Im Wechsel der Akkorde
Donnerstag, 15. März 2012

Mein erstes HDR-Kugelpanorama

Hurra! Ich habe mein erstes Panorama in sphärischer Projektion mit einem Bildwinkel von 360°x180° in HDR-Technik zum Laufen bekommen (fertig ist es deshalb noch nicht). Es zeigt den Klosterplatz in Cottbus.
Und ja, es hat noch gravierende Mängel. Aber ich bin trotzdem froh, dass ich es erst einmal dahin gebracht habe – als Etappenziel sozusagen.

Immerhin war dies mein dritter Anlauf: Bei den ersten Aufnahmen für ein Kugelpanorama an der Wilhelmsmühle in Cottbus waren die (durchaus beeindruckenden) Wolkenformationen viel zu schnell unterwegs, als dass sich das Bildmaterial noch irgendwie zusammenfügen lassen wollte.

Den nächsten Versuch hatte ich am Theater in Cottbus gestartet und wegen einer belebten Kreuzung viel Geduld mitgebracht um den Moment abzupassen, an dem sich gerade mal nichts bewegt. Allerdings hatte sich in dieser länglichen Zeit das Licht so stark verändert, dass mir ein manuelles Angleichen der Bilder als zu aufwändig erschien.

Mit dem Klosterplatz in Cottbus habe ich mir dann ein ruhigeres Örtchen mit wenig Publikumsverkehr gesucht und konnte die Bildserien einigermaßen flott absolvieren.


Für das Panorama habe ich dieses Mal die drei RAW-Bilder einer Belichtungsreihe in Photomatix geladen (statt wie sonst die JPGs), das HDR erzeugt und das Tonemapping gemacht. Das Arbeiten mit den RAW-Dateien hat grundsätzlich den Vorteil einer besseren Bildqualität.

Es hat aber auch den Nachteil, dass die Objektivfehler durch Photomatix nicht oder zumindest nicht so gut korrigiert werden, wie das ein spezialisierter RAW-Entwickler tun könnte. Beim Stitchen könnte das zu größeren Problemen führen und mein Canon EF 16-35/2.8 L II USM ist da nicht unbedingt pflegeleicht. Zum Glück war das bei PanoramaStudio Pro nicht der Fall. Zumindest habe ich noch keine Stitchingfehler entdecken können. Ich bin immer wieder begeistert von dem Programm.

Bei allen Mängeln: Am ärgerlichsten ist für mich, dass die Bilder schon bei der Aufnahme nicht scharf geworden sind. Dabei habe ich gerade hier die hyperfokale Distanz möglichst genau eingestellt und darauf vertraut. Die hyperfokale Distanz beträgt für Kleinbildsensor, 16mm Brennweite und Blende 11 genau 79,2 cm. Wenn der Fokus des Objektivs darauf eingestellt wird, sollte alles zwischen dem Nahpunkt bei 39,6 cm und unendlich scharf sein. Oder etwa nicht? Na gut, das muss ich noch mal in Ruhe untersuchen.

Das Nadirbild habe ich noch nicht retuschiert. Dort kann man (wenigstens teilweise) meinen nagelneuen Panoramakopf Novoflex VR-System PRO II erkennen. Ein Nadir ohne Stativ habe ich auch angefertigt, so dass ich die Retusche noch nachholen kann.

Beim Tonemapping hat der Zenit eine seltsame Färbung abbekommen, die nicht sehr nett aussieht. Das sollte ich aber mit etwas Gefriemel noch ausgleichen können.

Über mein Vorgehen beim Anfertigen eines HDR-Kugelpanoramas, meine Überlegungen und Schlussfolgerungen aus den bisherigen Erfahren werde ich demnächst etwas schreiben.

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Reaktionen zu “Mein erstes HDR-Kugelpanorama” (4)

  1. […] Frank […]

  2. Ich finde es toll, viel schöner als Google-Streetview. :-)

  3. Danke, Ingo.
    Ich grüble schon über Deinen „Stöckchen-Fragen“…
    Beste Grüße!

  4. Och, und ich dachte, ich nehme extra leichte Fragen. :-)
    Bin schon gespannt, was Du dazu schreibst.

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