Im Wechsel der Akkorde
Freitag, 30. Dezember 2011

Jahresrückblick 2011 zu meinem Saxunterricht

Was ich mit meinem ersten und zweiten Zwischenfazit zu meinem Unterricht mit dem Tenorsaxophon am Konservatorium Cottbus begonnen hatte, wollte ich nach 30 Stunden eigentlich nicht mehr fortsetzen – so selbstverständlich ist mir das Spielen und der Unterricht geworden.
Aber nun, am Ende des Jahres, wo Rückschauen Saison haben, möchte ich noch einen Jahresrückblick loswerden. Zufällig habe ich jetzt genau 30 Unterrichtsstunden absolviert…

Dieses vergangene Jahr bedeutet für mich die Rückkehr zum einigermaßen ernsthaften Musizieren und einen vielversprechenden Anfang auf dem Tenorsaxophon. Ich kann mich eigentlich nur zu der Entscheidung beglückwünschen, am Konservatorium Unterricht zu nehmen. Dass ich mit meinem Lehrer jemanden bekomme, der Erwartungen und Anforderungen an mich hat und die Energie aufbringt, mir keinen Fehler durchgehen zu lassen, hatte ich gehofft. Dass ich aber darüber hinaus einen Lehrer bekommen habe, mit dem ich mich auch menschlich sehr gut verstehe, ist ein Glücksfall.

Mein Sequoia Lemon Tenorsaxophon, das ich Anfang Februar gekauft habe, hat sich als „williges“ Werkzeug gezeigt. Jetzt, am Ende des Jahres, denke ich, dass es ein ordentliches Instrument ist mit dem ich auch für das nächste Jahr gut ausgerüstet bin. Das konnte ich zum Zeitpunkt des Kaufs viel weniger bis garnicht einschätzen. Da ich mir noch ein zweites aber gebrauchtes Tenorsaxophon (ein altes Expression) als Backup gekauft habe: heute erscheinen mir die Unterschiede in der Action (Spielbarkeit der Mechanik) viel größer als zum Zeitpunkt des Kaufs im Juni (zugunsten des Lemon).
Einmal hatte ich mit dem Lemon das Problem, dass die Bb-Klappe nach jedem Schliessen festklebte und erst eine gefühlte Sekunde später wieder aufging. Dieses Problem konnte ich mit etwas Talkum beheben. Ansonsten gab es keine Probleme.

Mit meinem momentan ausschließlich gespielten Mundstück Jody Jazz DV Chicago 7* habe ich auch eines gefunden, das für mich keine Wünsche offen lässt. Nur nach dem dafür ultimativen Blättchen bin ich noch auf der Suche. Viele funktionieren bei mir ganz ordentlich mit dem Mundstück. Die besten sind derzeit Rigotti Queens und Vandoren jaZZ.

Insgesamt habe ich in diesem Jahr 272 Stunden Saxophon gespielt. Die wöchentliche Spieldauer wurde zum Jahresende hin ein wenig geringer. Dennoch sind es (ab März gerechnet) wöchentlich im Durchschnitt 5,5 Stunden gewesen. Ich hoffe, dass ich diesen Schnitt auch im nächsten Jahr wieder erreiche.

Im Oktober habe ich das erste Mal an einer Probe in einem Saxophonquartett teilgenommen und wir haben bisher noch zwei weitere durchgeführt. Ich erhoffe mir für das kommende Jahr, dass wir in dieser Formation regelmäßig proben und unsere ersten Auftritte absolvieren werden.

Was kann ich noch sagen? Ich habe (wieder-) entdeckt, wieviel Raum doch eigentlich zwischen zwei Achtelnoten für die Gestaltung bleibt – auch bei Tempi oberhalb von 120 BPM. Ich habe das wunderbare Gefühl mich auf meinem Instrument (wenn auch noch in Grenzen) ausdrücken zu können. Das möchte ich im nächsten Jahr unbedingt weiterentwickeln.

In diesem Sinne: auf ein musikalisches Jahr 2012!

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Reaktionen zu “Jahresrückblick 2011 zu meinem Saxunterricht” (40)

  1. 31. Saxstunde (10.01.)

    Zu Beginn der Stunde haben wir das Duett Nr. 7 noch einmal zusammen gespielt. Dort hatte ich die zweite Stimme „zugewiesen bekommen“. Dann haben wir die Stimmen getauscht und es noch einmal gespielt. In beiden Fällen haben wir noch an der Phrasierung und Dynamik gearbeitet.
    Danach haben wir das Duett Nr. 8 in Angriff genommen (dieses Mal habe ich gleich die erste Stimme bekommen). Die wichtigen Phrasierungen wurden besprochen und das Duett einmal durchgespielt.

    Anschließend sind wir in einen neuen Titel aus Snideros Easy Jazz Conception – „Important Events“ – eingestiegen. Auch hier haben wir uns zuerst die wichtigen Stellen und die Phrasierung angesehen. Dann habe ich den Titel zwei mal mit Playback gespielt. Das Tempo konnte ich noch nicht vollständig mitgehen – da muss ich noch üben.

    Beim nächsten Mal wollen wir am Abschluss der „Jazzmethode“ von O’Neill weiter arbeiten.

  2. 32. Saxstunde (17.01.)

    Mit „Important Events“ (Jim Snidero, Easy Jazz Conception) begann diese Stunde. Was selten passiert: ich hatte ein Blättchen gewählt, mit dem ich in dem Moment perfekt zurechtkam. Das hat auch mein Lehrer bemerkt, denn er lobte meinen Sound. Um so leichter fiel es mir, mich auf den Titel einzulassen und ihn mit dieser Entspanntheit zu spielen, wie ich meine, dass er gespielt werden müsste.
    Ausnahme dabei – muss ich eingestehen – waren die Takte 41 bis 48. Die Phrasen waren zwar technisch in Ordnung, aber nicht wirklich entspannt.

    Anschließend haben wir uns den nächsten Snidero-Titel angesehen: „Shufflin‘ in F“ – ein tolles Stück. Wie üblich haben wir uns die interessanten Stellen herausgesucht und besprochen. Mein Lehrer hat mir dann gesagt, dass er mir keine Phrasierungszeichen mehr ins Heft malen will. Das müsste ab jetzt auch ohne gehen.

