Im Wechsel der Akkorde
Samstag, 21. Mai 2011

Erstes Zwischenfazit meines Sax-Unterrichts

Sequoia Lemon Tenorsaxophon

Nach meinen nunmehr ersten zehn Unterrichtsstunden mit dem Tenorsaxophon am Konservatorium Cottbus dachte ich, es wäre an der Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Bringt der Unterricht etwas? Gibt es Fortschritte?

Ein ganz klares „ja“ als Antwort auf beide Fragen.
Aus heutiger Sicht kann ich mir nicht vorstellen, wie ich ein solches Programm ohne Lehrer hätte bewältigen wollen. Das, was mir mein Lehrer vermittelt, hätte ich mir nicht anlesen können oder ich hätte es entweder nicht oder anders verstanden. Beispielsweise finde ich es sehr hilfreich, wenn er mir Phrasen vorsingt („di dut dah…“) um zu verstehen, wie ich sie gestalten soll. Vor allem auch die ständige (unerbittliche) Rückmeldung über alles was ich spiele ist sehr wertvoll. War etwas nicht richtig gut, gibt es einen kurzen, hilfreichen Hinweis und es wird noch einmal gespielt.
Nebenher ist mein ursprünglicher Plan in Hinsicht auf meine Motivation zum Üben voll aufgegangen. Ich möchte wirklich nicht unvorbereitet zur nächsten Stunde gehen und übe regelmäßig. Seit ich mit dem Unterricht angefangen habe, konnte ich insgesamt 103 Stunden Saxophon spielen (ja, ja, ich habe ein elektronisches Übetagebuch, in das ich alles eintrage). Das ergibt durchschnittlich eine wöchentliche Übezeit von ca. 6,5 Stunden. Mehr Zeit kann ich mir dafür beim besten Willen nicht organisieren.

Fortschritte sind für mich auch zu erkennen und zwar konkret:
1. Das Notenlesen klappt schon wieder viel besser. Einfachere Stücke spiele ich vom Blatt ohne nachdenken zu müssen. Tonarten mit vielen Vorzeichnen gegenüber bin ich deutlich entspannter.
2. Der Ansatz entwickelt sich. 90 Minuten kann ich ohne Ermüdung spielen, eine halbe Stunde mehr geht auch noch.
3. Die grundlegende Swing-Phrasierung habe ich gelernt und kann sie anwenden. Ich kann mir einen Titel erarbeiten, Beginn und Ende der Phrasen bestimmen, Atempausen festlegen, usw.
4. Es gibt ein paar Situationen, in denen ich mit meinem Ton schon recht einverstanden bin.

Ich gebe zu, dass meine Fortschritte durchaus ein bisschen größer hätten ausfallen dürfen. Aber ich habe mir vorgenommen nicht ungeduldig zu werden. An den folgenden Baustellen will ich vor allem in der nächsten Zeit arbeiten:
1. Die Finger laufen noch nicht wieder richtig. Bestimmte Griffwechsel bereiten Probleme, Gelegentlich treten Koordinationsprobleme der Finger auf.
2. Oft schaffe ich es noch nicht, den Ton in allen Lagen wirklich gleich klingen zu lassen (Stichwort: d“).
3. Meinen Toneinsatz (attack) kann ich nicht immer wirklich zuverlässig gestalten (z.B. hauchender, unbetonter Toneinsatz).
4. Mein zeitlicher Aufwand um ein (etwas anspruchsvolleres) Stück technisch zu beherrschen ist noch recht hoch.
5. Meine gesamte Tonformung (Ausdruck) steckt noch in den Anfängen. Wenigstens habe ich aber schon eine Idee von dem, was auf dem Tenorsaxophon möglich ist.
6. Da ich mich auch mit Improvisation beschäftigen möchte, müssen die Tonleitern/Skalen wie im Schlaf laufen.

Die Aufzählung ist nicht abschließend, aber ich will mich jeweils auf ein Thema konzentrieren. Alles auf einmal funktioniert bei mir sowieso nicht…
Wichtig ist sicher, dass der Spaß nicht verloren geht und das ist für mich zum Glück nicht ansatzweise zu erkennen. Allerdings muss ich wohl aufpassen, mich nicht zu stark vom Saxophon beherrschen zu lassen.
Tatsächlich verhält es sich so, dass mich eine erfolgreiche Saxophon-Stunde ziemlich glücklich macht. Wenn es hingegen nicht gut klappt bin ich doch arg geknickt und übel drauf (sagt meine Familie).

