Im Wechsel der Akkorde
Dienstag, 28. August 2007

Let’s Sing


Die Freiheit, mit einem Rechner und geeigneter Software Musik erstellen zu können, führt nicht zwangsläufig zu einem Hit oder kommerziellem Erfolg. Muss es auch gar nicht, wenn der Spaß im Vordergrund steht. Während ein gut komponierter und produzierter Titel unter Umständen viel Zeit und Mühe kostet (abhängig von Fähigkeiten, Talent und der Küsslust der Muse), sehe ich persönlich schon in der Umsetzung musikalischer Ideen eine sinnvolle, weil Freude bereitende Freizeitbeschäftigung. Aus meiner diesbezüglichen Ansammlung möchte ich hin und wieder etwas vorstellen und beschreiben, was ich da gemacht habe.

„Let’s Sing“ ist bei dem Versuch entstanden, nach langen Jahren der Enthaltsamkeit wieder mit dem Gitarre spielen anzufangen. Vielleicht haben einige von euch schon die Erfahrung gemacht, dass das „vor sich hin üben“ die eine Sache ist und das Spielen nach Metronom eine andere. Also brauchte ich einen Rhythmus. Hier habe ich einfach eine Drumloop aus einer Library genommen, von denen es massenhaft für kleines Geld zu kaufen gibt. Eigentlich sind diese Loops meist ziemlich dicht und knallig – ich habe die Sache mit einem Kompressor (2,4:1) noch etwas kompakter gemacht.

Die Drumloop wird am Anfang reingefaded. Das Fundament (also der Bass) stammt aus dem Software-Sampler EXS24 (SlapBass2), der nur unter Emagic Logic funktioniert. Der Bass brauchte mehr Druck um im Arrangement zu bestehen (Kompressor 6:1).

Jetzt fehlte mir noch eine Begleitung. Und da ich das Gitarrespielen üben wollte, ist hier die Konzertgitarre zum Einsatz gekommen. Die habe ich mit einem AKG-Mikrofon (C3000B) aufgenommen und die Passagen sauber geschnitten. Im Hintergrund hört man übrigens noch die Drumloop, die über den Kopfhörer (nicht geschlossen) mit aufgenommen wurde. Stört aber im Mix zusammen mit der richtigen Drumloop nicht mehr. Danach habe ich die Mono-Aufnahme gedoppelt und auf links/rechts Stereoposition verteilt sowie eine Seite mit einem leichten Delay verzögert. Mit einem Kompressor (6:1) wurde die Dynamik angepasst. Ein bisschen Reverb und Chorus drauf – fertig.

Jetzt konnte ich mit der E-Gitarre (Ibanez Blazer 21) über einen Amp-Modeler (Korg Ampworks) nach Herzenzlust „rumsolieren“.

Das Stückchen hat keinen B- oder gar C-Teil, die Akkordfolge (A – C#m – C#Dim – D – F#m – F#Dim) wird einfach ständig wiederholt. Hier nun im Ganzen:

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Reaktionen zu “Let’s Sing” (4)

  1. also wenn du lust hast n bissl gesang drüberzulegen, ich wäre interessiert ;)

    geniales Stück, gefällt mir ;)

  2. Hi Spade,
    ja, warum nicht. Solange ich nicht singen muss…
    Ich schreibe Dir mal ne EMail.

    Beste Grüße

  3. P.T.Erdweg

    Hallo,

    ich konnte leider keine email adresse finden, so daß ich einfach hier versuche mit Ihnen in Kontakt zu treten.
    In Ihrer Equipmentauflistung gibt es eine Komponente an der ich interessiert bin – Yamaha AX16.
    Falls Sie noch im Besitz dieser Komponente sein sollten und Interesse am Verkauf haben, so bitte ich Sie um Kontaktaufnahme.

    Trotzdem ein Kommentar zu Ihren Rhytmuspattern
    Das Sax ist ok – die Pattern klingen ein wenig zu künstlich für diese Art von Musik. Versuchen Sie es mal mit ACID 7.0
    Dort hat man viel mehr Möglichkeiten gerade gut klingende Drum Sounds entweder selbst zu generieren oder aber auch auch mit bereits bestehenden wav-files eine entsprechendes Pattern zu erstellen. Der größte Vorteil von ACID ist allerdings die Möglichkeit sofort ohne Tonhöhenänderung die bpm zu wechseln !

    Herzliche Grüße
    Peter T. Erdweg

  4. Hallo Peter,
    hab gerade noch mal nachgesehen – leider habe ich die Yamaha AX16-AT schon 2002 zusammen mit der DSP-Factory verkauft. Alles was ich momentan anbieten kann ist eine RME DIGI9636 ohne SPDIF-Kabelpeitsche.
    Aber interessant, dass Sie nach der AX16 fragen. Also haben Sie die DSP-Factory noch im Einsatz?
    Vielen Dank für den Tipp mit ACID für die Pattern!
    Beste Grüße.

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