    Dann kam mein Lehrer auf die zweifelhafte Idee, doch mal wieder eine Ballade zu spielen. Blöder Weise waren wir bei den Sax Ballads von Rolf Becker bei „Careless Whisper“ (in der 19. Saxstunde) hängen geblieben. Erstens finde ich die Tenorstimme (im Vergleich zur Altstimme) ungünstig und zweitens habe ich den Titel einfach zu oft gehört um ihm noch etwas abgewinnen zu können. Mein Lehrer wollte dann wissen, ob ich vor dem Titel kapitulieren möchte. Was, ich? Nee. (das wird ne tolle Woche, schön Carless Whisper üben…).

    Als Wiedergutmachung habe ich dann eingefordert, dass wir uns auch schon mal eine weitere Ballade ansehen: „I Miss You“ – ein Traum aus einem Schmalzberg. Also sind wir den Titel auch noch mal kurz durchgegangen.

  3. 33. Saxstunde (24.01.)

    Natürlich war heute zum Einstieg erst einmal „Careless Whisper“ dran. Zum Üben konnte ich mich in der vergangenen Woche durchringen und technisch konnte ich den Titel einigermaßen. Größere Probleme habe ich dabei, das fis“‘ zum Stehen zu bekommen, vor allem bei der Bindung von b“ zum fis“‘ (gleich zu Beginn des Hauptmotivs). Der notwendige Ansatzwechsel gelingt mir da einfach noch nicht zuverlässig. Und es ist gewiss auch kein schöner Ton, den ich da erzeuge. Daran muss ich noch ordentlich arbeiten.

    Anschließend haben wir uns die nächste Ballade „Earth Song“ angesehen. Zwar haben mich 5 b’s als Vorzeichen erst einmal beeindruckt, aber der Titel scheint technisch nicht allzu schwierig zu sein. Die interessantesten Stellen haben wir mal durchgespielt. Wahrscheinlich besteht die Herausforderung in einer überzeugenden Phrasierung und Dynamik. Den Titel schau ich mir bis zum nächsten Mal an.

    Dann durfte ich mich noch bei der Snidero-Nummer „Shufflin‘ in F“ beweisen. Bei einigen Stellen mussten wir noch an der Phrasierung arbeiten und es hatten sich bei mir zwei rhythmische Schnitzer eingeschliffen. Beim abschließenden Durchgang mit Playback konnte ich aber ein wohltuendes „Respekt!“ einheimsen.

    Saxquartett: unser Bariton hat aufgegeben, bevor es so richtig losging. Es scheint aber schon Ersatz zu geben – eine Bariton-Saxophonistin, die ich allerdings noch nicht kenne. Ende Februar wollen wir in dieser Konstellation das erste Mal proben.

  4. 34. Saxstunde (07.02.)

    Nach einwöchiger Pause (wegen den Winterferien) ging es gestern mit der Jazzmethode (O’Neill) weiter. Im Grunde war es zuerst genau wie in der 30. Saxstunde:

    Am Anfang habe ich einige Übungen mit hohen und höchsten Noten in dem Heft absolviert. Dann habe ich „Oh When the Saints Go Marching In“ einige Male gespielt.

    Danach ging es mit dem Titel „I Newer Knew“ – einem Jazz-Waltzer – (ebenfalls in der Saxmethode) weiter. Darin gibt es zwei Achtelläufe, für die ich zu Hause saubere Griffwechsel üben muss, denn die habe ich aus dem Stehgreif nicht im Playback-Tempo hinbekommen. Ansonsten haben wir wie üblich an Dynamik und Phrasierung gearbeitet.

    Dann durfte ich meine Lieblingsballade „Careless Whisper“ präsentieren. Außer, dass ich immer noch nicht in der Lage bin, das fis“‘ sicher zu bekommen, hatte ich den Rest ganz brauchbar absolviert. Mein Lehrer hat mir den Titel dann auch (wahrscheinlich in einem Anflug von Erbarmen) abgekauft.

    Anschließend kam gleich noch der „Earth Song“ hinterher. Tja, was wir in der letzten Stunde nicht durchgesprochen hatten, war das Solo am Ende und bis zu dieser Stelle konnte ich den Titel auch recht sicher und (wie ich finde) ansprechend spielen. Aber natürlich ist das Solo der wirklich interessante Teil. Dabei ist der auch nicht schwierig, wenn ich erst einmal die Rhytmik verinnerlicht habe. Also haben wir den Rest der Stunde darauf verwendet, mir das irgendwie eingängig zu machen.

  5. 35. Saxstunde (14.02.)

    Am vergangenen Wochenende fand in Guben der Wettbewerb „Jugend musiziert“ statt (nein, ich war kein aktiver Teilnehmer) und da hat sich am Rande für mich die Gelegenheit ergeben einen Klavierlehrer unseres Konservatoriums anzusprechen, ob wir nicht mal etwas zusammen machen wollen. Klavier und Saxophon. Ja, klar.
    Das musste ich natürlich gleich meinem Saxlehrer erzählen und ihn fragen, ob er nicht Ideen für ein paar nette Jazzstücke hätte. Er überlegt sich etwas.

    Gestern kam er dann mit dem Heftchen „Jazzy Saxophone 1 for young Players“ von James Rae um die Ecke. Das war jetzt nicht unbedingt das, was ich gesucht hatte. Nach ein paar Tonübungen in D-Dur zur Einstimmung (bei der ich leider wieder an meine Zwerchfellstütze erinnert werden musste) haben wir die fünf Titel des Heftchens mal angespielt.

    Dann ging es weiter mit Jim Snideros „easy jazz conception“. Den Titel „Shufflin‘ in F“ hatten wir uns in der 32. Stunde schon angesehen und den durfte ich jetzt spielen. Es gab noch einiges an der Phrasierung zu tun. Letztlich habe ich ihn mit Playalong gespielt und mein Lehrer hat ihn mir abgekauft.

    Da kam dann gleich der nächste Titel „Bossa at Night“ dran. Erst einmal Umgewöhnung an die Phrasierung des Bossa Nova. Da ich den Titel zu Hause schon mal vorgearbeitet hatte, kam ich auch ganz gut durch. Hausaufgabe zur nächsten Stunde.

