Im Wechsel der Akkorde
Samstag, 11. Januar 2014

Ein Jahr Stockfotografie – meine Bilanz

Wieso, weshalb, warum?

Die Idee, mich als Anbieter bei 123RF anzumelden kam mir, als ich deren steilen Aufstieg in der Google-Bildersuche Ende 2012 beobachten konnte. Schon seit Jahren beschäftige ich mich mit der Bildersuche und habe durchaus den Ehrgeiz, dort zumindest bei einigen Suchbegriffen ganz vorne mitzumischen.

Gesagt, getan und damit die Sache etwas breiter aufgestellt ist, habe ich mich gleich auch noch bei Fotolia als Anbieter registriert. Das ist jetzt fast genau ein Jahr her, der richtige Zeitpunkt also, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen.

123RF

Die Anmeldung bei 123RF ist nicht kompliziert. Als Anbieter muß man allerdings einen gültigen Identifikationsnachweis (Ausweis-Scan) und mindestens 10 Bilder hochladen, bevor man freigeschaltet wird.

Die Seiten bei 123RF sehen etwas „altbacken“ aus und auch die Struktur und Navigation glänzt nicht gerade mit Übersichtlichkeit. Aber ich komme zurecht und bin zudem dort eher nur selten unterwegs.

Mein Portfolio bei 123RF umfaßt derzeit 18 Fotos. Insgesamt habe ich 19 Bilder hochgeladen, eins wurde abgelehnt.

Die Begründung für die Ablehnung war „Poor Lighting / Composition“, also schlechte Belichtung bzw. Bildkomposition. Die Annahmequote liegt damit bei guten 95%.

Das ist aber nicht verwunderlich, denn ich habe besonders auch in letzter Zeit den Eindruck, daß 123RF weniger streng bei der Bildbeurteilung ist. Da werden teilweise Bilder angenommen, die ich mich nicht getraut hätte hochzuladen. Ich werde das Gefühl nicht los, daß 123RF (z.Z. 25 Mio.) einfach Fotolia (26,1 Mio.) bei der Anzahl der Bilder überholen will. Masse statt Klasse, gewissermaßen.

In diesem einen Jahr habe ich vier Verkäufe zu verzeichnen. Zweimal wurden Bilder im Abo (Heidelbeeren, Steine) und zweimal in der Größe L (Frohe Ostern, Heidelbeeren) verkauft. Die Abo-Verkäufe bringen relativ wenig ein, jeweils $ 0,216. Bei den Einzelverkäufen ist es etwas mehr, da gab es $ 0,792 und $ 1,200. Alles in Allem habe ich bei 123RF satte 2,43 Dollar verdient.

Ein Problem habe ich bei 123RF, sonst würde ich da vielleicht noch etwas aktiver werden. Man muß die Bildbeschreibung und Verschlagwortung auf Englisch verfassen, was nicht gerade zu meinen Stärken zählt. Na mal sehen, vielleicht finde ich dafür eine praktikable Lösung.

Fotolia

Bei Fotolia geht die Anmeldung ebenso einfach, wie bei 123RF. Als Anbieter muß man auch dort einen Identifikationsnachweis einreichen und ein Steuerformular ausfüllen. Eine Mindestzahl an Bildern wird nicht gefordert.

Die Seiten sehen modern, übersichtlich und aufgeräumt aus. Ich habe mich dort schnell zurechtgefunden. Aber auch da bin ich bisher nicht sonderlich häufig aktiv geworden.

Mein Portfolio bei Fotolia umfaßt derzeit 20 Fotos und ein Video. Insgesamt habe ich 30 Medien hochgeladen, ein angenommenes aber selbst wieder gelöscht. Damit liegt die Annahmequote bei über 70%.

Fotolia schaut schon genauer hin. Die Begründung für die Ablehnung waren z.B. „Technische Probleme“ und „Tauglichkeit für Werbezwecke“. In der Informations-E-Mail gibt es dann auch Hinweise, was es sein könnte, ohne es aber konkret zu benennen.