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Reaktionen zu “Erstes Zwischenfazit meines Sax-Unterrichts” (10)

  1. 11. Saxstunde (24.05.)
    Gestartet sind wir mit Tonleiterübungen. Das bisherige Muster (fünf Töne im Swingstil hinauf und wieder herunter) wurde erweitert um einen anschließenden Lauf bis zum Oktavton. Neben der Geläufigkeit der Tonleitern ist diese Übung für flüssige Griffwechsel gut geeignet. Ich soll immer auch die Dreiklänge der Tonleitern mit üben.
    Danach haben wir den nächsten Titel in der „Easy Jazz Conception“-Schule von Snidero in Angriff genommen: So Long Birdie. Den Titel hatte ich mir zu Hause schon mal angesehen, denn den finde ich richtig gut. Vor allem mit dem Playalong, aber die sind bei Snidero ohnehin toll.
    Jedenfalls brauchte ich mich nicht mehr so auf die Technik konzentrieren und konnte mich ganz der Phrasierung widmen.
    Anschließend sind wir noch die Ballade „Back For Good“ (Sax Ballads, Rolf Becker) durchgegangen. Die hatte ich zu Hause auch geübt, sodass es technisch in Ordnung war. Eine Ballade ist aber ganz anders zu spielen als Jazz. An der Phrasierung gab es dann doch noch einiges zu tun.

  2. 12. Saxstunde (31.05.)
    Zuerst Töne aushalten, ganz leise beginnen, an die Stelle herantasten an der der Ton kommt, Stütze nicht vergessen. Dann lauter werden, mit dem Ton spielen, ihn schweben lassen, noch lauter, er darf nicht tiefer werden, wieder zurücknehmen, definiert beenden.
    Dann ein paar Minuten Theorie: Pentatonik und Blues-Skalen in Dur und Moll. Ab jetzt übe ich Blues-Skalen statt Tonleitern.
    Weiter ging es mit der „Jazzmethode“ von O’Neill. Da hatte ich noch das Stück “Round And Round Again” offen. Einmal ohne Playback gespielt, noch einige Hinweise zur Phrasierung, einmal mit Playback, abgenommen, fertig.
    Dann haben wir den nächsten Titel (mein Lehrer mit der Klarinette, ich Tenor) „Trane Refrain“ vom Blatt gespielt. Fehlerfrei, also weiter: „Blue Monk“ heisst der nächste Titel. Den haben wir auch wieder gleich zusammen gespielt, wobei ich den Improvisationsteil bestreiten musste. Da ich in dieser Situation recht locker war, konnte ich ganz gut loslassen und einfach spielen. Dafür habe ich ein „Respekt!“ geerntet. Die Phrasierung des Stückes mussten wir uns dann aber noch einmal genauer ansehen.
    Wichtig scheint mir immer zu sein, zu erkennen – oder besser: eine Auffassung davon zu entwickeln – wie die Musik fliesst. Also nicht nur zu bestimmen, wo eine Phrase anfängt und aufhört, sondern welches der wichtigste Ton ist, zu dem sich alles hin bzw. davon weg entwickeln muss. Und das gilt wiederum auch für den musikalischen Zusammenhang der aufeinanderfolgenden Phrasen.
    Also haben wir „Blue Monk“ noch einmal zusammen gespielt, ich wieder den Improvisationsteil, abgekauft, fertig.
    Jetzt das Programm im Kopf umschalten: Balladen. „Back For Good“ war dran. Beim Üben hatte ich mich auf die zuvor besprochenen Phrasierungen konzentriert (oder was ich mir davon merken konnte). Einige Stellen haben wir dann noch einmal besprochen. Zum Abschluss habe ich das Stück mit Playback gespielt und das hat mir mein Lehrer abgekauft.
    Letztlich haben wir uns noch die nächste Ballade „My Very First Love“ (12/8-Takt) kurz angesehen. Die werde ich mir zur nächsten Stunde erarbeiten.