    Danach blieb noch Zeit um in der Jazzmethode (O’Neill) weiterzumachen. An die letzte Stunde anknüpfend stand „I Never Knew“ auf dem Programm. Die klapprigen Stellen hatte ich zwar geübt, bin aber noch nicht über den Berg der Erkenntnis geklettert. Entsprechend unwohl fühlte ich mich bei dem Ding. Und tatsächlich standen mir meine technischen Probleme im Wege, die Phrasen mit dieser Leichtigkeit zu spielen, wie sie mein Lehrer gern hören wollte. Da muss ich noch nachbessern.

    Dennoch ging es weiter zu den tiefen Tönen. Hier war dann elegantes Rutschen der kleinen Finger über die Rollen der Klappen gefragt. Mit „Danny Boy“ konnte ich meinen Lehrer aus dem Stand überzeugen. Er meinte, den Titel hätte er nicht besser spielen können. Na ja, manchmal übertreibt er wirklich…

  6. 36. Saxstunde (06.03.)

    Nachdem ich zwei Wochen lang ausgesetzt habe, weil ich mir auch in diesem Jahr den Winter verkürzen wollte, ging es gestern wieder mit dem Saxunterricht im Konservatorium weiter.

    Nach einigen Tonleiterübungen haben wir uns ernsthaft daran gemacht, die Jazzmethode von O’Neill abzuschließen. Dazu habe ich die Songs „Fall ’90“, „Blue Samba“ und „Doxy“ zunächst vom Blatt gespielt, wir haben die Phrasierung besprochen und dann habe ich die Songs zur „Abnahme“ mit Playalong gespielt. Fertig.

    Das gleiche gelang mir mit dem nächstfolgenden Titel „St. Thomas“ (einem Calypso) nicht so überzeugend. Irgendwie war die Konzentration weg, ich habe kaum noch einen Ton getroffen, es klang nicht entspannt. Also ist das die Hausaufgabe zum nächsten Mal.

    Ich habe in dieser Stunde mein neues Légère-Blatt gespielt. Es klang in dem Raum ziemlich komisch bis fürchterlich und es kam mir irgendwie zu leicht vor. Dafür hat es gnadenlos gut angesprochen. Na ja, meinem Lehrer schien es nicht aufgefallen zu sein…

  7. 37. Saxstunde (13.03.)

    Keine Frage, mit dem Abschluss der Saxschule „Die Jazzmethode für Saxophon“ von O’Neill wird jetzt ernst gemacht. Gestern haben wir noch einmal „Blue Samba“ und „Doxy“ rekapituliert und ich habe „St. Thomas“ wiederholt und absolviert.

    „The Right Time“, „Tango Cool“ und „Nicole“ habe ich vom Blatt gespielt und wir haben wie üblich an der Phrasierung gearbeitet. Hausaufgabe sind diese drei Titelchen.

    Ich hatte wieder mein Légère-Blatt drauf und bin dieses Mal besser mit dem Klang klargekommen. Vielleicht brauche ich aber eine 1/4 Stärke mehr – es kam mir wieder zu leicht vor.

    Mein Lehrer fand meinen Sound und vor allem meine Artikulation in dieser Stunde sehr gut. Da habe ich es ihm gesagt (,dass ich ein Plasteblatt spiele). Fand er i.O., warum nicht. Hauptsache es klingt.

  8. 38. Saxstunde (20.03.)

    Zum Einstieg in die Stunde und zur Abwechselung habe ich mit dem Schüler, der vor mir Unterricht hat, das Duett Nr. 14 in dieser alten Schule des Studio Dresdner Tanzsinfoniker (vom VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1974, anknüpfend an die “Rhythmisch-stilistischen Studien”) vom Blatt gespielt.
    Es war sicher nicht das Originaltempo und ein gewisser Anteil der Noten war nicht richtig, aber es hat Spaß gemacht.

    Danach ging es (allein) mit der Jazzmethode weiter: Die Titel “Tango Cool” und “Nicole” konnte ich nach einigem Feintuning abschließen.

  9. 39. Saxstunde (27.03.)

    Die Stunde begann mit dem Duett Nr. 14 (siehe 38. Saxstunde) zusammen mit dem Schüler, der vor mir Unterricht hat. Ja, es war schon besser als beim letzten Mal – aber lange noch nicht perfekt. Das versuchen wir in der nächsten Stunde noch zu verbessern.

    Dann habe ich (wieder solo) die Titel “Tango Cool”, „Nicole” und „Peace“ in der Jazzmethode von O’Neill mit Playalong gespielt.
    Im Anschluss haben wir ein bisschen Theorie zu Improvisation gemacht und das mit dem Playalong und der Akkordprogression des Titels „Fall ’90“ praktisch nachvollzogen.

    Zum Schluss konnte ich noch einmal den Titel „Bossa at Night“ aus Snideros „Easy Jazz Conception“ mit Playalong spielen und wir haben noch ein bisschen Feintuning an der Phrasierung gemacht.
    (Der Schüler der nach mir dran war hat mich auf Nachfrage unseres Lehrers mit ner glatten 10 bewertet. Dafür geb ich ihm einen aus…)

  10. 40. Saxstunde (03.04.)

    Zu Beginn der Stunde hat mein Lehrer versucht, mir etwas Theorie zu vermitteln. Hintergrund war letztlich, das passende Tonmaterial für eine Improvisation basierend auf den Harmonien des Titels zu finden. Ich habe dann ein paar Skalen rauf – und runtergespielt.

    Dann haben wir mit dem Titel „Persuasion“ in der Jazzmethode von O’Neill weitergemacht.

    Zur Abwechselung waren auch mal wieder Balladen (Sax Ballads, Rolf Becker) dran. Zu Hause hatte ich mir schon mal „Baker Street“ angesehen. Das durfte ich jetzt gleich mit Playback durchspielen. Danach haben wir uns die interessanten Stellen des Titels näher angesehen.

    Zum Abschluss haben wir noch mal kurz in die Noten von “I Miss You” reingesehen.

