Die Zoom-Leute haben heute auf ihrer Homepage neue System-Versionen für die Handy-(Audio-)Recorder bereitgestellt. Und zwar für den H2 die Version 1.70, für den H4 die Version 2.40 und für den H4n die Version 1.50. Laut Release Informationen handelt es sich bei allen Geräten um reine Fehlerbehebungen. Die meisten beschriebenen Fehler treten ausserdem nur in seltenen Konstellationen auf. Neue Funktionen sind nicht hinzugekommen. Aha, und wozu das ganze? Dadurch werden m.E. folgende Signale ausgesendet: es findet eine Produktpflege statt und es gibt keine nennenswerten Probleme mit den Geräten. Das ist doch schon mal was.
Nach der einführenden Strandrunde verlassen wir die Afrika-Aufwärmphase und es geht ins Landesinnere auf Safari. Das war auch ganz klar meine Hauptmotivation nach Kenia zu reisen. Schon von Deutschland aus hat meine liebe Frau über etliche Safari-Unternehmen recherchiert und wir haben letztlich bei LadyM Safaris gebucht. Nach unserer Ankunft in Kenia hatten wir ein paar Tage um uns an das Klima zu gewöhnen, aber dann ging es auf Safari. In aller Frühe wurden wir von unserem Fahrer im Kleinbus mit ausstellbarem Dach in unserem Strandhotel in Diani Beach abgeholt. Nach einem kurzen Stop in Mombasa, wo unser Bus mit allerlei Getränken für die Fahrt beladen wurde, ging es weiter westwärts in Richtung des Tsavo East National Park. Wir haben den Park über das Buchuma Gate befahren und dann ging es auch schon los mit der ersten Pirsch. Mit ausgestelltem Dach und somit herrlichem Rundumblick sind wir die Sandpisten des Parks entlang gefahren und haben Ausschau nach Tieren gehalten. Ich habe hierbei erstmalig versucht mein Handy (Nokia N95) als GPS-Tracker zu nutzen. Dazu habe ich die Sportstracker-Software verwendet. Dadurch kann ich unsere einzelnen Pirschfahrten im Detail nachvollziehen und die entstandenen Fotos geografisch zuordnen. Im Bild sieht man rechts unten das Buchuma Gate, wo die Pirsch begann und oben links das Tarhi Eco Camp, wo wir unser erstes Quartier in der Wildnis bezogen haben und wo die erste Pirsch endete. Die nachfolgenden Fotos sind eine kleine Auswahl der Bilder, die in diesen ca. zwei Stunden entstanden sind. Schon in dieser Zeit gab es sehr viel zu sehen und ich bin an Eindrücken von dieser Landschaft fast übergelaufen. Selbst die roten (zum Schutz ihrer Haut vor Sonne und Insekten mit eisenhaltiger Lateriterde eingefärbten) Elefanten des Tsavo East haben sich nicht lange bitten lassen. Viel Spaß beim Ansehen und frohe Weihnachten!
Nach nun insgesamt acht Jahren hat die interne Pufferbatterie meines Yamaha EX5R schlapp gemacht. Im Display erscheint bei jedem Einschalten die Meldung “Change internal battery !”. Die Bedienungsanleitung empfiehlt, zum Wechsel der Batterie einen qualifizierten Yamaha-Kundendienst hinzuzuziehen. Yamaha warnt sogar davor, die Batterie selbst auszutauschen, da dies ausserordentlich gefährlich sei. Nun, ich möchte darauf hinweisen, dass das Nachmachen der nachfolgenden Arbeitsschritte auf eigene Gefahr geschieht und dass ich dafür keine Garantie oder Gewährleistung geben kann. Im Übrigen kann ich nur für den EX5R sprechen - bei den Tastaturversionen (EX5, EX7) kann das ganz anders aussehen.
Wichtig war zunächst, dass die Batterie nicht eingelötet ist. Dem ist auch nicht so - sie ist gesockelt und lässt sich von technisch durchschnittlich begabten Menschen auch im Alleingang wechseln. Der Batterietyp heisst CR2032, wovon ich eine bei Pfennigpfeiffer für 1,99 € erstanden habe. Um an den Batteriesockel heranzukommen, muss man zunächst den Gehäusedeckel entfernen. (Das Gerät sollte natürlich vorher vom Netz getrennt werden.) Dazu muss man sage und schreibe 17 Schrauben lösen: 7 hinten, 6 unten, 4 oben. Das Chassis des EX5R ist aus filigranem Aluminium gebaut, man sollte nicht zu grobmotorisch herangehen. Ausserdem muss noch das Diskettenlaufwerk abgeschraubt werden. Dazu sind weitere 4 Schrauben zu lösen: 2 von oben (links und rechts neben dem Diskettenlaufwerk), 2 an der Gehäuseaußenseite. Das Diskettenlaufwerk braucht nicht abgekabelt zu werden. Wenn die Schrauben entfernt wurden, lässt es sich zur Gehäusemitte hin verlagern und der Weg zum Batteriesockel ist frei. Die Batterie kann man in dem Sockel leicht nach hinten drücken und dann die vordere Hälfte nach oben ankannten. Danach lässt sich die Batterie entnehmen. In umgekehrter Reihenfolge wird die neue Batterie in den Sockel geklemmt, das Diskettenlaufwerk und der Gehäusedeckel wieder angeschraubt. Das war es dann auch schon.
