Im Wechsel der Akkorde
Archiv: Juni 2010

Landschaftsbilder unweit des Spreewaldes

Am heutigen Nachmittag habe ich das schöne Wetter genutzt und noch ein paar Kilometer auf meinem Fahrrad zurückgelegt. Natürlich habe ich meine Kamera mitgenommen und auch mein neues Superweitwinkel-Objektiv nicht vergessen. Ich wohne nicht sehr weit vom Spreewald entfernt und die Aufnahmen sind in der Nähe von Burg (Spreewald) entstanden. Einfach ein bisschen Landschaft mit viel Gegend drumrum. Es war ein sehr schöner Tag.

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Willkommen Canon EF 16-35/2.8 L II USM

Statt Goldbarren kaufe ich lieber Objektive :-) Jedes Gramm meines neuen Canon EF 16-35/2.8 L II USM kostet immerhin rund 1,87 €. Nach dem Verkauf meines Canon EF-S 10-22/3.5-4.5 USM, das ich an der 5D Mark II nicht mehr nutzen konnte, habe ich lange über einen adäquaten Ersatz nachgedacht. Ein gutes Weitwinkelobjektiv zu bauen, scheint keine leichte Aufgabe zu sein. Zumindest nicht als Zoom (Vario-Objektiv). Eine Zeit lang habe ich auch Festbrennweiten im Weitwinkelbereich in Erwägung gezogen (z.B. Canon EF 24/1.4 L II USM), da bei deren Konstruktion weniger Kompromisse eingegangen werden müssen. Wahrscheinlich hätte es dann aber ein einziges Objektiv auch nicht getan. Und der ganz große Weitwinkelfreund bin ich nun auch nicht. Letztlich habe ich dann doch die Flexibilität eines Zoom vorgezogen. Die 16-35mm entsprechen an der 5D Mark II ziemlich genau dem Bildwinkel des EF-S 10-22 an meiner 40D, was mir bei der Entscheidung geholfen hat. Noch mehr Weitwinkel benötige ich nicht.

Das Canon EF 16-35/2.8 L II USM ist im Moment als Superweitwinkelzoom wahrscheinlich das beste, was man für Geld kaufen kann (für das Canon-System). Allerdings habe ich nicht nur gutes über dieses Objektiv gelesen. In einschlägigen Internet-Foren wird über eine gewisse Serienstreuung oder auch Fertigungstoleranz geschrieben. Häufige Probleme sollen Dezentrierung und geringere Schärfeleistung sein. So gut ich dazu in der Lage bin, habe ich mein Objektiv getestet. Mit der Leistung bin ich aber ganz zufrieden und eine Dezentrierung konnte ich auch nicht feststellen. Im direkten Vergleich mit dem Tamron SP AF 24-135/3.5-5.6 AD (bei 24 und 35mm) ist das Canon bei größeren Blenden klar besser - alles andere wäre auch eine große Überraschung gewesen. Ab Blende 8 ist der Unterschied nicht mehr sehr groß, auch klar. Der Bereich unterhalb 24mm soll beim Canon noch besser sein. Sehr interessant wäre der direkte Vergleich mit dem Canon EF 17-40/4 L USM gewesen, aber dazu fehlt mir ein Testexemplar. Ich fürchte, dass der Unterschied nicht so gravierend ausgefallen wäre. Das ist allerdings Spekulation. Die Vignettierung ist beim 16-35 bei Blende 2.8 ziemlich stark - lässt sich aber bereits in der 5D Mark II korrigieren. Für nicht gerade erstklassig bei einem L-Objektiv halte ich auch die Verzeichnung. Auch das lässt sich korrigieren, könnte aber zu Lasten der Bildqualität gehen. Wie sehr sich das auswirkt, werde ich wohl erst auf einem größeren Abzug zu sehen bekommen. Nun werde ich also hingehen und meine Erfahrungen mit meinem neuen Objektiv sammeln. Der nächste Urlaub kann also kommen.

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Ich bin CPS-Member!

