Im Wechsel der Akkorde
Montag, 29. April 2013

Drittes Zwischenfazit meines Saxunterrichts

Nach genau siebzig Unterrichtsstunden Saxophon am Konservatorium Cottbus möchte ich ein weiteres Mal kurz Bilanz ziehen. Dieser Artikel ist die Fortführung meines ersten und zweiten Zwischenfazits, sowie meines Jahresrückblicks 2011.

Diese 70 Unterrichtsstunden habe ich in etwas mehr als zwei Jahren in Anspruch genommen. (Nebenbei: das klingt für mich nach ziemlich wenig wenn man bedenkt, dass ein Jahr 52 Wochen hat und der Unterricht wöchentlich stattfindet.
Es gibt natürlich eine Reihe von Gründen, warum einige Wochen ohne eine Unterrichtsstunde auskommen müssen: Schulferien, Urlaub außerhalb der Ferien, Dienstreisen, Erkrankung des Schülers, Erkrankung des Lehrers, usw.)

Ein wesentlicher Teil meiner Bemühungen findet aber zu Hause zwischen den Unterrichtsstunden statt. Da muss ich leider konstatieren, dass ich im Durchschnitt auf etwas mehr als dreieinhalb Stunden wöchentlicher Übungszeit abgerutscht bin – bei meiner letzten Betrachtung waren es noch ca. 5,5 Stunden.

Was mich besonders ärgert: ich kann Noten immer noch nicht in Phrasen lesen, sondern muss mir Note für Note aneinanderreihen. Das ist, als würde man Worte buchstabieren statt sie als Wort zu erkennen. Ich habe den Verdacht, dass sich das bei mir nicht mit der Zeit von allein einstellen wird und ich deshalb gezielt daran arbeiten muss.

Was mich besonders freut: Ich fange an, meinen Ton/Sound anzunehmen. Begonnen hat es damit, dass er mir erst einmal richtig bewusst geworden ist. Das war erst vor kurzem, bei einem Auftritt mit dem Saxophonquartett. Ich dachte auf einmal: aha, so klinge ich also. Ich hatte das Gefühl, bei meinen Soli den ganzen Saal gut mit meinem Ton füllen zu können und habe die akustischen Rückmeldungen viel bewusster als sonst wahrgenommen.
Mein Sound ist nicht gerade unauffällig und bestimmt nicht glatt und wunderschön, aber damit kann ich etwas anfangen. Jetzt habe ich eine bessere Vorstellung meines ganz konkreten Sounds – ich bin mir dessen bewusst und auch über meine Möglichkeiten, ihn zu gestalten. Ich weiß jetzt, wie ich klingen werde schon bevor ich die erste Note gespielt habe.
Na ja, es ist nicht einfach zu beschreiben, was für einen Unterschied das macht, aber ich glaube, dass es ein ziemlich großer Schritt für mich ist. Immerhin habe ich wegen dem Sound doch recht viel mit Mundstücken usw. rumprobiert.

Ansonsten glaube ich, dass ich für meine Weiterentwicklung neue Anregungen und Herausforderungen brauche. Deshalb werde ich in diesem Sommer meinen Saxophonlehrer wechseln. Mit meinem bisherigen Lehrer werde ich ohnehin noch im Saxophonquartett weiter zusammen arbeiten. Meinen neuen Lehrer möchte ich dann bitten, mich in die „Geheimnisse“ der Improvisation einzuweihen.

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