Im Wechsel der Akkorde
Archiv: Juli 2014

XoviLichter Sterne – ein Zeitraffervideo-Versuch

Zeit der Sternschnuppen

Schon vor zwei Jahren habe ich versucht, ein paar Sternschnuppen (Meteore) der Perseiden mit meiner Kamera einzufangen. Immerhin ist mir das genau einmal gelungen. Für dieses Jahr habe ich im Vorfeld ein paar Versuche zur Optimierung meiner Aufnahme- und Nachbearbeitungsabläufe durchgeführt, in deren Ergebnis auch einige Videos aus den Einzelbildern entstanden sind.

Xovilichter?

Die Videosequenzen habe ich zu einem „Gesamtkunstwerk“ für den Xovilichter-SEO-Wettbewerb (aktuelle Top-123) verarbeitet:

Mit dem Video kann man zwar keinen der Preise bei der Xovilichter Keyword-Challenge gewinnen, aber ich will einfach mal sehen, wie weit nach oben ich mit dem Video komme.

Meine Zeitraffertechnik

Für die Aufnahmen habe ich meine Nikon D5100 auf ein altes Cullmann-Videostativ geschraubt. Als Objektiv ist ein Nikon AF-S Nikkor 28mm 1:1,8G angesetzt. Die Stromversorgung erfolgt über eine Netzteil. Für die große Anzahl an Einzelaufnahmen dürft der Akku nicht ausreichen.

Das 28er Objektiv verhält sich an meiner DX-Kamera wie ein leichter Weitwinkel (42mm) und zeigt eine ordentlichen Auschnitt des Himmel in unserem Hinterhof in Richtung Norden. Bei meinen Versuchen vor zwei Jahren hatte ich per Zoom-Objektiv schon die am besten geeignete Brennweite von 24 mm bis 28 mm ermittelt. Mit der 1.8er Offenblende habe ich auch einen guten Spielraum für die Anpassung der Belichtung.

Meine Zeitraffer-Einstellungen

Meine ersten Veruchsreihen hatte ich mit der Zeitautomatik gefahren. Der Fokus stand auf manuell und der Weißabgleich fest auf „bewölkter Himmerl“.

Vorteil der Zeitautomatik ist, daß bei konstanter Blende und ISO-Einstellung auch größere Helligkeitsunterschiede in der Morgen- und Abenddämmerung korrekt belichtet werden. Nachteil ist ein Helligkeits-Flackern im Video, weil die Belichtungs-Automatik nicht immer genau die selben Werte trifft.

Ein weiterer Nachteil ist die vorher nicht bekannte Belichtungszeit. Falls die Belichtungszeit plus Bearbeitung- und Speicherzeit des Bildes größer als die eingestellte Intervallzeit ist, gehen Bilder verloren.

Nach ein paar Versuchsreihen bin ich dann zum vollmanuellen Betrieb übergegangen.

  • Blende 2.8
  • Belichtungszeit 8 Sekunden
  • ISO 200
  • Weißabgleich „Bewölkter Himmel“
  • Fokus manuell

Die Intervallzeit steht auf 15 Sekunden. Da die interne Intervall-Automatik maximal 999 Aufnahmen erlaubt, habe ich mich für einen glatten Wert von 960 Bildern entschieden. Damit wird ein Zeitraum von vier Stunden abgedeckt, von dem ich mehr als 50% im Bild festhalte. Die Aufnahmen beginnen um 23 Uhr und enden um 3 Uhr morgens. Damit erfasse ich den Zeitraum von jeweils zwei Stunden vor und nach Mitternacht.

Nachteil der festen Blende/Belichtungszeit ist, daß ich mir am Anfang und Ende in der Dämmerung Überbelichtungen einhandle. Das sollte aber im August, zur Zeit der Perseiden, nicht mehr so deutlich zu sehen sein. Das Maximum der Perseiden wird in diesem Jahr für den 13 August gegen 03:37 Uhr MESZ erwartet. Bei einer Rate von ca. 100 Sternschnuppen pro Stunde sollte ich in vier Stunden bei einer zeitlichen Abdeckung von 50% statistisch gesehen ungefähr 200 Objekte erwischen. :-)

Nachbearbeitung und Video-Schnitt

Für das Xovilichter-Video habe ich die Bilder in Adobe Photoshop mit einem aufgezeichneten Makro und der Automatisierungs-Funktion nachbearbeitet. Damit die kleinen Sterne im Video besser sichbar sind, nehme ich eine Anpassung von Helligkeit und Kontrast vor. Anschließend werden die Sterne noch mit der Funktion „Helle Bereiche vergrößern“ herausgearbeitet.

Anschließend wird das Bild auf mein Video-Zielformat 1280 x 720 verkleinert und als JPEG-Bild gespeichert.

Die Einzelbilder werden in einem vorbereiteten Video-Projekt in „Magix Video Pro“ geladen und als Rohdaten-Video gespeichert. Im selben Video-Programm erfolgt dann der Schnitt, die Vertitelung und Vertonung des engültigen Videos. Ferig ist die Laube. :-)

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