CPS Member CardGestern habe ich Post von Canon und meine CPS-Mitgliedskarte bekommen. Aber der Reihe nach: die Firma Canon hat ihr seit mehr als 15 Jahren existierendes Programm zur Unterstützung von Profifotografen (und -filmern) im April diesen Jahres neu gestaltet. Neu eingeführt wurden Kategorien: je nachdem welche Ausrüstung man besitzt (und bei Canon registriert hat), kann man Silber-, Gold- oder Platin-Mitglied werden. Los geht es erst bei zweistelligen DSLR (40D, 50D), die zur Stufe Silber berechtigen. Die 7D und 1DMkII reichen auch nur für Silber. Mit der alten 5D, der 1DMkIIN, 1DsMkII und EOS-1V kann man die Stufe Gold erreichen. 5DMkII, 1DMkIII, 1DMkIV und 1DsMkIII berechtigen zu Platin. Man muss mindestens zwei (bei Platin drei) Kameras besitzen. Dazu kommen noch mindestens drei (bei Platin vier) Objektive aus einer langen Liste, die aber überwiegend L-Objektive enthalten. Bei mir zum Beispiel ergeben eine 5D Mark II, eine 40D, ein EF 70-200/4 L IS USM, ein EF 135/2 L USM und ein EF 300/4 L IS USM Silber-Status. Die Mitgliedschaft selbst ist kostenlos. Mit der Mitgliedskarte habe ich auch Aufkleber bekommen (siehe Abbildung) die man auf dem Paket anbringen soll, mit dem man etwas zur Reparatur zu Canon einschickt.

Die Leistungen des CPS sind dann entsprechend der Kategorien abgestuft. Die für mich attraktiven Leistungen sind eine schnellere Reparatur (bei Silber innerhalb von 5 Werktagen, bei Gold sind es 3 und bei Platin 2 Werktage) und vielleicht noch kostenlose Reinigungen von Objektiven und Kameras auf Veranstaltungen - falls man mal dazukommt. Da ich kein Berufsfotograf bin, bedroht eine längere Reparaturzeit nicht meine Existenz. Ich freue mich aber sicher auch, wenn es schnell geht. Den Reparaturservice von Canon in Willich musste ich schon einmal in Anspruch nehmen. Da war ich noch kein CPS-Mitglied. Es ging dennoch recht zügig und gekostet hat es mich auch nichts.

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Schärfentiefeübungen

Ein Hauptgrund, warum Menschen Fotos anfertigen, ist der, dass man sie sich später ansehen kann. Ich persönlich sehe mir lieber Fotos an, die irgendwie interessant sind. Als (Hobby-)Fotograf versuche ich deshalb selbst interessante Bilder zu machen, was nicht immer einfach ist. Ein Handicap der (traditionellen) Fotografie besteht darin, dass der Mensch seine Umwelt dreidimensional wahrnimmt und ein Foto nur zwei Dimensionen bietet. Allerdings kann der Fotograf unter Ausnutzung von menschlichen Sehgewohnheiten in seinen Fotos mit unterschiedlichen Mitteln einen räumlichen Eindruck erzeugen. Überwiegend wirken Fotos mit räumlicher Tiefe interessanter als andere. Ein mögliches Gestaltungsmittel dafür ist eine bewusst gewählte Schärfentiefe, die das (Haupt-)Motiv im Bild (scharf) vom Vorder- und/oder Hintergrund (unscharf) freistellt. Das funktioniert bei digitalen Kameras, die einen größeren Sensor haben (z.B. Spiegelreflexkameras), besser als bei solchen mit kleinem Sensor (z.B. digitale Kompaktkameras) - ein gern gebrauchtes Argument für Spiegelreflexkameras. Weiterhin haben folgende Größen Einfluss auf den Grad der Schärfentiefe: Brennweite, Blende und Aufnahmeentfernung. Sehr vereinfacht könnte man sagen, dass eine größere Brennweite, eine größere Blende (kleinerer Blendenwert) und eine geringere Aufnahmeentfernung jeweils eine geringere Schärfentiefe nach sich ziehen.