    Dem Schüler, der nach mir dran war, habe ich eine Packung Löffeleier mitgebracht, worüber er sich sehr gefreut hat.

  11. 41. Saxstunde (24.04.)

    Nach einem kurzen Versuch das Duett Nr. 15 (in dieser alten Schule des Studio Dresdner Tanzsinfoniker) mit dem Schüler, der vor mir Unterricht hat, zu spielen – keiner von uns beiden hatte sich das Stück zu Hause angesehen – ging es für mich allein weiter (Hausaufgabe zum nächsten Mal).

    Wir wollten ein neues Stück in Jim Snideros „Easy Jazz Conception“ spielen. Da ich mich daran zu Hause schon versucht hatte, habe ich „Prince Charming“ vorgeschlagen, auch wenn wir dabei seit „Bossa at Night“ ein paar Titel übergangen sind.

    Also haben wir „Prince Charming“ Zeile für Zeile durchgespielt und die Phrasierung erarbeitet. Dann habe ich drei Durchgänge mit Playalong gespielt und dazwischen immer noch an einigen Passagen gearbeitet.

    Danach haben wir uns „Baker Street“ aus den Sax Ballads von Rolf Becker noch einmal angesehen. Zwei Durchgänge konnte ich noch mit Playalong spielen und dann war die Unterrichtsstunde auch schon wieder vorüber.

  12. 42. Saxstunde (08.05.)

    Wegen unserer (endlich wieder) bevorstehenden Probe im Saxophonquartett haben wir uns im Unterricht einige Stücke angesehen: solche, die ich noch nicht kannte, wie „Drei Madrigale“ von John Dowland in einer Bearbeitung von R.v.Nordenskjöld, und solche, die ich schon gespielt hatte, wie „Birdland“ von Joe Zawinul, bearbeitet ebenfalls von R.v.Nordenskjöld.
    Mein Lehrer hat jeweils die Sopranstimme wie im Quartett gespielt, sodass wir zusammen mit meiner Tenorstimme schon mal 50% des Saxophonquartetts darstellen konnten.
    Abgesehen davon, dass ich einfach nicht zählen konnte, habe ich gemerkt, dass das doch wieder ganz anderes Material ist und dass ich mich darauf einstellen muss.

  13. 4. Saxquartett-Probe (10.05.)

    Endlich haben wir wieder einen Termin für eine Probe im Saxophonquartett gefunden. Wir starten mit neuer Besetzung am Baritonsaxophon und mussten uns nun erst einmal menschlich und klanglich beschnuppern. Nach dieser Probe bin ich allerdings überzeugt, dass das sehr gut mit uns funktionieren wird.
    In der ersten Stunde hatte ich noch Probleme beim Zählen und bin öfter mal aus einem Titel ausgestiegen. In der zweiten Hälfte der Probe konnte ich mich aber viel besser darauf konzentrieren und mich – denke ich jedenfalls – auch vom Ton her besser auf meine Funktion im Ensemble einstellen.

  14. 43. Saxstunde (15.05.)

    In dieser Stunde haben wir mal Duette mit 2 Tenorsaxophonen gespielt. Dazu hatte mein Lehrer (erstmals) sein Tenorsax mitgebracht, ein älteres Keilwerth ST90 irgendwas. Das war zunächst mal definitiv nicht dicht. Ich musste es ausprobieren, habe in der unteren Lage kaum einen Ton herausbekommen und durfte meinen Lehrer dafür bedauern, mit diesem Instrument klarkommen zu müssen. Er will es irgendwann überholen lassen, aber er braucht es zu selten.
    Um so erstaunlicher, dass er über weite Teile der Duette ganz passabel damit über die Runden gekommen ist.
    Die Duette selber waren nicht zu schwer, klangen auch ganz nett, aber ich weiß nicht mehr, was es war.
    Ich bekomme die Noten auf das Pult gestellt, muss sie vom Blatt mit ihm im Duett spielen – zwischendurch müssen wir mal anhalten, weil ich mich nicht hörbar an die zweitaktige Phrasierung gehalten habe (oder zwar phrasiert aber zwischen den zwei Achteln nicht geatmet habe) – und danach sind die Noten auch schon wieder verschwunden.
    Erstens ganz klar eine „Vom-Blatt-Spiel-Übung“ und zweitens eine „Spielen-im-Ensemble-Übung“.

  15. 44. Saxstunde (22.05.)

    Meinem Wunsch entsprechend, haben wir uns in dieser Stunde einige Titel für das Quartett angesehen. Mit meiner Leistung in der letzten Probe war ich nicht zufrieden und für das nächste Mal wollte ich vorbereitet sein.
    Unter anderem sind wir „Slightly Blue“ (die Nummer IV aus den „Five Short Sax Q’s“ von Colin Cowles), „Valse“ aus der „Suite Hellénique“ von Pedro Iturralde und „Two Bach Preludes“ von Johann Sebastian Bach durchgegangen.
    Nun, es gibt noch viel zu tun…

  16. 45. Saxstunde (29.05.)

    Eigentlich wollte ich heute wieder an Titeln für das Saxophon-Quartett arbeiten. Mein Lehrer hat mich davon überzeugt, zum Warmspielen einen Titel aus Snideros „Easy Jazz Conception“ zu spielen.
    In der 41. Saxstunde waren wir ja auf meinen Wunsch von „Bossa at Night“ zu „Prince Charming“ gesprungen. Heute ging es wieder zurück und in der Reihenfolge weiter mit „Duke’s Convoy“.
    Der Titel hält einige für mich ungewohnte Griffkombinationen bereit, die ich nicht vom Blatt und erst recht nicht im Tempo des Playalong hinbekommen habe. Nachdem wir den Titel phrasierungstechnisch durchgegangen sind (mehrfacher Wechsel zwischen Latin und Swing) habe ich dennoch einen Durchgang mit dem Playalong gespielt.

    Dann waren noch die Quartett-Titel dran: noch einmal „Slightly Blue“ und die „Drei Madrigale“ (von John Dowland in einer Bearbeitung von R.v.Nordenskjöld) als Wiederholung. Leider war es danach schon zu spät um an der “Suite Hellénique” von Pedro Iturralde weiter zu arbeiten. Donnerstag ist wieder Quartett-Probe.