  3. 13. Saxstunde (07.06.)
    Anfangs habe ich ein paar moll-Blues-Skalen (Pentatonik mit zusätzlichem Durchgangston) gespielt – das Grundmaterial für Improvisationen. Über die Töne muss ich noch zu sehr nachdenken und an dem Tempo muss ich auch noch arbeiten.
    Dann sind wir in die Ballade „My Very First Love“ eingestiegen. Zur Einstimmung haben wir ein paar Rhythmusübungen zum 12/8-Takt gemacht. Bei allen wichtigen Phrasen haben wir dann die Zählzeiten besprochen und durchgespielt. Im Anschluss daran sind wir die Phrasierung des Titels durchgegangen. Dann habe ich versucht, die Ballade vom Anfang bis zum Ende durchzuspielen – nicht ohne gefühlte 100 Unterbrechungen, in denen mein Lehrer mich korrigiert hat. Aber genau dabei ist der Lerneffekt für mich am größten. Abschließend habe ich das Stück noch mit Playback gespielt. Mein Lehrer meinte dann nur, das wäre ein schönes Stück aber da müsste ich noch mal ran. Also mehr üben…

  4. 14. Saxstunde (21.06.)
    Mein Lehrer überraschte mich mit der Ankündigung: „Heute spielen wir mal wieder ein Duett!“ Wir haben das Duett Nr. 5 in dieser alten Schule des Studio Dresdner Tanzsinfoniker (vom VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1974, anknüpfend an die “Rhythmisch-stilistischen Studien”) gewählt und vom Blatt gespielt. Ich habe zuerst die zweite und danach die erste Stimme gespielt, also mit meinem Lehrer getauscht. Das Stück ist nicht schwierig und eigentlich ganz schön. Einige Unsicherheiten beim Notenlesen haben mich aber ab und zu ins Stolpern kommen lassen, z.B. dass ein h mit einem Kreuz (his) ein c ist auch wenn das ganze Stück in F-Dur steht (das h also eigentlich ein b ist), dass es ein Doppelkreuz gibt welches ein f zum g macht (fisis), dass ein e mit einem Kreuz (eis) ein f ist, ein f mit einem b (fes) ein e ist und dass ein c mit einem b (ces) ein h ist. Das vor allem dann, wenn die genannten Beispiele kurz aufeinander in einem Takt folgen. Da bleibt dann keine Zeit zum Nachdenken – so etwas muss einfach sitzen.
    Im Anschluss daran sind wir in Snideros Easy Jazz Conception den Titel „Hot And Humid“ durchgegangen. Das war mein Wunsch, denn ich hatte mir den Titel schon seit einer Weile selbst erarbeitet und nun die Befürchtung, etwaige Fehler durch die Wiederholung beim Üben zu festigen. Durch meine Vorleistung konnte ich mich in der Unterrichtsstunde gut auf die besprochene Phrasierung und einige technische Details konzentrieren. Zum Ende der Stunde habe ich das Stück komplett mit Playalong (CD-Begleitung) gespielt.

  5. 15. Saxstunde (28.06.)
    Zu Beginn dieser Stunde habe ich zusammen mit meinem Lehrer das Duett Nr 5 gespielt, welches wir beim letzten Mal begonnen hatten. Nachdem es technisch in Ordnung war, haben wir die Phrasierung besprochen und es noch zwei mal durchgespielt.
    Im Anschluss kam das Duett Nr. 6 an die Reihe, welches wir einmal durchgegangen sind und das ich mir zu Hause weiter erarbeiten werde.
    Dann haben wir uns entschieden, in der Schule „Jazzmethode für Saxophon“ von O’Neill weiterzumachen. Die Titel „A Bossa for Betty“, „Familiarity“ und „Sister Caroline“ sind wir jeweils ein paar mal durchgegangen und haben dabei die Phrasierung besprochen.
    Da dies die letzte Stunde vor den Sommerferien war und während der Ferien kein Unterricht stattfindet, habe ich etwas Material für das Selbststudium mitbekommen: zwei Hefte mit Etüden des Studio Dresdner Tanzsinfoniker und eine Schule mit Studien von James Rae.

