Im Wechsel der Akkorde
Montag, 30. März 2009

Zoom H4n – der erste Eindruck

Zoom H4nIch empfinde Freude! Und zwar (unter anderem), wenn ich meinen neuen Zoom H4n in die Hand nehme. Nach der kurzen und etwas enttäuschenden Bekanntschaft mit dem Zoom H4 (siehe auch And the winner is: Zoom H4 sowie und Tschüss, Zoom H4) gebe ich nun dem Nachfolger Zoom H4n eine Chance. Und der erste Eindruck fällt hier deutlich positiver aus. Hübsch ist er geworden, finde ich. Mit gummierter Geräteoberfläche, größerem Display (weiterhin mit 128 x 64 Punkten) und ohne Menü-Tasten-4-Wege-Wackelschwanz hinterlässt er bei mir einen wertigen Eindruck. Zoom H4n DisplayEndlich gibt es bei so einem Gerät mal eine korrekte XY-Anordnung der eingebauten Mikrofone, was aber bei den Aufnahmen möglicherweise rein akademischer Natur sein könnte. An meinen ursprünglichen Überlegungen zur Auswahl eines mobilen Recorders brauchte ich mit diesem Gerät keine Abstriche machen. Lediglich das Budget musste ich moderat aufstocken. Momentan ist er ab 349,- € erhältlich.

Und die Geduld bis zur Auslieferung musste ich aufbringen, denn der Zoom H4n ist in Deutschland gerade erst lieferbar (meiner ist am 24.03.09 angekommen). Zoom H4n BoxDer Lieferumfang ist beim H4n mit Netzadapter, Windschutz, Adapter für Mikrofonspinne, SD-Karte (1 GB), Aufbewahrungsbox aus Kunststoff, gedrucktes (englischsprachiges) Handbuch und USB-Anschlusskabel (wie bei Zoom inzwischen selbstverständlich) sehr gut. Es kann also sofort losgehen. Für mobiles Recording benötigt man lediglich noch zwei AA-Batterien. Die kabelgebundene Fernbedienung (RC04) gibt es als separates Zubehör momentan wohl noch nicht zu kaufen. Zoom H4n mit WindschutzWas mir gleich bei den ersten Probeaufnahmen aufgefallen war, ist die große Empfindlichkeit des H4n gegen Wind. Es reicht schon aus, sich mit dem H4n im Innenraum schnell umzudrehen – schon hat man die charakteristischen Rumpelgeräusche auf der Aufnahme. In freier Natur findet man selten einen entsprechenden Windschatten für rumpelfreie Aufnahmen. Dagegen hilft der mitgelieferte Windschutz aus Schaumstoff allerdings recht gut. Und nach meinem Empfinden verändert der Windschutz die Aufnahme nicht wesentlich. Also heißt das für mich: draußen immer die Mütze aufsetzen. Audioqualität und Stereoeindruck sind sehr ansprechend. Aber das war schon beim Vorgänger nicht das Problem. Weiterhin vorhanden ist (trotz gummierter Gehäuseoberfläche) eine störende Körperschall-Empfindlichkeit – wenn auch in geringerem Umfang als beim H4. Jedes Umgreifen am Gehäuse oder Bedienen von Knöpfen erzeugt verhältnismäßig laute Geräusche auf der Aufnahme. An der angegebenen Batterie-/Spieldauer von bis zu 6 Stunden habe ich im Moment noch Zweifel. Aber das ist nach bisherigen Erfahrungen rein gefühlsmäßig und ich werde das (wie vieles andere auch) später noch genauer untersuchen; insbesondere was der Stamina-Mode wirklich bringt (Spieldauer bis zu 11 h).

