Im Wechsel der Akkorde
Donnerstag, 02. April 2009

Zoom H4n – System Version 1.30

Seit gestern (01.04.2009) gibt es für den Zoom H4n die Systemversion 1.30 zum Download auf der Zoom-Seite (www.zoom.co.jp) und das ist kein Aprilscherz. Mit dem Update wurde laut Release-Information eine Funktion ergänzt und ein Problem behoben. Die Aufnahmelautstärke lässt sich nun unterhalb des Wertes 1 noch in Zehntelschritten einstellen (also von 0.1 bis 0.9). Behoben wurde das Problem, dass sich eine Datei in seltenen Fällen nicht löschen lässt.

Dieses Problem ist bei mir noch nicht aufgetreten. Ich hatte aber schon mal einen seltsamen Geräteabsturz beim Zerteilen einer WAV-Datei. Da ging überhaupt nichts mehr, auch nicht Ausschalten. Ich musste die Batterien entfernen. Zumindest in dem zeitlichen Zusammenhang ist mir danach aufgefallen, dass eine Aufnahme jeweils mit ca. 4 Sekunden Verzögerung gestartet wird. Ich dachte erst, das müsste an meiner 4GB SD-Karte von SANDISK (Ultra II) liegen. Also die mitgelieferte 1GB-SD-Karte rein und verglichen. Hier das gleiche Ergebnis. Das Rücksetzen auf die Factory-Einstellungen brachte es wieder ins Lot. Auf beiden SD-Karten ließ sich danach wieder ohne Verzögerungen beim Start aufnehmen. Der nochmalige Versuch dieselbe WAV-Datei mit DIVIDE zu teilen, hatte dann übrigens funktioniert. Bestimmte Einstellungen am H4n, die dieses Verhalten verursacht haben könnten, konnte ich nicht nachvollziehen.

Das System-Update ließ sich problemlos durchführen. Wie auf Seite 133 des Handbuches beschrieben, muss man die Datei System.bin ins Root-Verzeichnis der SD-Karte kopieren und den H4n dann bei gedrückter Play-Taste anschalten. Dauert etwa zwei Minuten. Man sollte dafür Sorge tragen, dass während des Updates nicht gerade der Akku schlapp macht. Die ganz sichere Variante ist übrigens Netzteil anschließen und geladene Akkus bzw. nicht leere Batterien einlegen. Für den seltenen Fall des Stromausfalls macht der H4n dann auf den Akkus oder Batterien weiter, auch wenn der Stecker des Netzteils nicht aus dem H4n gezogen wird. Das ist selbstverständlich, klar. Ich habe es trotzdem mal ausprobiert (allerdings nicht während des System-Updates).

siehe auch:
Zoom H4n – der erste Eindruck
Zoom H4n – Stamina Mode
Zoom H4n – Stereo Mode
Zoom H4n – 4CH Mode
Zoom H4n – in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n – Test in Professional Audio
Zoom H4n – Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n – im Recording Magazin
Zoom H4n – System Version 1.40
Klangfeuer – auf dem Cottbuser Stadtfest
Zoom Handyrecorder – neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
Ich packe meine Tasche…
Mein erster Auftritt mit dem Tenorsaxophon
Fuerteventura: Nuestra Señora del Carmen in Morro Jable
Jazz im Lauterbach – mit Lu Schulz & Freunden
Marburg: Elisabethkirche

VGWort-Zählermarke

Stichwörter: , , ,

Reaktionen zu “Zoom H4n – System Version 1.30” (3)

  1. Hi!

    Ich habe das Teil auch seit gestern und möchte es vorwiegend im 4CH-Modus für Konzerte nutzen, die wir spielen.
    Dabei habe ich ein wenig herumexperimentiert (Firmware 1.30):

    Wenn ich im 4CH-Mode ausschließlich mit den eingebauten MICs was aufnehme (also Input 1 und 2 ohne Signal sind) und es danach (über FILE -> „Dateiname“ -> NORMALIZE) normalisiere, ist das Ergebnis eine völlig übersteuerte Katastrophe.

    Sollte es nicht eigentlich so sein, dass die beiden Dateipärchen getrennt voneinander normalisiert werden und dabei nicht so etwas herauskommt?
    Kann dieses Problem jemand nachvollziehen?

    LG,
    Wölle

  2. Hallo Wölle,

    ich kann das nachvollziehen. Und um es vorweg zu nehmen: das ist „normal“.
    Im 4CH Modus gibt es keine Möglichkeit nur 2 Spuren aufzunehmen, d.h. es werden immer die internen Mics (bzw. das Stereo-PlugIn-Mic) auf den oberen beiden Spuren (bzgl. Displaydarstellung) UND die Eingänge 1 und 2 auf den unteren beiden Spuren aufgenommen. Liegt nun an den externen Eingängen kein Signal an, wird nichts – oder genauer: nur dezentes Rauschen – aufgenommen. Bei der Normalisierung (also einer gleichmäßigen Lautstärkeanhebung, so dass der Peak der Aufnahme bei 0dB ankommt) werden tatsächlich beide Stereopaare unabhängig voneinander behandelt. Das führt dazu, dass bei der „leeren“ Aufnahme der externen Eingänge (wo es ja keinen Peak eines Nutzsignals gibt) das Rauschen auf 0dB angehoben wird. Da die beiden Stereospuren auch immer gleichzeitig wiedergegeben werden, ist das Ergebnis ganz klar katastrophal…

    Was gibt es für Lösungsansätze:
    a) Für eine Zweispur- oder Stereoaufnahme (z.B.) den STEREO Modus nutzen.
    b) eine Zweispur- oder Stereoaufnahme im 4CH Modus nicht im Zoom H4n normalisieren, sondern (da als 2 Stereodateien separiert) auf einem Rechner.

    Hoffe das hilft.

    Beste Grüße!

  3. DocWölle

    Danke! Das klingt logisch. Wünschenswert wäre gewesen, dass das Teil merkt, wenn kein Signal (über dem Rauschen) auf einem Kanal erkannt werden kann und somit Signale kleiner gleich Rauschpegel nicht normalisiert.
    Aber nun gut – da man sich drauf einrichten kann, ist das kein wirkliches Problem.

    BG zurück. :)

    Wölle

Einen Kommentar schreiben




 Hier kein Häkchen setzen
 Ich bin kein Spambot

Hinweis: Kommentare von bisher unbekannten Schreibern (Name und eMail) oder mit mehr als einem Link werden moderiert.