Technische Probleme

  • Schärfe/Unschärfe
  • Über- oder Unterbelichtung
  • Zuschneiden
  • Zu hohe oder zu niedrige Farbsättigung
  • Unzureichende Kontraste
  • Pixel-Qualität
  • Problem mit der Interpolation
  • Problem mit den Effekten
  • Problem mit der Größe

Tauglichkeit für Werbezwecke

  • Komposition
  • Originalität & Qualität
  • Hintergrund Qualität
  • Qualität der Freistellung

Wenn ich die abgelehnten Bilder unvoreingenommen betrachte, sind diese Gründe teilweise durchaus verständlich und nachvollziehbar.

Champignon-SuppeAndererseits habe ich ein paar Bilder auch nur zum Test hochgeladen um zu sehen, was passiert. Daß z.B. dieses Bild nicht genommen wird, damit habe ich gerechnet.

Und auch bei dieser Champignon-Suppe hatte ich mit einer Ablehnung gerechnet, denn das Bild ist nicht wirklich scharf und ist deshalb im kostenlosen Bereich gelandet. Also greift zu, die Unschärfe sieht man in den kleinen Auflösungen nicht wirklich. :-)

Bei Fotolia gab es genau zwei Verkäufe. Das erste verkaufte Bild war auch hier das Heidelbeer-Bild in Größe S mit Einnahmen von 0,60 Credits. Der zweite Verkauf war ein Abo-Bild (0,25 Credits), lustigerweise das Schuh-Bild, welches das einzige bei 123RF abgelehnte Bild ist. Mithin habe ich also in einem Jahr 0,85 Credits verdient, was 0,85 Euro entspricht.

Das angenehme bei Fotolia ist, ich kann auf Deutsch beschreiben und verschlagworten. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, doch noch ein paar Bilder hochzuladen, um vielleicht mal wenigstens den Bronze-Status (100 Downloads) zu erreichen.

Und bei Google?

Bei Google und speziell bei der Google-Bildersuche tut sich leider noch gar nichts. Vielleicht habe ich nur nicht die passenden Bilder ausgewählt. Aber ich bin der Sache auch nicht wirklich intensiv nachgegangen, es gibt schon noch Optimierungsmöglichkeiten (SEO). Da werde ich meine Bemühungen auch in diesem Jahr verstärken. Es sollte doch möglich sein, wenigstens ein Bild in der Bildersuche auf die vorderen Plätze zu befördern. Ich werde dann in einem Jahr hier wieder berichten.

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Reaktionen zu “Ein Jahr Stockfotografie – meine Bilanz” (5)

  1. Lieber Herr Putzlowitsch, ich weiß gar net was du willst…

    Der Begriff „Obstteller“ ist auf ewig mit der PZ verbunden … http://goo.gl/YGsr4Y

    Platz 1 ist dir :-) in den ersten drei Reihen, drei Mal die PZ… erkenn‘ ich sofort :-D

  2. Ja gut, es gibt schon ein paar Begriffe, wo ich Platz 1 belege. Nur gehört „Obstteller“ nicht gerade zu den Dingen, die viele Leute suchen. :-)

    Außerdem steht da immer die Herausforderung im Raum, und der möchte ich mich stellen. Es muß doch irgendwie auch mit einem meiner 123RF-Bilder, oder meinetwegen auch denen von Fotolia, zu schaffen sein.

  3. Ja bin ich denn nix? Obstteller ist die PZ. Die Leut‘ wissen eben nicht, wie lecker dein Obstteller ist. :-)

    Aber gut, dann mach mal, schubs mal da kräftig, aber nicht am Stock gehen, wenn der Tag sich zu Ende neigt. *blinzelnd winkt*

  4. Ja keine Frage, auf die Obstteller bin ich schon stolz. Du kennst sie ja sogar in echt, nicht nur vom Bild. :-)

  5. Wow, da geht ja richtig die Post ab. Ich überlege gerade, ob ich meinen Job kündigen sollte und stattdessen Bilder bei 123RF und Fotolia hochladen soll…

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