Im Wechsel der Akkorde
Montag, 17. Mai 2010

Wohin mit den Daten?

FestplattenstapelDas Thema Datensicherung und -archivierung beschäftigt mich schon eine Zeit lang. Diese Herausforderung existiert auch unabhängig davon, ob es sich bei den Daten um Fotos, Musikaufnahmen oder sonstige Daten handelt. Allerdings hat die Anschaffung der Canon EOS 5D Mark II mit ihren 21 Megapixel-Fotos das Problem nicht gerade entschärft.
Bisher hatte ich in meinem heimischen Netzwerk an meinem Router (Linksys WRT610N) eine USB-Festplatte mit 500GB angeschlossen, auf die von jedem vernetzten Rechner aus gesichert werden konnte. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit war allerdings nicht überzeugend, um es mal vorsichtig auszudrücken (ca. 2 MB/s). Das Prinzip war also, dass ich (bestimmte) Dateien von der internen Festplatte eines Rechners als Kopie auf dieser „Netzwerk“-USB-Festplatte abgelegt habe. Dafür habe ich auch kein Backup-Tool verwendet, welches zum Beispiel Differenzsicherungen beherrscht, sondern die Dateien per Hand ausgewählt und kopiert. Zusammen mit der geringen Datenübertragungsgeschwindigkeit stellte dieses Vorgehen ständig eine nervige Geduldsprobe dar und bot das Potential, jederzeit den Überblick zu verlieren.
Synology DS209+ IIAlso war es an der Zeit, dass ich daran etwas ändere. Ich wollte einen Speicher mit großer Kapazität, mit vernünftiger Datenübertragungsgeschwindigkeit und mit einer gewissen Redundanz (gegen Datenverlust durch Festplattendefekt) und das Ganze bitteschön im Netzwerk.
Nun, da gibt es ja eine ganze Reihe von NAS-Produkten auf dem Markt – ich habe mich für die Synology DS209+ II mit zwei 2TB-Platten (Samsung HD203WI) im RAID-1-Verbund entschieden. Die Verwaltung des Gerätes ist mit der mitgelieferten Oberfläche einfach zu bewerkstelligen. In einem Test habe ich eine (Schreib-)Geschwindigkeit von 36 MB/s ermittelt – damit bin ich zufrieden. Meine 500GB-Platte habe ich per USB an die Synology geklemmt, um zusätzliche Sicherungen darauf abzulegen, und siehe da: auch der Zugriff auf diese Platte ist gleich viel flotter.
Was den Speicherplatz angeht, sollte ich nun wieder etwas Luft haben. Aber ein anderes Problem zeichnet sich ab. Tendenziell wird das NAS nun eher zum Primärdatenspeicher, da die Geschwindigkeit stimmt und die Daten von überall erreichbar sind. Der Ausfall einer Festplatte wird zwar durch das RAID-1 kompensiert – nicht aber unbeabsichtigtes Löschen. Von einer Datensicherung im eigentlichen Sinn kann man also nicht mehr sprechen, auch wenn die Daten sicherer abgelegt sind als vorher. Also, konzeptionell muss ich da noch etwas tun. Ich hoffe, dass mich die mit der Synology mitgelieferte Sicherungssoftware „Data Replicator 3“ bei der Umsetzung unterstützen wird.

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Reaktionen zu “Wohin mit den Daten?” (6)

  1. Ich überlege auch grad, wie ich der vielen Daten Herr werde. Ein NAS ist da sicher eine gute Wahl. Allerdings lege ich neben den Leistungsdaten auch Wert darauf, daß das Gerät möglichst leise, am besten unhörbar ist.

    Wie ist das bei Deinem Synology, laut oder leise?

    Gut, ich werde mir das Teil nicht auf den Schreibtisch stellen, aber es steht halt im Büro und da sollt es sich akustisch möglichst kaum bemerkbar machen.

  2. Hallo Ingo, für mich war die Lautstärke erst einmal nicht ausschlaggebend, da ich das Gerät im Hauswirtschaftsraum neben anderen „Krachmachern“ (Heizung, Gefrierschrank) unterbringen wollte. Von dem geringen Geräuschpegel des Synology war ich dann eher angenehm überrascht. Es ist aber sehr wohl vernehmbar, da der kleine Gehäuselüfter ständig mitläuft. Von den Festplatten höre ich eher nichts. Meiner Einschätzung nach ist das Geräusch lauter als das meiner USB-Festplatte (ohne Lüfter) aber leiser als der Lüfter meines PC. Ins Büro würde ich mir das Teil nur sehr ungern stellen. Es gibt auch noch einen Lüfter-Modus für 2,5″-Festplatten – der soll deutlich leiser sein. Ich werde ihn am Wochenende mal ausprobieren und berichten.

  3. Also, den Lüfter-Modus für 2,5″-Festplatten habe ich ausprobiert, aber keinen wesentlichen Unterschied ausmachen können. Allerdings habe ich auch nichts gemessen.

  4. Aha, interessant.

    Die c’t hatte ja vor ein paar Heften einige NAS für Heim und Büro im Test. Die messen ja netterweise auch immer die Lauheit der Geräte.

    Wenn ich nur danach gehe, müßte ich mir ein Qnap TS-459 Pro zulegen. :-) Aber 760 Euro (ohne Festplatten) ist mal eben nicht wenig Heu.

  5. Ja, Ingo, ich hatte auch meine Sorge mich für ein NAS zu entscheiden. Bei den ganz preiswerten fehlt es meist an Performance, die für mich vor allem wichtig war. Mehr als die 530,- € (für Synology DS209+ II und zwei 2GB-Platten) wollte ich aber wirklich nicht ausgeben.
    Ich habe mich letztlich auch auf diesen Test gestützt: http://www.tomsnetworking.de/c.../tests/j2009a/test_heim_nasxml

  6. Da ich gerade darüber gestolpert bin: Die CHIP hat für die Synology DS209+ II eine Lautheit im Betrieb von 0,9 Sone ermittelt.

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