Bis dahin nachfolgend eine erste Probeaufnahme, die beim Durchlaufen des Flures im Cottbuser Musikkonservatorium entstanden ist. Leider habe ich erst hinterher gemerkt, dass das Kabel von meinem Kopfhörer an der Jacke geraschelt hat…

Zoom H4n RückseiteErgänzung: Was auch positiv auffällt ist das auf der Rückseite im Gehäuse eingelassene Stativgewinde. Der Zoom H4 hatte noch diese unhandliche Halteschale mit Riemchen. Gut zu gebrauchen ist ebenso der eingebaute Monolautsprecher, der ein schnelles Kontrollhören möglich macht ohne Kopfhörer anschließen zu müssen.

siehe auch:
Zoom H4n – Stamina Mode
Zoom H4n – System Version 1.30
Zoom H4n – Stereo Mode
Zoom H4n – 4CH Mode
Zoom H4n – in der C’t kurz vorgestellt
Zoom H4n – Test in Professional Audio
Zoom H4n – Deutsche Bedienungsanleitung
Zoom H4n – im Recording Magazin
Zoom H4n – System Version 1.40
Klangfeuer – auf dem Cottbuser Stadtfest
Zoom Handyrecorder – neue ASIO-Treiber V 1.0.4
Neue System-Versionen für Zoom Handy-Recorder
Ich packe meine Tasche…
Mein erster Auftritt mit dem Tenorsaxophon
Fuerteventura: Nuestra Señora del Carmen in Morro Jable
Jazz im Lauterbach – mit Lu Schulz & Freunden
Marburg: Elisabethkirche

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Reaktionen zu “Zoom H4n – der erste Eindruck” (8)

  1. Guten Tag!
    Herzlichen Glückwunsch zu der gelungenen Website. Ansprechend gestaltet und gut strukturiert. Gefunden habe ich sie durch die Suche nach dem Zoom H4n. Eigentlich wollte ich herausfinden, welche Qualitätsunterschiede die verschiedenen Aufnahmemodi bringen. Sie haben das Gerät wirklich sehr ausführlich getestet, aber scheinbar noch keine Gelegenheit gehabt, auch den MTR-Modus zu beschreiben.
    Da ich das Gerät in erster Linie für Choraufnahmen bzw. Ensembleaufnahmen brauche, werde ich wohl einiges selber testen müssen.
    Kennen Sie vielleicht Webportale wo man sich Fachwissen zu Audioaufnahmen aneignen kann? Ich komme von der grafischen Seite und bin mit semiprofessionellen Audioaufnahmen noch etwas unbedarft.
    Danke für einen Tipp und schöne Grüße aus Melk an der Donau/Österreich
    J. Riedl

  2. Vielen Dank für die Glückwünsche und lobenden Worte – sie sind mir Lohn und Ansporn zugleich.

    Bzgl. der Qualitätsunterschiede der verschiedenen Aufnahmemodi beim Zoom H4n kann ich sagen, dass mir noch keine aufgefallen sind. Im Stamina-Modus stehen einige rechenintensive (und somit stromhungrige) Funktionen nicht zur Verfügung und das Aufnahmeformat ist fest vorgegeben, aber die Audioqualität der Aufnahmen unterscheidet sich m.E. nicht von der im Stereo-Modus in der Einstellung WAV 44,1 kHz 16 Bit.
    Und im 4CH-Modus hat man eben zwei Stereodateien mit vier Monospuren statt einer Stereodatei mit zwei Monospuren ohne, dass ich einen qualitativen Unterschied feststellen könnte.

    Der MTR-Modus wartet tatsächlich noch auf eine Beschreibung. Ich habe ihn bisher kaum benutzt, da ich immer in der glücklichen Lage war die Audioaufnahmen gleich im Rechner weiterverarbeiten zu können (und nur das kann ich empfehlen). Ich prognostiziere aber, dass sich auch hier keine Qualitätsunterschiede für die Audioaufnahmen ergeben werden.