  17. 46. Saxstunde (05.06.)

    Begonnen haben wir die Stunde mit „Duke’s Convoy“ aus der Snidero-Schule (Easy Jazz Conception). In der letzten Zeit hatte ich mich auf die Stücke, die wir im Saxophonquartett spielen, konzentriert und am Snidero nichts geübt. Na ja, das war deutlich zu hören. Dieser Titel erfordert bei mir auf jedenfall mehr Geläufigkeit, weil das Tempo recht flott ist und die Phrasen ein bisschen tricky. Außerdem muss der Titel, um richtig zu wirken, ziemlich cool, ja fast beiläufig gespielt werden. Bei mir klingt es eher angestrengt und gehetzt. Da ist eindeutig üben gefragt.
    Also Tempo etwas verlangsamen und noch mal die Phrasierungen durchgehen.

    Dann haben wir uns noch die zwei neuen Titel für das Saxophonquartett angesehen: „Let’s Go For It!“ und „Let’s Get Together“ aus „Let’s Go For It!“ (Modern Grooves For Saxophonequartett) von Moni Schönfelder. Dabei haben wir es auch mal mit Playalong (wird mitgeliefert) versucht.
    Am Ende waren wir beide (mein Lehrer und ich) davon überzeugt, dass die Titel zwar ganz nett sind – dass ihnen aber eine gewisse Rafinesse fehlt.

  18. 47. Saxstunde (12.06.)

    Nachdem mein Lehrer mich gefragt hatte, was wir in dieser Stunde machen wollen, und ich ihm gesagt hatte, dass es mir egal wäre (was auch stimmte, weil ich ohnehin nicht viel Lust hatte), hat er eine Mappe mit einfachen klassischen Duetten auf das Notenpult gelegt.

    Davon haben wir dann vier Stücke (mein Lehrer Sopran, ich Tenor) vom Blatt gespielt. Ich nehme an es war Methode, dass er beim ersten Durchgang nicht wie sonst unterbrochen hat, wenn ich mal ein Vorzeichen übersehen habe oder anderweitig aus dem Tritt gekommen bin. Ich musste mich immer wieder reinfinden und weiterspielen. Mir wäre es zwar lieber gewesen, ich hätte alles fehlerfrei gespielt, aber das „wieder reinfinden“ ist mir gut gelungen.

    Erst danach hat mein Lehrer mit mir an den Titeln gearbeitet und das vor allem in Richtung Phrasierung.
    In einem Duett kann man nicht (wie manchmal im solistischen Bereich) die Phrasen nur nach seiner eigenen Notenlinie und ggf. Auffassung bestimmen, sondern man muss natürlich beide Stimmen dazu betrachten.
    Da die beiden Stimmen des Duetts im Heft Zeile für Zeile untereinander abgedruckt waren, konnte ich das auch sehr gut nachvollziehen.

    Beispiel: Am Ende eines Taktes hatte ich vier Achtel zu spielen. In der Sopranstimme waren drei Achtel Auftakt und das Sopran führte. Also musste ich mein erstes der vier Achtel abphrasieren, weil da die Phrase zu Ende war, und zusammen mit dem Sopran mit drei Achteln Auftakt in die neue Phrase starten und der „eins“ des nächsten Taktes entgegenstreben.

  19. 48. Saxstunde (19.06.)

    Am Anfang der Stunde haben wir uns über die richtige Stärke eines Blattes unterhalten. Der Anlass war, dass das Blatt, welches ich draufgeschnallt hatte, meinem Lehrer zu schwer erschien.
    Ich meinte, er solle mir ein paar Minuten zum Warmspielen geben, dann müste das Blatt eigentlich funktionieren (so war es mir zumindest zu Hause gegangen). Ganz absichtlich hatte ich ein etwas schweres Blatt gewählt, weil ich damit die höheren Töne viel besser kontrollieren kann. Der Nachteil war allerdings, dass die tiefen Töne nicht mehr so gut ansprachen. Da scheint wie so oft nur ein Kompromiss drin zu sein. Mein Lehrer vertrat die Auffassung, dass man das leichteste Blatt spielen sollte, mit dem man einen zufriedenstellenden Ton hinbekommt.

    Aber dann ging es doch noch richtig los und zwar mit einer Ballade. In der 40. Stunde hatten wir schon mal in die Noten von „I Miss You“ aus den Sax-Ballads von Rolf Becker hineingesehen. Jetzt konnte ich den Titel gleich mit Playalong vorspielen.
    Dann haben wir uns verschiedene Stellen im Titel bzgl. Phrasierung und Dynamik angesehen und ich hatte mir beim Üben auch ein paar rhythmische Fehler antrainiert, die jetzt nur noch mit erheblicher Willenskraft zu korrigieren waren.
    Zum Abschluss noch ein Durchgang mit Playalong.

    Dann blieb noch etwas Zeit, um an der “Suite Hellénique” von Pedro Iturralde in Vorbereitung unserer nächsten Quartettprobe zu arbeiten.

  20. 49. Saxstunde (07.08.)

    Schon nach den ersten Tönen gab es eine Beschwerde seitens meines Lehrers: „Klingt zu schwer. Klingt viel zu schwer.“ Ich hatte auf mein Mundstück Jody Jazz DV Chicago 7* ein Légère Signature 2,5 geschnallt und damit auch in den letzten Wochen (Ferien) gespielt. Na gut, dann habe ich meinem Lehrer die Kombination Lebayle LR 8 und Forestone Unfiled F3,5 als Alternative angeboten – damit war er eher zufrieden.

    Mit den Übungen in Kapitel 25 sind wir dann wieder in die Jazzmethode von John O’Neill eingestiegen, die wir nun wirklich baldmöglichst beenden wollen. Der Titel “Persuasion”, den ich in der 40. Unterrichtsstunde schon einmal gespielt hatte, wurde heute noch einmal wiederholt.
    Im Anschluss haben wir uns den nächsten Titel „It’s All Yours“ – eine schöne Ballade – angesehen. Ich konnte nicht die Konzentration aufbringen, alle Vorzeichenwechsel im richtigen Tempo umzusetzen. Daher ist das meine Hausaufgabe bis zum nächsten Mal.

