Im Wechsel der Akkorde
Donnerstag, 07. Juni 2012

Pfingstmontagmorgen in Ahlbeck

Zu Pfingsten ist meine Familie mit mir (auch) in diesem Jahr nach Ahlbeck gefahren. Es war ein kurzfristiger Entschluss – die Wettervorhersagen waren verlockend. In der Villa Pippingsburg haben wir ein schönes Arrangement gefunden.

Da das Wetter so schön war, bin ich kaum ernsthaft zum Fotografieren gekommen. Als ich am Pfingstmontagmorgen zum Brötchenholen losgegangen bin, war das meine letzte Chance. Ich hatte gehofft, dass ich in einem Urlaubs- und Ferienort wie Ahlbeck kurz nach sieben keine Passanten antreffen würde. Da habe ich mich allerdings geirrt.

Das Problem mit den Passanten ist nicht allein, dass ich sie mit Rücksicht auf ihre Rechte nicht (erkennbar) auf dem Bild haben möchte, sondern dass sie nicht still stehen bleiben. Dadurch wird nämlich meine Belichtungsreihe (meistens) unbrauchbar.
So wurden diese Aufnahmen zum Kampf gegen die Uhr, denn die langen Schatten wandern rasend schnell. Übrigens gibt das Panorama Zeugnis darüber, dass ich den Kampf nicht gewonnen habe (achte auf die Schatten).


Dieses HDR-Kugelpanorama habe ich erstmals mit PTGui Pro 9.1.3 (statt wie sonst mit Panorama Studio Pro) gestitcht. Vor allem hatte mich ein anderes Vorgehen beim HDR-Stitchen interessiert. Aber der Reihe nach:

Die Belichtungsreihen hatte ich im RAW-Format angefertigt. Die einzelnen RAW-Dateien habe ich mit dem hauseigenen Canon-RAW-Konverter (DPP) entwickelt, weil es da die (zumindest für mich) neue Funktion „Digitale Objektivoptimierung“ gibt. Die Daten müssen für das jeweilige Objektiv mittels „Aktualisieren“ erst heruntergeladen werden und sie sind auch nicht für alle Objektive verfügbar. Für mein Canon EF 16-35/2.8 L II USM waren die Daten verfügbar und die Funktion bringt gearde im Randbereich sehr gute Ergebnisse.

Die zu JPG-Dateien entwickelten Belichtungsreihen habe ich dann in Photomatix zu Radiance-HDR-Dateien verrechnen lassen und noch kein Tonemapping durchgeführt. Einige Bilder haben es dann doch erforderlich gemacht, auf die echte Belichtungsreihe zu verzichten (z.B. bei wehenden Fahnen) und auf eine künstliche Belichtungsreihe aus der mit 0EV belichteten RAW-Datei (die dann zusätzlich -2EV und +2EV in DPP entwickelt wurde) zurückzugreifen.
Die HDR-Dateien habe ich dann mit PTGui Pro 9.1.3 zu einem sphärischen Panorama zusammennähen lassen und auch wieder als Radiance-Datei gespeichert. Panorama Studio Pro kann keine 32bit-HDR-Bilder stitchen, daher wollte ich es mit PTGui versuchen.

Zuerst die HDR-Bilder aus den Belichtungsreihen zu erzeugen (ohne Tonemapping), die HDR-Bilder zu stitchen und danach erst das Tonemapping zu machen, ist nach Auffassung von (u.a.) Buchautor Reinhard Wagner der Weg, der die besten Ergebnisse verspricht. Bisher hatte ich immer die bereits tonegemappten Bilder gestitcht. Wagners Argumentation, die ich in mehreren Büchern gelesen habe, war mir schlüssig und einleuchtend. Eine abschließende Bestätigung aus der Praxis traue ich mir zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht zu.

Die erzeugte Radiance-Panorama-Datei habe ich dann wieder in Photomatix geladen und das Tonemapping gemacht. PTGui kann übrigens auch Tonemapping und das Ergebnis sah auch nicht übel aus – ziemlich natürlich. Die Einflussmöglichkeiten sind aber nicht so weitreichend wie bei Photomatix. Das Ergebnis habe ich dann in Photoshop etwas nachbearbeitet. Unter anderem habe ich das Stativ und den Panoramakopf (nicht aber deren Schatten) retuschiert.

Letzter Schritt ist dann das Konvertieren des Bildes zu einer interaktiven Anwendung. Das habe ich dann wieder mit Panorama Studio Pro erledigt.

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