Im Wechsel der Akkorde
Samstag, 09. April 2011

Mein neuer PC

Vor allem bei der Bildbearbeitung (insbesondere der RAW->JPG-Entwicklung und HDR-Berechnungen) musste ich mich bei meinem bisherigen PC (Intel Pentium 4 mit 2,5 GHz) oft in Geduld üben. Und da das gute Stück schon einige Jahre gute Dienste geleistet hatte, war nun mal eine Aktualisierung fällig.

Dabei hatte ich eine Reihe von „Altlasten“ zu berücksichtigen. Zuallererst möchte ich nach wie vor nicht auf meinen uralten Audio-Sequencer (Emagic Logic Platinum 5.5.1), für den ich mal viel Geld bezahlt habe und mit dem ich mich relativ gut auskenne, verzichten. Da die Software sicher (allein schon auf Grund des Alters) nur einen CPU-Kern nutzen kann, benötige ich dafür bei meinem neuen Rechner im Prinzip nur einen, aber dafür hoch getakteten CPU-Kern. Bei den (aktuellen) Bildbearbeitungsprogrammen hatte ich erst einmal nur die Erwartung bzw. Hoffnung, dass diese auch auf mehreren Kernen rechnen können.

Weiterhin betreiben möchte ich unbedingt auch meine Audiokarte (RME Hammerfall DIGI9652) und mein MIDI-Interface (Emagic AMT8 [USB]). Für die RME-Karte benötige ich einen PCI-Steckplatz. Die Treiber für beide Geräte stammen noch aus der XP-Frühzeit – funktionieren aber stabil. Da ich mit Windows XP keine offenen Wünsche habe und die neue Hardware damit keine Probleme, bin ich halt dabei geblieben.

Bei der Konfiguration des Rechners bin ich von der CPU her herangegangen und bin bei den relativ neuen Sandy-Bridge-Prozessoren von Intel gelandet. Ausgesucht habe ich mir dann den Intel Core i5-2500K (Sockel 1155) mit 4 x 3,3 Ghz und integrierter Grafik (nur der K-Prozessor hat HD Graphics 3000, die anderen HD Graphics 2000).

Grafikleistung für Spiele benötige ich ja nun überhaupt nicht. Deshalb kann ich auf eine leistungsfähige Grafikkarte verzichten. Aber ich möchte natürlich meine beiden EIZO-Monitore (über DVI) weiter betreiben. Wünschenswert war also ein Mainboard, welches mir zwei DVI-Anschlüsse und die Grafikleistung des Prozessors zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass ich ein Mainboard mit dem Intel H67-Chipsatz benötige, denn der P67 unterstützt die CPU-eigene Grafikeinheit nicht. (Dafür ist der H67 nicht zum Übertakten der CPU geeignet, was ich aber nicht benötige)

Letztlich ist es dann das Asus P8H67-M Pro geworden (natürlich B3-Stepping), welches die erweiterte Desktop-Darstellung über zwei Monitore mit CPU-Grafik bietet. Für diesen Zweck stellt es zwar keine zwei DVI-Anschlüsse bereit, hat aber 1x DVI und 1x HDMI. Mit einem einfachen DVI-HDMI-Kabel (4,90 €) konnte ich meinen zweiten Monitor an den HDMI-Port anschliessen.

Ergänzt habe ich meine Neuausstattung mit zwei 2GB „Wald- und Wiesen“-DDR3-RAM (Corsair ValueSelect 1333MHz CL9, 1GB für die Grafik und 3GB für das 32-bittige Windows) und einer Samsung SpinPoint F3 SATA-Festplatte mit 1TB (HD103SJ). Ausserdem brauchte ich noch ein neues Netzteil, einen Kartenleser für den 3,5″-Diskettenschacht und ein Slotblech mit zusätzlichen (rückwärtigen) USB-Anschlüssen. Mein Tower-Gehäuse habe ich weiter verwendet. Auch mein DVD-Brenner darf weiter Dienst tun, weil das Mainboard auch einen P-ATA-Anschluss mitbringt. Da war ich dann, alles zusammengerechnet, mit ca. 400 Euro dabei.

So, dann alles zusammengebaut, installiert und ausprobiert:
Na ja, vom mitgelieferten Grafiktreiber bin ich dann doch etwas enttäuscht, denn der ist (was den Dual-Display-Betrieb betrifft) recht rudimentär. Zum Beispiel kann ich nicht mehr, wie noch bei meiner Nvidia GeForce4 MX, mit einem Klick ein Fenster von einem Monitor auf den anderen beamen. Auch fehlen solche Gimmicks, wie zwei unterschiedliche Hintergrundbilder auf den Desktops, aber die brauche ich wirklich nicht (meine Desktop-Hintergründe sind neutral grau).

Erfreulicherweise konnte ich feststellen, dass sowohl Photomatix 4 als auch Canons RAW-Entwickler (Digital Photo Professional) alle 4 Kerne nutzt. Das schlägt sich auch (und darauf kam es mir ja an) in der Verarbeitungszeit nieder. Beispielsweise benötigt der Rechner für die RAW-Entwicklung eines Fotos von der Canon EOS 5D Mark II jetzt nur noch etwa ein fünftel der Zeit (knappe 10 Sekunden, vorher gute 50 Sekunden).

Und nach meinen bisherigen Tests kann ich meine RME Hammerfall DIGI9652 mit 3ms Latenz betreiben (vorher 6ms), ohne das es zu Knacksern oder Aussetzern kommt. Das verbessert das Echtzeitgefühl beim Spielen virtueller Klangerzeuger oder bei den echten über LiveInputs (obwohl es vorher auch kein wirkliches Problem war). Der Logic-Sequencer nutzt wie erwartet nur einen CPU-Kern. Dieser eine Kern schaltet dann aber bei entsprechender Last auf 3,8 GHz hoch. (Ansonsten schlafen die vier Kerne meist bei 1,6 GHz vor sich hin)

Alles in allem für mich ein gutes Paket, bis jetzt ist alles stabil und chick…

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