    Dann sollte es noch eine „Schnulze“ sein (wie mein Lehrer die Balladen in der Schule von Rolf Becker zu nennen pflegt). Nach „I Miss You“ beim letzten Mal war nun „It’s Raining Again“ dran. Das bedeutete aber erst einmal die Suche nach geeigneten Griffen für die Top Tones g“‘ und a“‘, denn mit den im Heft angegebenen Griffen kann ich (auf meinem Cannonball) zwar Top Tones erzeugen, aber kein g“‘ und a“‘. Na ja, ich habe dann übergangsweise die Töne nach unten oktaviert und muss zu Hause weitersuchen. Davon abgesehen ist der Titel technisch nicht schwierig. Er lebt sicherlich von einer ausdrucksstarken Interpretation.

    Zuletzt war noch etwas Zeit, um noch mal an der “Suite Hellénique” von Pedro Iturralde in Vorbereitung unserer nächsten Quartettprobe zu arbeiten.

  21. 50. Saxstunde (14.08.)

    In dieser Stunde haben wir mit dem Titel “It’s All Yours” aus der Jazzmethode weitergemacht, den ich zu Hause gründlich geübt hatte. Zunächst habe ich das Stück ohne Playalong gespielt und wir haben noch kräftig an Phrasierungsfeinheiten gefeilt.
    Ich merke, dass es eigentlich bei jedem Titel entscheidend ist sich bewusst zu machen, welche Auffassung ich als Spieler von dem Stück habe. Die Interpretation ist dann – jedenfalls nach meiner Beobachtung – eine ganz andere und für den Hörer hoffentlich schlüssiger und nachvollziehbarer.
    Nach einem Durchgang mit Playalong galt der Titel bei meinem Lehrer als abgenommen. Zur nächsten Stunde soll ich mir den nächsten Titel („On The Street“) ansehen.

    Weiter ging es im Snidero (Easy Jazz Conception) mit “Duke’s Convoy”. Den Titel hatten wir in der 45. und 46. Stunde begonnen. Auch an diesem Titel hatte ich in der Zwischenzeit kräftig geübt. In dieser Stunde gelang es mir aber nicht, meinen Lehrer mit meinem Vortrag zu begeistern. Ich konnte den Titel zwar technisch ziemlich sauber spielen, hab aber selber gemerkt, dass ich mit der (übrigens exzellenten) Begleitband des Playalongs nicht zusammengekommen bin. Dabei war es nicht so, dass ich zu langsam oder zu schnell war. Es passte einfach nicht zusammen – meine Stimme hat sich nicht in die Band eingefügt. Wahrscheinlich habe ich den Titel noch nicht richtig verstanden. Auf jeden Fall darf ich mich daran noch einmal versuchen.
    Unabhängig davon soll ich mir den nächsten Titel (Mist And Grits) im Snidero zu Hause ansehen.

  22. 51. Saxstunde (21.08.)

    „Und, was wollen wir machen?“ Ich wollte „Mist And Grits“ aus der Easy Jazz Conception Schule von Jim Snidero machen. Den Titel finde ich toll, gefällt mir sehr.
    Also haben wir uns durch den Titel gearbeitet, Griffoptimierungen diskutiert, Phrasierungen besprochen. Letztlich habe ich das Stück mit Playalong gespielt. Nochmal einige Stellen genau angesehen und danach noch ein Durchgang mit Playalong. Ja, nicht ganz schlecht, aber da geht noch was.
    Dann gab es noch einen Versuch zu “Duke’s Convoy”. Ich spiele den Titel zu Hause ständig und merke, dass ich mich reinfinde und dichter an die Begleitband herankomme. Aber mein Vortrag war noch nicht perfekt. Also darf ich noch mal…

  23. 52. Saxstunde (28.08.)

    In dieser Stunde haben wir Feinarbeit an zwei Titeln für das Saxophonquartett betrieben. Die Titel waren „Blue Monk“ und „Pink Panther“. Die Herausforderung bestand darin, die Phrasierung ganz genau und sezierend präzise umzusetzen. In der Quartettprobe ist das eher schlecht machbar und es wäre schade um die Zeit, wenn die anderen dann rumsitzen würden.
    Andererseits besteht bei mir ein gewisser Anspruch und auch die Erwartung, im Quartett gute Musik zu machen. Dafür hat diese Stunde gut gedient.

  24. 53. Saxstunde (06.09.)

    Gestern hatte ich meinen Lehrer mit unangekündigtem Besuch überrascht. Zu dieser Unterrichtsstunde hatte ich nämlich die Altsaxophonistin unseres Saxophonquartetts eingeladen und mitgebracht. Der Grund war, dass sie Noten für das Quartett bestellt hatte und wir nun entscheiden mussten, ob wir die Stücke spielen wollen oder die Noten wieder zurückschicken. Dazu wollten wir zusammen mit meinem Lehrer einen Blick in die Arrangements werfen und ein paar Stücke (wenigstens als Trio) anspielen. Das haben wir dann getan und letztlich ist nur ein Medley von Mary Poppins übriggeblieben – der Rest geht wieder zurück.

  25. 54. Saxstunde (12.09.)

    Auch diese Stunde stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die nächste Saxophonquartettprobe. Als für mich neuen Titel haben wir uns den Tango aus Kurt Weills Dreigroschenoper angesehen.
    Außerdem haben wir die kritischen Stellen in der “Suite Hellénique” von Pedro Iturralde kurz angespielt.
    Zum Schluss sind wir noch einmal die Titel “Blue Monk” und “Pink Panther” durchgegangen.

  26. 55. Saxstunde (18.09.)

