Zoom H4n - in der C’t kurz vorgestellt
In der Ausgabe 9/2009 (vom 14.04.2009) der Zeitschrift C’t (des Heise Zeitschriften Verlags) gibt es auf Seite 64 einen Artikel über den Zoom H4n in der Rubrik “kurz vorgestellt” von Christoph Laue und/oder Dr. Volker Zota. Das scheint die erste Veröffentlichung in Printmedien zu sein, in der man etwas mehr über den Zoom H4n lesen kann als den (schnell kopierbaren) Werbetext.
Unter anderem wird von echter XY-Konfiguration der Mikrofonkapseln, überzeugenden Klangergebnissen bei Sprachverständlichkeit und Ortbarkeit, den vermessenen Dynamikumfängen sowie Effekten berichtet, die beim Festhalten von Ideen hilfreich sind, aber für ernsthafte Produktionen kaum Verwendung finden dürften. Soweit einverstanden.
Ein Fragezeichen blinkte dann allerdings bei der Aussage “Bei Überschreiten der 2-GByte-Grenze bricht die Aufnahme ab.” bei mir auf. Nein, kann ich nicht bestätigen. Ich habe es gerade noch einmal (zusätzlich) in der Einstellung 96 kHz und 24 bit ausprobiert. Bei mir geht die Aufnahme auch nach 2 GB weiter. Die Datei wird bei einer Größe von 2047,0 MB (was bei 96 kHz und 24 bit einer Aufnahmezeit von einer Stunde, zwei Minuten und sechs Sekunden entspricht) abgeschlossen und die Aufnahme in einer neuen Datei fortgesetzt, wie ich auch schon unter Zoom H4n - Stamina Mode geschrieben hatte. Nach meinen Erkenntnissen passt das Ende der Vorgängerdatei mit dem Anfang der Nachfolgerdatei perfekt zusammen, so dass wahrscheinlich kein einziges Bit verloren geht. Vielleicht ist es noch hilfreich zu erwähnen, dass die Zeitanzeige im Display während der Aufnahme mit dem Umschalten auf die neue Datei wieder bei 00:00:00:000 beginnt.
Dem Fazit stimme ich wieder zu, wonach der Zoom H4n mit fast allen Schwächen des Vorgängers aufräumt: “Im Auftritt deutlich wertiger bietet er bei leicht durchschaubarer Bedienung eine Vielzahl sinnvoller Ausstattungsmerkmale und eine für die meisten Aufgaben ausreichende Klangqualität.”.
siehe auch:
• Zoom H4n - der erste Eindruck
• Zoom H4n - Stamina Mode
• Zoom H4n - System Version 1.30
• Zoom H4n - Stereo Mode
• Zoom H4n - 4CH Mode
• Zoom H4n - Test in Professional Audio
• Zoom H4n - Deutsche Bedienungsanleitung
• Zoom H4n - im Recording Magazin
• Zoom H4n - System Version 1.40
• Klangfeuer - auf dem Cottbuser Stadtfest
• Zoom Handyrecorder - neue ASIO-Treiber V 1.0.4
• Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
• Ich packe meine Tasche…
Akkordwechsel
Ja, den Artikel hatte ich auch gesehen, allerdings nur überflogen bzw. das Fazit gelesen, da ich ja hier schon umfangreich zum Zoom H4n informiert wurde.
Vielleicht war ja nur eine 2GB-Karte im Gerät, dann bricht die Aufnahme natürlich nach 2GB ab
Hah, und es gab nur diese eine Aufnahme - genau so muss es gewesen sein, Ingo
Ich habe das mal nachgestellt. Mal abgesehen davon, dass ich in den letzten Sekunden der Aufnahme eine “DATA WRITE ERROR”-Meldung angezeigt bekommen habe (die wohl unabhängig davon zu sehen ist) hat der Zoom H4n bis zur letzten Sekunde verfügbaren Speicherplatzes aufgenommen, ordentlich abgeschlossen (was ich wegen der kurz eingeblendeten Meldung “Please Wait” so interpretiere) und die (zu bestätigende) Meldung “Card Full!” rausgeworfen. Aber wer möchte da schon von “Abbruch” sprechen?
Eine weitere Möglichkeit eines unbeabsichtigt vorzeitigen Endes einer Aufnahme können ja entleerte Batterien bieten. In dem Fall werden aber (zusätzlich zur symbolisierten leeren Batterie) etwa alle drei Sekunden Warnmeldungen “Low Battery!” im Display eingeblendet. Das geht so etwa drei Minuten lang weiter, bevor der Zoom H4n geordnet herunterfährt (Goodbye See You!).