Aber wie gering ist denn nun eine geringe Schärfentiefe? Das lässt sich berechnen, zum Beispiel mit diesem Schärfentieferechner. Noch ein konkretes Beispiel: bei einer Aufnahmeentfernung von 100cm, einer Brennweite von 135mm und der Blende 2.0 sollte an einer Kamera mit Kleinbildsensor ein Bereich (in der Tiefe) von knapp 6mm scharf dargestellt werden. Der Übergang zwischen Schärfe und Unschärfe ist übrigens fließend. Schön, dass man so einen Wert berechnen kann. Aber wie sieht das dann auf dem Foto aus? Neben dem Wissen um die Zusammenhänge braucht es hierfür vor allem Erfahrung. Ich kenne zumindest niemand, der erst einmal seinen Schärfentieferechner auspackt, wenn er ein Foto machen will. Hauptsächlich nimmt der Fotograf über die Wahl der Blende Einfluss auf die Schärfentiefe. Im Zweifel könnte man die Blendenreihe durchfotografieren und sich das beste Ergebnis aussuchen. Manchmal hat man aber nur einen Versuch. Um an diese Erfahrungen zu kommen habe ich angefangen, bewusst die Gestaltung mit der Schärfentiefe zu üben. Zur Illustration habe ich ein paar Bildbeispiele eingefügt. Alle Bilder habe ich mit der Canon EOS 5D Mark II und dem Canon EF 135/2 L USM bei ISO 100 und Zeitautomatik gemacht. Die Aufnahmeentfernung war (mit Hilfe eines Zwischenrings) kleiner als einen Meter.

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Cottbus in Bildern - Folge 4

Heute gibt es etwas ältere, aber auch ein wenig besondere Bilder von Cottbus und Umgebung. Am 24. Juni 2008 hatte ich die Gelegenheit in so einem zweisitzigen, kleinen Flugzeug bei einem Rundflug über die Lausitz mitzufliegen. Dabei haben wir auch Cottbus gestreift. Natürlich habe ich jede Menge Fotos gemacht. Oder sagen wir: ich habe es versucht. Ich fand das nämlich garnicht so einfach. In der Kanzel des Flugzeugs war es sehr eng und ich wusste kaum wie ich die Kamera halten sollte, um nicht ständig mit dem Objektiv gegen die Scheibe zu stoßen. Den links neben mir sitzenden Piloten wollte ich schon aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus nicht ständig anrempeln. Außerdem blendete die Sonne dort oben ziemlich gnadenlos. Trotz aller Widrigkeiten gibt es hier ein paar Fotos. Ach, und übrigens: dieser Flug war sowas von großartig - das mache ich irgendwann bestimmt noch einmal.

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Internationale Folklorelawine 2010

Bei dem wundervollen Wetter des (leider schon wieder) zurückliegenden Wochenendes habe ich am Sonntag (06. Juni 2010) eine Zeit lang der Internationalen Folklorelawine in Burg (Spreewald) zugeschaut. Dabei wurde ich nicht wirklich von der Folklore überrollt. Vielmehr gab es nach einem kunterbunten Einmarsch eine Reihe von folkloristischen Darbietungen über vier Stunden auf der Bühne des nagelneu gestalteten Burger Festplatzes. Gastgeber war der Landkreis Spree-Neiße und das wohl schon zum zehnten mal. International heißt hierbei, dass Sänger, Tänzer und Musiker aus verschiedenen Ländern daran mitwirken und ihre Kultur und Lebensfreude zeigen. Die Lawine rollte bereits am Freitag über Lübbenau/Spreewald und am Sonnabend über Guben hinweg. Im Programmheft findet man neben dem Grußwort des Schirmherrn (Mathias Platzek) und natürlich dem Programm auch jeweils eine Seite über die Folkloregruppen aus Algerien, Brasilien, Bayern (Deutschland), den Sorben (Deutschland), Georgien, Großbritannien, Indien, Irland, Israel, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien und Weißrussland. Leider waren einige Gruppen, darunter auch die Irländer, nicht in Burg am Start. Ein paar Bilder davon möchte ich Euch nicht vorenthalten.

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