    Wieder ging es um Titel für das Saxophonquartett.
    Aber zunächst mal ging mein Blättchen nicht richtig los. Es sprach nicht oder nur schwer bei leisen Tönen an. Mein Lehrer meinte, er zeigt mir jetzt mal, wie er das Blatt exemplarisch wiederbelebt. Also nehm ich es runter, er stippt das Blättchen ins Wasserglas (das er da immer zum Befeuchten der Blättchen bereitstellt) und pappt das Ding an die Fensterscheibe. Dann zeigt er mir die Bereiche an den Seiten, „wo die Ansprache sitzt“. Mit einem Glasstift bearbeitet er vorsichtig in einer sichelförmigen Bewegung zur Spitze hin (aber niemals bis direkt zur Spitze) das Blättchen.
    Außerdem hat er mir gezeigt, wie man mit einem schräg und angewinkelt in den Mund geschobenen Mundstück die Ansprache auf jeder Seite des Blättchens separat überprüfen kann. Das war sehr aufschlussreich und das Blättchen funktionierte danach auch deutlich besser (eine Seite war „total zu“).
    Somit bestens ausgestattet haben wir uns zuerst „Slightly Blue“ und danach das Potpourri der Sendung mit der Maus vorgenommen. Das läuft dann immer so ab, dass mein Lehrer bestimmte Stellen raussucht. Typische oder schwierige Phrasen etwa, manchmal auch nur einen Takt, Übergänge (z.B. von der Begleitung zum Solo oder anders herum) oder wichtige Dynamikänderungen im Titel. Diese Stellen spiele ich dann immer und immer wieder, natürlich jeweils mit Hinweisen, was ich anders machen soll – bis es irgendwann (nach Auffassung meines Lehrers) perfekt ist. Das alles spielt sich sehr schnell ab, sodass ich befürchte, die „perfekte“ Variante schon vergessen zu haben, wenn ich von der Stunde wieder zu Hause bin.

  27. 56. Saxstunde (25.09.)

    Zusammen mit einer anderen Schülerin (Katharina) und unserem Lehrer haben wir uns als Trio an das „Albumblatt“ aus „Blüten und Blätter“ von Max Reger und die „Vier Miniaturen“ von Thomas Bauser gewagt.
    Zur Auflockerung haben wir außerdem einige Trios aus dem Heft „Three’s a crowd“ (Editor: James Power) vom Blatt gespielt.

  28. 57. Saxstunde (23.10.)

    Wiedereinstieg nach den Herbstferien so, wie wir davor aufgehört hatten: Katharina war wieder mit dabei und die Titel waren auch die gleichen wie in der 56. Saxstunde.

  29. 58. Saxstunde (30.10.)

    Wir kommen zurück zu dem Vorhaben, eine der Saxophonschulen, in denen ich übe, zu Ende bringen zu wollen. Dies ist die „Jazzmethode für Saxophon“ von John O’Neill. Zur Wiederholung habe ich zunächst „It’s All Yours“ gespielt und dann sind wir mit „On the Street“ in die Tiefen der Phrasierung eingestiegen.
    Eine besondere Baustelle war dann der 16-taktige Improvisationsteil in dem Titel, den ich auch ein paar Mal absolvieren durfte. Ich musste mich manchmal regelrecht bemühen, mich gedanklich nicht zu weit forttragen zu lassen um nicht den Wiedereinstieg ins Dal Segno zu verpassen.

  30. 59. Saxstunde (13.11.)

    Auf zum Endspurt in der “Jazzmethode für Saxophon” mit den Titeln „Greensleeves“, „Five Jive“ und „Straight, No Chaser“, die ich jeweils in ein paar Durchgängen absolvieren konnte.
    Etwas trickreicher war da schon die Phrasierung in „My Little Suede Shoes“. Es handelt sich um einen Calypso, den ich stilecht etwas zickig spielen sollte.
    Als Hausaufgabe darf ich mir dann noch die „Yardbird Suite“ (und damit den letzten Titel der Schule) ansehen.

  31. 60. Saxstunde (20.11.)

    Immer noch Endspurt in der “Jazzmethode für Saxophon” und immer noch “Greensleeves”, “Five Jive”, “Straight, No Chaser”, “My Little Suede Shoes”. Und vor allem die “Yardbird Suite”, denn die geht noch lockerer und mit etwas mehr Glanz aus dem Abendprogramm.

  32. 61. Saxstunde (27.11.)

    Zur Abwechselung habe ich mit meinem Lehrer zusammen wieder ein paar Duette gespielt und zwar vom Blatt. Der Schwerpunkt lag eindeutig auf dem „vom Blatt spielen“ als auf der Tatsache, dass es sich um Duette handelt.
    Zwar haben wir auch an Dynamik und Phrasierung gearbeitet, sind schwierige Stellen langsamer durchgegangen und haben dann noch einmal wiederholt. Sobald sich aber bei mir ein Lern- oder Speichereffekt einstellte und mir die Noten bekannt waren, wurde ein neues Stück angefangen.
    Zunächst haben wir uns an den Duetten Nr. 15 und 16 aus der alten Schule des Studio Dresdner Tanzsinfoniker (vom VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1974, anknüpfend an die “Rhythmisch-stilistischen Studien”) versucht. Dann kamen einige Stücke aus der 2. Dapper-Schule dran.
    Nebenbei hat mein Lehrer mir mitgeteilt, dass ich diese Schule (Dapper 2) nach seinen Vorstellungen als nächste absolvieren sollte.

  33. 62. Saxstunde (06.12.)

    Nach vorheriger Absprache hatte ich statt des Tenors mal mein Altsaxophon (B&S Series 2001) zur Stunde mitgebracht. Wir haben dann einige leichte Duette vom Blatt gespielt und des öfteren mal die Stimme (1. gegen 2.) getauscht. Dann sind wir noch auf eine Ansatzthematik zu sprechen gekommen, die mir wahrscheinlich auch am Tenor hilfreich sein wird. Nämlich, dass man in seiner Vorstellung mit dem Luftstrom nicht die Blattspitze anspielen sollte, sondern einen Punkt im Inneren des Mundstücks. Schwierig zu erklären, aber ich konnte damit etwas anfangen und habe sofort eine Verbesserung meines Tons bemerkt.

  34. 63. Saxstunde (18.12.)

    Endlich konnte ich mit zwei finalen Durchgängen der „Yardbird Suite“ die „Jazzmethode für Saxophon” von John O’Neill tatsächlich abschließen.
    Danach ging es dann ohne Pause mit einigen Titeln vom Blatt in „Das Saxophonbuch 2“ von Klaus Dapper weiter: „Andante grazioso“ von Ignaz Pleyel, „Andante“ von Francois Dvienne, „Rigaudon“ von Georg Böhm, „Duett“ von Ernesto Köhler, „Sophisticated Lady“ von Duke Ellington und „Sad Song“ von Klaus Dapper himself.
    Ein schöner Abschluss für dieses Jahr, fand ich.

