Mobiler Audiorecorder Zoom H2 - Die inneren Werte
Vor dem zweiten Teil meines Erfahrungberichtes schiebe ich mal noch ein paar Bilder ein, Fotostrecke nennt sich sowas wohl im aktuellen Online-Medien-Deutsch:
- Zoom H2 Audiorecorder
- Zoom H2 Gehäuse vorn
- Zoom H2 Gehäuse Oberteil
- Zoom H2 Gehäuse Hinten
- Zoom H2 Gehäuse Unterteil
- Zoom H2 Platine Oberseite
- Zoom H2 Platine Unterseite
- Zoom H2 Mikrofon-Kapseln
- Zoom H2 Mikrofonträger
Als Techniker mit der “Lizenz zum Löten” interessieren mich meist auch die inneren Werte von Geräten. Sofern es nicht allzu kompliziert aussieht, greife ich gerne zum Werkzeug und zerlege das Gerät, soweit ich es dann auch wieder zusammengebaut bekomme.
Der Zoom H2 besteht aus zwei Gehäuseschalen, im Oberteil ist die Bedienelektronik mit dem Display montiert, das habe ich nicht weiter auseinander gebaut. Das Unterteil mit dem Batteriefach trägt die eigentliche Elektronik-Platine mit der Träger-Platte für die Mikrofonkapseln.
Herzstück des Zoom H2 ist ein DSP von “Texas Instruments”, namentlich der TMS320VC5509A, ein für den mobilen Bereich optimierter Digitaler Signalprozessor. Da der interne Speicher des DSP mit 64kB ROM und 256kB RAM nicht ausreichend ist, stehen ihm zusätzlich 8MB SDRAM EM638165TS von “Etron Tech” und 1MB Flash-ROM EN29LV800BT (Nachfolger EN29LV800C) von “Eon Silicon Solution” als Programmspeicher zur Seite. Wie man dem Datenblatt des TI-DSPs entnehmen kann, unterstützt dieser USB 2.0 Full-Speed, dazu später im Erfahrungsbericht mehr.
Der Analog-Teil wird von drei Dual-OPVs (Operationsverstärker) dominiert, hier kommen die NJM2100 von “JRC” zum Einsatz. Außerdem findet man im Analogbereich noch einen 4-fach Analog-Schalter TS3A5018 von “Texas Instruments”. Die Analog-Digital-Wandlung (ADC) übernehmen zwei “Texas Instruments” Stereo-ADC/-DAC vom Typ TLV320AIC32. Diese können 24 Bit mit 96 kHz umsetzen.
Bei den letztgenannten Schaltkreisen im Analog- bzw. Wandlerteil war es gar nicht so einfach, die genauen Typen zu finden, da auf SMD-Bauelementen meist wegen des Platzmangels nicht die vollständige Typenbezeichnung sondern nur eine Kurzform aufgedruckt ist. Ich hoffe aber, daß ich mit meiner “Entschlüsselung” richtig liege.
Nicht ganz unwichtig sind die Mikrofon-Kapseln, deren vier man im Zoom H2 findet. Leider gibt es da keinerlei Aufdrucke die Hinweise auf den Hersteller oder die Typenbezeichnung geben könnten. Sie haben einen Durchmesser von 10 mm und sind 4,5 mm dick.
So, und nun viel Spaß beim Nachbauen
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Hallo Ingo!
Danke für deinen interessanten und ausführlichen Bericht über den Zoom H2, den ich mir auch zulegen werde.
Wenn ich mich auf deinen (und anderen) Fotos vom Innenleben des Gerätes nicht total vergucke, ist die 90/120-Grad-Anordnung der Mikrofone genau ANDERSHERUM wie angegeben (www.soundservice.de).
D.h.: Das Gerät nimmt zur Batteriefach-Seite mit 120 Grad auf und zur Bedienfeld-Seite mit 90 Grad, was sehr unpraktisch wäre.
Oder liege ich falsch?
Gruß, Erik
Ja, das stimmt. Auf der Batteriefach-Seite sind die 120°-Mikros, auf der Bedienfeldseite die mit 90°. Weil ich bisher meistens aus Zuhörerposition aufgenommen habe und dann die Bedienelemente und das Display natürlich auf meiner Seite haben wollte, kamen dann immer die 120er Mikros zum Einsatz.
Denkbar wäre nun, die schwarze Mikrofonträgerplatte einfach umzudrehen, das scheitert aber leider daran, daß die Befestigungsösen (Bild oben, rote Pfeile), mit denen der Mikrofonträger letztendlich mit dem Gehäuse verschraubt wird, nicht mittig angeordnet sind.
Elektrisch wäre es kein Problem, da sich die Mikrofonpaare einfach umstecken lassen (grüne Pfeile).
Das ist ja dämlich. Beim Aufnehmen (mit 90 Grad) möchte ich natürlich gerne die Aussteuerungsanzeige beobachten.
Das einfachst wäre, die Mikrofonstecker auf der Platine entsprechend umzustecken, falls die Leitungslänge das erlaubt.
Dann wäre natürlich die Mikro-LED-Anzeige vertauscht.
Gruß, Eric
Hier noch ein Link zum Bericht:
“Modifying Samson Zoom H2 microphone capsule positions” auf:
http://www.gavle.to/~orjanjosefsson/WEB-sidor/audio-H2.htm
Die Mikrofonbefestigung sieht allerdings nicht gerade vertrauenerweckend aus.
Gruß, Erik
Ja also nur Umstecken der Kabel reicht nicht, dadurch ändert sich doch nicht die Lage der Mikrofone im Gehäuse.
Interessanter Link, aber das würde ich selbst wohl eher nicht machen. Wenn man etwas handwerkliches Geschick und entsprechendes Werkzeug und Material hat, könnte man sich gleich eine neue Mikrofonträgerplatte basteln…
Nur ein paar Bilder: Brötchen, Schildau, Zoom H2…
Irgendwann hab ich mal Bilder gemacht, diese bearbeitet und für die Veröffentlichung vorbereitet, und nun liegen sie schon seit Monaten ungenutz auf der Festplatte rum. Das kann so nicht bleiben und deshalb sollen sie nun heute das Licht der Internet…