  6. 16. Saxstunde (16.08.)
    Mit dem Ende der Ferien in Brandenburg ist auch endlich meine unterrichtsfreie Zeit am Konservatorium vorüber. In der Zwischenzeit habe ich nicht ganz so viel Saxophon spielen können, wie ich gehofft hatte – ganze 26 Stunden. Aber auf diese Unterrichtsstunde habe ich mich schon sehr gefreut.
    Ganz am Anfang schockte mich mein Lehrer mit der Bitte, mich mal hinzusetzen um etwas mit mir zu besprechen. Er meinte, ich sollte mir mal Gedanken darüber machen lieber in einer Gruppe oder einem Ensemble mitzumachen, um mich besser weiter entwickeln zu können. Ich sei „spielfertig“.
    Meinerseits nichts lieber als das! Aber wo? Mein Lehrer hatte da schon eine Idee. Mal sehen ob das klappt…
    Nach einigen ausgehaltenen Tönen haben wir uns ein wenig der Tonbildung gewidmet – insbesondere dem Ansprechen der Töne aus dem pianissimo (oder dem Nichts) heraus ohne Anstoß der Zunge, nur mit Zwerchfellspannung. Erst ganze Noten, dann Halbe, dann Viertel. Ziel der Übung war, den Zeitpunkt des tatsächlichen Toneinsatzes präzise bestimmen zu können.
    Im Anschluss haben wir uns den Titel „Hard Rock Blues“ aus den 20 modernen Studien für Solo-Saxophon von James Rae vorgenommen. Diesen Titel hatte ich mir zu Hause schon mal angesehen, so dass mir die Rhythmik und der Ablauf im Prinzip klar waren. Die Technik war aber noch mangelhaft. Zuerst mussten die Griffwechsel optimiert werden – hm, das hätte ich mir schon mal allein anschauen können. Mein Lehrer hat mir dann gezeigt, wie man grundsätzlich an komplizierte Phrasen herangehen kann um sie zu beherrschen. Das ist dann meine Hausaufgabe.
    Letztlich haben wir dann die Phrasierung für den Titel besprochen.
    Dann war die Stunde auch schon wieder vorüber.

  7. 17. Saxstunde (23.08.)
    In dieser Stunde ging es gleich in die Vollen mit James Rae und dem „Hard Rock Blues“ aus den 20 modernen Studien für Solo-Saxophon. Seit der letzten Stunde hatte ich den Titel bestmöglich geübt und war überzeugt, dass ich den Titel spielen kann. Die technische Seite klappte dann auch tatsächlich recht gut. Allerdings habe ich etwas langsamer als in dem von Herrn Rae vorgesehenen Originaltempo gespielt.
    Bei meiner Phrasierung gab es jedoch noch Verbesserungspotential. Wir hatten uns überlegt, dass ich ab Takt 12 in einen Swing übergehe und in Takt 20 wieder zu den geraden Vierteln zurückkehre. Das hatte ich noch nicht mit der letzten Konsequenz umgesetzt. Dann habe ich noch an einigen Stellen eine Zwangsatempause verordnet bekommen, damit der Zuhörer das Ende der Phrasen besser nachvollziehen kann. Noch ein kompletter Durchlauf unter Beachtung aller Hinweise und fertig.
    Danach haben wir uns den ersten Titel „Turn about“ aus den Rae-Studien angesehen. Die wichtigsten Stellen sind wir durchgegangen und haben die Phrasierung besprochen. Als Hausaufgabe werde ich mir diesen Titel erarbeiten.
    Dann sind wir noch einmal in die Jazzmethode für Saxophon von O’Neill eingestiegen. Die Titel „Lucky Rhythm” und “Summer Hummer“ sind wir durchgegangen und haben sie zusammen gespielt – mein Saxlehrer auf der Klarinette. Nicht ganz so unproblematisch war der nächste Titel: „Lady Pres“. Zwar schien mir der Titel nach einigen Versuchen technisch machbar, aber es fehlte die entspannte Leichtigkeit dafür. Das ist dann meine zweite Hausaufgabe.

  8. 18. Saxstunde (30.08.)

    In der heutigen Unterrichtsstunde konnte ich meine Blockaden oder Hemmungen bis zum Schluss nicht abbauen. Warum ich diese (am Anfang eigentlich immer) habe, konnte ich in mir noch nicht ergründen. Meist sind sie nach fünf Minuten verschwunden. Nicht so heute. Ich habe schon einige Male überlegt, dass es für mich besser wäre, wenn ich mich kurz vor der Stunde schon mal warm spielen könnte. Aber das bekomme ich zeitlich nicht hin. Ich hetze von der Arbeit zum Konservatorium, beginne mit einem Kaltstart und versuche dann in möglichst kurzer Zeit von 0 auf 100 zu kommen.
    Na gut, ganz so schlecht war es dann heute doch nicht. Allerdings habe ich mich die ganze Zeit lang nicht wirklich wohl gefühlt.
    Nach ein paar ausgehaltenen Tönen sind wir noch einmal bei „Lady Pres“ in der Jazzmethode (O’Neill) eingestiegen. Während einiger Durchgänge haben wir intensiv an Phrasierungsdetails gearbeitet.
    Anschließend haben wir uns noch „Country Road“ in der selben Schule vorgenommen, die Phrasierung besprochen, spielender Weise umgesetzt und den Titel abgeschlossen.
    Dann war wieder mal eine Ballade dran. Zunächst musste ich noch einmal „My Very First Love“ (Sax Ballads, Rolf Becker) zum Besten geben. Soweit in Ordnung, aber der Titel hatte noch eine bessere Dynamik und Ausarbeitung der Phrasierung verdient. Zumindest war es beim letzten Durchlauf schon deutlich besser.
    Zum Schluss blieb noch etwas Zeit um in „Careless Whisper“ einzusteigen. Den Titel werde ich mir dann zu Hause erarbeiten.

