Im Wechsel der Akkorde
Dienstag, 09. Februar 2010

Willkommen Canon EF 70-200/4 L IS USM

Gerade habe ich mein neues Telezoom-Objektiv Canon EF 70-200/4 L IS USM bekommen. Es soll mein Superzoom (Sigma 18-200/3.5-6.3 DC OS) zwar nicht ersetzen, aber in dem Brennweitenbereich von 70 bis 200 mm für eine bessere Abbildungsqualität sorgen. Allerdings ist es nicht so, dass ich mit dem Sigma keine guten Bilder machen kann – im Gegenteil. Gemessen am Preis und dem großen Brennweitenbereich ist das Objektiv schon prima. Andererseits stellt selbst mein neues Canon-Objektiv einen Kompromiss bzgl. Lichtstärke und Gewicht dar. Lichtstärkere Objektive im Brennweitenbereich von 70-200 mm (mit durchgängiger Offenblende von 2.8, also einer ganzen Blende mehr) gibt es von Canon, Sigma und Tamron (für Canon-DSLR). Bei diesen Kandidaten ist mir aber das Gewicht von jeweils deutlich über einem Kilogramm einfach zu hoch. Getragen werden möchte es ja auch noch…

Was nützt also das beste Objektiv, wenn es auf Grund des zu hohen Gewichts zu Hause bleibt? Im Vergleich dazu bringt mein neues Canon-Telezoom 760g auf die Waage, das Sigma-Superzoom wiegt 610g. Also drehe ich im Zweifel lieber den ISO-Wert hoch. Gegenüber dem Sigma-Superzoom habe ich bei der Endbrennweite 200 mm jetzt 1,3 Blendenstufen mehr Spielraum (Blende 4 statt 6,3). In der einen oder anderen Situation (nämlich, wenn sich das Motiv nicht bewegt) kann mich der Bildstabilisator (IS – Image Stabilizer) retten, der bis zu 4 Belichtungsstufen ausgleichen können soll. Den Bildstabilisator habe ich an meinem Sigma-Superzoom (OS – Optical Stabilizer) und letztlich auch am Canon EF 300/4 L IS USM schon sehr zu schätzen gelernt.
Für noch wichtiger halte ich den Ultraschallmotor (USM) für den Autofokus. Im Vergleich zu herkömmlichen AF-Motoren ist er sehr schnell und leise und ermöglicht jederzeit einen manuellen Eingriff. Bei anderen Objektiven muss man zunächst auf manuellen Fokus umschalten oder den Fokussierring vom Motor entkoppeln um manuell zu fokussieren. Den Ultraschallmotor vermisse ich am Sigma-Superzoom (bei Sigma heisst es HSM) schon deutlich. Einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Unterschied gibt es bei der Naheinstellgrenze – diesmal aber zugunsten des Sigma. Gemeint ist der geringstmögliche Abstand zwischen Objektiv und Motiv, bei dem das Objektiv noch auf das Motiv scharfstellen kann. Beim Sigma beträgt die Nahgrenze 45 cm – beim Canon 1,2 m! Also das bedeutet für mich definitiv eine Umstellung, da ich mit dem Sigma oft und gern kleine Motive (z.B. Schmetterlinge) bei größter Brennweite und kleiner Distanz möglichst formatfüllend aufgenommen habe. Mal sehen, was Zwischenringe daran ändern können. Ausprobieren werde ich ganz sicher auch meinen 1,4-fach Telekonverter (Kenko Teleplus 1,4x Pro300 DG) an dem Canon-Objektiv. An meinem EF 300/4 L IS USM bringt der Telekonverter eine recht gute Leistung – am Sigma-Superzoom reicht das Licht nicht mehr für einen zuverlässigen Autofokusbetrieb.
Das Canon EF 70-200/4 L IS USM scheint recht beliebt zu sein – zumindest legen das die Gebrauchtpreise nahe. Ich habe mich für ein nagelneues entschieden, weil mir der Preisunterschied zu einem gebrauchten Objektiv zu gering erschien (meiner Erfahrung nach gebraucht 85-90% des Neupreises).
Jetzt dürfte es nur langsam Frühjahr werden…

VGWort-Zählermarke

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Reaktionen zu “Willkommen Canon EF 70-200/4 L IS USM” (2)

  1. da hast ja was feines in deinen objektivpark geschleust ;)
    werde demnächst auch mal welche ausleihenund mich dann zwischen canon 70-200 f4 L und dem 2,8er sigma 70-200 entscheiden. ich sehe vom gewicht jetzt einfach mal ab ;)

  2. Hallo Mauris,

    ich glaube, Du machst es ganz richtig. Wenn man so ein Glas ausleihen kann und damit mal einen Tag lang fotografiert (und die Ergebnisse dann in Ruhe am Rechner auswertet), hat man einen ziemlich klaren Eindruck von dem Objektiv. Auch, was das Gewicht angeht.

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