Im Oktober diesen Jahres habe ich in Kenia Urlaub gemacht und dabei ein paar (tausend) Fotos geschossen. Die habe ich ordentlich auf meinem Netbook und USB-Sticks gesichert, damit auch nichts verloren geht. Nun kommt aber die Zeit, wo es draussen trübe und ungemütlich ist und ich die Fotos sichten und sortieren kann. Einige davon möchte ich hier zeigen und ich beginne mit einem Spaziergang bei Ebbe auf dem Riff. Doch der Reihe nach: den größten Teil meines Aufenthalts habe ich im Süden von Mombasa an der Diani Beach - dem typischen Urlauberzentrum Kenias - verbracht. Dort kann man Sonne tanken und den weißen Sandstrand und das Meer genießen. Untrennbar mit dieser Region verbunden - und das wird jeder Diani-Urlauber bestätigen - sind die “Beach Boys”; einheimische, meist junge Leute, die dem Urlauber ihre Dienste oder Waren wie Schnitzereien, Perlenketten, Tücher und dergleichen anbieten. So kann man auch einen einheimischen Guide nehmen, um sich bei Ebbe über das dann sichtbar werdende, vorgelagerte Riff führen zu lassen. Sich von Ortskundigen begleiten und einiges zeigen zu lassen, war keine schlechte Idee. Denn es war - bei allem experimentellem Deutsch - doch sehr interessant und eine Stunde war schnell rum. Man sollte nicht verpassen den Heimweg anzutreten, bevor die Flut kommt. Badeschuhe sind übrigens Pflicht - das Riff ist doch ziemlich rutschig und die vielen Seeigel warten nur auf zarte europäische Füße… Vorsicht auch vor den Steinfischen. Sind kaum zu sehen aber wohl recht giftig.
Na ja, es sind ja noch ein paar Tage bis zum Weihnachtsfest und vielleicht fehlt ja noch etwas auf dem Gabentisch. Mir gefällt dieses Buch jedenfalls so gut, dass ich es empfehlen möchte. Das Thema des Buches ist der Einsatz und Umgang mit Systemblitzen, vorrangig entfesselt - oder besser noch: es geht um Licht(qualität). Erfrischender Weise handelt es sich hier aber nicht ansatzweise um eine fortgeführte Bedienungsanleitung, sondern eher (wie der Name schon sagt) um ein Tagebuch aus dem Fotografenleben mit Erfolgen und Mißerfolgen. Den Schreibstil würde ich als durchaus ausschweifend, immer unterhaltend und humorvoll bezeichnen. Joe McNally nutzt das Nikon-System und so geht es konkret um die entsprechenden DSLRs und die SB-Blitzlinie, aber auch viel (insbesondere was die Lichtformung betrifft) um Zubehör von anderen Anbietern. Die Nikon-Präferenz stört mich als EOS-Nutzer aber überhaupt nicht, denn es gibt bei Canon immer eine Parallele (i-TTL -> E-TTL, usw.). Das wertvollste an diesem Buch ist in meinen Augen, dass der Autor (als jemand der sich mit Licht und Fotografie auskennt) den Leser an seinem Denkprozess teilhaben lässt. Das Buch ist 2009 in der deutschen Übersetzung erschienen (ISBN: 3827328675). Auf der Amazon-Seite gibt es auch eine Leseprobe.
Eine Frage, die ich mir schon seit längerem gestellt (und letztlich beantwortet) habe, ist die nach dem Sinn oder der Notwendigkeit eines Hardware-Effektgerätes bei der immer besseren Leistungsfähigkeit der DAWs und spezialisierter (Software-)Effekt-PlugIns. Ich möchte überhaupt nicht auf die Röhrentechnik und deren Simulation hinaus, sondern spreche von solchen Effekten, die auch in einem Hardware-Effektgerät (ggf. nach der A/D-Wandlung eines analogen Signals) berechnet werden (bevor sie dann im Zweifelsfall wieder D/A-gewandelt werden müssen).
