Im Wechsel der Akkorde
Samstag, 26. Juli 2008

Sommer, Sonne, Sonnenbrand? De-Phazz!

WetterDem Kalender nach haben wir Sommer aber was macht das Wetter? Die letzten Tage waren alles andere als sommerlich. Graue Wolken, Temperaturen um 15 Grad, keine Sonne aber dafür Regen, alles ist irgendwie grau und trist, um nicht zu sagen, deprimierend. Sommer, Sonne, Sonnenbrand? Klare Fehlanzeige bisher. Nachtrag: Den Artikel habe ich vor etwa einer Woche angefangen, da sah das Wetter so wie eingangs beschreiben aus. Mittlerweile ist aber auch hier der Sommer ausgebrochen.

De-Phazz - Death By Chocolate Da kommt mir so ein wenig frische Sommer-Musik gerade recht, wie die von De-Phazz. Mit guter Musik kann ich meine Stimmung gewaltig aufbessern und so war ich auf der Suche nach etwas, daß der Jahreszeit entsprechend irgendwie luftig-leicht, warm und beschwingt ist, ein Kontrast zum aktuellen Wetter eben.

Ich weiß jetzt nicht mal mehr so genau, wie ich auf De-Phazz gekommen bin. Habe mich beginnend bei einer Internetseite eher zufällig über last.fm und Amazon durchgeklickt. Wie auch immer, eine rundum gelunge CD ist “Death By Chocolate” von De-Phazz. Und nicht nur die, sondern auch “Daily Lama” und “Godsdog” habe ich geordert. Da es grad Urlaubsgeld gab, hab ich mir De-Phazz gleich im Dreierpack geleistet. Alles in allem 52 Titel mit einer Gesamtspielzeit von gut drei Stunden und zehn Minuten.

Musikalisch läßt sich das nicht so richtig einordnen, was De-Phazz da macht. Es ist eine Mischung aus, Soul, Smooth-Jazz, lateinamerikanischer Musik, deutschem Schlager, französischem Chanson, Pop, Trip Hop, Lounge, Cafe del Dingens und was weiß ich nicht alles. Die Musik ist immer melodisch-harmonische, mehr oder weniger rhythmisch, unaufgeregt und, das ist das Wichtigste an grauen Sommertagen, einfach entspannend.

Godsdog“Godsdog” ist die älteste der drei genannten CDs. Beim Reinhören war mir sofort der erste Titel “The Mambo Craze” aufgefallen, den kannte ich. Er war 1999 der heimliche Sommerhit, in dem Jahr war Mambo groß angesagt, auch “Mambo Nr. 5″ von Lou Bega stürmte in die Musik-Charts.

Wo “The Mambo Craze” durch Ohrwurmqualitäten begeistert, verzaubert das zarte “April Shower” mit leichtfüßigem Schmusesound und “Havana Moon” mit exotischer Melodieführung. Die knapp 2 Minuten langen, instrumentalen Zwischenspiele “Low Budget Hotel” und “Radio Sol” überraschen mit fast experimentell anmutenden Klang-Collagen. Schlußendlich macht das bezaubernde “Anchorless” Lust auf mehr De-Phazz.

Daily LamaIm Jahr 2002 erschien “Daily Lama”. Die Scheibe beginnt in bester Tradition des “Mambo Craze” mit einem knisternden Vorgplänkel, bis mich die ersten Takte und ein paar zwischendrin irgendwie an “Agua De Beber” von Al Jarreau erinnern. “Wrong Dance” ist eine Instrumentalnummer mit, nun ja, eingestreuten, französischen Textteilen. “Try” klingt stellenweise nach bestem Girl-Group-Sound, “Belle de Jour” und “Wait” überzeugen durch klare musikalische Linie und Texten wie “Twinkle twinkle little star…”, beide Titel erinnern mich auch an etwas anderes, ich wieß nur nicht an was. Ein ganz fantastisches Lied mit deutschem Text ist “Dummes Spiel”, sowas wie mein Favorit auf “Daily Lama”.

Zeitlich dazwischen liegt “Death By Chocolate”, hier fällt es mir fast schwer, einzelne Stücke hervorzuheben. Na gut, vielleicht ragen “Sabbatical”, “Jeunesse Dorée” und “Trash Box” etwas heraus. Und auch hier fühle ich mich z.B. bei “Sabbatical” und “Jump Over” an andere Songs erinnert, ich kann es aber nicht so richtig festmachen, was es ist.

Über Musik läßt sich oft schlecht schreiben, man muß sie einfach hören oder wie sagte schon Victor Hugo: “Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.”
Genau so ist es.

Reinhören bei Last.FM (de):
Death By Chocolate
Daily Lama
Godsdog

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