Mobiler Audiorecorder Zoom H2 - Erfahrungsbericht Teil 1
Lange hat es gedauert, nun kommt er, mein kleiner Erfahrungsbericht zum mobilen Audiorecorder Zoom H2. Es ist kein Testbericht, es ist vielmehr die lose Aufzählung von Erfahrungen, die ich beim Umgang mit dem Gerät gemacht habe, positive wie negative.
Schon länger hatte ich über die Anschaffung eines kleinen, handlichen Aufnahmegerätes nachgedacht, einfach um mal schnell ein paar Geräusche aufzuzeichnen, eine Gesprächsrunde mitzuschneiden oder Livemusik aufzunehmen.
Im letzten Frühjahr wurde ich auf den “Zoom H2″ aufmerksam. Das Gerät wurde groß angekündigt, aber der Liefertermin immer wieder nach hinten verschoben. Ab Anfang September war das H2 dann endlich lieferbar und ich habe es Mitte September 2007 bestellt.
Im Karton
Der Lieferumfang des Gerätes ist gut, man findet im Karton alles was man braucht, um sofort loslegen zu können. Da wäre zunächst das Gerät selbst, von der Größe und vom Aussehen her erinnert es ein wenig an einen elektrischen Rasierapparat. Außerdem sind ein kleines Tischstativ, ein Paar Ohrstöpsel als Abhöre, ein anschraubbarer Griff, ein Schaumstoff-Windschutz und eine 512 MB SD-Karte mit dabei.
Zudem gibt es, auf dem Bild nicht zu sehen, ein Steckernetzteil, einen schwarzen Stoffbeutel, ein gedrucktes Handbuch, ein USB-Mini-USB-Kabel und ein Audio-Miniklinke-auf-Cinch-Kabel dazu. Für den mobilen Betrieb fehlen nur noch zwei AA/R6-Batterien oder -Akkus.
Achtung Aufnahme!
Mein erstes Versuchskaninchen sollte der Hahn aus Nachbars Garten werden, denn den wollte ich schon immer mal akustisch “ablichten”. Da er zwar im Nachbargarten, aber nicht in unmittelbarer Nähe zum Zaun lebt, auch sonst zwar durchdringend, aber nicht übermäßig laut kräht, mußte ich mit hohem Aufnahmepegel rangehen.
Hier zeigte sich ein erstes kleines Problem, der Zoom H2 ist sehr Körperschall-empfindlich. Jede kleine Handbewegung, z.B. ein Umgreifen oder die Betätigung von Bedienelementen sind recht laut in der Aufnahme hörbar. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, kommt nun der oben bereits erwähnte, anschraubbare Griff ins Spiel. Dieser kann unten am Gerät in einem Stativgewinde (Fotoformat) eingeschraubt werden und entkoppelt damit zwar noch nicht Aufnahmegerät und Hand, bietet aber eine gute Basis dafür.
Wenn man ins Handbuch schaut, wird man feststellen, daß dieses graue Plasteteil primär gar nicht als Handgriff gedacht ist, sondern als Adapter für ein Mikrofon-Stativ. Der “Griff” paßt prima in eine Standard-Mikrofonklemme. Was in eine Klemme paßt, paßt dann ja auch in eine Spinne, und so hat man mit einem Stativ und einer Mikrofonspinne eine gute Basis für nebengeräuschfreie, stationäre Aufnahmen.
Da ich nun aber nicht unbedingt das Stativ samt Spinne mit in den Garten nehmen wollte, habe ich kurzerhand die mobile Spinne mit Handgriff entwickelt. Alles aus Standardteilen zusammengebaut, eine “the t.bone SSM6″ Universalspinne (€ 7,90), ein K&M 7-232-000155 Grundrohr Länge 130mm (€ 6,90) - als Griff und ein Reduziergewinde (ca. 2 €), zusammen für etwa 14 Euro 50 ein solider, entkoppelter Handgriff für Außenaufnahmen im Haus, im Garten oder der näheren Umgebung.
