Im Wechsel der Akkorde
Sonntag, 10. April 2011

Willkommen Otto Link RG 7* (MPC)

Zwar habe ich mittlerweile gerade einmal 60 Übungsstunden mit meinem Tenorsaxophon auf der Uhr und es ist dafür eigentlich (nach meiner eigenen Einschätzung) zu früh, aber ich konnte nicht wiederstehen mir ein gebrauchtes Metallmundstück in der Bucht zu ersteigern.

Mit meinem bisher gespielten Plastik/Kunstharz-Mundstück (Expression 6*) bin ich einigermaßen aber doch nicht so ganz zufrieden. Die Tonformung an sich ist eigentlich zufriedenstellend – ich kann damit durchaus gezielt verschiedene Klangfarben erzeugen. Probleme (die ich auch nicht mit noch so lockerem Ansatz lösen konnte) habe ich ab forte aufwärts. Ich habe den Eindruck, dass ich einfach nicht genug Luft durch das Mundstück bekomme.

Nun war ich eigentlich nicht unbedingt auf ein Metallmundstück scharf. Oft werden diese Mundstücke als recht knallig beschrieben und mein Saxlehrer ermahnt mich ohnehin recht oft, meine Toneinsätze (Attack) weicher zu gestalten.

Eher zufällig bin ich in der Bucht auf das Otto Link RG 7* gestoßen. Die Herstellerinformationen haben mich dann motiviert, das Mundstück einmal auszuprobieren. Zum einen soll die parabolisch gestaltete Kammer für viele Klangnuancen geeignet sein – zum anderen ist die Bahnöffnung (7*) mit 0,108″ noch nicht zu offen. Das RG steht übrigens für Rocky Giglio, der wohl ein Profimusiker ist, den ich aber nicht kenne.

Nach erfolgreicher Ersteigerung, sofortiger Bezahlung und rasend schneller Zusendung habe ich das Mundstück erst einmal nach allen mir einfallenden Methoden gesäubert und desinfiziert. (Wie pflegt man ein Metallmundstück eigentlich richtig?)

Dann das erste Anspielen. Mein derzeitiges Lieblingsblatt (AW Reed 3) war mir zu schwer. Die Bahnöffnung des Otto Link ist größer als beim Expression, also benötige ich leichtere Blätter. Ein Vandoren jaZZ 2,5 hat sich für mich als passend und gut spielbar erwiesen. Am Anfang gab es erst einmal das volle Brett. Gefühlt war ich gegenüber vorher doppelt so laut.

Nach einer Stunde hatte ich mich ganz gut auf das Mundstück eingestellt und konnte auch piano schon ganz annehmbar spielen. Um das aber wirklich beurteilen zu können brauche ich eine längere Einspielzeit. Meinem Saxlehrer werde ich das Ding sicher erst nach Ostern zeigen (falls überhaupt).

Als Zwischenfazit kann ich sagen, dass ich eine Stunde lang richtig Spaß hatte und dass ich die Dezibel nur so rausgedrückt habe. Es muss aber nicht schön geklungen haben. Gefühlt hatte ich etwas mehr Intonationsprobleme als mit dem Expression – das muss ich aber noch mal überprüfen. Auch konnte ich feststellen, dass das Mundstück durch die offenere Bahn eine präzisere Kontrolle des Tons verlangt. Das ist mir nicht immer gut gelungen. Inwieweit es für mich als Allround-Mundstück taugt, müssen die nächsten Wochen zeigen. Ich werde berichten…

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