Das mit der vollen Karte hatte ich bei meinem Zoom H2 noch nicht getestet, aber den Akku- bzw. Batterietest habe ich ja mehrfach und ausführlich durchgeführt. Auch beim Zoom H2 wird alles ordentlich beendet und abgeschlossen, es gehen keine Daten verloren. Die Meldungen sind dieselben wie beim H4n.
Interessant wäre noch die Frage, was denn passiert, wenn man dem Gerät während der Aufnahme die SD-Karte klaut. Werd ich beim H2 mal gucken, ob die bis dahin aufgenommenen Daten noch brauchbar sind.
Prima Artikel, danke.
Leider werde ich aus dem “REC LEVEL AUTO”-Mode nicht wirklich schlau. Anfangs dachte ich, der Mode sei für die automatische Austeuerung des Aufnahmepegels. Dem ist aber nicht so.
Bei lauten Geräuschen regelt der Pegel runter und bleibt aber unten. Dadurch habe ich mir dummerweise eine Live-Aufnahme versaut :o( Beim anfänglichen Applaus hat der schön weit runtergeregelt und den Rest dann viel zu leise aufgenommen. Das war verdammt ärgerlich!
Jetzt weiss ich, dass ich in Zukunft den Limiter nehmen muss.
Weiss jemand, was der “REC LEVEL AUTO”-Mode für einen Sinn hat?
Hi Ales,
korrekt ist erst einmal, dass die Funktion “REC LEVEL AUTO” den Aufnahmepegel nur in einer Richtung anpasst - ihn nämlich verringert, wenn Signale die -6dB Marke überschreiten. Das passiert auch schon in der Aufnahmebereitschaft und der Sinn dahinter ist wohl, dass man versucht den Maximalpegel zu finden bevor die Aufnahme losgeht um dann vor Clipping geschützt zu sein. Das ist m.E. nicht ganz unwichtig, denn ich wüsste nicht, wie ich digital übersteuerte Aufnahmen retten könnte. Bei zu leisen Passagen hingegen kann man den Pegel nachträglich aufholen. Versinkt der Hauptakt dann im Rauschen muss die Frage erlaubt sein, ob nicht eine günstigere Mikrofonposition gewählt werden könnte. Bei unwägbaren Situationen würde ich auch (evtl. zusätzlich) zum Limiter raten. Leider sind die wählbaren Programme für den Limiter (wie auch den Compressor) nirgendwo beschrieben. Experimentieren ist also angesagt. Ich meine, dass ich bei einer Aufnahme (die ich mit Limiter General gemacht habe) dessen Arbeiten deutlich höre. Auch nicht so toll, aber besser als übersteuert. Nachteilig bei aktivierter Funktion “REC LEVEL AUTO” finde ich übrigens, dass man in die Pegelregelung nicht händisch eingreifen kann und die Funktion während der Aufnahme nicht abschaltbar ist.
Was meinst du denn mit “Ich meine, dass ich bei einer Aufnahme (die ich mit Limiter General gemacht habe) dessen Arbeiten deutlich höre.”?
Hi kaspowerradio,
ich habe es bisher nicht eingehender untersucht, aber meiner Meinung nach verändert sich die Aufnahme immer wenn der Pegel gegen 0dB geht. Sowas wie pumpen vielleicht. Ein hörbares Komprimierungsgeräusch wie mit Hard Knee Einstellung. Also: als wenn die Limitereinstellungen (die ich nicht kenne) nicht zum Musikmaterial der Aufnahme passen.
Vielen Dank pommerizer für Deine ausführliche Antwort. Ich werde wohl ein wenig experimentieren. Da hab’ ich auch schon eine schöne Schallquelle …unsere 5 Tage alte Tochter ;o)
Wollte eine Live-Aufnahme mit dem Zoom h4n im Staminamode starten. Bevor das Konzert aus war, waren die Batterien schon aus und die Daten weg! Wie kann das sein? Eurem bericht zu folge sollte das nicht geschehen…..
Nun, ich denke, aus dem Bericht geht nicht hervor, dass die Batterien oder Akkus im Stamina-Mode niemals aufgeben. Tatsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Laufzeit im Stamina-Mode fast doppelt so lang ist wie in den anderen Modes. Es kommt letztlich auf die (Rest-)Kapazität der Batterien an und z.B. die Länge des Konzerts. Ausserdem ist (zumindest bei mir) die Aufnahme bis zum Aufgeben der Stromversorger auf der Karte gespeichert und nicht verschwunden. Kann es sein, dass bei Dir noch etwas anderes im Argen liegt?