  9. 19. Saxstunde (06.09.)

    Heute haben wir einen neuen Titel aus Jim Snideros „Easy Jazz Conception“ angefangen: Rock On. Mal kein Swing, sondern Rock (130 BPM). Die technisch interessanten Stellen habe ich in den Takten 27 bis 31 gefunden und die muss ich mir zu Hause in Ruhe ansehen. Aber der Rest hatte schon ganz ordentlich gegroovt. Dabei konnte ich meinen Lehrer von meiner Idee einer Phrasierung überzeugen – er hatte sich ursprünglich eine etwas andere gedacht. Wichtig ist, dass ich diese Phrasierung in dem Titel durchhalte, damit es für den Hörer schlüssig wirkt. Sie bildet sozusagen die Klammer um das ganze Stück.
    Weiter ging es mit der Ballade „Careless Whisper“, die wir uns beim letzten Mal kurz angesehen haben. Die Woche seit der letzten Stunde hatte mir nicht gereicht, um mir das Stück technisch zu erarbeiten. Unter anderem bereitet mir der Schleifer am Anfang des Hauptmotivs Sorgen (vom h’’ zum fis’’’). Für einen gleichmäßigen Ton in dieser Phrase (besonders das e’’’ tanzte aus der Reihe) habe ich einige Übungen absolviert. Bei der Gelegenheit habe ich einen alternativen Griff für das fis’’’ gelernt. Wir sind dann das Stück komplett durchgegangen und haben Dynamik und Phrasierung besprochen. Den Rest muss ich zu Hause erledigen.
    Dann haben wir uns „Turn about“ aus den 20 modernen Studien für Solo-Saxophon von James Rae vorgenommen. Dabei haben wir versucht, uns dem Originaltempo zu nähern (180 BPM). Aber dazu fehlte mir doch noch ein bisschen Technik und letztlich die Leichtigkeit, die für eine überzeugende Darbietung nötig ist. Da muss ich noch mal ran…
    Den nächsten Titel in der Schule (Walk about) hat mir mein Lehrer kurzerhand auf seinem Altsax vorgespielt – eine nette Etüde mit wechselnden 4/4, 7/8 und 5/8-Takten. Werde ich mir zu Hause erarbeiten.
    Zum Abschluss haben wir noch zusammen das Duett Nr. 6 in der alten Schule des Studio Dresdner Tanzsinfoniker (vom VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1974, anknüpfend an die “Rhythmisch-stilistischen Studien”) gespielt, was sehr viel Spaß gemacht hat.

  10. 20. Saxstunde (13.09.)

    Die heutige Stunde lief gänzlich anders ab als gewohnt: nämlich mit einem zweiten Schüler. Besser gesagt einer Schülerin: Rebecca (Altsax). Unser gemeinsamer Lehrer bat uns einen Stuhl zu nehmen. Genau das tat er auch.
    So saßen wir also im Halbkreis um einen Notenständer und los ging es mit Trio-Stücken (1. Altsax, 2. Altsax, Tenorsax) vom Blatt.
    Ich kann wirklich nicht mehr sagen, wie die Stücke hießen. Es waren insgesamt sechs Stücke – alle ziemlich leicht. Im Durchschnitt für jedes Stück sieben Minuten. Dennoch haben wir bei (nahezu) jedem Fehler angehalten und nochmal gespielt, bis es einmal komplett geklappt hat.
    Eine schöne Übung, würde ich sagen: vom Blatt und im Ensemble spielen.
    Das hat eine Menge Spaß gemacht und sich (zumindest teilweise) ganz ordentlich angehört.

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