Im Wechsel der Akkorde
Dienstag, 01. November 2011

Jazz im Diesel – mit Friedhelm Schönfeld und Tochter Axinia

Am letzten Freitagabend (28.10.) war ich wieder einmal im Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus. Denn dort spielte Friedhelm Schönfeld mit seiner Tochter Axinia (Duo Schönfeld) in der Reihe „Jazz im Diesel“. Das Konzert wurde aus Anlass der Ausstellung „OSTZEIT. Geschichten aus einem vergangenen Land“ organisiert, die ich mir allerdings nicht angesehen habe. Friedhelm Schönfeld - StartGenau genommen war ich einzig wegen Friedhelm dort (sorry Axinia). Als Saxophonist wollte ich natürlich einen Saxophonisten hören und sehen. Dabei war es nicht so, dass ich seit Jahren auf eine Chance gewartet hätte, Herrn Schönfeld endlich live erleben zu können. Genau genommen konnte ich mit dem Namen erst einmal nichts anfangen, als mir jemand vorschlug das Konzert zu besuchen. Ich habe mich aber informiert und herausbekommen, dass Friedhelm Schönfeld einer der berühmtesten und besten Saxophonisten der ehemaligen DDR ist und dass er in den 60er und 70er Jahren die Jazzszene maßgeblich beeinflusst hat (Friedhelm-Schönfeld-Trio). Das wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen.
Es gab an diesem Abend zwei Instrumentalstücke, die Friedhelm auf dem Saxophon spielte, begleitet von seiner Tochter am Flügel – der erste („Erinnerungen“) und der letzte (Zugabe-)Titel („Marsch der Enthusiasten“).

Dazwischen gab es eine Reihe schöner Songs, die Axinia gesungen und am Flügel begleitet hat und in denen Friedhelm wunderbare Solos auf dem Altsaxophon, Tenorsaxophon oder der Querflöte gespielt hat. Für einige Songs hat sich Friedhelm auch an den Flügel gesetzt und seine Tochter begleitet. Bei den Solos litt dann doch hin und wieder das Tempo etwas (Friedhelm hatte sich vorher entschuldigt – das Piano sei nur sein „Zweitinstrument“).
Was er allerdings auf dem Saxophon gezaubert hat, hat mich wirklich begeistert. Das war Genuss und Inspiration pur. Bei dem freundlichen Herrn am Mischpult habe ich mich noch mit der CD „Start“ (mit dem Bassisten Gerhard Kubach und Schlagzeuger Janusz Stefanski) eingedeckt (siehe Bild), die allerdings eine ganz andere Spielart des Jazz von Friedhelm Schönfeld zeigt.

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