  35. 64. Saxstunde (08.01.2013)

    Die erste Unterrichtsstunde in diesem Jahr habe ich mit einer Frage zur richtigen Ansatzstellung und zur Haltung des Instruments begonnen. Ich fand, dass sich die Ansprache verbessert, wenn ich das Blatt mehr von unten anspiele. Dazu muss mir das Mundstück weniger gerade aus dem Mund gucken, sondern eher etwas schräg nach unten. Begünstigt wird das durch eine eher seitliche Instrumenthaltung, rechts am Körper vorbei. Bisher habe ich das Tenorsaxophon eher direkt vor dem Körper gehalten. Das ist mir auch eigentlich beim Greifen lieber. Aber blöder Weise sind die Notenständer dieser Welt alle sehr niedrig (zumindest hier im Konservatorium), so dass ich zusätzlich ziemlich tief nach unten schauen muss, was eine nach unten geneigte Kopfhaltung provoziert. Mit der konsequent seitlichen Instrumenthaltung ist das etwas leichter. Das alles bezieht sich auf das Spielen im Stehen.

    Aber in dieser Stunde wurde auch Saxophon gespielt, nämlich das Duett Nr. 15 in dieser alten Schule des Studio Dresdner Tanzsinfoniker (vom VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1974, anknüpfend an die “Rhythmisch-stilistischen Studien”).
    Außerdem haben wir an einigen Titeln auf den ersten Seiten meiner „neuen“ Dapperschule (2) gearbeitet.

  36. 65. Saxstunde (29.01.)

    Nachdem jetzt zwei meiner Unterrichtsstunden wegen intensiver Vorbereitungen für „Jugend musiziert“ (seitens meines Lehrers, nicht wegen mir) ausgefallen waren und der Wettbewerb für die Region Brandenburg Süd am Sonnabend in Senftenberg abgeschlossen wurde, ging es heute wieder normal weiter.
    Zunächst wurde ich mit neuer Literatur versorgt: jazz basic BAND 1 (Grundlagen der Improvisation in Theorie und Praxis) von Stefan Berker. Ich hatte meinem Lehrer schon eine ganze Weile in den Ohren gelegen, dass ich in Richtung Improvisation etwas machen will und damit wollen wir es wagen. Nun gut, einiges davon muss ich als Hausaufgabe absolvieren, sonst geht es nicht voran.
    Im zweiten Teil der Stunde haben wir einige Stellen aus dem Medley „Mouse and friends“ geübt. Das Stück brauchen wir für das Saxophon-Quartett.

  37. 66. Saxstunde (26.02.)

    Anfang Februar war eine Woche Schulferien, die darauffolgende Unterrichtsstunde hatte ich unserem Saxophonquartett als Probentermin zur Verfügung gestellt und danach hatte sich mein Lehrer beim Wintersport verletzt, so dass meine nächste Unterrichtsstunde erst am 26.02. stattfand.
    Den „jazz basic BAND 1“ von Stefan Berker habe ich meinem Lehrer wieder zurückgegeben. Ich denke, diese Schule ist eher für Neueinsteiger gedacht.
    Dann haben wir uns über weitere Möglichkeiten unterhalten, sich der Improvisation zu nähern. Letztlich empfahl mir mein Lehrer (wieder einmal) den Unterricht bei ihm zu beenden – er könnte mir nichts mehr beibringen und im Quartett würden wir ohnehin weiter zusammen arbeiten.
    Musik wurde aber auch gemacht: ich musste eine Reihe von Duetten mit meinem Lehrer zusammen vom Blatt spielen. In jeweils ein paar Durchgängen haben wir an der Phrasierung und der Dynamik gearbeitet. Keine Ahnung, wie die Titel hießen…

  38. 67. Saxstunde (19.03.)

    Nachdem ich mir auch in diesem Jahr einen kleinen Urlaub in wärmeren Gefilden gegönnt hatte, um den Winter zu verkürzen, ging es in der nächsten Unterrichtsstunde in der Schule “Das Saxophonbuch 2″ von Klaus Dapper weiter. Einige Titel haben wir wiederholt, andere mit ungewöhnlichen Taktarten sind dazugekommen.

  39. 68. Saxstunde (26.03.)

    In dieser Stunde haben wir uns hauptsächlich einige Stücke für unser Saxophonquartett angesehen: „Tango“ und „Mackie Messer“ aus der Dreigroschenoper von Kurt Weill, „Slightly Blue“ und „Soliloqui“ aus Five Short Saxophone Quartets von Colin Cowles, “Drei Madrigale” von John Dowland und “Birdland” von Joe Zawinul.
    Zum Abschluss haben wir noch ein paar Duette aus “Das Saxophonbuch 2″ von Klaus Dapper gespielt.

  40. 69. Saxstunde (09.04.2013)

    Zuerst haben wir wieder ein Duett in dieser alten Schule des Studio Dresdner Tanzsinfoniker (vom VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1974, anknüpfend an die “Rhythmisch-stilistischen Studien” gespielt und dann in dem „Saxophonbuch 2“ von Klaus Dapper weitergemacht.

    Nebenher sind wir auf meine Tendenz zu sprechen gekommen, immer wieder mal die Töne relativ scharf zu attackieren – vor allem wenn ich befürchte, dass sie nicht ansprechen werden.
    Bei dem Gespräch bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass meine zehnjährige Klarinettenvergangenheit (auch wenn sie schon lange zurückliegt) eher hinderlich als förderlich (wie ich bisher geglaubt hatte) sein kann.
    Mein Lehrer hat mir dann noch ein paar interessante Ansätze geliefert, welches Gefühl man bei der Erzeugung eines Tons anstreben sollte.
    Eigentlich kaum zu glauben, wie sehr der menschliche Wille und die Einstellung des Saxophonisten sein Spiel eher indirekt beeinflussen.

    In der nächsten Stunde wollen wir mit Etüden von Hartmann beginnen.

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