennung: der Vorblitz wird erkannt und ignoriert und beim Hauptblitz wird gefeuert. Also alles bestens? Na gut, gegen ein vom Kamerablitz gesendetes (stroboskopisches) Einstelllicht für den Autofokus bei totaler Finsternis ist wohl kein Kraut gewachsen. Das gibt von den Servoblitzen ein ordentliches Gewitter…
Wer (wie ich) mit dieser Thematik ein bisschen experimentieren möchte, freut sich vielleicht (mit mir) über die oder das “Walimex 2in1 Videoleuchte und Blitzgerät” mit Vorblitzunterdrückung (Stellung S2) und Leitzahl 12 für 14,99 EUR bei Foto-Walser. Funktioniert prima. Toll auch als Aufhellblitz, wenn der Blitz nicht die Haupt- bzw. einzige Lichtquelle darstellt. Und mit der Fotoleuchte findet man ausserdem verloren gegangene Kontaktlinsen schneller.
(leicht überarbeitet am 20.08.2009)
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