Im Wechsel der Akkorde
Donnerstag, 13. Juni 2013

Schnorcheln und Fotografieren in Ägypten

Im Februar diesen Jahres habe ich in Ägypten das erste Mal das Unterwassergehäuse (Canon WP-DC44) für meine Canon Powershot G1X ausprobieren können. Da ich nicht tauche, bleiben mir tiefere Einblicke in die Unterwasserwelt verwehrt. Dadurch konnte ich mich aber auch um die Lösung einiger Probleme, die mit zunehmendem Lichtabfall und der Filterung der Rottöne durch das Wasser zu tun haben, vorerst drücken, da diese Effekte beim Schnorcheln direkt unter der Wasseroberfläche noch nicht so stark ausgeprägt sind.

Auf die Anschaffung eines Unterwassergehäuses für eine DSLR habe ich bewusst aus Kostengründen verzichtet. Ich möchte zunächst mal einige Erfahrungen sammeln und später entscheiden, ob ich in dieses Gebiet der Fotografie tiefer einsteige.

Die Handhabung des Unterwassergehäuses ist einfach und die Bedienung der Kamera darin auch unter der Wasseroberfläche komfortabel. Schwierigkeiten machte mir öfter das Display: wenn das Riff im schönsten Schein der Sonne erstrahlt, ist das Display kaum noch zu erkennen.

Rückblickend bestand die größte Herausforderung beim Fotografieren für mich darin, die langsame AF-Geschwindigkeit der G1X irgendwie zu kompensieren. Leider haben die Meeresbewohner mir nicht den Gefallen getan, zum Gruppenfoto aufzuschwimmen. Die ganze Szenerie schien eigentlich ständig in Bewegung. Durch die relevante Auslöseverzögerung musste ich also versuchen, die Motivkonstellation vorauszuahnen, um zur richtigen Zeit auslösen zu können. Das ist mir nicht sehr oft gelungen.

Zumindest ausprobiert habe ich auch den Einsatz des in die Kamera integrierten Blitzes. Falls ich damit nicht ohnehin eher Schwebeteilchen im Wasser angeleuchtet habe, waren die Bilder nicht von solchen ohne Blitz zu unterscheiden.

Ich habe alle Bilder im RAW-Modus gemacht und konnte so relativ einfach und verlustfrei den Weißabgleich (u.a.) einstellen. Einige wenige Bilder habe ich auf 75cm x 50cm ausbelichten lassen. Dazu reicht die Auflösung und die vergleichsweise sauberen Bilddaten der G1X gerade noch aus.

Für zukünftige Unterwassereinsätze werde ich mir über eine separate Lichtquelle Gedanken machen müssen, wenn ich meine Aufnahmen verbessern möchte.

Was übrigens deutlich unkomplizierter funktioniert hat, war das Videofilmen mit der G1X unter Wasser. Vielleicht dazu in einem anderen Artikel mehr.

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