    Was die Audioformate betrifft, so nutze ich im Prinzip nur zwei Einstellungen: Grundeinstellung WAV 44,1 kHz 16 bit, manchmal MP3 192 kbps. Ich glaube nicht, dass ich die beiden Formate durch reines Hören qualitativ auseinander halten könnte.
    Wichtig ist die Grundqualität der Aufnahme des Gesamtsystems Zoom H4n und die geht meiner Meinung nach in Ordnung.
    Diese Einschätzung bezieht sich auf meine Gesamterfahrung mit Audioequipment und bedeutet, dass man mit dem Zoom H4n Aufnahmen machen kann, die in Audioproduktionen im Amateurumfeld verwendet werden können.
    In Fachzeitschriften habe ich gelesen, dass die Audioqualität des Zoom H4n verglichen mit gleichartigen Geräten der selben Preisklasse sehr gut sein soll. Dazu kann ich aber wegen fehlender Vergleichsgeräte nichts sagen.

    Für den Einstieg in die Materie Recording würde ich es bei Homerecording.de versuchen.

    Beste Grüße!

  3. Michael Schweitzer

    Frage:
    Möchte gerne alte Schallplatten mit meinem Hn4 digitalisieren. Habe eine alte (ehrenwerte) HiFi Anlage. Der Kenwoodverstärker hat keinen extra Ausgang out-line. Kann ich den Ausgang, der dort für den klassischen Kassettenrecorder (tape)existiert, benutzen und mit dem Mikrophon-Eingang des Hn4 verbinden?
    Oder knallt dann etwas durch?

  4. Hallo Michael,

    natürlich kann ich keine Garantie oder Gewährleistung übernehmen, aber ich denke das funktioniert auf jeden Fall. Das Wichtigste ist schon mal, dass der Verstärker den richtigen Phono-Eingang (MM, MC) mitbringt. Das scheint ja der Fall zu sein. Die HiFi-Verstärker bieten meist an allen Ausgängen (AUX, Tape, CD usw.) vergleichbare elektrische Werte. Lediglich ein „vernünftiges“ Kabel von 2x Cinch auf Mono-Klinke würde ich mir besorgen (bzgl. der Qualität). Beim Einpegeln des H4n würde ich mir etwas Zeit lassen / Mühe geben. Ich würde nicht zögern.

    Beste Grüße!

  5. Michael Schweitzer

    Vielen Dank, werd’s versuchen.

  6. Hallo Michael,

    ich finde die Maschine H4n toll. Ich nehme mesistens in MTR Modus auf. Da fehlt mir wahninnig der Loop. In dem Vorgänger H4 sei dies vorhanden, begreife ich nicht, warum ist nicht mehr da. Wird der LOOP mit Software nachgerüstet, oder muss man für immer ohne bleiben.

    Liebe Grüsse Pavel

  7. Hallo Michael,
    diene Beiträge finde ich ausgezeichnet. Ich besitze den Recorder H4n seit ca. 3 Jahren und bin eigentlich sehr zufrieden. Jetzt aber erst wollte ich normale mp3 Dateien abspielen lassen, d.h. ich kopierte mp3 Dateien auf die Speicherkarte und wollte diese im Fasching abspielen lassen. Rufe ich die auf, kommt aber immer die Meldung „Invalid files“. Die Dateien sind geprüft und lassen sich überall abspielen. Leider nicht vom H4n Bei anderen mp3 Dateien besteht das gleiche Problem. . Hast du eine Tipp warum das so ist?

  8. Hallo Pavel,
    ich mich leider im Namen vertan. Trotz alledem
    deine Beiträge finde ich ausgezeichnet. Nochmals zu meinem Problem. Ich besitze den Recorder H4n seit ca. 3 Jahren und bin eigentlich sehr zufrieden. Jetzt aber erst wollte ich normale mp3 Dateien abspielen lassen, d.h. ich kopierte mp3 Dateien auf die Speicherkarte und wollte diese im Fasching abspielen lassen. Rufe ich die auf, kommt aber immer die Meldung „Invalid file“. Die Dateien sind geprüft und lassen sich überall abspielen. Leider nicht vom H4n Bei anderen mp3 Dateien besteht das gleiche Problem. . Hast du eine Tipp warum das so ist?
    Herzliche Grüße
    Karl

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