Im Wechsel der Akkorde
Montag, 11. Juni 2012

Gartenpanorama

Little Planet Garten

Im Hof des Hauses, in dem ich wohne, befindet sich ein Garten. Der Garten ist von einer alten, mannshohen Mauer eingerahmt. Jede Wohnpartei unseres Hauses hat ein Stückchen Garten zur Pflege und Nutzung übergeben bekommen. Nicht viel, aber genug Fläche, um dort zum Beispiel mit Freunden zusammen zu grillen. Da es sich um die, der Straße abgewandte Seite handelt, ist es recht ruhig. Auf unserem Stückchen Garten wächst (unter anderem) ein Brombeerstrauch, der jetzt gerade mit der Blüte fertig ist.

Dieses Stückchen Garten musste nun für einen Test zu einem HDR-Kugelpanorama herhalten. Es ist nicht mein erstes HDR-Kugelpanorama, aber das erste, welches aus nur 4 Belichtungsreihen mit jeweils 3 Fotos (-2EV, 0EV, +2EV) auf einem Einbeinstativ entstanden ist. Alle bisherigen HDR-Kugelpanoramen habe ich aus mindestens 18 Belichtungsreihen mit jeweils 3 Fotos und natürlich auf dem Dreibeinstativ angefertigt.

Der Grund dafür ist zunächst in meinem neuen Objektiv – dem Canon EF 8-15/4L Fisheye USM – zu suchen. Mit diesem „Glasauge“ kann man einen enormen Bildwinkel abdecken und das schafft die Voraussetzung für diese Vorgehensweise. Für herkömmliche Fotos hätte ich mir kein Fisheye-Objektiv gekauft, aber für Kugelpanoramen ist es ideal.

Alle Anregungen zu diesem Thema habe ich bei Jan Röpenack gefunden (ein herzlicher Dank an dieser Stelle!). Wie das genau funktioniert kann man auf seiner Seite nachlesen und hier schreibt er direkt zum Canon-Objektiv.

Ich habe die Technologie nur noch um die HDR-Komponente erweitert – also die Belichtungsreihe, die ich im „Dauerfeuer“ bei möglichst ruhiger Haltung absolviere. In diesem Beispiel hat es funktioniert.


Die Aufnahmen habe ich bei einer Brennweite von 12mm an einer Kleinbildkamera (Canon EOS 5D Mark II) gemacht (8mm an einer APS-C-Kamera sollen auch funktionieren). Die vier Belichtungsreihen haben einen horizontalen Winkel von ungefähr 90° zueinander.
Bisher nicht erwähnt habe ich eine weitere, aber sehr wesentliche Komponente: der Panoramakopf. Wer auf den Seiten von Jan Röpenack liest, weiß recht schnell: es muss sich um das Novoflex VR-System SLANT handeln.

Da meine Lieblings-Stitch-Software Panorama Studio Pro leider (noch nicht) mit Bildern von Fisheye-Objektiven umgehen kann, habe ich für dieses HDR-Kugelpanorama PTGui Pro 9.1.3 genutzt.

Die Motivation für mich, diese schnelle Form der Panoramaaufnahme auszuprobieren, rührte von der geplanten Urlaubsreise in die Schweiz her. Meine Ankündigung, dort viele Panoramen fotografieren zu wollen, fiel in meiner Familie nicht auf viel Gegenliebe – zumal sie meine bisherigen „Panorama-Verrenkungen“ mit dem Dreibein kannte.
Ein eher für mich wichtiger Aspekt ist außerdem das begrenzte Gepäck. Da wir nicht mit dem Auto sondern mit der Bahn unterwegs sein werden, muss ich mein gesamtes Gepäck inklusive Fotoausrüstung allein davontragen können. Da ist die Einbeinvariante im Vergleich zum Dreibein doch klar im Vorteil.

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