Mit der einsatzbereiten Technik hatte ich mich schließlich in den Garten begeben, aber wie das so ist, kräht der Hahn sonst fast zu jeder Tages- und Nachtzeit, wollte er ausgerechnet jetzt keinen Mucks von sich hören lassen. Irgendwann nach 20 Minuten hatte er sich dann doch erbarmt und zweimal gekräht. Mir war’s recht, meine Geduld am Ende aber prompt als ich grad wieder im Haus war, legte er noch mal richtig los. Hier nun also der Hahn aus Nachbars Garten:
Die erste Aufnahme war im Kasten. Dieses und auch weitere Klang-Beispiele sind weitestgehend unbearbeitet, lediglich den Pegel habe ich gegebenenfalls etwas angehoben oder normalisiert.
In Teil 2 und folgenden Folgen komme ich auf den Hund, stelle bohrende Fragen und knalle durch, etwas Musik gibt es auch.
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Die größte Anzahl Besucher kommen auf eine meiner Webseiten über Google, meist über die Bildersuche, denn ich habe da so ein paar heiße Eisen im Feuer. Von den üblichen Verdächtigen, wie Katze, Euro, Münzen und Elektronik muß ich nichts mehr s…
Bin begeisteter orgelspieler+hörer(Kirchenmusik)mache Orgelkonzertaufnahmen.Jetzt habe ich ein Problem:Anheben des Gesamtpegels(Normalize-Funktion)geht bei mir nicht.Ab Punkt4 Seite 55(Bedienungsanleitung)öffnet sich “Screen FILE NORMALIZE” nicht.
Vielleicht reicht auch mein techn.Verständniss nicht aus!
Tipps ihrer Seite wären mir willkommen.
gruss ernst heim
Normalisiert hatte ich bisher immer auf dem PC.
Habe mir jetzt mal die Zoom-H2-Funktion angesehen, es scheint so zu sein, daß das Normalisieren nur bei WAV-, nicht aber bei MP3-Dateien möglich ist.
Es gibt übrigens ein relativ aktuelles Update (1.30) für den Zoom-H2, damit werden Funktionen wie Normalisieren und WAV nach MP3-Wandlung beschleunigt:
Damit geht zwar das Normalisieren bei MP3 immer noch nicht, dafür aber mit WAV-Dateien schneller.
Daß mit MP3-Dateien kein Normalisieren möglich ist, dürfte am Aufwand und Speicherbedarf liegen. Dafür müßte die MP3-Datei ja zunächst Decodiert und zwischengespeichert, anschließend normalisiert und dann wieder in MP3 gewandelt werden. Zoom hätte aber wenigstens im Handbuch darauf hinweisen können, das es mit MP3 nicht funktioniert.
Hallo Ingo, die Idee der mobilen Spinne mit Handgriff ist toll.
Könntest Du mich bitte wissen lassen, welches Reduziergewinde für die von Dir genannten Komponenten notwendig ist? Ich vermute 3/8″ Innengewinde auf 5/8″ Aussengewinde? Vielen Dank für die Antwort im Voraus.
Hallo, die Idee der mobilen Spinne ist toll. Könntest Du uns bitte wissen lassen, welches Reduziergewinde für die von Dir verwendeten Teile notwendig ist? Ich nehme an 3/8″ Innen auf 5/8″ Aussen?
Danke für die Antwort im voraus!
PS. Falls meine Nachricht doppelt erscheint, sorry.
Ich hatte die Frage bereits einmal geschrieben und als ich
zurückkam, war sie nicht mehr da, daher habe ich erneut gepostet.
Doppelkommentar ist nicht schlimm, kein Problem.
Ja genau, es ist ein K&M 217 Reduziergewinde 3/8″ Innengewinde, 5/8″ 27 Gg. Außengewinde (bei Thomann 1,85 €). Insgesamt belaufen sich die Kosten also auf 16,65 Euro.
Wenn man das H2 mit angeschraubtem Griff in die Spinne steckt, muß man darauf achten, daß sich das obere Gummikreuz über den oberen Griffrand des Zoom H2 zieht, dann liegt das H2 auch direkt auf dem inneren Ring der Spinne auf. Das ist zwar nicht ganz optimal, weil damit die Dämpfung durch das Gummi-Innenkreuz aufgehoben wird, es sorgt aber für einen sichereren Halt.
Wenn man schon eine bessere Spinne hat, kann man auch diese nehmen. Ich verwende die von meinem AKG C 3000 (AKG
H 85H 100). Mit dem Klemmring kann man das Ganze dann natürlich besser fixieren.