Im Wechsel der Akkorde
Freitag, 01. Juni 2012

Saxophonquartett – die fünfte Probe

Genau an dieser Stelle gehe ich dazu über, die Proben unseres Saxophonquartetts als Artikel (statt wie bisher als Kommentar zu einem Artikel) abzulegen. Das ist ein gutes Zeichen für das Quartett, denn unsere gestrige (31.05.2012) Probe hat viel Spaß gemacht und bei mir den Eindruck hinterlassen, als könnte daraus etwas Ernsthaftes werden. Das war unsere fünfte Probe; die anderen finden sich (als Kommentar) hier: vierte, dritte, zweite und erste.

Richtig gut fand ich schon im Vorfeld, dass wir uns für diese Probe noch mehr Zeit organisiert hatten – zweieinhalb Stunden. Auch wenn wir nur über zwei Stunden zu viert waren – in dieser Zeit kann man schon etwas schaffen und es lohnt sich auch zusammenzukommen.

Als Übungsraum konnten wir wieder die „Kammerstube“ des Konservatoriums Cottbus nutzen. Der Raum ist geschätzt fünfzig bis sechzig Quadratmeter groß, sicher mehr als drei Meter hoch und eignet sich akustisch meiner Meinung nach sehr gut für unsere Probe: er ist groß genug, damit sich die Instrumente mit einer angenehmen Rückmeldung entfalten können und klein genug, damit die Reflexionen die einzelnen Stimmen nicht zermatschen.

Und so haben wir die “Suite Hellénique” (Pedro Iturralde ) einmal komplett (also die Sätze „Kalamatianos“, „Funky“, „Valse“ und „Kritis“) durchgespielt. Den ersten Satz haben wir etwas genauer unter die Lupe genommen. Der Rest war mehr oder weniger zum Reinriechen gedacht (und damit jeder zu Hause weiter üben kann).

Das Renaissance-Stück „Drei Madrigale“ (John Dowland, 1562-1626) haben wir auch komplett gespielt („Der Frühtau fällt“, „O wolltest du voll Mitleid sehn“, „Komm Süßer Schlaf“) und recht intensiv an den einzelnen Sätzen gearbeitet. Die Stimmung (unserer Saxophone) war dabei gar nicht so übel – eine saubere Intonation ist bei diesem Stück (wie bei Klassik überhaupt) elementar, wenn es klingen soll.

Dann haben wir uns auch noch Birdland (Joe Zawinul) vorgenommen. Hier haben wir vor allem an der Dynamik (welche Stimme übernimmt jetzt gerade den Solo-Part?) und an präziser Rhytmik und entsprechenden Einsätzen gearbeitet. Dieser Titel ist vor allem rhytmisch sehr interessant, finde ich, und die einzelnen Stimmen greifen da sehr schön ineinander – wenn es denn funktioniert.

Als dann die erste der „Two Bach Preludes“ (J.S.Bach) dran war haben wir gemerkt, dass wir uns schlecht von Birdland auf das Stück umgestellt hatten (Dynamik). Das klappte dann im zweiten Durchgang viel besser und wir haben daran weiter gearbeitet (wer in seiner Stimme gerade die Achtelnoten hat, der führt).

Außerdem hat unsere Baritonsaxophonistin noch neues Notenmaterial mitgebracht: „Let’s Go For It!“ (Modern Grooves For Saxophonequartett) von Moni Schönfelder. Das sind sieben Stücke in unterschiedlichen Stilrichtungen (Ska, Calypso, Swing, Funk, Latin). Dort haben wir den ersten („Let’s Go For It!“, Ska) und dritten („Let’s Get Together“, Medium Swing) Titel einmal durchgespielt. Die klangen schon mal ganz nett (schöner Satz) und waren nicht zu schwierig. Es scheint aber so gedacht zu sein, dass eine Playalong-CD auch beim Quartett mitläuft. Anders sind jedenfalls viertaktige Pausen zeitgleich in allen Stimmen nicht zu erklären. Unter Umständen müssen wir an diesen Stellen die Stimmen bearbeiten, denn eine CD abspielen bei einem Auftritt – so die einhellige Meinung – kommt für uns nicht in Frage.
Der ganze Satz (Partitur, Beispiel-CD, Notenhefte für As1, As2, Ten, Bar jeweils mit Playalong-CD) kostet 98,- €. Wir haben beschlossen die Stücke in unser Repertoire aufzunehmen und uns die Kosten zu teilen.

Am Ende der Probe hatten wir uns stimmungsmäßig doch auseinandergespielt. Wahrscheinlich müssen wir uns ein „schnelles Durchstimmen zwischendurch“ antrainieren. Ansonsten durften wir mit unserer Intonation im Großen und Ganzen zufrieden sein. Für die nächste Probe haben wir uns auf den zwölften Juni verabredet.

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