Ich bin dann zu der Überzeugung gekommen (und das ist nur meine ganz persönliche Einschätzung), dass man Unterschiede am deutlichsten beim Reverb wahrnimmt. Das ist erst einmal unabhängig davon, ob ein Reverbprogramm in einem Effektgerät oder PlugIn erzeugt wird. Interessant sind dabei natürlich der Algorithmus und die Verschaltung mit anderen Effekten (z.B. EQ), da es sich beim Reverb eigentlich oft um einen Multieffekt handelt. Gut programmierte Effekte sind deshalb das wesentliche Kriterium für mich. Ausserdem ist ein tolles Reverb wohl, wie bei so vielen Dingen, eine Frage des persönlichen Geschmacks. Dass dieses mehr oder weniger rechenintensiv sein kann, hat meiner Meinung nach keinen so großen Einfluss auf die Beantwortung der o.g. Frage.
Hardware (mit Software) bei Effektgeräten sollte in der Regel kostenintensiver sein als nur Software bei PlugIns. Zumindest bei identischem Entwicklungsaufwand für Algoritmen und Programme. Der ist allerdings fast immer unbekannt. Letztlich wird nur der diesbezügliche Erfolg in den Effektprogrammen hör- und ggf. messbar.
Ein paar praktische Gesichtspunkte gibt es dabei auch noch zu beachten. Nicht ganz vergessen sollte man, dass der “Hardwareanteil” bei PlugIns in Form von Rechenleistung der DAW vorhanden sein muss. Schon blöd, wenn der Sequencer beim Mixdown aller ‘zig Spuren und PlugIns instabil wird. (Aber der PC-Neukauf stand ja sowieso schon auf der Wunschliste.)
Für ein Effektgerät benötigt man einen Platz (im Rack), Strom, ein paar (hoffentlich gute XLR-)Kabel und Anschlüsse, in die man die andere Seite der Kabel stecken kann. Also ein Mischpult mit AUX Send und Return oder Output und Input an der DAW. Für ein PlugIn braucht man meist nur ein paar MB auf der Festplatte. Fragen der Wertstabilität und des Weiterverkaufs lasse ich mal außen vor. Bei der Bedienung gibt es Unterschiede, klar. Bei Effektgeräten wie auch bei PlugIns kann man gute und schlechte Bedienoberflächen bekommen.
Die Einbindung der PlugIns in Song-Projekte (Thema: Total Recall) ist natürlich komfortabler und einfacher - die Einstellungen werden einfach mit abgespeichert. Aber auch bei Effektgeräten lässt sich das mit ein bisschen Aufwand realisieren (z.B. MIDI-Dump). Ein (aus meiner Sicht) schlagendes Argument für PlugIns ist, dass sie in beliebig vielen Instanzen genutzt werden können. (Zumindest bei Multieffekten, denn ich habe noch nie mehr als ein (Haupt-)Reverb benötigt.)
Na gut, wenn man also die Effektprogramme seiner Wahl in einem PlugIn haben kann - wozu noch eine Blechkiste? Fast wäre ein Traum in Erfüllung gegangen und zwar mit der Ankündigung des PCM Native Reverb Plug-in Bundle von Lexicon - sozusagen das PCM91 in Software. Kleiner Wermutstropfen: die Preisempfehlung von fast 1.900 Dollar. Ja, ja, für das PlugIn.
Ich habe dann doch lieber auf eine gebrauchte Blechkiste zurückgegriffen. Ein PCM90 oder PCM91 war mir allerdings auch gebraucht noch zu teuer. Eine interessante Entdeckung von Björn Bojahr, den ich als Autor bei der Zeischrift Keyboards kenne, hat mich dann zum MPX-1 gebracht. Der hat nämlich einige Werkspresets der Lexicon PCM90/91 am MPX-1 nachempfunden und das mit erstaunlichem Erfolg. Das wollte ich gern einmal ausprobieren. Gesagt, getan.
Na ja, alles was neu ankommt, muss erst einmal ausprobiert werden. Dazu habe ich ein paar Noten auf meinem Altsaxophon gespielt. Die Aufnahme ist mit dem Mikrofon Electro-Voice RE20 über den Preamp Phonic VocalMax und den A/D-Wandler des Behringer ADA8000 (trocken) in meinen Rechner gekommen. Dann habe ich die aufgenommene Datei ein paar mal abgespielt, das jeweilige Programm am MPX-1 gewählt und als Bus-Effekt der Summe hinzugemischt und wieder aufgenommen. Ich habe natürlich nicht erst versucht, das Reverb zu “verstecken” - es soll ja was zu hören sein.
die trockene Aufnahme
MPX-1 Preset 63 Sax Solo
MPX-1 Preset 52 Reverse Rvb
Jetzt noch mit ein paar der o.g. Reverb-Programme von Björn Bojahr: